Negativ behaftete Sprachphrasen aus der NS-Zeit

Ich frag mich grade, was jemand macht, der am 1.8.88 geboren wurde und auf einem amtlichen SchreIben sein Geburtsdatum angeben muss - ob da gleich der Verfassungsschutz zu Besuch kommt? :think:
 
Doch ich glaube nicht, dass Phrasen zu verbieten bzw als verwerflich zu betrachten, die ursprünglich keinen negativen Sinn hatten und in dieser Zeit "nur" schrecklich missbraucht wurden
Ich auch nicht. Und mir ist es auch egal, wenn jemand im Fussball-Stadion "Sieg" brüllt, wenn jemand "Jedem das seine" sagt oder die Zahl 88 auf dem Nummernschild hat. Es kommt dabei auf die Intention an, mehr nicht. Ist es nicht in einem NS-Zusammenhang gemeint, dann ist es auch legitim, so etwas zu sagen.

Ich bin aber der Meinung das wir die Schuld für die vergangenheit tragen. Und an der sind wir nunmal nicht schuld.
Korrekt. Und wenn man mal genauer darüber nachdenkt, dann gibt es auch kaum jemanden, der uns beschuldigt.

Würdest du den Sohn von einem Mörder der schon tot ist auch immer vorhalten das seine Familie ja früher menschen umgebracht hat?
"immer vorhalten" sicher nicht. Wenn ich aber in der Familie Tendenzen entdecke, dass sich dort ein neuer Mörder rausbildet, dann würde ich das anmerken.

Bist Du nicht der Meinung, dass z.B. der Zentralrat der Juden vor einer zunehmenden Ausländerfeindlichkeit warnt und dabei darauf hinweist, wohin so etwas in Deutschland schon mal geführt hat? Ist das das "immer vorhalten", was Du meinst?

Worauf ich hinaus will ist das wir Söhne, Enkel und Urenkel rein garnichts mehr damit zutun haben was da passiert ist.
Wir wissen davon und sollten dafür sorgen, dass es nie mehr passiert. Und wir sollten tolerieren, dass sich die Nachkommen der Opfer einmischen, wenn sie Tendenzen sehen, dass etwas in die falsche Richtung läuft.

ob du einen in Deutschland geborenen Menschen türkischer abstammung auch als Türke siehst, weil sein Vater ja einer war.
ich ordne Menschen selten nach Nationalitäten. Und ich ekele mich vor Reinlichkeitsbergiffen wie "Deutscher mit Migrationshintergrund in der 3. Generation". Sowas denken sich nur Gestörte aus.

Mein Kollege mit deutschem Pass stört sich gar nicht daran, wenn jemand zu ihm aus Versehen mal Türke sagt. Die "Betroffenen" gehen damit viel relaxter um.

Marty
 
Es kommt dabei auf die Intention an, mehr nicht. Ist es nicht in einem NS-Zusammenhang gemeint, dann ist es auch legitim, so etwas zu sagen.

:clap::clap::clap:


Wenn ich aber in der Familie Tendenzen entdecke, dass sich dort ein neuer Mörder rausbildet, dann würde ich das anmerken.

Bist Du nicht der Meinung, dass z.B. der Zentralrat der Juden vor einer zunehmenden Ausländerfeindlichkeit warnt und dabei darauf hinweist, wohin so etwas in Deutschland schon mal geführt hat? Ist das das "immer vorhalten", was Du meinst?

Nein, das was ich meine, ich habe mich in dem Bezug falsch ausgedrückt ist das ich mich z.B. durch den ersten Beitrag ehrlich gesagt immer eingeschränkt fühle wegen sachen für die ich nichts kann.
Ich finde es durchaus nicht verkehrt wenn der Zentralrat im Bezug auf ausländerfeindlichkeit zur Vorsicht rät und in dem Zusammenhang einArgument liefert wohin das führen kann. Das ist nur ein Argument. Für mich kommt es auf die Ausdrucksweise an.


Wir wissen davon und sollten dafür sorgen, dass es nie mehr passiert. Und wir sollten tolerieren, dass sich die Nachkommen der Opfer einmischen, wenn sie Tendenzen sehen, dass etwas in die falsche Richtung läuft.

Wie gesagt, völlig in Ordnung das sie sich einmischen wenn es Rassen-/Ausländerfeindlichkeit gibt.
Worum es mir hier ging war lediglich das selbst der Ausspruch "Jedem das seine" angeprangert wurde. Und das in dem Kontext von ruebi überschreitet für mich keine Grenze.


ich ordne Menschen selten nach Nationalitäten. Und ich ekele mich vor Reinlichkeitsbergiffen wie "Deutscher mit Migrationshintergrund in der 3. Generation". Sowas denken sich nur Gestörte aus.

Naja, wenn man es nicht übertribt finde ich das schon okay, denn wenn es mal um die Nationalität geht (meinetwegen Behördlich) dann muss man ja irgendwie dazu sagen.
Wobei ich das mit der 3. Generation deutlich übertrieben finde...


Mein Kollege mit deutschem Pass stört sich gar nicht daran, wenn jemand zu ihm aus Versehen mal Türke sagt. Die "Betroffenen" gehen damit viel relaxter um.

Marty

Das sehe ich auch als Problem. Ich gehe mal davon aus (aus meiner erfahrung) das eher die Überkorrekten Deutschen diese Aussprüche anprangern. Und wenn jemand mal "Türke" oder sowas sagt, ohne böhsen hintergrund dann sehen die meisten das easy. Sehe ich bei nem (Halb-)polnischen Kumpel auch.


greez
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Ich frag mich grade, was jemand macht, der am 1.8.88 geboren wurde und auf einem amtlichen SchreIben sein Geburtsdatum angeben muss - ob da gleich der Verfassungsschutz zu Besuch kommt? :think:

Nein, der ist damals gleich zu den Eltern gekommen. Da steckt doch eindeutig Absicht hinter! :ugly:

Wir wissen davon und sollten dafür sorgen, dass es nie mehr passiert.
Nachdem hier in jedem zweiten Posting stand: "hab ich nicht gewusst", "war doof und langweilig in der Schule" oder "ich war`s nicht", hab ich meine Zweifel, dass "wir" es noch so genau wissen, was denn wie angefangen hat. Und, dass überhaupt noch eine nennenswerte Anzahl es wissen oder lernen will. Alle zitierten Phrasen oder Codices im Thread sind durch eine Wikipediaabfrage zu verstehen. Stattdessen werden Halbwissen und Befindlichkeiten angehäuft. Am Ende kommt so eine Informationsmatsche zustande, dass niemand mehr recht schlau draus wird.
Du und Darkkurt haben als einzige was geschrieben, das auf Kenntnis der größeren Zusammenhänge schließen ließ.

[...] ist das ich mich z.B. durch den ersten Beitrag ehrlich gesagt immer eingeschränkt fühle wegen sachen für die ich nichts kann.
[...]
Worum es mir hier ging war lediglich das selbst der Ausspruch "Jedem das seine" angeprangert wurde. Und das in dem Kontext von ruebi überschreitet für mich keine Grenze.[...]
Würdest du mir im ersten Beitrag bitte zeigen, wodurch ich DICH dich IMMER eingeschränkt fühlen lasse?
Und, ich zitiere mich mal selbst:
Nichts für ungut, du hast es sicher nicht in diesem Kontext gemeint, ....
Ich habe Ruebi vorauseilend in Schutz genommen. Dann habe ich den Hinweis auf den negativen Beigeschmack der Phrase gegeben und abschließend festgestellt, es zu schätzen, sie nicht mehr lesen zu müssen.
Oder verkürzt: GUCK MAL, BITTE, DANKE.

Wer übertreibt es denn nun?
 
Wirst du jetzt pampig? :roll:

Das immer war im zusammenhang "immer wenn ich soetwas höre oder lese" gemeint. Aber ich hab mich warscheinlich nicht tadellos ausgedrückt, siehe dazu oben im Beitrag.

So kommt mir das auch vor. "Immer wenn du so etwas hörst oder liest" kommt von dir reflexartig eine Abwehrreaktion. Dann haust du schnell was raus, ohne es durch Sachkunde, Recherche oder Nachdenken verwässern zu lassen. Wenn man dich auf Fehler hinweist, hast du dich nur falsch ausgedrückt.
Zu beurteilen, ob ich überintelligent, überkorrekt, oberschlau oder diskussionsfähig bin, spreche ich dir einfach die Qualifikation ab.

Es geht doch gar nicht darum, Recht zu haben oder zu bekommen.

Wenn ich was nicht lesen möchte, kann ich eine entsprechende Bitte äußern. Ob der nachgekommen wird, hängt auch von meiner Begründung ab. Passiert nichts, waren meine Argumente zu schwach.


Wie Marty schon schrieb: es gilt zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt. Und dazu muss man erst mal wissen, worum es geht. Deshalb beschäftige ich mich seit zwanzig Jahren mit dem Komplex. Und deshalb weiß ich zumindest, wovon ich rede.

Ich hab auch keine Lust, eine Schlammschlacht zu führen. Also lass uns sachlich bleiben, sonst bin ich aus dem Thema raus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hört doch endlich mal auf, euch hier gegenseitig zu zerfleischen.

tax hat lediglich darum gebeten, diesen Satz nicht mehr lesen zu wollen, da er NS-behaftet ist. Wenn andere das nicht so sehen, fein, aber muß man ihn deswegen so anmachen? Einige werden jetzt vielleicht vorher nachdenken oder überhaupt erstmal anfangen nachzudenken. Einige nicht, Und? Ziel erreicht!

Ich hab das zwar vor ner Weile mal gelesen, daß das an einem Tor stand, aber meiner Meinung nach geht das Gedenken an die Opfer nicht verloren (oder wird beschmutzt), wenn man den Satz weiterhin benutzt. Werde diesen Satz privat wohl auch weiterhin nutzen, denn wer mich kennt der weiß, daß ich mit rechten Gedanken nichts am Hut hab. Hier werd ich's nicht schreiben, weil tax darum gebeten hat.
 
Ich hab auch keine Lust, eine Schlammschlacht zu führen. Also lass uns sachlich bleiben, sonst bin ich aus dem Thema raus.

Ich bin raus, sag mir vorher bitte noch wie sachlich der Satz von dir war in meinem letzten Beitrag oberstes Zitat.

Das was mich in meinem letzten Beitrag geleitet hat ist das besagter Satz von dir sich für mich so anhört als wärst du der held der alles kennt und alle anderen dumm. Ich kann mich noch keine 20 Jahre über das Thema informiert haben, so weit wirds auch nie kommen.

Ich muss nicht jeden Satz der da stand wissen um mir der Verantwortung bewusst zu sein das soetwasw nicht mehr passiert.

Leute wie du sind der grund warum ich (und sicher nicht nur ich) so denken und sich bei so einem Beitrag wie dem ersten immer auf den schlips getreten fühlen.

greez
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Ich bin raus, sag mir vorher bitte noch wie sachlich der Satz von dir war in meinem letzten Beitrag oberstes Zitat.
Na gut.
Es gibt im Thread eine Passage, in dem etliche Beiträge die Behandlung des Themas in der Schule erörtern. ME. war der Tenor, dass der Unterricht schlecht aufbereitet, zu einseitig, nicht umfassend, zu oft wiederholt, halt letztlich nicht interessant war. Ich habe das unter "doof" subsummiert. Die Bezeichnung "langweilig" wurde von den Schreibern benutzt.
Auf einer Sachlichkeitsskala von Eins bis Zehn gebe ich mir eine Acht.
Beantwortet das deine Frage?

Das was mich in meinem letzten Beitrag geleitet hat ist das besagter Satz von dir sich für mich so anhört als wärst du der held der alles kennt und alle anderen dumm.
Dass du den Satz so rezipierst, ist den gutes Recht. Das bedeutet aber nicht, dass ich ihn so gemeint habe.

Ich kann mich noch keine 20 Jahre über das Thema informiert haben, so weit wirds auch nie kommen.
Hey, nicht so pessimistisch, ich wünsche dir ein langes Leben! ;)

Leute wie du sind der grund warum ich (und sicher nicht nur ich) so denken und sich bei so einem Beitrag wie dem ersten immer auf den schlips getreten fühlen.

Qxxx: Kann mir jemand sagen, wie ich mein Altöl los werde?
Ayyy: Ich schütte das immer in den Gulli.
Azzz: Du solltest das nicht machen, siehe > Altölverordnung. Ich möchte dich bitten, das nicht mehr zu tun.
Ayyy: Ich fühle mich auf den Schlips getreten!

Ich kann immer noch nicht nachvollziehen, warum du oder andere sich dabei auf den Schlips getreten fühlen.
Ich bin kein "Besserwisser", nur weil ich von machen Sachen etwas mehr weiß. Und halte niemanden für dumm, nur weil er es nicht weiß. Und ich mache mich auch nicht zum Oberklugscheißer, wenn ich einen Hinweis gebe.
Bist du so selbstsicher (oder halt doch nicht), dass dich der Hinweis darauf, vielleicht nicht alles durchdacht zu haben, dermaßen anfeindet?
Meine Güte! Benutze die Phrase doch so, wie du willst. Dass ich sie nicht mag weißt du jetzt und nochmal bitten werde ich nicht.
 
Ich bin aber der Meinung das wir die Schuld für die vergangenheit tragen. Und an der sind wir nunmal nicht schuld. Wir konnten/können sie nicht beeinflussen.

Ich frag mich, ob du dich auch so energisch dagegen sträubst, wenn man dir als 23 jährigen Deutschen die "Schuld" für Schiller/Goethe, Bach, Einstein, Mauerfall/Einheit usw. gibt.
 
Ich frag mich, ob du dich auch so energisch dagegen sträubst, wenn man dir als 23 jährigen Deutschen die "Schuld" für Schiller/Goethe, Bach, Einstein, Mauerfall/Einheit usw. gibt.

Naja, bei guten sachen würde ich es belächeln, aber auch nicht mehr. Ich habe auch mit diesen menschen/ereignissen nichts zutun.
Aber wie soll man schuld an z.B. Schiller sein? Ich hab ihn doch nicht gemacht?!? :LOL:

greez
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Aber es schmückt mehr zu sagen, man kommt aus dem Land, das Goethe und Schiller hervorgebracht hat, als zu sagen man kommt aus dem Land des Juden vergasens sowie dem verdrängens...

Und wer hat gesagt das ich das verdränge? Und morgen wird mir in den Mund gelegt das ich den Holocaust leugne oder wie?
Wenn jemand mit mir über das Thema redet wird da nichts beschönt. Ich sehe mich nur immernoch nicht schuld an der sache.

Aber wie kommt man überhapt auf den Satz "Es schmückt mehr ..."? Ich habe soetwas noch nie gesagt, aber irgendwie muss man andere ja immer wieder versuchen ins "rechte" licht zu rücken. Oder wie soll ich den versuch verstehen? Das ist mein voller ernst, mein Standpunkt sollte klar sein, deiner (und nicht nur deiner) auch. Also was willst du jetzt damit erreichen?

greez
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Aber es schmückt mehr zu sagen, man kommt aus dem Land, das Goethe und Schiller hervorgebracht hat, als zu sagen man kommt aus dem Land des Juden vergasens sowie dem verdrängens...

Das ist der Nationalstolz, den wir nur zur WM zeigen dürfen.

Das ganze ist aber Schwachsinn. Es stellt sich auch kein Ami hin und sagt, hey ich bin einer von denen, die Japan weggebombt und Europa und den Nahen Osten befreit haben.

Krieg ist schlimm, aber man definiert sein Leben nicht über die Vergangenheit von anderen. Das H****r viel Unglück gebracht hat brauchen wir hier nicht zu definieren, das sollte jedem klar sein, aber x Jahre nach seinem Tod und der "Befreiung" so fixiert zu sein, halte ich für falsch.

Andere Länder haben ebenso Krieg geführt - führen immer noch Krieg. Sprengen sich und andere in die Luft, werfen Landminen, benutzen ABC-Waffen zur Abschreckung - und? Deutschland und Deutsche sind die "alte Achse" des Bösen.

Achja und der gewöhnliche Ami kennt weder Goethe noch Schiller :ugly: - also kann man sich damit schlecht schmücken *g*
 
Das ist der Nationalstolz, den wir nur zur WM zeigen dürfen.


Achja und der gewöhnliche Ami kennt weder Goethe noch Schiller :ugly: - also kann man sich damit schlecht schmücken *g*


Weltklasse ;)

Darf das in meine Sig ? :ugly:


Ich bin dafür, dass man sagen kann was man möchte. Auch wenn "Arbeit macht frei" negativ konnontiert ist, so muss es dennoch legitim sein dies zu sagen.


So Long

ps: Nein ich bin kein Nazi und mag solche Aussagen persönlich nicht, aber das ist für mich Freiheit. :p
 
Weltklasse ;)

Darf das in meine Sig ? :ugly:

Ich bin dafür, dass man sagen kann was man möchte. Auch wenn "Arbeit macht frei" negativ konnontiert ist, so muss es dennoch legitim sein dies zu sagen.
[...]

Danke ;) - pack in deine Signatur, was auch immer dir beliebt ;)

Es kommt aus meiner Sicht auf den Kontext an. Wir verwenden heutzutage etliche Phrasen, deren Ursprung oder Verwendung nicht immer harmlos war.

Arbeit macht frei mag inhaltlich richtig sein, ist aber in dauerhafter Assoziation mit der Vernichtung von Menschenleben und ist dementsprechend im normalen Sprachgebrauch verpöhnt.

Mit Kind und Kegel sagen heute sehr viele, dabei ist Kegel auch abwertend. Oder wer meint damit wirklich Kind und Bastard in Forum von unehelichem Kind - wohl die wenigsten.

Ein weiteres tolles Beispiel ist wo gehobelt wird fallen Späne. Wer dazu einmal Hannah Arendt liest hat danach auch keinen Spaß mehr an dieser Phrase.

Wir können nicht alles streichen, Verantwortung zeigt die Gesellschaft nicht durch Einschnitte in die "Kultur" und Sprache zähle ich nun mal dazu.
 
Und wer hat gesagt das ich das verdränge? Und morgen wird mir in den Mund gelegt das ich den Holocaust leugne oder wie?
Wenn jemand mit mir über das Thema redet wird da nichts beschönt. Ich sehe mich nur immernoch nicht schuld an der sache.

Ok, dann habe ich dich falsch verstanden. Dann stellt sich mir aber eine andere Frage: Wer gibt dir (bzw. der jetzigen Generation) eigentlich die Schuld an den damaligen Verbrechen? Ich wüßte niemanden. Deswegen bin ich immer reichlich irritiert wenn Leute schreiben/sagen, sie seien nicht schuld. Wo keine Vorwurf, da auch keine Rechtfertigung notwendig.

Das ist der Nationalstolz, den wir nur zur WM zeigen dürfen.

Ist mir nicht bekannt, daß Nationalstolz verboten wäre.

Das ganze ist aber Schwachsinn. Es stellt sich auch kein Ami hin und sagt, hey ich bin einer von denen, die Japan weggebombt und Europa und den Nahen Osten befreit haben.

Natürlich ist das Schwachsinn. Es geht ja auch um etwas anderes. Nämlich darum, daß einige unter diesem Teil der Geschichte einen Schlußstrich ziehen wollen. Mit der Begründung, daß sie ja für die damaligen Verbrechen nix können (keine Schuld haben usw.). Mit dieser Begründung kann man aber auch einen Schlußstrich unter den von mir erwähnten positiven Teilen der Geschichte ziehen. Macht das jemand? Nein. Oder anders formuliert: Die schlechten Sachen ausblenden/verdrängen, die guten hegen und pflegen.

Krieg ist schlimm, aber man definiert sein Leben nicht über die Vergangenheit von anderen.

Wenn du dich als Deutscher oder gar als einer, der stolz auf diese Nation ist, definierst, dann aber doch.
 
Und wer hat gesagt das ich das verdränge? Und morgen wird mir in den Mund gelegt das ich den Holocaust leugne oder wie?
Heute scheinen einige im Forum wahrhemungsprobleme zu haben :think:
Hab ich dir irgend etwas in dieser Richtung unterstellt oder vorgeworfen?

Perlini hat es ja nochmal präzisiert...

Wenn jemand mit mir über das Thema redet wird da nichts beschönt. Ich sehe mich nur immernoch nicht schuld an der sache.
Verantwortlich, Kollege! Verantwortlich! Und wenn du nichts beschönst, ist ja alles in Butter.
 
Wir können nicht alles streichen, Verantwortung zeigt die Gesellschaft nicht durch Einschnitte in die "Kultur" und Sprache zähle ich nun mal dazu.

Da bin ich mal dafür!


Heute scheinen einige im Forum wahrhemungsprobleme zu haben :think:

Du? Oder wer?


Hab ich dir irgend etwas in dieser Richtung unterstellt oder vorgeworfen?

Ja, verdrängens, habe ich als vorwurf gesehen. Mir hat sich das gelesen als wäre ich damit gemeint (bezog sich ja auf ein Zitat von mir) und das ich eben die Geschichte verdränge. Darauf fragte ich was mir als nächstes in den Mund gelegt wird, denn das stimmt nicht. In diesem Beitrag von dir:
Aber es schmückt mehr zu sagen, man kommt aus dem Land, das Goethe und Schiller hervorgebracht hat, als zu sagen man kommt aus dem Land des Juden vergasens sowie dem verdrängens...


Verantwortlich, Kollege! Verantwortlich! Und wenn du nichts beschönst, ist ja alles in Butter.

Wüsste nicht das wir kollegen sind. Davon mal ab hab ich ja auch nie was gegen die Verantwortung gesagt. Wenn du gelesen und verstanden hättest wäre dir auch schon etwas früher aufgefallen das ich die Verantwortung für die Zukunft auch nicht von mir weisen will.
Auf meine Fragen im von dir Teilzitierten Beitrag hast du hingegen keinen Bezug genommen. Schade.

Andere frage, habe ich hier was beschönigt? Dann wo bitte? Weil ansonsten ist ja alles in Butter, deiner Meinung nach, und da frag ich mich worüber wir hier schreiben. Also bei uns hats vorhin geregnet :ugly:


naja, ich bleibe gespannt
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/EDIT: Ey, "kollege", um nochmal auf "Verantwortlich" zurückzukommen, mit schuld hat "perlini" wieder angefangen, also war hier auch (in den Beiträgen auf die ich mich bezogen habe) nie jemand "verantwortung" erwähnt. Es ging um die "Schuld an Goethe/Schiller/Mauerbau/Mauerfall/..."
Also wie kommen wir jetzt schon wieder auf verantwortung?

Ich sehe das so, auch wenn das warscheinlich nicht deiner Meinung entsprechen wird: Schuld und verantwortung liegen anscheinend nahe beieinander. Deshalb heisst es für einige leute mal schuld, mal verantwortung, wie man´s gerade braucht.
 

Aber es schmückt mehr zu sagen, man kommt aus dem Land, das Goethe und Schiller hervorgebracht hat, als zu sagen man kommt aus dem Land des Juden vergasens sowie dem verdrängens...

Steht da irgendwo "Default", oder ein kumpelhaftes "du"? :roll:

Ja, verdrängens, habe ich als vorwurf gesehen.Mir hat sich das gelesen als wäre ich damit gemeint (bezog sich ja auf ein Zitat von mir) und das ich eben die Geschichte verdränge.

kennst du Aschenputtel? Wem der Schuh passt, der zieht ihn an... Nein, ich gebe zu, das ist unfair. Es geht mir nur darum, (und Perlini auch), das man (nicht du persönlich, sondern allgemein formuliert, alles weitere siehe Duden) sich nicht aussuchen kann, welchen Teil der Deutschen Geschichte gern als genehm ansieht und welchen nicht.

Wüsste nicht das wir kollegen sind.
Wir nutzen das selbe Forum, also warum nicht?

Andere frage, habe ich hier was beschönigt?
Nichts :wall: hab ich doch geschrieben... Lies nochmal nach: "Und wenn du nichts beschönst, ist ja alles in Butter." :doh:

Davon mal ab hab ich ja auch nie was gegen die Verantwortung gesagt. Wenn du gelesen und verstanden hättest wäre dir auch schon etwas früher aufgefallen das ich die Verantwortung für die Zukunft auch nicht von mir weisen will.

Ich sehe das so, auch wenn das warscheinlich nicht deiner Meinung entsprechen wird: Schuld und verantwortung liegen anscheinend nahe beieinander. Deshalb heisst es für einige leute mal schuld, mal verantwortung, wie man´s gerade braucht.

Im Gegensatz zu Perlini nutzt du keine Anführungszeichen. :biggrin: Wenn du da eine Ambivalenz siehst, solltest du das auch irgendwie kennzeichnen...

Wenn mein Kind ein Auto mit einem Schlüssel zerkratzt, bin ich nicht Schuld, weil ich selber nichts getan habe, verantwortlich bin aber trotzdem. So eng liegen Schuld und Verantwortung nicht beieinander. Verantwortung ist nicht durch Fehlverhalten bedingt. Schuld schon.

Das ganze ist aber Schwachsinn. Es stellt sich auch kein Ami hin und sagt, hey ich bin einer von denen, die Japan weggebombt und Europa und den Nahen Osten befreit haben.

Nein, verlange ich auch nicht von einem Deutschen. DAS wäre wirklich Schwachsinn.

Allerdings sollte man von halbwegs zivilisierten Gesellschaften erwarten können, dass sie sich kritisch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Es mag sein, das die USA das NCIHT können, und die katholische Kirche auch nicht.

Nur sehe ich diese beiden Beispiele nicht als Maßstab an.