171 Millionen Livestreams: The Game Awards 2025 sprengen alle bisherigen Dimensionen
Wenn Geoff Keighley ruft, kommt die Welt – und dieses Jahr kamen mehr als je zuvor. Die Game Awards 2025 haben nicht einfach nur stattgefunden; sie haben die Messlatte für digitale Live-Events pulverisiert. Mit einer fast schon surrealen Zahl von 171 Millionen Livestreams weltweit hat die Veranstaltung ihren eigenen Rekord aus dem Vorjahr (damals 154 Millionen) um satte 11 Prozent übertroffen. Es scheint, als gäbe es für die „Oscars der Videospiele“ nur eine Richtung: steil nach oben.
Ein Ozean aus Zuschauern: Die nackten Zahlen
Besonders faszinierend ist der Blick unter die Haube dieser Statistik. Allein der kristallklare 4K-Stream verzeichnete einen Zuwachs von 8 Prozent bei den gleichzeitigen Zuschauern im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt deutlich: Die Fans wollen nicht nur zusehen, sie wollen jedes Pixel der neuen Trailer in höchster Qualität aufsaugen. Wenn man die Co-Streams – also die Übertragungen von Influencern und Streamern, die das Event live kommentieren – mit einrechnet, saßen zu Spitzenzeiten über 2,4 Millionen Menschen gleichzeitig vor den Bildschirmen allein auf den Hauptkanälen. Twitch trug dazu mit einem Peak von 1,8 Millionen Zuschauern (ein Plus von 5 Prozent) massiv bei.
Wichtig hierbei: Diese 171 Millionen sind eine konservative Schätzung. Views auf kostenpflichtigen Plattformen wie Prime Video oder die unzähligen Clips, die im Nachgang viral gingen, sind hier noch gar nicht eingerechnet. Die Daten basieren auf den großen Playern wie YouTube, Twitch, TikTok Live sowie regionalen Giganten in China und Indien.
Eine historische Wachstumsstory
Wer die Entwicklung seit 2014 verfolgt, sieht eine Kurve, die jedem Börsenmakler Tränen der Freude in die Augen treiben würde. Startete die Show vor elf Jahren noch mit bescheidenen 1,9 Millionen Zuschauern, folgte 2018 der erste Quantensprung auf über 26 Millionen. Das Jahr 2020 katapultierte die Zahlen dann auf 83 Millionen – und nun, fünf Jahre später, haben wir uns mehr als verdoppelt. Es ist ein beispielloser Siegeszug eines Formats, das Gaming endgültig im Mainstream verankert hat.
Die wahren Stars: Clair Obscur und Larians Bombe
Natürlich schalteten die Massen nicht nur wegen der Statistiken ein. Der Abend gehörte vor allem Clair Obscur: Expedition 33 von Sandfall Interactive. Das rundenbasierte RPG räumte gnadenlos ab und schnappte sich unter anderem die Trophäen für „Game of the Year“, „Best Narrative“ und „Best Art Direction“. Aber auch die Trailer lieferten Zündstoff: Larian Studios (bekannt für Baldur’s Gate 3) ließ mit der Enthüllung ihres nächsten Projekts Divinity die Kinnladen herunterklappen. Dazu gesellten sich erste Gameplay-Szenen zu Lords of the Fallen 2 und ein Wiedersehen mit Leon Kennedy im neuen Resident Evil Requiem.


