Filmkritik - Evilenko (2004)
 
 

Evilenko

DVD / Blu-ray :: IMDB (6,2)
Regie: David Grieco
Darsteller: Alexei Chadyuk, Giaime Grieco
Laufzeit: 115min
FSK: ???
Genre: Thriller, Drama (Italien)
Filmstart: 16. April 2004
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Die internationalen Medien liefen Sturm angesichts der ungeheuerlichen Verbrechen des Andrej Chikatilo: Über 50 Menschen, meist Frauen und Kinder, fielen der "Bestie von Rostov" in die Hand, wurden missbraucht, verstümmelt und sogar manchmal von ihm vertilgt. Der Kriminalfall sollte erst 1982 ans Tageslicht gelangen. Dabei mordete der im Film in "Andrej Romanovic Evilenko" umbenannte, stets staatsloyale Schullehrer bereits seit Beginn der 70er Jahre. Dass seine Gräueltaten mehr als ein Jahrzehnt unentdeckt bleiben konnten, lag mit daran, dass das Phänomen "Serienkiller" für die sowjetischen Behörden allenfalls eine amerikanische Ausgeburt darstellte - im Kommunismus dagegen war eine solche Abartigkeit und Entmenschlichung nicht vorstellbar. Als Polizeiinspektor Vadim Lesiev, ein junger Magistrat, Familienvater und überzeugter Kommunist, mit den Mordfällen betraut wird, bekommt er die Order, die Angelegenheit schnell und diskret zu erledigen. Auch wenn der Verdacht, dass es sich tatsächlich um einen Serienkiller handelt, kaum länger abzustreiten ist. Ohne jedwede Unterstützung oder Erfahrung beginnt Lesiev instinktiv zu tun, was man heutzutage gemeinhin als Profiling bezeichnet. Bald kommt er Evilenko als Hauptverdächtigem auf die Spur - eine harte Gewissensprobe für den aufstrebenden Polizisten. Denn der Zeitgeist hält kaum noch wahre Kommunisten bereit und ausgerechnet einen solchen Genossen im Geiste soll er opfern? Indes bietet der KGB dem wegen Belästigung einer Schülerin mittlerweile suspendierten Perversen eine Büroanstellung an. Undercover soll Evilenko einen Mitarbeiter observieren. Trotz dieser Anerkennung seines politischen Willens, trotz der Chance, hier endlich für sein Land wirken zu können, folgt er ungebrochen seinen morbiden Trieben.

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