ABB übertrifft Erwartungen und plant verstärkte Akquisitionen
Der schweizerische Industriekonzern ABB hat im dritten Quartal mit exzellenten Geschäftszahlen überzeugt. Sowohl Umsatz als auch Auftragseingang verzeichneten einen Anstieg von 9 Prozent und erreichten dadurch fast die Marke von 9,1 Milliarden US-Dollar. Eine besonders starke Nachfrage in den Bereichen Rechenzentren und Gewerbebau sorgte dabei für Rückenwind, während sich die Segmente Automobil und Wohnungsbau als weniger robust erwiesen. Die Sparte Elektrifizierung erwies sich als wesentliche Wachstumsquelle, indem sie zweistellige Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang verzeichnete. Das Geschäftsfeld profitierte maßgeblich von Investitionen in Rechenzentren, die ABB mit elektrischer Ausrüstung und Komponenten unterstützt. Im Kontrast dazu blieb das Wachstum in der kleinsten Geschäftseinheit, Robotik & Fertigungsautomation, begrenzt, zumal ABB den Verkauf des Robotik-Geschäfts plant.
Die operative Marge, gemessen am EBITA, konnte auf 19,2 Prozent steigen, was über dem erwarteten Korridor liegt. Dieser Fortschritt wird auf erhöhte Volumina, eine positive Preisentwicklung und optimierte Effizienz zurückgeführt. Der Nettogewinn stieg sogar um 28 Prozent auf 1,21 Milliarden US-Dollar. Dies veranlasste ABB, die EBITA-Marge-Prognose für 2025 anzuheben und ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich zu erwarten.
Konzernchef Morten Wierod unterstrich die Bedeutung künftiger Akquisitionen, wobei der Fokus auf kleineren Unternehmen liegen soll. Der Verkauf des Robotik-Geschäfts wird ABB mehr als 5 Milliarden US-Dollar einbringen und somit ausreichend Kapital für Übernahmen bereitstellen. Darüber hinaus wird Christian Nilsson am 1. Februar 2026 als neuer Finanzchef den erfahrenen Timo Ihamuotila ablösen, der sich auf nicht-exekutive Aufgaben konzentrieren möchte.

