Negativ behaftete Sprachphrasen aus der NS-Zeit

Ich habe eher die so genannten "Vertriebenen" gemeint, die intern die bestehenden Grenzen revisionieren möchten. Wenn du sie allerdings als rechtsextrem bezeichnen willst, habe ich nichts dagegen.
Achso, da hatte ich Dich dann in dem Punkt falsch verstanden.
Was den Begriff rechtsextrem angeht: der ist ja an sich sehr dehnbar, auch wenn man allgemein in Deutschland darunter meist Neonazis versteht (hier in den USA sind die rechtsextremen dagegen die christlichen Fundamendalisen und die Linksextremen Ultraliberale, also was ganz anderes).
 
Ich würde es schätzen, sie in diesem Forum (und auch sonst wo) nicht mehr zu lesen.
Danke.

Jedem das seine, wenn man jemanden nicht mehr lesen will, dann sollte man vielleicht das Forum verlassen, dann hätte man das Problem gelöst...

Sorry, wo kommen wir denn hin, wenn man Menschen normale Redewendungen verbietet. Damit ist niemandem geholfen außer vielleicht den Nazis, weil die Stolz darauf sein können, dass sie soviel schaden anrichten konnten, dass auch heute noch Menschen über solche Banalitäten streiten.

"Arbeit macht Frei" kann sicherlich schwer benutzt werden im normalen Sprachgebrauch, daher wird man diese Redewendung höchstwahrscheinlich nur zur Provokation nutzen. Aber "Jedem das Seine" passt viel zu oft in den normalen Sprachgebrauch, als das man Menschen da unterstellen könnte dies aus Unterstützung zum Nationalsozialismus zu sagen... Menschen sind homosexuell. Wie oft hört man dann "Jedem das Seine". Halt weil es deren Sache ist.
 
Was die amerikanischen Verhältnisse angeht, bin ich nahezu unwissend. Ich bezog mich auch nicht auf sie. Sorry.
 
Hmmmm...wenn ich damals im geschichtsstudium richtig aufgepasst habe, geht jedem das seine doch auf platon zurück...oder? und kaiser justitian? nur weil die nazis den ausdruck für sich verfremdet haben ist das noch lange kein grund, diese phrase nicht mehr auszusprechen.
meiner meinung nach regen sich nur kleinkarierte kleingeister über so etwas auf...ihr solltet eher mal geschichte hinterfragen, anstatt euch an solchen lügenbolden wie guido knopp und konsorten zu halten...


ceterum censeo progenerationen esse delimitandum
 
Ich übertreibe dann auch, wenn ich meine, dass eine Strophe der Nationalhymne zu Recht nicht mehr abgesungen wird?

Finde ich schon!
Nur weil manche die Strophe missbraucht haben, sollte diese nicht gleich verboten werden, weil diese von den meisten missverstanden wird.

Und das sage ich als "Nichtdeutscher"...

"Jedem das seine" sage ich sehr oft und wusste nicht einmal welche Vergangenheit dieser Satz hat.
Das wird mich aber trotzdem nicht davon überzeugen diesen in Zukunft nicht mehr zu benutzen, halte ich für totalen Schwachsinn!
Das ist Vergangenheit und so lange jemand keine schlechten Hintergedanken dabei hat oder nicht darauf anlegt sein Gegenüber damit zu provozieren, sollte er sagen dürfen was er will.

Gruß
winstown
 
Finde ich schon!
Nur weil manche die Strophe missbraucht haben, sollte diese nicht gleich verboten werden, weil diese von den meisten missverstanden wird.
Sie ist nicht verboten, Du darfst sie singen, so oft und so laut Du willst. Niemand hindert Dich daran.

Und trotzdem ist es richtig, dass man das in der Öffentlichkeit nicht mehr singt.

Marty
 
@tax:du musst nicht gleich frech werden,nur weil du denkst,du hast die weisheit mit löffeln gefressen...oder fällt dir einfach kein passendes argument mehr ein,du fingerschwinger

hilfe hilfe jemand wagt es,mir zu widersprechen
p.s.ich schreibe wie ich will,du grundschullehrer
 
...nicht gleich frech werden,
...nur weil du denkst,du hast die weisheit mit löffeln gefressen...
...du fingerschwinger
...du grundschullehrer

Ich beuge mich deinen wohl fundierten Argumenten. Da habe ich wohl nichts mehr zu melden.
Oder sollte ich es doch melden?
Ich schwanke noch zwischen dem Melde- und dem Reno-Button.
Ach was, ich geh einfach noch eine Runde lachen.
 
"Jedem das seine" - Sagt doch lediglich aus, das jedem das ist was ihm zusteht oder was er will (ohne jedwede negative Auslegung)
"Arbeit macht frei" - wenn ich eine Arbeit vollbringe, fühle ich mich befreit, weil ich mich auf etwas konzentriert habe und etwas geschafft habe. Arbeit befreit den Geist meistens vom Alltagsstress.
"Kraft durch Freude" - wer jetzt sagt, dass er durch Freude keine Kraft für etwas Neues schöpft der spinnt^^

Letztendlich sind diese Sätze und Sprichwörter doch nur Propaganda gewesen und Propaganda zielt darauf ab, die Menschen anzusprechen. Ob die Nationalsozialisten diese jetzt geklaut haben oder selbst erfunden haben tut nicht zur Sache, man kann diese Phrasen wunderbar auf sich selbst und andere anwenden ohne negative Hintergedanken.
Arbeit macht frei ist doch letztendlich was schönes. Ich befreie mich vom Alltagsstress dadurch, dass ich mich auf eine Arbeit (Modellbau, heimwerken, ein Buch schreiben etc.) konzentriere. Traurig ist nur was die nazis daraus gemacht haben und das man heutzutage solche Phrasen nicht mehr verwenden kann ohne gleich vorbelastet dazustehen.
Es gibt ja nicht nur Sprachphrasen sondern auch Symbole und Glaubensinhalte (germanische; Thorshammer etc. selbst der heilige Gral wurde von den Nazis benutzt...). Das ist das schlimme.
Und solange sich verbohrte uninformierte Antifas und andere sich weiter drüber aufregen, wird das auch nicht besser.
Man sollte es nicht vergessen, vor allem nicht den Holocaust. Aber bevor man alles verteufelt muss man die Hintergründe erst mal kennen.

edit: Wer interessiert ist was man sonst noch so mit vorbelasteten und allgemeinen Begriffen so wie Namen aus dieser Zeit anstellen kann sollte sich auf youtube mal die Videos "Deutscher Zoo", "Die deutsche Kochshow", das "Deutsche Telefonquiz" und den "Bergdeutschen Willkommensdienst" mit Stermann und Grissemann anschauen^^
 
Zuletzt bearbeitet:
@herzoegchen:danke du sprichst mir aus der seele...endlich mal jemand der den sinn dieses threads verstanden hat
 
@herzoegchen:danke du sprichst mir aus der seele...endlich mal jemand der den sinn dieses threads verstanden hat

Welchen Sinn hat dieser Thread denn bitteschön? Ich konnte noch keinen erkennen. Irgendwer hat irgendeinen Stuss aufgemacht und nun wird sich darüber aufgeregt. Sinnvoll ist etwas anderes ;)
 
Und solange sich verbohrte uninformierte Antifas und andere sich weiter drüber aufregen, wird das auch nicht besser.
Man sollte es nicht vergessen, vor allem nicht den Holocaust. Aber bevor man alles verteufelt muss man die Hintergründe erst mal kennen.

Der Thread beweist doch nur zu gut das, wenn man es nicht "verteufelt" (aber gaaaanz dicke Anführungszeichen), vergessen wird und die Hintergründe eben nicht kennt.

Der Threadstarter trat mit der Bitte an die Community heran, diese eine Phrase nicht mehr zu verwenden. An den Reaktionen sieht man, daß vielen der Zusammenhang zur Nazizeit nicht mehr bewußt oder gar gänzlich unbekannt war. Es trägt scheinbar ehern dazu bei, daß nicht vergessen wird, als wenn man es ignoriert und als das Normalste der Welt hinstellt. Und wenn ich es noch bei "Jedem das Sein" als diskussionswürdig / grenzwertig betrachte, kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen, wieso man "Arbeit macht frei" krampfhaft und mit albernen Herleitung als eine normale Redewendung hinstellen will, so wie du es machst.
 
An den Reaktionen sieht man, daß vielen der Zusammenhang zur Nazizeit nicht mehr bewußt oder gar gänzlich unbekannt war.

Man kann an den Reaktionen aber auch teils sehen, dass es einigen gänzlich egal ist. Es gibt wichtigeres aus der Nazizeit, was nicht vergessen werden sollte, als dass man sich jede unwichtige Kleinigkeit merken muss. Beim KZ ging es nicht um die Beschriftungen, sondern darum, wie die Menschen dort behandelt wurden! Dies sollte man stets im Auge behalten. So wie es eigentlich auch im Geschichtsunterricht gelebt wird.
 
Der Thread beweist doch nur zu gut das, wenn man es nicht "verteufelt" (aber gaaaanz dicke Anführungszeichen), vergessen wird und die Hintergründe eben nicht kennt.

Der Threadstarter trat mit der Bitte an die Community heran, diese eine Phrase nicht mehr zu verwenden. An den Reaktionen sieht man, daß vielen der Zusammenhang zur Nazizeit nicht mehr bewußt oder gar gänzlich unbekannt war. Es trägt scheinbar ehern dazu bei, daß nicht vergessen wird, als wenn man es ignoriert und als das Normalste der Welt hinstellt. Und wenn ich es noch bei "Jedem das Sein" als diskussionswürdig / grenzwertig betrachte, kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen, wieso man "Arbeit macht frei" krampfhaft und mit albernen Herleitung als eine normale Redewendung hinstellen will, so wie du es machst.

Erst einmal heisst der Thread "Negativ behaftete Sprachphrasen aus der NS-Zeit"; ich möchte nicht auf allles hinweisen, aber der Titel sagt aus, dass es um mehr gehen soll (?) als nur um die EINE Bitte.
Und ja die Bitte ist durchaus berechtigt in dem Zusammenhang. Aber sicherlich nicht in dem Kontext wie die Phrase verwendet wurde in diesem Forum.
Man muss sich einfach mal fragen: Sollen wir alles verbieten?
Darf ich jetzt noch das Wort "Ja" verwenden? Überspitzt gesehen hat Herr A. H****r sicher irgendwann mal "Ja" gesagt, vor allem wenn es um die Frage ging ob diese oder jene Feinde des Systems eliminiert werden sollten.
Also darf ich "Ja" nicht mehr verwenden, überspitzt gesehen.

Die ganze NS-Ideologie ist auf Gedankenraub aufgebaut. Nicht einmal das Hakenkreuz ist eine Nazierfindung. Wenn wir also nichts mehr benutzen würden/dürfen, was ein Herr Himmler, ein Herr Goebbels oder ein Herr H****r gemacht oder gesagt oder benutzt haben, nur weil diese Persona böse waren, dann können wir gleich schweigend in der Ecke sitzen...
 
Man muss sich einfach mal fragen: Sollen wir alles verbieten?
Ja. Überspitzt gesehen, versteht sich.
Also darf ich "Ja" nicht mehr verwenden, überspitzt gesehen.
Ja.*

Die ganze NS-Ideologie ist auf Gedankenraub aufgebaut. Nicht einmal das Hakenkreuz ist eine Nazierfindung. Wenn wir also nichts mehr benutzen würden/dürfen, was ein Herr Himmler, ein Herr Goebbels oder ein Herr H****r gemacht oder gesagt oder benutzt haben, nur weil diese Persona böse waren, dann können wir gleich schweigend in der Ecke sitzen...
Wäre bei vielen zu begrüßen.

* überspitzt gesehen