Adyen korrigiert Umsatzprognose nach unten - Aktie im freien Fall

Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen hat nicht nur seine Umsatzprognose nach unten korrigiert, sondern auch die Anleger in Aufruhr versetzt. Mit einer neuen Prognose, die ein Umsatzwachstum von 20 bis 22 Prozent vorsieht, blieb das Unternehmen hinter den bisherigen Erwartungen eines Anstiegs von bis zu 25 Prozent zurück. Diese Ankündigung führte prompt zu einem massiven Kurssturz der Aktie.
Im EuroStoxx 50 verzeichnete die Aktie von Adyen einen Wertverlust von bis zu 20 Prozent und erreichte im frühen Handel ein Rekordtief von 920 Euro, den geringsten Wert seit Ende 2023. Dieser Absturz verstärkt die hohe Volatilität der Aktien des Unternehmens, die historisch stark auf Berichte und Ergebnisse reagieren. Von ihrem Höhepunkt von 2.835 Euro im Herbst 2021 hat sich der Aktienwert weit entfernt.
Ursprünglich auf dem Markt stark nachgefragt, verdoppelte sich der Kurs der Aktie am ersten Handelstag nahezu, und die Marktkapitalisierung stieg von 7,5 Milliarden Euro auf derzeit rund 30 Milliarden Euro. Die Analysten von JPMorgan äußerten sich ambivalent: Trotz besser als erwarteter Ergebnisse bleibt der Ausblick hinter den Erwartungen zurück. Hingegen prognostiziert Goldman Sachs eine Anpassung der Gewinnschätzungen im einstelligen Prozentbereich nach unten.
Adyen, seit 2018 an der Börse, erlebte dank des Booms im Onlinehandel und bei Kartenzahlungen ein rasantes Wachstum. Kunden wie Booking.com, Delivery Hero und Zalando trugen zu einem Umsatzwachstum von 21 Prozent im vergangenen Jahr bei, wobei das Ebitda um 26 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro stieg. Die operative Marge lag konstant bei 53 Prozent, mit einer Perspektive auf über 55 Prozent bis 2028.

