Ahmetovic fordert stärkere EU-Rolle bei Ukraine-Verhandlungen
Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic ruft nach einem verstärkten Engagement der Europäischen Union in den Ukraine-Verhandlungen und wirft die Idee eines diplomatischen Dialogs mit Russland in den Raum. Im Gespräch mit der 'Süddeutschen Zeitung' äußerte Ahmetovic seine Besorgnis darüber, dass die europäischen Akteure derzeit außen vor bleiben. 'So wie es jetzt läuft, darf es nicht weiterlaufen', betonte er eindringlich.
Ahmetovic sieht die Notwendigkeit, neue Wege zu beschreiten. Teil dieser neuen Wege sei es, zu klären, über welche Kanäle und auf welcher Ebene der diplomatische Kontakt zu Russland gesucht werden sollte. Die Initiative müsse von der Bundesregierung ausgehen, indem sie gemeinsam mit europäischen Partnern eine Strategie erarbeitet, die Europa wieder an den Verhandlungstisch bringt.
Die Gespräche zwischen Kiew und Moskau finden bislang unter Vermittlung der USA statt, ohne dass europäische Vertreter beteiligt sind. Mit Bezug auf die US-Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner, die beide aus der Immobilienbranche stammen, äußerte Ahmetovic seine erhebliche Skepsis gegenüber der aktuellen Verhandlungsführung.

