1 Million $ Bitcoin Kommt: Arthur Hayes sagt, die Fed hat den Auslöser gedrückt
Arthur Hayes glaubt, dass das makroökonomische Domino, das Bitcoin auf 1 Million $ bringt, gerade gekippt ist. Der Mitbegründer von BitMEX argumentierte in einem Beitrag auf X am späten Montag, dass die US-Notenbank die Märkte auf eine „Kontrolle der Zinskurve“ (YCC) unter einem „dritten Mandat“ vorbereitet. Er verwies auf die Bestätigung des Ökonomen Stephen Miran als Mitglied des Vorstands der Fed und einen neuen Bericht, der dieselbe Möglichkeit beleuchtet.
„With Fed board member Miran now confirmed, the MSM is preparing the world for the Fed's 'third mandate' which is essentially yield curve control. LFG! YCC -> $BTC = $1m,“ Hayes schrieb. Sein Kommentar kam Stunden, nachdem Bloomberg „Fed 'Third Mandate' Forces Bond Traders to Rethink Age-Old Rules“ veröffentlicht hatte, das die Möglichkeit umrahmt, dass die Fed langfristige Zinsen aktiver steuern wird.
Mirans Ankunft im Vorstand ist kein hypothetisches Szenario mehr. Er wurde knapp vom US-Senat bestätigt und in dieser Woche vereidigt, während gleichzeitig der breitere politische Kampf um die Unabhängigkeit der Zentralbank aufflammt.
Der Kern von Hayes' Behauptung ist, dass das oft beschriebene „Duale Mandat“ der Fed tatsächlich dreiteilig ist und dass die Betonung „moderater langfristiger Zinssätze“ die Entscheidungsträger zu einer direkten Kontrolle der Zinskurve führen könnte. Diese Formulierung ist keine Meme; sie ist gesetzlich festgelegt. Unter 12 U.S.C. § 225a weist der Kongress die Fed an, „maximale Beschäftigung, stabile Preise und moderate langfristige Zinssätze“ zu fördern, eine Formulierung, die auch auf der Website der Fed zu finden ist.
Was Kontrolle der Zinskurve für Bitcoin bedeutet
Auf X haben mehrere Marktstimmen schnell die Darstellung mitgetragen. Der CIO von Bitwise, Matt Hougan, antwortete einfach, „Agree.“ Der Makro-Investor Lawrence Lepard reagierte, „Wow! Miran saying the quiet part out loud!“ Andere merkten an, dass sie das „dritte Mandat“ bereits seit Monaten beobachten.
Mel Mattison hob das Gesetz im Juni hervor und schrieb, dass es genauso Teil ihres Mandats sei, das lange Ende „moderat“ zu halten, wie Preisstabilität und Arbeitslosigkeit, und argumentierte, dass Politiker in einem Zielkonflikt – wie während Covid – bereit sein könnten, „eines zu opfern, um zwei zu erreichen,“ das heißt, Bilanzinstrumente einzusetzen, um das lange Ende und die Beschäftigung zu stabilisieren, selbst auf Kosten höherer Inflation. Sein Punkt unterstreicht das operationale Scharnier in Hayes' These.
Was YCC praktisch bedeuten würde, ist umstritten, aber konzeptionell klar. Im Gegensatz zu standardmäßigem QE – das eine Kaufgröße festlegt und die Renditen schweben lässt – zielt YCC auf spezifische Renditen mittelfristiger oder langfristiger Staatsanleihen ab, erzwingt bei Bedarf Grenzen durch unbegrenzte Käufe. Die Fed von St. Louis beschreibt YCC als „Verhängung von Zinsobergrenzen auf bestimmte Laufzeiten,“ ein Rahmen, der seit 2016 in Japan gesehen wird und kurzzeitig in Australien. Ein solches Regime würde darauf abzielen, unordentliche Anstiege der langfristigen Zinsen, die die Schuldenbedienung und Risiken erschweren, zu stoppen; Kritiker sehen es als eine weiche Form der finanziellen Repression mit inflationsgefährdenden Risiken.
Hayes hat diesen makroökonomischen Hebel seit Jahren mit einem extremen Bitcoin-Potenzial verknüpft. 2022 schrieb er, dass „YCC = $1mm BTC,“ ein Refrain, den er 2023 und erneut heute wiederholte. Die Logik ist in seiner Darstellung einfach: Wenn die Fed langfristige Renditen deckelt, während die fiskalischen Defizite breit bleiben, werden reale Renditen unterdrückt und die Entwertung von Fiat beschleunigt, was marginale Ströme in Assets mit festem Limit wie Bitcoin lenkt. Ob sich diese Kausalkette entfaltet, bleibt eine offene Frage, aber der Aufruf ist konsistent mit seinen früheren Essays und öffentlichen Posts.
Der Bloomberg-Artikel erklärte keine bevorstehende YCC-Politik; er dokumentierte vielmehr, wie Händler das Zinsrisiko im Licht von Mirans Bemerkungen über „moderate langfristige Zinssätze“ und den politischen Kontext rund um die Fed neu bewerten.
Dennoch verleiht die gesetzliche Verankerung der „dritten Mandats“-Erzählung mehr als nur rhetorisches Gewicht. Da die Fed ihr September-Treffen einberuft – mit einem weit erwarteten Zinsschnitt und der Zusammensetzung des Vorstands im Wandel – hat sich die Debatte darüber, ob die Institution letztendlich vom Leiten zur Kontrolle des langen Endes übergeht, von Randdiskussionen in die Mainstream-Berichterstattung verschoben.
Für Bitcoin argumentiert Hayes, dass schon das Eingestehen dieses Weges der „Auslöser“ ist. Für die Märkte insgesamt liegen die Einsätze darin, ob das Management der Kurve zu einer politischen Entscheidung wird – oder eine politische Notwendigkeit.
Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wurde BTC bei 116,694 $ gehandelt.

