Adidas trotzt den US-Zöllen mit optimistischen Aussichten
Adidas, der weltweit bekannte Sportartikelhersteller, zeigt sich in Bezug auf die Belastungen durch die US-Zollpolitik zuversichtlicher als zuvor angenommen. Konzernchef Björn Gulden verkündete in einer Telefonkonferenz, dass die erwartete finanzielle Belastung in diesem Jahr bei etwa 120 Millionen Euro liegen dürfte. Dies ist eine deutliche Reduktion gegenüber den 200 Millionen Euro, die noch im Sommer befürchtet wurden. Der Hauptteil dieser Belastungen wird allerdings erst im vierten Quartal spürbar werden. Um die Auswirkungen der Zölle abzufedern, passte Adidas selektiv die Preise für neue Produkte auf dem US-amerikanischen Markt an.
Gulden betont, dass die Zusammenarbeit mit den Einzelhandelspartnern weiterhin intensiv beobachtet wird. Für das kommende Jahr sieht Gulden die Belastung durch die US-Zollpolitik zwar steigen, bleibt jedoch optimistisch und erwartet weiterhin Wachstum im wichtigen US-Markt. In der vergangenen Woche hatte Adidas bereits vorläufige Zahlen für das dritte Quartal präsentiert und aufgrund eines Umsatzrekords die Jahresprognose nach oben korrigiert. Der Blick des Konzerns ist nun auf einen reibungslosen Übergang ins Jahr 2026 gerichtet.
Im nächsten Jahr stehen zudem große Ereignisse wie die Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko an, die für einen weiteren Schub im amerikanischen Markt sorgen könnten.

