Aixtron trotzt widrigem Marktumfeld und erfüllt Jahresziele
Aixtron steht trotz eines schwierigen Marktumfelds weiterhin stabil zu seinen Jahreszielen. Während die Nachfrage nach Optoelektronik, insbesondere Lasern für die Datenkommunikation in KI-Rechenzentren, zunimmt, bleibt der erhoffte Aufschwung bei SiC- und GaN-Leistungselektronik aus. Die Märkte leiden unter einer zurückhaltenden Nachfrage nach Elektroautos, Smartphones und Laptops. Trotzdem erzielten die jüngsten Quartalszahlen von Aixtron an der Börse einen positiven Eindruck, da sich das Unternehmen besser als erwartet schlug.
Die Aktien von Aixtron stiegen am Donnerstag um 3,6 Prozent auf 15,62 Euro, ein markanter Aufwärtstrend im MDax. Der Kurs befindet sich jedoch weiterhin in einer Konsolidierungsphase, die seit Juli anhält. Anleger sind offenbar dabei, die Erholung vom Mehrjahrestief im April bei 8,45 Euro zu verdauen.
Der Auftragseingang von Aixtron fiel im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 118,5 Millionen Euro, blieb aber stabil mit einem Auftragsbestand von 284,6 Millionen Euro Ende Juni. Trotz zurückhaltender Investitionen der Kunden wegen geopolitischer Unsicherheiten und einem stagnierenden Elektromobilitätsboom zeigt sich Aixtron robust. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um vier Prozent auf 137,4 Millionen Euro, während der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um beachtliche 83 Prozent auf 23,6 Millionen Euro annahm.
Analyst Abed Jarad von MWB Research bezeichnete das Quartal als solide und erwartet eine stärkere Performance im Schlussquartal. Aixtron-Chef Felix Grawert hält an seinen Umsatzprognosen für 2025 von 530 bis 600 Millionen Euro fest, nachdem im vergangenen Jahr ein geringes Wachstum auf 633 Millionen Euro verzeichnet wurde. Auch Analysten schauen mit verhaltenem Optimismus auf 2026, bevor 2027 wieder breiteres Wachstum erwartet wird.

