2020: Was uns dieses Jahr gelehrt hat

In Geschichtsbüchern über die Pest, Spanische Grippe und weitere Pandemien zu lesen, ist eine Sache, diese hautnah mitzuerleben eine ganz andere. 2020 war und ist noch ein Jahr, bei dem alles ganz anders gekommen ist, als wir vermutet hätten. Geplatzte Reiseplanungen sind zwar ärgerlich, doch in Anbetracht der Tatsache ein kleines Übel. Wir mussten viel verkraften, hatten jedoch auch die Chance über einiges nachzudenken und wir haben viel gelernt.

Psychische Gesundheit

Während sich das Jahr zum Ende neigt, werden die Auswirkungen von Lockdowns und Verlusten jeglicher Art auf unsere Psyche immer deutlicher. Natürlich stand die physische Gesundheit im Vordergrund, jedoch wird nun die innere Stimme immer lauter. Stress wird durch Jobverluste, Geldsorgen, Trauer, Einschränkungen der eigenen Freiheit und weiteren Dingen, die wir 2020 erlebt haben, verursacht. Dieser wiederum wirkt sich über längere Zeit hinweg negativ auf unsere Psyche und unseren Körper aus.

Wie wichtig es ist, auf sich selbst und seine eigene mentale Gesundheit zu achten, wurde vielen bewusst. Ob Mediation, ein Spaziergang in der Natur, Sport oder auch die Online Spiele bzw. das Spielen im Pay’NPlay Casinos - es gibt für jeden etwas, das hilft, Stress abzubauen und auf sich selbst zu achten. Es wäre schön, wenn uns dieses Jahr auch gelehrt hat, das Stigma bei Angelegenheiten, welche die Psyche betreffen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, aufzuheben.

Die Arbeitswelt überdenken

Entweder aus der Not heraus oder aufgrund der Möglichkeit Lebensentscheidungen in Ruhe zu überdenken, realisierten 2020 Viele, dass ihre Arbeitsgewohnheiten so nicht weitergehen können. Der bereits zuvor bestehende Trend, Geschäfte auch ins Internet zu verlagern, wurde katalysiert. Unternehmen, die sich bislang weigerten diesen Schritt zu wagen, mussten es nun tun, um zu überleben. Heimarbeit, was bislang eher skeptisch angesehen wurde, ist nun für viele die einzige Möglichkeit, ihren Beruf auch weiterhin ausüben zu können. Ansätze, die wir bislang für unmöglich oder schwierig umzusetzen angesehen haben, sind nun Realität.

Auch auf individueller Basis wurden neue Wege und Möglichkeiten gefunden, nach dem wahren Glück zu streben. Ob dies nun die Flucht aus der Stadt ist oder eine komplette Umschulung - Viele nutzen die Zeit, um ihr Leben zu überdenken. Die Wichtigkeit mehrerer Einkommensströme wurde ebenfalls emporgehoben. Ein fester Job alleine bietet in Zeiten wie diesen keine Stabilität.

Politischer und sozialer Wandel

Bei diesem Punkt handelt es sich um etwas, das sich bereits seit einigen Jahren ankündigt, in diesem Jahr jedoch beschleunigt wurde. Die Entscheidungen, die Politiker 2020 treffen mussten, sind keine leichten. Doch haben sie unser Land, Europa, die Welt wirklich so geführt, wie wir es uns gewünscht hätten? Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen sind ein deutliches Beispiel dafür, dass das Misstrauen gegenüber der Politik weit verbreitet ist.

Gleichzeitig ist die Kluft zwischen Arm und Reich mit einem Schlag enorm gewachsen. Ein stabiles, friedliches und soziales Miteinander kann es nur geben, wenn die Bevölkerung ihren Wohlstand weitestgehend miteinander teilt. Wer bereits vor ein paar Jahren über alternative Wirtschafts- und politische Systeme nachgedacht hat, wird sich nun bestätigt fühlen: So kann es nicht weitergehen.

Verzicht ist möglich

Eine weitere Tatsache, die uns 2020 gelehrt hat ist, dass Verzicht möglich ist. Wir können auf den Urlaub in der Karibik verzichten und es uns auf dem heimischen Balkon gemütlich machen. Zudem können wir uns auch Gründe einfallen lassen, warum dies in Zukunft eine gute Alternative ist. Die globale Erwärmung schreitet immer weiter vor. Sie birgt Gefahren, die starke Auswirkungen auf unser Leben haben werden. Krankheiten wie Malaria, die es bislang nur in bestimmten Gebieten gibt, werden sich durch die Erderwärmung ausbreiten. Wird es uns möglich sein, unser neu gewonnenes Verzichtsverständnis zum Wohle unseres Planeten sowie dessen Bewohnern einzusetzen?

Zudem hat ein gelegentlicher Verzicht positive Auswirkungen auf unsere mentale Verfassung. Wer schon länger keine Schokolade mehr gegessen hat, dem kommt das nächste Stück wesentlich schmackhafter vor. Wir genießen oft Dinge, die wir lieben aber selten um uns haben mehr, als etwas, woran wir uns gewöhnt haben. Ein bewusster Verzicht kann uns das Schöne um uns herum wieder bewusst werden lassen.

Krisen bieten Chancen

Auf finanzieller Ebene gibt es in Krisen stets Gewinner, die um einiges reicher aus diesen hervorgehen als sie es zuvor waren. 2020 heißt der absolute Übergewinner Jeff Bezos. Obwohl der Amazon-Gründer als Paradebeispiel für die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich dient, können wir ihn genauso gut auch als Vorbild dafür nehmen, dass Krisen stets auch Chancen bieten. Alles, was wir in diesem fordernden Jahr gelernt haben, sollten wir nun als Möglichkeit sehen, Positives zu bewirken.

Die wichtigste Lehre, die wir aus dieser Zeit ziehen können ist, dass sich alles im Wandel befindet. Das Leben ist kein Streben nach Stabilität, sondern die Fähigkeit, sich mit Unvorhergesehenem auseinanderzusetzen. So schwierig die Situation für etliche Menschen auf dieser Welt derzeit auch sein mag, sie bietet uns das Potenzial, stärker und weiser daraus hervorzugehen, als jemals zuvor.

Corona / Pandemie / 2020 / Jahresrückblick
01.12.2020 · 10:17 Uhr
[0 Kommentare]
Anzeige
 

Kanzleramtschef: Mutation wird dominante Form werden

Helge Braun
Berlin (dpa) - Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) geht davon aus, dass die bislang vor allem in […] (08)

Kompetenzzentrum Handel stellt DigitalNavi Handel vor

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel stellt das DigitalNavi Handel vor und schafft somit erstmalig eine umfangreiche Übersicht über technologische Möglichkeiten zur Digitalisierung des stationären […] (00)
 
 
Diese Woche
25.01.2021(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News