Ägypten fordert formelle Genehmigungen für Aktivisten-Protestmarsch
In einem diplomatischen Schachzug hat Ägypten die Aktivisten, die einen Protestmarsch in Richtung des Grenzübergangs Rafah zum Gazastreifen planen, dazu aufgefordert, offizielle Genehmigungen einzuholen. Diese sollen über ägyptische Botschaften im Ausland, durch ausländische Vertretungen in Kairo oder direkt über das ägyptische Außenministerium beantragt werden. Diese Regelung ist Teil der festgelegten Verfahren, die seit Beginn des Gaza-Konflikts für den Zugang zur Grenzregion gelten.
Ägypten begrüßt zwar die internationale Solidarität mit den Rechten des palästinensischen Volkes und die Entrüstung über die israelischen Maßnahmen im Gazastreifen, jedoch werden die Aktivitäten streng reguliert. Sicherheitskreisen zufolge wurden mehr als 100 Aktivisten bei ihrer Ankunft in Ägypten verhaftet, darunter französische, algerische, marokkanische und libysche Staatsbürger.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz appellierte an Ägypten, die Aktivitäten der Aktivisten zu unterbinden, um die Sicherheit der israelischen Truppen im Gazastreifen nicht zu gefährden. Der Grenzübergang Rafah bleibt ein kritischer Punkt, da die israelische Armee die Kontrolle über die Gaza-Seite innehat.
Etwa hundert Aktivisten aus Tunesien überquerten kürzlich auf ihrem Weg nach Ägypten die Grenze zu Libyen. Ihr Ziel ist es, auf die humanitäre Lage im Gazastreifen hinzuweisen und gegen die Angriffe durch Israel zu protestieren. Geplant ist ein Marsch von Al-Arisch zum Grenzübergang Rafah, wo sie mehrere Tage demonstrieren wollen.

