Negativ behaftete Sprachphrasen aus der NS-Zeit

Wir können nicht alles streichen, Verantwortung zeigt die Gesellschaft nicht durch Einschnitte in die "Kultur" und Sprache zähle ich nun mal dazu.

Meine Rede. Endlich jemand, der das genau so sieht und dann auch noch fast so ausdrückt wie ich es sagen würde bzw schon gesagt habe in diesem Thread. Mit der Vergangenheit verantwortungsbewusst umgehen und sich damit auseinandersetzen ist wichtig, aber Kultur verändern ist der falsche Weg.

Ist mir nicht bekannt, daß Nationalstolz verboten wäre.

Nicht verboten, aber verpönt. Bei der WM 2006 kam es doch auch zu einer "Patriotismusdebatte". ich war da noch sehr jung und kann mich nur dunkel erinnern, aber ich weiß noch, dass es einige sogar als "abstoßend" bezeichnet haben, dass auf einmal ganz viele die deutsche Flagge an Auto, Haus, etc. hängen hatten.
Ob man das richtig findet oder nicht steht auf einem ganz anderem Blatt, aber das Nationalstolz hier nicht gerne gesehen wird kann man wohl nicht leugnen.

Verantwortlich, Kollege! Verantwortlich!

Siehst du die Verantwortung in Bezug auf die Zukunft oder auch auf die Vergangenheit?
Aus deinen bisherigen Beiträgen hatte ich eigentlich geschlossen, dass du damit die Zukunft meinst, also, dass wir Verantwortung dafür übernehmen müssen, das sowas nicht nochmal passiert.
Wollte trotzdem an dieser Stelle einfach nochmal fragen, um sicher zu gehen, was dein Standpunkt ist. ;)
 
Nicht verboten, aber verpönt. Bei der WM 2006 kam es doch auch zu einer "Patriotismusdebatte". ich war da noch sehr jung und kann mich nur dunkel erinnern, aber ich weiß noch, dass es einige sogar als "abstoßend" bezeichnet haben, dass auf einmal ganz viele die deutsche Flagge an Auto, Haus, etc. hängen hatten.
Ob man das richtig findet oder nicht steht auf einem ganz anderem Blatt, aber das Nationalstolz hier nicht gerne gesehen wird kann man wohl nicht leugnen.

Bin ich jetzt abstoßend weil ich den Bundesadler auf dem Rücken habe?
 
Bin ich jetzt abstoßend weil ich den Bundesadler auf dem Rücken habe?

Ja, wer will jetzt noch mit dir schlafen? :ugly:

Ich bin irgendwie beeindruckt, dass ich mit meiner kleinen Bitte eine recht gehaltvolle Diskussion angestoßen habe.
Der Anfang war ja recht banane, aber zuletzt wird ja echt Gehirn benutzt.
 
Steht da irgendwo "Default", oder ein kumpelhaftes "du"? :roll:

Oh, entschuldige. :ugly: Ich nahm an das du dich auf das beziehst was du darüber zitierst. Und damit auch auf die Person.
Das du das Wort "man" verwendest, habe ich mir damit erklärt das du es nicht ausschliesslich auf die Zitierte Person bezogen hast.


kennst du Aschenputtel? Wem der Schuh passt, der zieht ihn an... Nein, ich gebe zu, das ist unfair. Es geht mir nur darum, (und Perlini auch), das man (nicht du persönlich, sondern allgemein formuliert, alles weitere siehe Duden) sich nicht aussuchen kann, welchen Teil der Deutschen Geschichte gern als genehm ansieht und welchen nicht.

Man kann es sich schon aussuchen. Nur die anderen Teile existieren auch. Aber ich frage mich immernoch wie es zu dieser Debatte kommt. Es hat doch niemand versucht etwas totzuschweigen. Sonst wäre der Thread ja nicht da, oder?


Wir nutzen das selbe Forum, also warum nicht?

Weil ich nichteinmal einen persönlichen Bezug zu dir habe ;) nur zur info, Forum steht da auch nicht ": - P"
https://de.wikipedia.org/wiki/Kollege



Nichts :wall: hab ich doch geschrieben... Lies nochmal nach: "Und wenn du nichts beschönst, ist ja alles in Butter." :doh:

Ja, beantworte mal meine Frage: Worüber diskutieren wir dann wenn hier alles in Butter ist. Perlini kam auf meinen Beitrag zurück und fragte mich ob ich auch die "Schuld" an Goethe/Schiller so energisch von mir weise. Als würde ich an irgendwas davon (Goethe/Schiller/Nationalsozialismus und seine Verbrechen) schuld tragen?!?
So kam es zu dieser diskussion. Dann kamst du mir mit Verantwortung. Was denn nun???



Im Gegensatz zu Perlini nutzt du keine Anführungszeichen. :biggrin: Wenn du da eine Ambivalenz siehst, solltest du das auch irgendwie kennzeichnen...

häh?


Wenn mein Kind ein Auto mit einem Schlüssel zerkratzt, bin ich nicht Schuld, weil ich selber nichts getan habe, verantwortlich bin aber trotzdem. So eng liegen Schuld und Verantwortung nicht beieinander. Verantwortung ist nicht durch Fehlverhalten bedingt. Schuld schon.

Das ist mir schon klar. Kein Fehlverhalten weil noch nicht geboren = keine Schuld. Dann haben wir das Problem ja schon gelöst.


Allerdings sollte man von halbwegs zivilisierten Gesellschaften erwarten können, dass sie sich kritisch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

Habe ich doch. Und warum ich wieder von mir und nicht "man" oder "allen" oder sonstwem schreibe liesse sich vlt erklären das die Diskussion dadurch angefangen hat das ich zitiert wurde und ich mich dadurch unmittelbar angesprochen fühle.

Oder würdest du dich von dem Absatz hierüber nicht angesprochen fühlen obwohl da nirgendwo "du" steht.


Bin ich jetzt abstoßend weil ich den Bundesadler auf dem Rücken habe?

unbedingt :ugly:


greez
Default
 
Bin ich jetzt abstoßend weil ich den Bundesadler auf dem Rücken habe?

Zieh das Trikot richtig herum an, der Adler gehört nach vorne :ugly:

Aber das meinte ich vor einigen Seiten mit dem Nationalstolz. Teilweise gibt es immer noch viele dumme Blicke, wenn man mit Flagge und Ländersymbolen durch die Welt läuft. Dabei gehört das im Sport dazu und ist in keinem anderen Land der Welt ein Problem, nur bei uns wird da sofort wieder irgendwas analysiert und gedeutet.
 
Cybo, es kommt doch immer darauf an, wie man Nationalstolz definiert. Ich für meinen Teil bin so stolz auf mein Heimatland, das ich jeden einladen würde, im besten Staat der Welt zu leben. ;)

Ich bin gestern durch eine Siedlung gefahren, in der in jedem Vorgarten ein Fahnenmast stand - 80% Deutsche oder Bundesland-Fahnen - alles Nazis?

Ich finde eine Fahne im Garten zwar albern, aber ich würde auch keinen dafür irgendwie verurteilen. Allerdings ist es ja oft so, dass sich Deutsche aus irgend welchen Gründen peinlich berührt fühlen, wenn zu viel Schwarz-Rot-Gold zu sehen ist - Will sagen, die dummen Blicke werden interpretiert und existieren nicht wirklich, allenfalls bei morlaisierenden Einheimischen...

...ebenso albern und falsch wie "Schlussstrich-Menatlität".
 
Cybo, es kommt doch immer darauf an, wie man Nationalstolz definiert. Ich für meinen Teil bin so stolz auf mein Heimatland, das ich jeden einladen würde, im besten Staat der Welt zu leben. ;)

Ich bin gestern durch eine Siedlung gefahren, in der in jedem Vorgarten ein Fahnenmast stand - 80% Deutsche oder Bundesland-Fahnen - alles Nazis?

[...]

Dann sind wir schon einmal zwei, aber wenn wir alle so denken würden, dann hätten wir die Diskussionen 2006 rund um die WM nicht gehabt, oder? Das ist doch bezeichnend, wenn 60 Jahre nach Kriegsende immer noch so eine Stimmung herrscht, dass man sich für eine Flagge rechtfertigen muss.
 
Dann sind wir schon einmal zwei, aber wenn wir alle so denken würden, dann hätten wir die Diskussionen 2006 rund um die WM nicht gehabt, oder? Das ist doch bezeichnend, wenn 60 Jahre nach Kriegsende immer noch so eine Stimmung herrscht, dass man sich für eine Flagge rechtfertigen muss.
Weil ein paar anarchistisch angehauchte Links-Autonome "Jagd" auf Autofahnen gemacht haben? :think:

Ich für meinen Teil kann mich an eine super Stimmung erinnern, die weltweit als friedlich, unverkrampft und ehrlich beschrieben und gelobt wurde.
 
Ich übertreibe dann auch, wenn ich meine, dass eine Strophe der Nationalhymne zu Recht nicht mehr abgesungen wird?
Die gehört nicht etwa wegen ihrer Verwndung der NS-Zeit nicht mehr zur ofiziellen Nationalhymne (ist schließlich auch schon älter), sondern ganz schlicht und einfach weil die darin erwähnten Grenzflüsse nicht mehr stimmen.
 
Das ist ja mal wieder eine typisch dt. Runde hier, gell. ;)

Mir persönlich ist das vollkommen schnuppe. Arbeit macht frei - stimmt, und jedem das Seine - klaro, ist auch was dran.
Ich weiss ja nicht wie das heute so ist; zu meiner Zeit wurden wir jedenfalls jahrelang mit irgendwelchen ollen Nazikamellen bearbeitet. Und richtig ging es dann nochmal in der Oberstufe los.
Schuld, Sühne, Gedenken - niedliches Gewäsch das uns fast jeden Tag wieder von irgendwelchen Altlinken, Grünen oder ehemaligen Kommunisten aus der sow. Besatzungszone vorgetragen wird.

Man sollte das einfach nur gekonnt ignorieren, es ist ja kein gesellschaftliches Problem, also das Versagen gewisser Randgruppen mit der Geschichte unseres Volkes ins Reine zu kommen. 8)

Regards
 
Die gehört nicht etwa wegen ihrer Verwndung der NS-Zeit nicht mehr zur ofiziellen Nationalhymne (ist schließlich auch schon älter), sondern ganz schlicht und einfach weil die darin erwähnten Grenzflüsse nicht mehr stimmen.

Wikipedia schrieb:
Zur Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) wurde nur noch die erste Strophe gesungen, auf die das nationalsozialistische Horst-Wessel-Lied folgte. Nach 1945 kam es zu Diskussionen über die weitere Verwendung des Liedes, bis 1952 ein offizieller Briefwechsel zwischen Bundespräsident und Bundeskanzler dahingehend entschied, dass das Deutschlandlied Nationalhymne blieb, zu offiziellen Anlässen jedoch nur die dritte Strophe gesungen werden sollte.
Das hatte damit zu tun, dass die Phrase "Deutschland über alles" nicht mehr als ganz so opportun erachtet wurde.
Richtig ist , dass das Absingen der ersten Strophe nicht strafbar ist. Getan wird es aber nur noch von ultrarechten Revisionisten, die Deutschland gern wieder in den "alten Grenzen" sähen.

Neueren, jedoch nicht offiziell bestätigten Erhebungen zufolge, glauben 73% der Deutschen unter 26 Jahren, dass die Hymne "Aldi über Alles" lautet, da sie es nicht besser wissen und ihre Fähnchen dort kaufen. :ugly::ugly::ugly:

Edit:
Oh, da ist ja noch ein Witz:

Zitat:
Zitat von TBS12 Beitrag anzeigen
Bin ich jetzt abstoßend weil ich den Bundesadler auf dem Rücken habe?
Für mich nicht

Aber es gibt sicher Leute, die das so sehen würden... Leider, in meinen Augen. Ich finde da nichts dabei.

Ich finde Stellungen, die von der katholischen Norm abweichen auch nicht so schlimm. :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hatte damit zu tun, dass die Phrase "Deutschland über alles" nicht mehr als ganz so opportun erachtet wurde.
Wenn man sich den Briefwechsel durchliest (gilt im übrigens auch für den 91er) steht nicht genau drin ob jetzt die Grenzen oder *Deutschland über Alles* oder beides zusammen der Stein des Anstoßes war.
(Warum die 2. Strophe rausgeworfen wurde steht eh nirgendwo, an der finde ich eigentlich nichts was in ähnlicher Form nicht ib vielen anderen Hymnen auch zu finden ist).

Richtig ist , dass das Absingen der ersten Strophe nicht strafbar ist. Getan wird es aber nur noch von ultrarechten Revisionisten, die Deutschland gern wieder in den "alten Grenzen" sähen.

Als ein Dokument deutscher Geschichte bildet es in allen seinen Strophen eine Einheit.
(RvW im 91er Briefwechsel)
Von daher finde ich es mitunter etwas überverallgemeinert zu behaupten daß die erste Strophe *nur* von Rechtsextremen gesungen wird.
Mal ganz abgesehen davon daß von Fallersleben den Text ja eh nicht in deren Sinne gemeint hat.
 
Von daher finde ich es mitunter etwas überverallgemeinert zu behaupten daß die erste Strophe *nur* von Rechtsextremen gesungen wird.

Damit legst du mir eine Behauptung in den Mund, die ich nicht geäußert habe.

Ich habe eher die so genannten "Vertriebenen" gemeint, die intern die bestehenden Grenzen revisionieren möchten. Wenn du sie allerdings als rechtsextrem bezeichnen willst, habe ich nichts dagegen.