Tempolimits in Deutschland

Ich definiere den Komfort (unter anderem!) auch darin, mit dem Auto viel spontaner und flexibler zu sein.

Die Bahn-Reisenden müssen irgendwie zum Bahnhof kommen, dort auf den Zug warten, am Zielort muß man wieder irgendwie vom Bahnhof zu seinem endgültigen Ziel gelangen (sofern man das Glück hatte und nicht zuvor auch noch umsteigen mußte).
Man muß seine Reisen im Voraus regelrecht planen, je weiter im Voraus desto besser.

Bahn fahren ist mir viel zu unflexibel. Ich setze mich lieber in mein Auto und fahre direkt zu meinem Ziel und zwar bis vor die Tür, kann aber dennoch jederzeit spontan umdisponieren wenn was dazwischen kommt.
 
Zitat: "VCD Protestaktion füin Tempolimit 2007

seit gestern ist unsere neue Regierung im Amt. Grundlage der schwarz-gelben Koalition bildet der jetzt vorgelegte Koalitionsvertrag. Das Mammutwerk umfasst satte 132 Seiten. Klar, dass da nur wenige Zeit und Muße haben, alles durchzuackern.

Und doch versteckt sich gerade im Bereich Verkehr manch harte Nuss. So heißt es schlicht: »Die Koalition lehnt ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen ab.« Danach folgt - und das ist fast schon Ironie - unmittelbar der Absatz zur Verkehrssicherheit. Dabei liegen die positiven Effekte auf der Hand: Ein allgemeines Tempolimit bedeutet mehr Sicherheit und auch mehr Klimaschutz. Ohne Kosten für teure technische Entwicklungen reduziert ein Tempolimit den CO2-Ausstoß und rettet Menschenleben. "

Das habe ich in einer Veröffentlichung des VCD gefunde. Finde ich einfach richtig!
 
Dein Motorrad dient also lediglich dekorativen Zwecken :ugly:

Also rein zur Dekoration ist mir meine Kuh zu teuer...

Die Entscheidung, ob Motorrad oder Bahn hängt von Faktoren wie Wetter, Länge der Strecke und Kurven pro Kilometer ab...

Ich setze trotz eigenem KFZ immer noch zwischen 1.000 und 1.500 € jährlich bei der DB um...

Die Bahn-Reisenden müssen irgendwie zum Bahnhof kommen, dort auf den Zug warten, am Zielort muß man wieder irgendwie vom Bahnhof zu seinem endgültigen Ziel gelangen (sofern man das Glück hatte und nicht zuvor auch noch umsteigen mußte).
Man muß seine Reisen im Voraus regelrecht planen, je weiter im Voraus desto besser.

Genau...
Bei ner Strecke von mehreren hundert Kilometern setzt man sich einfach so ins Auto...
Das Auftanken funktioniert automatisch, der Ölstand regelt sich immer selbst, die Vollgummireifen braucht man nicht auf Luftdruck kontrollieren, und die Parkplätze am Ziel stehen auch im Dutzend günstiger zur Verfügung...

Die Klamotten die man für Übernachtungen etc. benötigt, packt der Butler und die Übernachtungsmöglichkeit am Zielort ergibt sich automatisch bei der Ankunft...

Bahn fahren ist mir viel zu unflexibel. Ich setze mich lieber in mein Auto und fahre direkt zu meinem Ziel und zwar bis vor die Tür, kann aber dennoch jederzeit spontan umdisponieren wenn was dazwischen kommt.

Erstmal stellt sich mir die Frage, was mir all die Flexibilität nutzt, wenn ich länger unterwegs, als bei der "unflexiblen" Lösung...

Wenn ich privat unterwegs bin, stellt sich mir die Frage, ob mir stündliche Abfahrten reichen, oder ob ich das dreifach dafür zahle, exakt um 16:23 Uhr losfahren zu können, statt den 16:20 Uhr Zug zu nehmen.

Und bin ich dienstlich unterwegs, habe ich Termine mit anderen Kollegen, wo die Flexibilität echt viel wert ist, weil ich zum Termin einfach da sein muss.
Da flexibel 15 Leuten zu sagen: "Ich mach die Produktvorstellung mal ne Stunde früher." kommt echt gut rüber...

gruss kelle!
 
Zitat: "VCD Protestaktion füin Tempolimit 2007

seit gestern ist unsere neue Regierung im Amt. Grundlage der schwarz-gelben Koalition bildet der jetzt vorgelegte Koalitionsvertrag. Das Mammutwerk umfasst satte 132 Seiten. Klar, dass da nur wenige Zeit und Muße haben, alles durchzuackern.

Und doch versteckt sich gerade im Bereich Verkehr manch harte Nuss. So heißt es schlicht: »Die Koalition lehnt ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen ab.« Danach folgt - und das ist fast schon Ironie - unmittelbar der Absatz zur Verkehrssicherheit. Dabei liegen die positiven Effekte auf der Hand: Ein allgemeines Tempolimit bedeutet mehr Sicherheit und auch mehr Klimaschutz. Ohne Kosten für teure technische Entwicklungen reduziert ein Tempolimit den CO2-Ausstoß und rettet Menschenleben. "

Das habe ich in einer Veröffentlichung des VCD gefunde. Finde ich einfach richtig!

Gibts dafür auch Belege? Hört sich für mich jetzt sehr nach Meinungsmache an - ohne irgendwie einen wissenschaftlich-empirischen Beweis dafür zu haben, dass in Ländern mit "Tempolimit" weniger Leute durch Verkehrsunfälle sterben, als in Ländern wie Deutschland.
Der Bezug von "Verkehrssicherheit" auf "auch mehr Klimaschutz" hört sich für mich auch eher populistisch an - und ist dem Zusammenhang nach auch eher komplett falsch, denn was hat "Sicherheit" mit dem "Klima" zu tun? Mir erschließt sich da ein Zusammenhang nur sehr bedingt :(

Ich finde es eine Zumutung, 1,86 m lang zu sein und sich als großer Mensch zu bezeichnen...
Mit meinen 1,93m habe ich keine Probleme im ICE, egal ob ich 1,5 Stunden nach Berlin fahre, oder sieben Stunden nach Zürich...
Naja, dann mache ich wohl irgendwas falsch. Jedenfalls waren meine bisherigen diesjährigen Fahrten im ICQ (4x 5 Stunden) dermaßen unbequem, das ich mich mit Freude vom Gedanken verabschiedet habe, mir eine BC50 zu holen.
Tjaja.
Die Schönrechnerei...
In diesem Fall aber einfach nur Tatsache. Ich muss es nicht zahlen - und solang mir nicht gesagt wird, das es nicht mehr finanzierbar ist, sehe ich keinen Grund, mich anzupassen (wobei es während des Studiums jetzt definitiv günstiger wird - selbst wenn ich 2x im Monat von München nach Braunschweig pendelen würde, wäre ich immer noch deutlich unter meiner monatlichen Kilometerleistung in Braunschweig [vor dem Studium])

Komfort und Auto, zwei Welten treffen aufeinander...
Ich vergleiche da für mich die Situation Auto selbst fahren vs. Zug fahren.
Nach ner durchfeierten Nacht mit dem Auto 300 km zu fahren, grenzt an fahrlässige Körperverletzung, im Zug kann ich pennen.
Wenn ich mit Kumpels beim Formel 1 gucken drei Bierchen trinke, kann ich danach immer noch Zug fahren.
Wenn ich Hunger oder Durst habe, kann ich dem im Zug ohne Zeitverzug essen und trinken, auf der Autobahn kostet mich das ne halbe Stunde.
Im Zug kann ich lesen bzw. auf nen Termin vorbereiten. Im Auto geht das nicht...

Naja, ich denke, du vergisst einige Sachen, die daric ebenfalls schon angesprochen hat.

Genau...
Bei ner Strecke von mehreren hundert Kilometern setzt man sich einfach so ins Auto...
Das Auftanken funktioniert automatisch, der Ölstand regelt sich immer selbst, die Vollgummireifen braucht man nicht auf Luftdruck kontrollieren, und die Parkplätze am Ziel stehen auch im Dutzend günstiger zur Verfügung...
Na klar setzt man sich einfach auch bei einer längeren Strecke ins Auto. Da für jeden verantwortungsbewussten Fahrer der Ölstand so regelmäßig kontrolliert wird - genauso wie der Luftdruck - dass dort immer alles im Lot ist (ich checke Luftdruck und Öl beispielsweise bei jedem zweiten Tanken -> und habe auch immer nen Liter Öl im Kofferraum liegen)
Die Klamotten die man für Übernachtungen etc. benötigt, packt der Butler und die Übernachtungsmöglichkeit am Zielort ergibt sich automatisch bei der Ankunft...
Das macht ja der Butler der "Bahn", der extra vorbei geschickt wird, auch :ugly:

Erstmal stellt sich mir die Frage, was mir all die Flexibilität nutzt, wenn ich länger unterwegs, als bei der "unflexiblen" Lösung...
Also ich kann jetzt nur von wenigen Strecken innerhalb von Deutschlands sprechen - aber ich war bisher nie deutlich länger mit dem Auto, als mit dem Zug unterwegs.
Braunschweig - Berlin: Zug 1:30 (oder 1:45) -> Auto bei konstanter, zügiger Fahrt genauso schnell -> man muss sich nur einen Zeitpunkt suchen, der staufrei ist [keine Kunst]
Braunschweig - Hamburg: 2:15 -> Auto bei konstanter Fahrt im Tempolimit etwa 2:45
Braunschweig - München: Zug 4:45 -> Auto bei konstanter, zügiger Fahrt; inkl. 3 Pausen zum Essen & Trinken [selbst mitnehmen] + Toilette; 5:30

Wobei man je jeweils noch die Zeit zum Bahnhof / vom Bahnhof weg einkalkulieren muss... Für mich ist das in Braunschweig - ich etwas außerhalb wohne - etwa 25 Minuten (wenn ich nicht unter Zeitdruck kommen will - und zusätzlich einen kostenlosen Parkplatz auf der Ackerstraße).

Zug ist vom Zeitfaktor meiner Meinung nach nie großartig schneller als Auto -> nur das man ggf. parallel arbeiten kann.. wobei ich mich im Zug ehrlich gesagt aufgrund von Sitzposition sowie Lautstärke nie wirklich gut konzentrieren konnte..

So, ich muss zur Uni - Ubahn, ich komme :ugly:

LG
 
Gibts dafür auch Belege? Hört sich für mich jetzt sehr nach Meinungsmache an - ohne irgendwie einen wissenschaftlich-empirischen Beweis dafür zu haben, dass in Ländern mit "Tempolimit" weniger Leute durch Verkehrsunfälle sterben, als in Ländern wie Deutschland.
Der Bezug von "Verkehrssicherheit" auf "auch mehr Klimaschutz" hört sich für mich auch eher populistisch an - und ist dem Zusammenhang nach auch eher komplett falsch, denn was hat "Sicherheit" mit dem "Klima" zu tun? Mir erschließt sich da ein Zusammenhang nur sehr bedingt :(

Nun, es gibt empirische Studien die zeigen, dass die Zahl der tödlichen Unfälle mit der Geschwindigkeit steigt - aus meiner Sicht ist das auch nur logisch. Somit ist die Ansage "Geschwindigkeitsbegrenzung = mehr Sicherheit" zwar hier tatsächlich nicht "wissenschaftlich untermauert" aber ist das hier nötig?
Zum "Klimaschutz" (ich würde es lieber "geringere Umwelverschmutzung" nennen) : In jedem PKW-Handbuch kannst du nachlesen, dass der Verbrauch mit der Geschwindigkeit steigt. Und es handelt sich hierbei um eine Maßnahme, die keine Steuern kostet, keine teuren technischen Maßnahmen erfordert, sondern nur politischen Willen. Aber bei der Politik gilt vllt.: "Was nix kostet taugt nix"
 
Nun, es gibt empirische Studien die zeigen, dass die Zahl der tödlichen Unfälle mit der Geschwindigkeit steigt - aus meiner Sicht ist das auch nur logisch. Somit ist die Ansage "Geschwindigkeitsbegrenzung = mehr Sicherheit" zwar hier tatsächlich nicht "wissenschaftlich untermauert" aber ist das hier nötig?
Ich wusste nicht, das es sowas gibt. Dachte bisher immer, das solche Studien immer auf völlig ungleichen Ländern aufbauen, um sowas dann zu belegen :ugly: Werde nach solchen Sachen wohl mal suchen müssen ;)

Zum "Klimaschutz" (ich würde es lieber "geringere Umwelverschmutzung" nennen) : In jedem PKW-Handbuch kannst du nachlesen, dass der Verbrauch mit der Geschwindigkeit steigt. Und es handelt sich hierbei um eine Maßnahme, die keine Steuern kostet, keine teuren technischen Maßnahmen erfordert, sondern nur politischen Willen. Aber bei der Politik gilt vllt.: "Was nix kostet taugt nix"

Es kostet durchaus Steuern - nämlich verminderte Einnahmen bei der Benzinsteuer :)

Weiterhin hat das absolut nix mit Sicherheit zu tun, ist aber im Text explizit im Kontext der Sicherheit genannt.

Naja, VCD ist eh ein Verein von naja, zweifelhaften Zielen :ugly: ADAC forever - die würden son Stuss nie fordern 8)

LG
 
Ich wusste nicht, das es sowas gibt. Dachte bisher immer, das solche Studien immer auf völlig ungleichen Ländern aufbauen, um sowas dann zu belegen :ugly: Werde nach solchen Sachen wohl mal suchen müssen ;)

Ich habe leider keine Studien parat, aber ich habe Berichte gelesen, dass die Zahl der Todesfälle auf Strecken zurückging, nachdem dort ein Tempolimit eingeführt wurde. Und es ist doch logisch: Wenn du mit 80 in die Mauer rast ist die Chane zu überleben höher, als wenn es 180 sind.

Es kostet durchaus Steuern - nämlich verminderte Einnahmen bei der Benzinsteuer :)

Sind Mindereinnahmen Kosten??? Aber du hast natürlich recht, Nichtraser zahlen weniger Steuern!:)

Weiterhin hat das absolut nix mit Sicherheit zu tun, ist aber im Text explizit im Kontext der Sicherheit genannt.

Blick ich nicht! Bei niedereren Geschwindigkeiten habe ich als Fahrer mehr Zeit zu reagieren, die Reduzierung der Geschwindigkeit ist höher, die Möglichkeit, einen Crash zu vermeiden, steigt und die Chance, einen solchen zu überleben, steigt ebenfalls. Wieso hat das nichts mit Sicherheit zu tun???

Naja, VCD ist eh ein Verein von naja, zweifelhaften Zielen :ugly: ADAC forever - die würden son Stuss nie fordern 8)

Im Gegensatz zum ADAC ist der VCD ein Mobilitätsclub - also nicht so fixiert auf das Auto. Also wenn du mal eine Fahrt mit der Bahn machst und ein Problem hast bist du beim VCD sicher besser beraten als von den gelben Blechengeln!
 
Ich wusste nicht, das es sowas gibt. Dachte bisher immer, das solche Studien immer auf völlig ungleichen Ländern aufbauen, um sowas dann zu belegen :ugly: Werde nach solchen Sachen wohl mal suchen müssen ;)

Reine Physik...
Spring von nem Bordstein und alles ist bestens, spring von nem Hochhaus und Du bist tot.
Hat was mit Energie zu tun, die auch mit Masse und Geschwindigkeit zusammen hängt.

Es kostet durchaus Steuern - nämlich verminderte Einnahmen bei der Benzinsteuer :)

Dafür sinken die Ausgaben für Instandhaltung, Unfallsicherung und Bergung, Kosten für medizinische Behandlungen...

Weiterhin hat das absolut nix mit Sicherheit zu tun, ist aber im Text explizit im Kontext der Sicherheit genannt.

Allein schon der Bremsweg aus verschiedenen Geschwindigkeiten zeigt schon, wo der Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit ist.

Und die Einschätzung der Geschwindigkeit beim Spurwechseln ist bei konstant 130 km/h deutlich einfacher und sicherer, als bei jeder fährt wie er will...

gruss kelle!
 
Blick ich nicht! Bei niedereren Geschwindigkeiten habe ich als Fahrer mehr Zeit zu reagieren, die Reduzierung der Geschwindigkeit ist höher, die Möglichkeit, einen Crash zu vermeiden, steigt und die Chance, einen solchen zu überleben, steigt ebenfalls. Wieso hat das nichts mit Sicherheit zu tun???

Naja, ich bezog mich auf folgendes: Sicherheit durch Klimaschutz (Siehe Text)

Hatte ich oben auch schon mal genannt -> aber du bist dann nur auf Klimaschutz eingegangen -> Weniger Abgase usw.. jedoch nicht auf den Zusammenhang zu "Sicherheit"..

LG

edit: Ich verstehe durchaus, das möglicherweise es sicherer wird, wenn wir ein Tempolimit hätten. Nur der oben genannte Text des VCD ist in sich nicht logisch aufgebaut (Sicherheit -> Klimaschutz = 0 Zusammenhang?).. irgendwie finde ich das beschämend, das Leute, die glauben, etwas davon zu verstehen, nicht einmal vernünftig für ihre Sache logisch argumentieren können.

[Ich - im Gegensatz - zum VCD sage nicht, das ich großartig was von der Materie verstehe, sondern führe nur mich selbst als Beispiel an. Das macht für mich die Kritik am VCD natürlich wesentlich leichter -> allerdings habe ich ja auch nicht einen solchen Anspruch :ugly:]
 
Naja, ich bezog mich auf folgendes: Sicherheit durch Klimaschutz (Siehe Text)

Wenn man Bahn fährt, die deutlich weniger Energie pro Personenkilometer benötigt, schont man die Umwelt und die Anzahl der Toten und Verletzten ist verschwindend gering im Gegensatz zum Straßenverkehr, ergo, deutlich sicherer...

gruss kelle!
 
Wenn man Bahn fährt, die deutlich weniger Energie pro Personenkilometer benötigt, schont man die Umwelt und die Anzahl der Toten und Verletzten ist verschwindend gering im Gegensatz zum Straßenverkehr, ergo, deutlich sicherer...

gruss kelle!

Im Text des VCD ging es dummerweise aber explizit ums Tempolimit - und nicht die Vorzüge der Bahn gegenüber dem Auto.

Das Argument an sich kann ich aber nachvollziehen - und von mir aus sollten das auch alle anderen machen :) Dann kann ich nämlich noch dauerhaft zügiger fahren und bin schneller am Ziel (und spare durch weniger bremsen sowie weniger beschleunigen auch Geld) :)

LG
 
Allein schon der Bremsweg aus verschiedenen Geschwindigkeiten zeigt schon, wo der Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit ist.

In der Theory korrekt, in der Praxis nicht wirklich so.
Das würde vorraussetzen, dass jeder Wagen auf dem neusten Stand ist und jeder Fahrer die selbe Reaktion hat, dann würde man diese These generell gelten lassen können.

Aber die "schleichenden" Fahrer sind oft Rentner und Anfänger.
Bei Rentner ist die Reaktionszeit verzögert und bei Anfängern das einschätzen, ob eine Vollbremsung nötig wäre.
Bei uns "Jungen" Leuten mit Fahrpraxis (Erfahrung ist es ja noch nicht wirklich) liegt die Reaktionszeit und die Einschätzung der Situation sehr gut, daher früheres bremsen der "schnelleren".

Dann das Material, Renter fahren gerne nen alte Mercedes oder co, wenn man da die Bremse tritt, dauert es noch etwas bis er steht.
Mein Roadster hat super Bremsen, wenn man da durchdrückt, steht der Wagen direkt (höhstens bei nässe noch etwas rutschen) aber der Bremsweg an sich ist minimal, nachdem der Wagen nun auch optimiert ist, habe ich an der Sicherheit nicht gesparrt, habe nun Stahlflex Bremsschläuche, Redstuff Rennsport Bremsbacken und Black-Dash Sportbremsscheiben drauf.

Also bei 200 ist mein Reaktionsweg in etwa gleich (Rentner reagiert später, ich fahr schneller) aber der Bremsweg ansich ist bei mir um einiges kürzer.

Also müsste man dem Bremsweg zu folge 60% der Renter den Führerschein weg nehmen und Fahranfängern auch und den Rasern, bleibt ja fast nichts mehr über, dann wäre es sicher. ;)


Aber wie gesagt, im Grunde hast du recht, aber ich fahre gerne zügig, sofern die Straße und Verkehr es zulassen, achte aber dadrauf, dass mein Material mich und andere schützt, sollte es ernst werden.
(Bei Sicherheit darf der Preis keine Rolle spielen!)


P.S.: Mich freuts, dass man hier vernünftig disskutieren kann und man auf beiden Seiten gute Arrgumente hat, ist ja leider ind er Regel nicht der Fall. ;)
 
Der Text sagt nicht Sicherheit durch Klimaschutz sondern Sicherheit und Klimaschutz. Oder kann ich nicht richtig lesen???

@sgw703
Glaubst du den Stuss wirklich, den du schreibst oder ist das Ironie?
- Warum sind Rentner die Autofahrer mit den geringsten Unfallzahlen?
- Warum sind Fahranfänger, junge Männer und überhöhte Geschwindigkeit die Merkmale, die am öftesten zu Unfällen mit Todesfolge führen?
- Bist du immer 100%-ig aufmerksam wenn du mit 200 dahinbraust?
- Hast du deinen Bremsweg einmal bei Tempo 200 gemessen?

Die besten Autofahrer sind nicht die schnellsten, sondern diejenigen, die ihre Umwelt am wenigsten Beeinträchtigen, sei es durch Unfälle, Umweltverschmutzung oder Lärm!
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Theory korrekt, in der Praxis nicht wirklich so.
Das würde vorraussetzen, dass jeder Wagen auf dem neusten Stand ist und jeder Fahrer die selbe Reaktion hat, dann würde man diese These generell gelten lassen können.
Nein, welcher Fahrer am Steuer sitzt, ist scheißegal. Bei einer Vollbremsung ist der Bremsweg bei 180 sehr viel weiter als bei 130.
Das kann durchaus bei einem Aufprall (weil natürlich alle zu dicht auffahren) den Unterschied zwischen "Der Gurt fängt mich, das Auto ist Schrott" und "ich bin tot" bedeuten.
 
Beim Fahrsicherheitstraining (sehr zu empfehlen) machten wir folgenden Test: Der Fahrlehrer führ mit 30 km/h und machte eine Vollbremsung ab einer festgelgten Stelle. Beim zweiten Durchlauf haute er bei 50 km/h an der gleichen Stelle die Bremse rein. Ihr könnt einmal schätzen, welche Geschwindigkeit der Wagen an der vorherigen Standstelle noch hatte. Kleiner Tipp: Es ist eine Zahl zwischen 50 und 30! Und das bei Stadtgeschwindigkeiten!
 
In diesem Fall aber einfach nur Tatsache. Ich muss es nicht zahlen ...

Nur weil es andere bezahlen, heißt es nicht, dass es gesamt günstiger ist.

Wenn ein Golf um die 40 Cent pro Kilometer kostet, die Bahn so um die 12 bis 15 Cent, dann ist das Auto nicht günstiger...

Na klar setzt man sich einfach auch bei einer längeren Strecke ins Auto. Da für jeden verantwortungsbewussten Fahrer der Ölstand so regelmäßig kontrolliert wird - genauso wie der Luftdruck - dass dort immer alles im Lot ist (ich checke Luftdruck und Öl beispielsweise bei jedem zweiten Tanken -> und habe auch immer nen Liter Öl im Kofferraum liegen)

Das ist wieder die nächste Schönrechnerei...
Eine Fahrt via Bahn zu machen, kostet, nach daric, Zeit in der Planung, beim Auto nicht.
Dabei wird komplett der Aufwand um den Betrieb des Autos in den Skat gedrückt.

Das macht ja der Butler der "Bahn", der extra vorbei geschickt wird, auch :ugly:

Ich glaub, ich sollte echt mit Ironie Tags arbeiten...

Wenn man irgendwo hin fährt, egal wohin und wie lange, bedarf es jeweils Zeiten für die Vorbereitung der Reise.
Klamotten packen, Übernachtung organisieren etc. pepe, je nachdem, was anliegt.
Und diese Zeiten sind nun unabhängig davon, welches Verkehrsmittel man nutzt...
Und dann kommt beim Zugfahren halt das Karte kaufen hinzu, beim Auto das tanken.
Kostet Zeit.
Und ich setze ne Kiste Bier, dass ich schneller ne Karte für Braunschweig - München habe, als Du Dein Auto mit der benötigten Spritmenge auftankst.

Also ich kann jetzt nur von wenigen Strecken innerhalb von Deutschlands sprechen - aber ich war bisher nie deutlich länger mit dem Auto, als mit dem Zug unterwegs.

Ich sage ja nicht, dass das Auto deutlich langsamer ist.
Hatte selbst zu Bundeswehr Zeiten die Situation, dass der Zug deutlich langsamer war, als das Auto.
Geht also beides.

man muss sich nur einen Zeitpunkt suchen, der staufrei ist [keine Kunst]

Warte mal...
Das Auto ist voll flexibel, da will ich keine Zeitpunkte planen, da will ich mich reinsetzen und losfahren.

Du nimmst gerade mit der Realität den Wind aus jeglicher Flexibilität...

Wobei man je jeweils noch die Zeit zum Bahnhof / vom Bahnhof weg einkalkulieren muss... Für mich ist das in Braunschweig - ich etwas außerhalb wohne - etwa 25 Minuten.

Ich hoffe, Du rechnest auch die Zeiten der Autobeschaffung, der Kümmerei um Reparaturen etc. mit auf die Reisezeiten auf.
Sind ja auch Zeiten, die man benötigt, damit man Auto fahren kann.

Zug ist vom Zeitfaktor meiner Meinung nach nie großartig schneller als Auto -> nur das man ggf. parallel arbeiten kann..

Der ist, bezogen auf Einzelfall Situationen, sicherlich nicht deutlich schneller als der PKW.
Nähert man sich dem Thema eher statistisch, wird sich gerade auf den Fernstrecken ein eklatanter Geschwindigkeitsvorsprung für den Zug ergeben.

Die planbare Zeit von 1:19 BS Hbf - Berlin Hbf kann die Bahn mit 95%iger Wahrscheinlichkeit halten.
Die 2:18 die mir mein Navi für die gleiche Strecke anzeigt, dürten im Mittel keine 95% der PKWs einhalten können.

gruss kelle!
 
Dagegen**

und das aus gutem Grund, denn ich bin einer der vielen die dafür sorgen das dass Wohlbefinden der menschen im Vordergrund steht...Ich bin Berufskraftfahrer seit etlichen Jahren sehr oft auf der A2 unterwegs und wer die Nachrichten richtig verfolgt hat festgestellt das seit ein Überholverbot und 120 Km/h beschränkungen gibt die A2 nicht mehr zur ruhe kommt...jeden Tag schwerste LKW Unfälle....Massenkarambolage mit 256 PKW`s....will nicht sagen das alle LKW Fahrer selber schuld sind aber der Abstand ist schwindend gering zuoft sehe ich das zwischen 2 LKW`s nicht mal mehr ein Smart passt...das ist Selbstmord....aber auch die Autofahrer werden richtig Aggresiv...Rücksichtslose Überholmanöver sehe ich all täglich....da wäre wohl die PKW Maut sinnvoll.....und die Geschwindigkeitsbegrennzung sollte aufgehoben werden damit Porsche und Bentley vorbei kommen...denn jeder Fahrer mit Prollzwang hat sein Gehirn im Tank gepackt...so ist meine Auffassung....ich spreche von Erfahrungen nicht von Eventualitäten.....Ich erlebe es täglich....die besteuerung der Fahrzeuge sollte nach PS gekoppelt werden nicht nach Hubraum.....und die Strafen für notorische Links und Mittelspurfahrer sollte mal gleich verdreifacht werden...denn das sind die Verursacher schlimmer Unfälle....Müdigkeit ist erst an dritter stelle zu finden...an 2. stelle ist es die nicht beherschbarkeit von Autos.....

mein Fahrlehrer sagte damals zu mir:

Glückwunsch zum Führerschein aber glauben Sie nicht Sie fahren das Auto......nein das Auto fährt mit Ihnen.....und es ist wahr...denkt mal darüber nach**
 
Ich verstehe diese Diskussion um Vor- und Nachteile von Bahn und Auto nicht. Es liegt doch eigentlich klar auf der Hand und niemand wird bezweifeln, dass eine Fahrt mit der Bahn, wenn sie vernünftig geplant ist (Sitzplatz reserviert z.B.) deutlich entspannter und planbarer vonstatten geht als mit dem Auto. Auch die Gesamtkosten auf Langstrecken sind deutlich niedriger.

Auf der anderen Seite verliert man eben Flexibilität und muss sich bei der Mobilität einschränken. Aber das ist doch für jeden Einzelfall anders.

Wenn ich nach Berlin fahre, um dort Freund zu besuchen, dann würde ich das nie mit dem Auto machen. Erstens käme ich dort nie so schnell an wie mit der Bahn, zweitens nie so günstig und drittens braucht man in Berlin selber gar kein Auto mehr, den meisten Ärger verursacht schon die Parkplatzsuche.

Für mich war nichts angenehmer, als hier in de ICE zu steigen, am Zoo wieder auszusteigen und dann mit der U-Bahn weiter zum Ziel.

Wenn ich aber z.B. in den Skiurlaub fahre in die Alpen, mit Ski, Gepäck und vor Ort dann jeden Tag eine Strecke auf die Piste zurücklegen muss mit dem ganzen Geröll, dann fahre ich mit dem Auto, das klappt mit der Bahn einfach nicht. Da nehme ich auch die Mehrkosten in auf.

Meinen täglichen Weg zur Arbeit mit der Bahn verhindert nur, dass ich am Zielort ein Lock von 3 km habe, dass ich nicht überbrücken kann. Sonst würde ich die Unbequemlichkeit im Zug in Kauf nehmen, um zu sparen. Zur Zeit kostet mein Auto exakt 12,6 cent pro Kilometer (alle drin, inkl. Abschreibung), das bedeutet jeden Tag 25 Euro Nettokosten, nur um zur Arbeit und zurück zu kommen. Die Monatskarte würde 190 Euro kosten, damit dürfte ich dann auch noch am Wochenende fahren, Begleitpersonen kostenlos mitnehmen etc.

Ein Tempolimit würde an diesem Tatsachen auch nichts ändern. Wenn man sich mal die tatsächlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten ansieht, die man auf Langstrecken fährt, dann wundert man sich, weil sie so niedrig sind.

Marty
 
Wenn man sich mal die tatsächlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten ansieht, die man auf Langstrecken fährt, dann wundert man sich, weil sie so niedrig sind.

Marty

Dem kann ich nur zustimmen. Als ich das erste Mal den Weg von Braunschweig nach München zurückgelegt hab, konnte ich glücklicherweise das Auto meiner Großeltern nutzen (noch bequemer, größer usw)...
Obwohl ich den Wagen streckenweise voll ausgefahren habe, aber auch halt regelmäßige Pausen gemacht habe, bin ich nur auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 140 auf der gesamten Strecke gekommen...
Dafür aber auf deutlich erhöhte Spritkosten :ugly:
Resultat war, das ich auf der Rückfahrt etwas langsamer gefahren bin - und auch trotzdem nur ne halbe Stunde länger unterwegs war.. aber im Schnitt 2 Liter je 100 km weniger verbraucht hab :biggrin: (was ja auch nur 10 Euro Ersparnis sind - es war aber doch irgendwie entspannter, als immer hochkonzentriert fahren zu müssen :ugly:)

LG