Höhere Gehaltssteigerungen als der Durchschnitt, saftige Prämien...

Was willste denn jetzt eigentlich genau sagen? Das einzelne priveligierte Leute in einzelnen von Dir gemeinten (welche auch immer) Firmen häufiger mal mehr verdienen oder Prämien kriegen?
... und das soll dann ein Beweis dafür sein, dass die deutsche Gesamtwirtschaft oder gar die Allgemeinheit von unseren Exportüberschüssen ganz dolle profitieren soll obwohl sie ihre Überschüsse größtenteils nur deswegen verkaufen kann weil sie den Käufern das Geld für den Kauf unserer Exporte vorher "geliehen" hat?

Natürlich profitieren da temporär mal einzelne Großfirmen von, besonders wenn die Regierung ihnen noch ein schönes Konjunkturprogramm obendrauf schenkt. Die Mehrarbeit machen dann ein paar kurzfristig eingestellte Leiharbeiter die hinterher wieder entlassen werden. Davon können sich dann ein paar Leute satte Prämien auszahlen. Toll!
 
Überhaupt nicht. Ich erinnere an die inflationäre Ausweitung von Leiharbeit - Bis zur Regel "gleiches Geld für gleiche Arbeit" war die Entwicklung ähnlich. Und du kennst das grundsätzliche Ziel von Aktiengesellschaften, oder? Wenn ihnen eine legale Möglichkeit dazu geboten wird, dann werden sie sie annehmen und bis zum Ende ausnutzen.
 
Und genau deshalb gibt es in solchen AGs z.B. Betriebsvereinbarungen, wonach Leiharbeiter nach x Monaten in eine unbefristete Anstellung übernommen werden, oder die drauf achten, dass intern und extern die gleiche Kohle gezahlt wird.

gruss kelle!
 
Und genau deshalb gibt es in solchen AGs z.B. Betriebsvereinbarungen, wonach Leiharbeiter nach x Monaten in eine unbefristete Anstellung übernommen werden, oder die drauf achten, dass intern und extern die gleiche Kohle gezahlt wird

Die Leiharbeiter sind ja auch nicht das Problem heutzutage.

Bei Werkverträgen gelten diese Regelungen nicht.
 
Und genau deshalb gibt es in solchen AGs z.B. Betriebsvereinbarungen, wonach Leiharbeiter nach x Monaten in eine unbefristete Anstellung übernommen werden, oder die drauf achten, dass intern und extern die gleiche Kohle gezahlt wird.

Du glaubst auch ausschließlich an das unsagbare Gute im Menschen ?
 
Was willste denn jetzt eigentlich genau sagen? Das einzelne priveligierte Leute in einzelnen von Dir gemeinten (welche auch immer) Firmen häufiger mal mehr verdienen oder Prämien kriegen?
Das deine Äußerung, dass "unterm Strich nichts über" bleibt für Arbeiter falsch ist. Es sind auch nicht einzelne privilegiert Leute, sondern wenn überhaupt privilegierte Gruppen. Schau dir z.B. die Prämienzahlungen bei Audi, Porsche, BMW der letzten Jahre an oder die Lohnentwicklung in der Chemiebranche. Arbeiter aus exportorientierten Branchen mit starken Gewerkschaften profitieren eben doch.

Hinzu kommt, dass in den letzten 3 Jahren der Reallohn wieder gestiegen ist. Wenn auch nicht in diesem Umfang, so profitieren dann doch scheinbar mehr Leute (natürlich nicht alle) von den Exporten.

Hmmm, zumindest BMW hat im Sommer verlauten lassen, dass die Zahl zurückfahren will. Auch gab es Meldungen, dass man Leiharbeiter übernehmen würde. Und bei Mercedes wollten Betriebsrat und Gewerkschaft gegen diese Auswüchse vorgehen. Was daraus geworden ist, weiß ich aber nicht.
 
Das deine Äußerung, dass "unterm Strich nichts über" bleibt für Arbeiter falsch ist. Es sind auch nicht einzelne privilegiert Leute, sondern wenn überhaupt privilegierte Gruppen. Schau dir z.B. die Prämienzahlungen bei Audi, Porsche, BMW der letzten Jahre an oder die Lohnentwicklung in der Chemiebranche. Arbeiter aus exportorientierten Branchen mit starken Gewerkschaften profitieren eben doch.

Okay, es geht um Wortklauberei.
Für mich sind einige, wenige und für Dich einige, mehrere. Wobei bei mir einige die was kriegen und viele die abgezockt werden unterm Strich "nichts" bedeutet und bei Dir letztere nicht zählen und einige mehrere unterm Strich stark profitieren bedeutet.
Ist das so richtig?

Je größer die Lobby der Branche, desto mehr Firmen, desto mehr einzelne Mitarbeiter(gruppen) profitieren temporär auch etwas von Exportüberschüssen auf kosten anderer Gruppen. Unterm Strich aber profitieren m.E. die Aktionäre und Vorstände und nicht die deutsche Wirtschaft und auch nicht das Arbeiterlohnniveau als ganzes betrachtet.

Ein kleines vereinfachendes Beispiel:
Nehmen wir mal an Du würdest mit ein paar Mitarbeitern super Platzdeckchen klöppeln und die in der Nachbarschaft verkaufen wollen die auch unbedingt geklöppelte Platzdeckchen brauchen aber leider alle überschuldet sind und sie deshalb nicht kaufen können.
Da Du sie aber verkaufen musst leihst Du den Haushalten Geld damit sie sich Deine Platzdeckchen kaufen können. Da Du ein guter Kaufmann bist und eine Platzdeckchen AG führst, schreibst Du die Forderung in Deine Bilanz, damit ist Dein Firmenwert gestiegen obwohl Du de Fakto nicht mehr Geld hast.
Wer profitiert am Ende?
 
Für mich sind einige, wenige und für Dich einige, mehrere. Wobei bei mir einige die was kriegen und viele die abgezockt werden unterm Strich "nichts" bedeutet und bei Dir letztere nicht zählen und einige mehrere unterm Strich stark profitieren bedeutet.
Ist das so richtig?
Das ist nicht richtig. Natürlich zählen "letztere" bei mir auch. Ich habe nirgends geschrieben, dass alle profitieren. Ich gehe sogar davon aus, dass nur eine Minderheit davon profitiert. Aber aus meiner Sicht wächst diese Minderheit in den letzten Jahren stetig und auch Arbeiter gehören dazu. Zumindest ist das meine Interpretation der Zahlen.

Unterm Strich aber profitieren m.E. die Aktionäre und Vorstände und nicht die deutsche Wirtschaft und auch nicht das Arbeiterlohnniveau als ganzes betrachtet.
Wie sieht deine Erklärung dafür aus, dass das Lohnniveau in den letzten 3 Jahren gestiegen ist?

Ein kleines vereinfachendes Beispiel:
Nehmen wir mal an Du würdest mit ein paar Mitarbeitern super Platzdeckchen klöppeln und die in der Nachbarschaft verkaufen wollen die auch unbedingt geklöppelte Platzdeckchen brauchen aber leider alle überschuldet sind und sie deshalb nicht kaufen können. Da Du sie aber verkaufen musst leihst Du den Haushalten Geld damit sie sich Deine Platzdeckchen kaufen können.
Machen wir das Beispiel etwas realistischer: Mein Hauptabnehmer in der Nachbarschaft sind Herr Frankreich, Familie Vereinigte-Staaten und Fräulein Großbritannien. Herr Frankreich zahlte mir letztes Jahr 102,9 Milliarden für meine Deckchen (das sind wirklich ganz edle Teile!), Herr "VS" immer hin noch 87 Milliarden Euro und das Fräulein von der Insel überwies mir 73,3 Milliarden Euro.
Leider bin ich aber ein bisschen vergesslich: Wie viel Geld habe ich den drei letztes Jahr geliehen (und wieviel bei ihnen eingekauft)?
 
Wie sieht deine Erklärung dafür aus, dass das Lohnniveau in den letzten 3 Jahren gestiegen ist?

Ich dachte wir waren uns grade einig, dass... egal... Du hast recht.
Machen wir das Beispiel etwas realistischer: Mein Hauptabnehmer in der Nachbarschaft sind Herr Frankreich, Familie Vereinigte-Staaten und Fräulein Großbritannien. Herr Frankreich zahlte mir letztes Jahr 102,9 Milliarden für meine Deckchen (das sind wirklich ganz edle Teile!), Herr "VS" immer hin noch 87 Milliarden Euro und das Fräulein von der Insel überwies mir 73,3 Milliarden Euro.
Leider bin ich aber ein bisschen vergesslich: Wie viel Geld habe ich den drei letztes Jahr geliehen (und wieviel bei ihnen eingekauft)?

Kein schlechter Konter, Respekt.
Abgesehen davon, dass Herr VS in der exklusiven Position ist in grünen Zetteln bezahlen zu können deren Druck er grenzenlos in Auftrag geben kann:
Die Deutsche Bundesbank vermeldete unlängst, dass die deutschen Auslandsnettoforderungen in letzten Jahr um den absoluten Rekordwert von 26% auf schlanke 1107 Mrd. Euro gestiegen seien.
... und jetzt kommt das schönste: Da sind sogenannten "Krisenländer" (da gehören die von Dir genannten Herrschaften NICHT zu) sind noch garnicht dabei. Forderungen an diese stiegen um 22% auf 815 Mrd.
... und jetzt kommt das schönste: Die "Rettungsschirmzahlungen" sind noch garnicht dabei....
 
Die Deutsche Bundesbank vermeldete unlängst, dass die deutschen Auslandsnettoforderungen in letzten Jahr um den absoluten Rekordwert von 26% auf schlanke 1107 Mrd. Euro gestiegen seien.
... und jetzt kommt das schönste: Da sind sogenannten "Krisenländer" (da gehören die von Dir genannten Herrschaften NICHT zu) sind noch garnicht dabei. Forderungen an diese stiegen um 22% auf 815 Mrd.
... und jetzt kommt das schönste: Die "Rettungsschirmzahlungen" sind noch garnicht dabei....
Also unterm Strich: Alles Scheiße. :mrgreen:
 
... und jetzt kommt das schönste: Da sind sogenannten "Krisenländer" (da gehören die von Dir genannten Herrschaften NICHT zu) sind noch garnicht dabei. Forderungen an diese stiegen um 22% auf 815 Mrd.
Wenn man das endlich mal abschreibt hat Deutschland fast kein Nettoauslandsvermögen mehr, damit sind dann auch die Exportüberschüsse der letzten 10 Jahre weg.
Das deutsche Auslandsvermögen Ende 2012
 
Zeitung: Union will Langzeitarbeitslose vom Mindestlohn ausnehmen

Folgende News wurde am 25.11.2013 um 18:00:17 Uhr veröffentlicht:
Zeitung: Union will Langzeitarbeitslose vom Mindestlohn ausnehmen
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Berlin (dts) - Im Ringen zwischen Union und SPD um Ausnahmen von einem flächendeckenden Mindestlohn hat die Union offenbar einen neuen Kompromissvorschlag vorgelegt. Der Mindestlohn solle laut CDU/CSU nicht für Langzeitarbeitslose mit Vermittlungsproblemen am Arbeitsmarkt, Rentner, Erntehelfer und Zeitungsausträger gelten, heißt es laut "Rheinischer Post" (Dienstagsausgabe) im ersten Entwurf für einen Koalitionsvertrag von Union und SPD. Das 177 Seiten lange Papier, welches der Zeitung vorliegt, sei auf den 24. November datiert. Auch Schüler und Praktikanten, die ihr Praktikum während der Schul- oder Studienzeit absolvieren, sollen demnach ausgenommen werden. Einig sind sich Union und SPD den Angaben zufolge bereits dabei, generell einen flächendeckenden Mindestlohn einzuführen. Dessen Startpunkt, Höhe und die Ausnahmen seien aber noch strittig."Ausgenommen vom Mindestlohn sind Bezieher von Renten, soweit es sich um Vollrenten handelt und in den ersten zwölf Monaten ihrer Beschäftigung Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die vor Eintritt in die Beschäftigung langzeitarbeitslos waren und in ihren Erwerbsmöglichkeiten durch mindestens zwei weitere in ihrer Person liegende Vermittlungshemmnisse besonders schwer beeinträchtigt sind", heißt es laut der Zeitung in einem "ergänzenden Vorschlag" von CDU/CSU beim strittigen Thema Mindestlohn."Wir werden auch prüfen, ob landwirtschaftliche Erntehelferinnen und Erntehelfer sowie als Austräger von Zeitungen/Anzeigenblättern beschäftigte Personen vom Anwendungsbereich des Mindestlohns ausgenommen werden können", so der Vorschlag weiter. Die SPD lehne diesen Vorschlag bislang ab, so die Zeitung.
 
Ausgenommen vom Mindestlohn sind (...) in den ersten zwölf Monaten ihrer Beschäftigung Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die vor Eintritt in die Beschäftigung langzeitarbeitslos waren

Ein Paradebeispiel der Absurdität von Politik der heutigen Zeit. Mit der Einschränkung kann man sich die ganze Veranstaltung gleich ganz schenken da es den praktischen sozialen Nutzen quasi komplett aushebeln würde.