AbbVie erzielt bedeutenden Erfolg: Patentverlängerung für RINVOQ bis 2037
AbbVie konnte einen bemerkenswerten Erfolg verbuchen, indem es in einem Rechtsstreit mit Herstellern von Generika eine Vereinbarung zur Verlängerung des Patentschutzes für sein Autoimmunpräparat RINVOQ erzielte. Aufgrund dieses Abkommens bleibt generische Konkurrenz für das Medikament in den USA bis mindestens April 2037 ausgeschlossen. Dieses Ergebnis stellt einen bedeutenden Vorteil für das Unternehmen dar, das so einen wichtigen Marktvorteil von etwa fünf Jahren erhält. Analysten hatten mit einem kürzeren Zeitraum gerechnet.
RINVOQ spielt eine zentrale Rolle bei der Wachstumsstrategie von AbbVie, insbesondere angesichts sinkender Umsätze des früheren Verkaufsschlagers Humira. Die Verkaufszahlen von RINVOQ stiegen im vergangenen Jahr auf sechs Milliarden US-Dollar und könnten einem Spitzenumsatz von über zwölf Milliarden US-Dollar entgegensehen. Diese Vereinbarung sichert AbbVie langfristig einen bedeutenden Einnahmenfluss.
Nach einem anfänglichen Kurssprung kühlte der Aktienkurs auf 220,35 US-Dollar ab, was einen Anstieg von 4,1% gegenüber dem vorherigen Schlusskurs bedeutet. AbbVie zeigte im letzten Jahr eine stabile Kursentwicklung mit wenigen Bewegungen über 5%. Dies lässt darauf schließen, dass der Markt die Nachricht als signifikant einstuft, auch wenn sie möglicherweise nicht den gesamten Geschäftsausblick beeinflusst.
Im Vergleich dazu war der größte Kursanstieg im letzten Jahr ein Plus von 3,7% nach starken Quartalszahlen. Die robusten Umsätze aus den Immunologie-Medikamenten, RINVOQ und Skyrizi, kompensierten dabei die rückläufigen Humira-Verkäufe. Dieser Erfolg führte zu einem optimistischen Jahresausblick und zu erhöhten Kurszielen von Analysten, darunter Morgan Stanley und Raymond James. Seit Jahresbeginn legte AbbVie um 22,8% zu und erreichte mit 220,35 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch. Anleger, die vor fünf Jahren AbbVie-Aktien im Wert von 1.000 US-Dollar erwarben, würden nun ein Investment von 2.457 US-Dollar verzeichnen.

