Ok, damit ist der Beweis erbracht, dass Du noch nie selbstständig warst. Ist ja nicht schlimm, ich kann's Dir ja sagen: Man kann nicht einfach so viel Geld nehmen, wie man möchte. Natürlich verdient man erheblich besser, aber man trägt auch ein erhblich höheres Riskio und muss sich selbst um alles kümmern - angefangen von etlichen Versicherungen bis hin zur Rentenvorsorge.

Weiterhin ist nicht jeder Zeitarbeiter ein "Hilfsarbeiter". Gerade in meiner Branche versuchen viele nach dem Studium über Zeitarbeitsfirmen in den Beruf zu finden und nutzen die Gelegenheit auch durchaus, um sich die beste Firma zu suchen. Und die waren alle keine Knechte oder Sklaven.

Natürlich gibt es auch Hilfsarbeiter-Stellen, die von Zeitarbeitsfirmen vermittelt werden. Dass die in einem schlecht bezahlten Beruf durch die Vermittlungsarbeit der Zeitbude auch noch schlechter bezahlt werden, ist natürlich traurig. Aber das ist nicht die Mehrheit. Außerdem ist es natürlich immer so, dass je ersetzbarer man ist, desto schlechter wird man eben auch behandelt und bezahlt. Leider.

Na wenn du für dich dies als "Beweis" sieht, lasse ich dir deine Freude.
Nicht Jeder AN ist ein Helfer, aber auch ein weiteres Zahnrad in dieser Maschinerie.
Ob der eine da ein paar Euro mehr Stundenlohn bekommt und "etwas" bessere Arbeit verrichten darf als denjenigen der in kaputten Hallen Kisten zusammen packen darf.

Sorry aber woran machst du fest das jemand dann noch nie Selbstständig war.
Man kann froh sein sich nicht solcher Firmen zu bedienen, aber jedem das seine...


Also ich weiß ja nicht, woher Deine Informationen kommen, ob Du noch andere Quellen hast als das Hausfrauen-TV von RTL und BILD. Natürlich gibt es wie in jeder anderen Branche auch und gerade bei Zeitarbeitsbuden schwarze Schafe. Es gibt sogar welche, die tarnen sich als Zeitarbeitsfirmen, sind in Wirklichkeit aber Drückerkolonnen. Und ein paar davon verfassen auch Arbeitsverträge, die sogar ungesetzlich und somit schon mit der Unterschrift ungültig sind. Und die Zahl dieser Buden ist explodiert, seit der Staat diese Vermittlungsgutscheine eingeführt hat und sich jeder Hanswurst ohne Ausbildung als "Arbeitsvermittler" selbstständig machen konnte, was dann "hintenrum" zu einer Zeitarbeitsfirma wurde. Das sagt aber nichts über die Arbeit der seriösen Personaldienstleister aus. Man muss sich eben diese Firmen ebenso genau anschauen, wie jeden anderen potenziellen Arbeitgeber. Wie oft habe ich von Festangestellten vom Bau gehört, dass ihr Arbeitgeber ihnen kein Lohn zahlen konnte. Zum Teil 3 Monate und länger! Die Leute von der Zeitarbeitsbude haben ihr Geld bekommen. Zwar weniger, aber sie haben es bekommen.

Ja ich weiß hinter den Zeilen lesen ist immer etwas schwer, gerade wenn man mal selbst die Erfahrung wie auch tausend andere gemacht hat. Und dann als BILD Leser abgestempelt wird, wollte ja schon fragen woher deine abwertende Art gegenüber Arbeitslosen war.
Na sicher alle bekommen doch ihr Geld, wenn auch gerne mal etwas überarbeitet oder die Stunden etwas gekürzt.
Der verdreckte Ruf solcher ZAFs mag sich etwas bessern, doch meine Quellen sind Intern. Und glaub mir die lesen auch keine BILD oder sehen Fernsehen. :ugly:
Die Märchen von der Übernahme oder als "das" Sprungbrett mag in Positionen sein wo auch Leute gebraucht werden. Am Fließband ist jeder Austauschbar. Logisch!
Auch ist es ja Gott sei dank so das bei uns es immer weniger werden, die großen fressen die Kleinen.


Und was Du mit "unmenschlich" meinst, ist mir auch nicht klar. Vor allem, wenn man dieses Wort in Deutschland bringt. Hast Du eine Ahnung, wie es sonst überall auf der Welt aussieht?

Was hat jetzt Aller Welt mit obigen Kontext zutun?!
Hatte es zwar erläutert, aber wurde wohl überlesen.
Ist aber nicht schlimm kann auch dir mal passieren, da gehe ich nicht gleich von aus das deine Bezugsquellen die BILD und Hausfrauen Fernsehen sind. :mrgreen:
 
Na wenn du für dich dies als "Beweis" sieht, lasse ich dir deine Freude.
Danke Dir :)

Nicht Jeder AN ist ein Helfer, aber auch ein weiteres Zahnrad in dieser Maschinerie.
Was denn für eine "Maschinerie"? Bist Du auch so ein Verschwörungstheoretiker oder was? Gehören alle Personaldienstleister zu den Illuminati?

Eine Zeitarbeitsbude erfüllt den Wunsch der Industrie nach Arbeitskräften, die saisonal oder projektweise gebraucht werden. Freelancer tun das auch. Nicht selten zahlen Firmen für diese zeitlich begrenzten Arbeiten sogar mehr, als für ihre Festangestellten, für die sie ja noch Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungen zahlen müssen. Und das tun sie, weil besser kalkulieren können, da sie die Leute nach dem Projekt eben nicht weiter beschäftigen müssen. Ich will ja gar nicht bestreiten, dass sich einige Personaldienstleister ein größeres Stück vom Kuchen abschneiden als andere. Aber auch hier gilt doch das gleiche, wie es für die Suche nach einer Arbeitsstelle gilt: Wenn sie niemanden finden würden, der die Arbeit für das gezahlte Geld macht, müssten sie die Gehälter so lange anheben, bis sie jemanden mit der entsprechenden Qualifikation finden. Wo ist das Problem?

Ja ich weiß hinter den Zeilen lesen ist immer etwas schwer, gerade wenn man mal selbst die Erfahrung wie auch tausend andere gemacht hat. Und dann als BILD Leser abgestempelt wird, wollte ja schon fragen woher deine abwertende Art gegenüber Arbeitslosen war.
Abwertende Art Arbeitslosen gegenüber? Ich? Nee, sicher nicht. Da interpretierst Du etwas in meine Zeilen, das da nicht steht. Davon abgesehen, dass es nicht "hinter den Zeilen lesen", sondern "zwischen den Zeilen lesen" heißt, bedeutet diese Redewendung nicht, dass man sich frei nach Belieben was dazu ausspinnen kann ;)

Wie kommst Du überhaupt darauf?

Der verdreckte Ruf solcher ZAFs mag sich etwas bessern, doch meine Quellen sind Intern. Und glaub mir die lesen auch keine BILD oder sehen Fernsehen. :ugly:
Also geheime Quellen. Heißt, ich soll Dir, einer mir völlig unbekannten Person aus einem x-beliebigen Internetforum jetzt bedingungslos glauben, dass Du bessere und weitreichendere Informationen als ich aus Quellen hast, die Du selbst und die sich nicht preisgeben wollen.

Ja, dann überdenke ich meine Meinung wohl nochmal :D :D :D

Die Märchen von der Übernahme oder als "das" Sprungbrett mag in Positionen sein wo auch Leute gebraucht werden. Am Fließband ist jeder Austauschbar. Logisch!
Das sind keine Märchen, sondern Realität. Aber auch wenn es Dir nicht passt: Diese Berufe werden von Zeitarbeitsfirmen eben genauso vermittelt, wie eben Fließbandarbeit und Flaschensortierer.

Und natürlich ist es so, dass in Berufen, wo ein niedriger Bildungsstand ausreicht, eben auch die Stellenbesetzung beliebiger wird. Das ist eben Marktwirtschaft. Kein Mensch bezahlt für ein gewöhliches Hühnerei 10 Euro, egal wie gut die Henne ist. Weil es eben Eier überall gibt. Und keiner zahlt der Putzfrau das gleiche Gehalt wie dem Institutsdirektor. Und warum? Weil der Institutsdirektor notfalls auch putzen könnte. Aber die Putzfrau kein Institut leiten könnte. So einfach ist das.

Wenn man sich bei einer Zeitarbeitsfirma bewirbt, dann weiß man, dass die ein Teil des Gehaltes für sich selbst abzweigen. Davon leben die und bilden auch Rücklagen für Zeiten, in denen eventuell mal nichts zu tun ist. Die einen zweigen sich mehr, die anderen weniger ab. Einige legen den Leuten Knebelverträge vor, andere sind fair. Wo man was unterschreibt, entscheidet man aber noch immer selbst. Genauso wie man auch seine Konditionen bei jedem anderen Arbeitgeber aushandelt.

Und letztlich ist man auch ein Stück weit seines eigenen Glückes Schmied. Klar braucht man für viele Sachen Überwindung und so gut wie nie bekommt man etwas geschenkt (sofern man nicht eine 20-jährige Püppi ist, die den Dackelblick beherrscht). Manchmal muss man von seinem Geld auch was investieren, um sich weiterzubilden oder eine Zertifizierung zu machen, damit man danach besser verhandeln kann. Hier in Deutschland wird sowas nicht selten sogar vom JobCenter bezahlt bis hin zu Umschulungen. Ich will sicherlich nicht das JobCenter in den Himmel loben, habe da schon reichlich üble Geschichten gehört. Aber manchmal frage ich mich ernsthaft, was aus dem einen oder anderen Hartzi wohl geworden wäre, wenn der nicht in Deutschland, sondern in irgendeinem anderen Land der Welt leben würde. Ich glaube, einige wären schon verhungert oder hätten eine atemberaubende Knastkarriere gestartet.

Aber egal. Wenn man die Arbeit von Zeitarbeitsfirmen bewerten will, muss man schon das Gesamtbild sehen. Es wird sicherlich einige geben, die durch ihre Anstellung in so einer Firma einen Beruf ausüben, der schon in Festanstellung schlecht bezahlt wird und durch die "Zwischenstation" Zeitarbeitsfirma noch weniger bekommen. Die sollten sich auf jeden Fall überlegen, ob so eine Zeitarbeitsfirma etwas für sie ist. Besonders eben im Bereich der Gebäudereinigung, Küchenhilfen und dergleichen. Aber auch hier würde ich niemandem grundsätzlich abraten. Es könnte noch immer eine Möglichkeit sein, Erfahrungen in einer Branche zu sammeln, um dann damit einen besseren Job zu finden. Deswegen ist es komplett falsch, Zeitarbeitsfirmen per se zu verteufeln. Sie sind halt nur nicht für jeden unter allen Umständen geeignet. Hingegen haben sie aber auch schon vielen (und die Leute kenne ich alle persönlich, weil es mal Kollegen von mir waren) einen Berufseinstieg ermöglicht, den sie sonst so nicht gehabt hätten.
 
@Photon, nein, helfen kannst Du nicht, habe hier 3 "geschrottete" Rechner, die einzigen die laufen haben ein altes OS. Mit diesen Rechnern gehe ich sehr ungerne ins Internet.

So, zurück zum Thema.



Glaube mir, es gibt genügend Jugendliche die Jahrelang keinen Ausbildungsplatz bekommen und froh sind etwas lernen zu dürfen, EGAL WAS.

Klar ist die Wirtschaft nicht begeistert vom Mindestlohn, aber massenweise Arbeitsplätze vernichtet dieser nicht.

NEIN, das umlagefinanzierte Rentensystem funzt auf dauer NICHT.
Das war schon bei der Einführung klar.( zumindest einigen ).
Evtl. funzt das wieder wenn das Renteneintrittsalter auf 95 Jahre angehoben wird.
So wie es aktuell ausschaut läuft es ( bei gleichbleibendem Renteneintrittsalter ) darauf hinaus das die großzahl der zukünftigen Rentner auf Sozialhilfe angewiesen sein werden.

Der Mindestlohn ist absolut richtig, er senkt die Ausgaben des Staates.

Was Praktikannten betrifft: Auch diese wurden teilweise von Firmen als volle Arbeitskräfte eingesetzt.
Es gibt halt arbeiten die auch Praktikannten innerhalb von wenigen Tagen ( oder Stunden ) erlernen können.
Danach arbeiten die genau so gut wie fest angestellte und keiner muss diese Arbeit kontrollieren ;)

Leih & Zeitarbeit gehört Verboten, da hat CraZyCaSh absolut recht.
Diese Seelenverkäufer tricksen ohne ende.
Stammbelegschaft wird entlassen und über eine eigene Tochtergesellschaft a Leiharbeiter wieder eingesetzt.
Bedeutet, weniger Lohn für die gleiche Arbeit, ganz ohne einarbeitungszeit.


@CraZyCaSh,
"Die Verunglimpfung von H4 Empfängern sollte jedoch hier auch keineswegs geduldet werden da es über einen Kamm Scheren ist."

Da hast Du absolut recht, wird aber trotzdem ( leider ) sehr oft gemacht.


So, dieser Post muss für diese Woche reichen, bis irgendwann wieder
 
Was denn für eine "Maschinerie"? Bist Du auch so ein Verschwörungstheoretiker oder was? Gehören alle Personaldienstleister zu den Illuminati?
Ja genau bin alles für dich was du sein willst. :LOL:

...aber dann schlechter bezahlt sind. Oder eben zwar die gleiche Arbeit verrichten, aber "Hilfs-[Irgendwas]" in ihrem Vertrag stehen haben - und damit eben auch weniger verdienen. Wie dem auch immer sei. Sie werden ihr Wissen nicht im Schlaf bekommen haben, also wurden sie irgendwann mal als Hilfs-Irgendwas eingestellt und sind hinter dem Meister oder Gesellen hinterher getippelt. Der hat ihnen dann gezeigt, was sie wie tun sollen. Das kostet zwar erstmal Geld weil der ja angelernt werden muss, aber bringt nachher viel mehr, weil er die gleiche Arbeit in gleicher Qualität für weniger Geld abliefert. Das ist aber auch der Unterschied zwischen "ausgebildet" und "angelernt". Der Ausgebildete verdient halt mehr und kann auch noch weit mehr als das, was er gerade tut.

Was möchtest du mir jetzt bitte erzählen das ich den Unterschied nicht kenne?
Sorry aber anscheinend bist du der festen Überzeugung das jeder der auch einen Gesellenbrief hat dann bei einer ZAF so eingestellt wird.
Was jedoch nun mal nicht so ist, man kann auch mit seinem Gesellenbrief rum wedeln und am Ende wird dennoch auf Helfer gepocht um Kosten einzusparen.
Normale Praxis, außer du redest jetzt von Akademikern oder welchen die ihr Abi noch mit vorweisen die dann auch dadurch Büro Berufe machen können.
Aber zu dem Satz: "Wie denn auch sei." :yawn:

Abwertende Art Arbeitslosen gegenüber? Ich? Nee, sicher nicht. Da interpretierst Du etwas in meine Zeilen, das da nicht steht. Davon abgesehen, dass es nicht "hinter den Zeilen lesen", sondern "zwischen den Zeilen lesen" heißt, bedeutet diese Redewendung nicht, dass man sich frei nach Belieben was dazu ausspinnen kann

Wie kommst Du überhaupt darauf?
Habe ich doch schon geschrieben, warum sollte man es nochmal beantworten? :roll:

Also geheime Quellen. Heißt, ich soll Dir, einer mir völlig unbekannten Person aus einem x-beliebigen Internetforum jetzt bedingungslos glauben, dass Du bessere und weitreichendere Informationen als ich aus Quellen hast, die Du selbst und die sich nicht preisgeben wollen.

Ja, dann überdenke ich meine Meinung wohl nochmal

Genau alle aus dem Internet und Bewertungsplattformen wie gut das du so bescheid weißt.
Und da du ja auch Unternehmer warst weißt du ja auch wie Mitbewerber gerne solche Plattformen auch mal nutzen.

Bei einigen Portalen mag es nicht so sein, wo es stimmt. Auch wenn du es nicht persönlich glauben würdest. (Aber liegt auch daran, wer keine persönliche schlechten Erfahrungen macht kann da gar nicht mitreden)
Nein, meine Quellen liegen überhaupt nicht aus dem Internet.
Greife da auch die Traditionelle Art zurück und das halt offline, Bürokräfte die für diese Buden arbeiten. Und da auch sehr viel mitbekommen.
Also denke das wirrst du verstehen. :mrgreen:


Das sind keine Märchen, sondern Realität. Aber auch wenn es Dir nicht passt: Diese Berufe werden von Zeitarbeitsfirmen eben genauso vermittelt, wie eben Fließbandarbeit und Flaschensortierer.

Und natürlich ist es so, dass in Berufen, wo ein niedriger Bildungsstand ausreicht, eben auch die Stellenbesetzung beliebiger wird. Das ist eben Marktwirtschaft. Kein Mensch bezahlt für ein gewöhliches Hühnerei 10 Euro, egal wie gut die Henne ist. Weil es eben Eier überall gibt. Und keiner zahlt der Putzfrau das gleiche Gehalt wie dem Institutsdirektor. Und warum? Weil der Institutsdirektor notfalls auch putzen könnte. Aber die Putzfrau kein Institut leiten könnte. So einfach ist das.

Der Vergleich hinkt nur da eine Putzfrau / Mann es wohl kaum nötig hat sich bei einer ZAF zu bewerben.
Da das Einkommen schon angehoben wurde. Und nun mal auch gewürdigt wird weil es auch arbeit ist. Oder wollen wir nun auch Putzfrauen verunglimpfen? Weil das denken immer in den Köpfen ist man wäre etwas besseres als alle anderen? :roll:

Aber egal. Wenn man die Arbeit von Zeitarbeitsfirmen bewerten will, muss man schon das Gesamtbild sehen.
Genau egal! Und das Gesamtbild ergibt sich für einen selbst wer nur schlechte Erfahrungen gemacht hat. :roll:

(und die Leute kenne ich alle persönlich, weil es mal Kollegen von mir waren) einen Berufseinstieg ermöglicht, den sie sonst so nicht gehabt hätten.
Klar gibt es das, aber wie gesagt der Bereich in dem man Arbeitet zählt und einige hast du selber ja erwähnt. Flaschensammler bleibt Flaschensammler wenn er nicht selbst etwas dafür tut.
Nur aus einem Teufelskreis herauszukommen unter Androhungen von Sanktionen wenn man sich weiterbilden will vom Jobcenter / Arbeitsamt her schieben dort automatisch einen Riegel vor.
Und bei den meisten Arbeitszeiten versuche dich dann mal in eine Abendschule anzumelden dies wird von Disponenten dann auch gerne mal blockiert.
Aber das sind für dich sicherlich auch Amen Märchen.
Genauso wie für mich in den meisten ZAFs ein Märchen waren wo man vorgegaukelt bekam weitergebildet zu werden durch deren Zentren.
 
NEIN, das umlagefinanzierte Rentensystem funzt auf dauer NICHT.
Das war schon bei der Einführung klar.( zumindest einigen ).
Das ist nicht richtig. Im Gegenteil sogar, das umlagefinanzierte Rentensystem ist das Einzige, dass auf Dauer funktionieren kann. Es ist sogar, um es mit Angela Merkel zu sagen, alternativlos.

Natürlich muss das System angepasst werden, doch das ist gar nicht so schwer:
1. Jeder muss einzahlen, egal ob Angestellt, Selbstständig oder Beamter.
2. Es gibt keine Beitragsbemessungsgrenze, wer Millionen verdient, zahlt auch davon einen Teil.
3. Die Auszahlungen werden mit einem Minimum versehen, dass höher liegt als Hartz IV, wenn man eine bestimmte Zeit eingezahlt hat, z.B. 5 Jahre. Das bekommt jeder. Das Geld, was übrig bleibt, wird nach einem Punktesystem verteilt, mit einer Höchstgrenze versehen.

Dann geht nur das raus, was reinkommt: immer!

Und dann funktioniert die Rente auch.
 
Natürlich muss das System angepasst werden, doch das ist gar nicht so schwer:
1. Jeder muss einzahlen, egal ob Angestellt, Selbstständig oder Beamter.
2. Es gibt keine Beitragsbemessungsgrenze, wer Millionen verdient, zahlt auch davon einen Teil.
3. Die Auszahlungen werden mit einem Minimum versehen, dass höher liegt als Hartz IV, wenn man eine bestimmte Zeit eingezahlt hat, z.B. 5 Jahre. Das bekommt jeder. Das Geld, was übrig bleibt, wird nach einem Punktesystem verteilt, mit einer Höchstgrenze versehen.
+ alle Einkommensarten werden für die Beitragsberechnung herangezogen

Das ist ein sehr guter Vorschlag, nur leider politisch nicht umsetzbar weil er Vorteile für die meisten Menschen bringt und nachteilig für die wenigen Prozent der Bevölkerung ist die die Politik in der Hand haben ;)
 
Und dann funktioniert die Rente auch.
Prinzipiell schon richtig und finde ich auch nicht schlecht. Das sich einige aus dem sozialen System ausklinken können, ist ein grundsätzliches Problem.
Aber wie willst du damit den demographischen Wandel abfangen? Es zahlt dann zwar jeder ein, aber es kommt nicht genug Geld an, um allen Rentner entsprechend Geld zu zahlen.

https://www.sentiso.de/informationen/30-demographischer-wandel-und-soziale-sicherheit zeigt da auch ne schöne Grafik.

anddie

P.S.: Wobei das Ganze nicht unbedingt zum Mindestlohn passt.
 
Sorry aber anscheinend bist du der festen Überzeugung das jeder der auch einen Gesellenbrief hat dann bei einer ZAF so eingestellt wird.
Du kannst Dich von einer Zeitarbeitsfirma sicherlich auch als Nutte anstellen lassen. Aber Du kannst es auch sein lassen.

Ich weiß immer gar nicht, warum immer alle nach staatlicher Regulierung plärren, nur weil sie selbst kein Rückgrat haben. Wer sich bei einer Zeitarbeitsbude unter Wert verkauft, braucht doch dann nicht klagen und winseln, dass er sich unter Wert verkauft hat. Was soll das denn? Wenn ich einen Gesellenbrief habe, will ich als Geselle arbeiten. Gibt es keine Gesellenstellen, lasse ich es bleiben oder ich arbeite als Helfer. Aber dann heule ich nicht, dass ich nur Helfer bin.

Habe ich doch schon geschrieben, warum sollte man es nochmal beantworten? :roll:
Ja, nee, lass. Ich will Dich ja auch nicht über die Maßen anstrengen. Will nur sagen: Ich rede nicht abfällig über Arbeitslose, auch nicht über Hartzis. Und ich möchte auch nicht, dass mir das unterstellt wird.

Genau alle aus dem Internet und Bewertungsplattformen wie gut das du so bescheid weißt.[...]
Lies mal bitte nochmal, was ich geschrieben habe und versuche es auch zu verstehen bitte.

Genauso wie für mich in den meisten ZAFs ein Märchen waren wo man vorgegaukelt bekam weitergebildet zu werden durch deren Zentren.
Ok, dann hast Du diese schlechten Erfahrungen so gemacht. Und möchtest Du dann trotzdem akzeptieren, dass es andere Leute gibt, die eher positive Erfahrungen gemacht haben und auch die eine oder andere Zeitarbeitsfirma weiterempfehlen oder bist Du jetzt das Maß aller Dinge?

Achso: Und was das JobCenter angeht - das ist ein ganz anderes Thema. Dass da auch viel Scheiße passiert, weiß ich. Dafür können aber die Zeitarbeitsbuden auch nix.
 
Du kannst Dich von einer Zeitarbeitsfirma sicherlich auch als Nutte anstellen lassen. Aber Du kannst es auch sein lassen.

Ich weiß immer gar nicht, warum immer alle nach staatlicher Regulierung plärren, nur weil sie selbst kein Rückgrat haben. Wer sich bei einer Zeitarbeitsbude unter Wert verkauft, braucht doch dann nicht klagen und winseln, dass er sich unter Wert verkauft hat. Was soll das denn? Wenn ich einen Gesellenbrief habe, will ich als Geselle arbeiten. Gibt es keine Gesellenstellen, lasse ich es bleiben oder ich arbeite als Helfer. Aber dann heule ich nicht, dass ich nur Helfer bin.

Erklärt auch warum du nicht viel über das JC sagen kannst, weil genau diese Praktiken von diesen erzwungen wird und in den Bewerbungen gefordert wird.
Und da sind folgende Unternehmer dabei die du schon erwähnt hattest die sehr Unseriös sind und dennoch die Stellenangebote ohne Rücksicht verschickt werden.
Was das soll könnte man immer wieder die Zuständigen Sachbearbeiter fragen wo ZAFs gerne von dem eigenen Wohnort am besten 500 Km weit weg sind und die Menschen dazu gedrängt werden sich zu prostituieren.
Wenn du das so willst, aber das zählt für andere dennoch nicht die auch normale Handwerkliche Berufe gelernt haben und diese dann als Helfer arbeiten sollen weil wie man schon weiß es günstiger ist.
Und dann das diese Bewerbungen zum Zwang sind ist Fakt, aber dafür braucht man keine Foren um das zu wissen da reicht es schon wenn man mal im Bekanntenkreis jemanden hat der diese Erfahrung machen durfte.

Ja, nee, lass. Ich will Dich ja auch nicht über die Maßen anstrengen. Will nur sagen: Ich rede nicht abfällig über Arbeitslose, auch nicht über Hartzis. Und ich möchte auch nicht, dass mir das unterstellt wird.

Na schön das du es klar gestellt hast, liest sich nur so. Aber nun gut! :LOL:

Lies mal bitte nochmal, was ich geschrieben habe und versuche es auch zu verstehen bitte.

Lassen wir das, habe es ja auch andersrum probiert dir zu sagen.

Ok, dann hast Du diese schlechten Erfahrungen so gemacht. Und möchtest Du dann trotzdem akzeptieren, dass es andere Leute gibt, die eher positive Erfahrungen gemacht haben und auch die eine oder andere Zeitarbeitsfirma weiterempfehlen oder bist Du jetzt das Maß aller Dinge?

Achso: Und was das JobCenter angeht - das ist ein ganz anderes Thema. Dass da auch viel Scheiße passiert, weiß ich. Dafür können aber die Zeitarbeitsbuden auch nix.

Hätte es besser formulieren sollen sorry.
Am Ende sollten sie aus meiner Sicht verboten werden, da diese Praktiken einfach unter aller Sau sind.
Und Stichpunkte gab es ja dazu, und schön reden wirrst du sie da leider auch nicht.

Bloß das die Jobcenter und ZAFs doch auch gerne gemeinsame Sachen machen, und auch jährlich gerne mal Zeitarbeitsbörsen veranstaltet werden.
Aber kannst du nicht wissen, soll daher auch kein Vorwurf sein.

Es sind Fakten mehr auch nicht, wenn du es schön reden möchtest ist es okay.
Und von einem guten Ruf wird man da aus langer Sicht darauf hin arbeiten wollen, man darf aber froh sein wenn es immer mehr Menschen gibt die es aufdecken und sich auch nicht Einschüchtern lassen.

Dieses Thema betrifft beide Schienen und man kann daher keine Agenturen auslassen wenn dort unter Zwang wie schon oben von mir beschrieben man gedrängt wird.

Oder man unter Androhung auch gerne mal woanders hin ziehen soll aus meinem Bekanntenkreis sollte jemand schon nach Chemnitz ziehen weil eine Leihbude dort einen befristeten Job hatte nur weil er in Sachsen geboren ist wurde gesagt seine Heimat wäre ja schön.
Und wohnte seit 20 Jahren in Bielefeld.

Wenn du mich als einzigen Fragst okay, aber wie du sagtest man solle das Gesamtbild sehen und die meisten werden wohl ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Man soll keine Schwarz Malerei betreiben, doch ist es so die Politik muss was tun.
Weil selbst werden sich solche Unternehmer nicht regulieren, diese Spielchen laufen seit Jahren so.
Und wie auch schon erwähnt mit den Vermittlungsscheinen.

Darf das sein, kann man von dem was gutes abgewinnen?
Meiner Meinung nach nicht, bin lange nicht mehr in dem System.
Man bekommt nichts geschenkt und muss den Arsch hoch kriegen da stimmt meiner seits dir auch zu.
Deswegen sollte man für seinen Beruflichen Weg kämpfen sonst bleibt man gefangen und kann versauern.
Nehme auch lieber nur noch 3 Jobs an als mit mit solchen Firmen beschäftigen zu müssen.
 
Aber wie willst du damit den demographischen Wandel abfangen? Es zahlt dann zwar jeder ein, aber es kommt nicht genug Geld an, um allen Rentner entsprechend Geld zu zahlen.
Das ist jetzt eine reine Vermutung: Wenn alle in unbegrenzter Höhe Beiträge zahlen müssten, dann käme immer genug an. Heute wird die Wirtschaftsleistung des Staates von deutlich weniger Menschen erwirtschaft als noch vor 20 Jahren, die verdienen dafür auch mehr. Durch die Beitragsbemessungsgrenze und die Ausnahmen für ganz viele gutverdienende Berufsgruppen werden aber genau diese Gelder aus der Beitragszahlung ausgenommen.

Natürlich muss man auch mal darüber nachdenken, ob einzelne Berufsgruppen nicht länger arbeiten können. Wenn man 2060 statt 80 Jahre plötzlich 100 Jahre alt wird im Schnitt, weil man gesundheitlich viel länger fit ist, wieso solltem na dann nicht auch länger arbeiten? Vielleicht nicht in einem körtperlich extrem anspruchsvollen Beruf, aber es gibt ja genug andere Beispiele.
 
Das ist jetzt eine reine Vermutung: Wenn alle in unbegrenzter Höhe Beiträge zahlen müssten, dann käme immer genug an. Heute wird die Wirtschaftsleistung des Staates von deutlich weniger Menschen erwirtschaft als noch vor 20 Jahren, die verdienen dafür auch mehr. Durch die Beitragsbemessungsgrenze und die Ausnahmen für ganz viele gutverdienende Berufsgruppen werden aber genau diese Gelder aus der Beitragszahlung ausgenommen.

Gegen diese Theorie spricht, dass aber auch die Ansprüche auf Rentenzahlung nur bis zu dieser Grenze berechnet werden. Wenn du die Beitragsbemessungsgrenze bei den Renten abschaffst, dann bekommen die Reichen (die laut Statistik länger leben) auch mehr Rente ausbezahlt. Ob sich das dann wirklich rechnet weiß ich nicht. Bei der Krankenkasse wäre es andersherum, da würde eine Abschaffung der Grenze wohl definitiv zu Mehreinnahmen führen (wenn man nicht austreten dürfte). Aber das wäre dann kein Beitrag mehr mit Gegenleistung sondern es wäre eine Steuer, da es keine Gegenleistung mehr für Vermögende gibt.

Natürlich muss man auch mal darüber nachdenken, ob einzelne Berufsgruppen nicht länger arbeiten können. Wenn man 2060 statt 80 Jahre plötzlich 100 Jahre alt wird im Schnitt, weil man gesundheitlich viel länger fit ist, wieso solltem na dann nicht auch länger arbeiten? Vielleicht nicht in einem körtperlich extrem anspruchsvollen Beruf, aber es gibt ja genug andere Beispiele.

Hmmm ob das bei geistig anspruchsvollen Tätigkeiten anders ist? Also mir graut es schon mit 50-Jährigen aus dem Büro zusammen zu arbeiten, weil diese häufig nicht mehr so belastbar sind und wesentlich langsamer arbeiten als jüngere Kollegen.
 
Wenn du die Beitragsbemessungsgrenze bei den Renten abschaffst, dann bekommen die Reichen (die laut Statistik länger leben) auch mehr Rente ausbezahlt.
Ist doch OK, solange das nicht linear passiert. Wenn jemand, der 500 Euro im Monat an Beiträgen gezahlt hat, später 1.500 Euro Rente bekommt und jemand, der 50.000 Beitrag gezahlt hat, dann 5.000 Euro Rente bekommt, dann ist das OK. Ausserdem ist eine Deckelung nach oben (wie z.B. in der Schweiz) gesetzlich umsetzbar.

Also mir graut es schon mit 50-Jährigen aus dem Büro zusammen zu arbeiten, weil diese häufig nicht mehr so belastbar sind und wesentlich langsamer arbeiten als jüngere Kollegen.
Das Problem kenne ich, würde es aber nicht verallgemeinern wollen. Mein Fliesenleger ist selbstständig und mittlerweile 71. Er macht seine Arbeit aber deutlich besser als alle anderen, die ich bisher kennengelernt habe.
 
Erklärt auch warum du nicht viel über das JC sagen kannst, weil genau diese Praktiken von diesen erzwungen wird und in den Bewerbungen gefordert wird. [...] Und dann das diese Bewerbungen zum Zwang sind ist Fakt, [...] Bloß das die Jobcenter und ZAFs doch auch gerne gemeinsame Sachen machen, und auch jährlich gerne mal Zeitarbeitsbörsen veranstaltet werden.
Aber das ist ein ganz anderes Thema. Das eine Thema ist "Zeitarbeitsfirma", das andere "JobCenter". Beide haben im Grunde überhaupt nichts miteinander zu tun.

Die Zeitarbeitsfirma erfüllt das Bedürfnis der Wirtschaft und Industrie nach temporären Arbeitskräften. Das sagt erstmal noch nichts über die Bezahlung der Arbeitskräfte aus. Das sagt erstmal nur aus, dass sie als "Zwischenhändler" die Leute fest anstellen und dann zu ihren Kunden schicken. Daran sehe ich erstmal absolut nichts verwerfliches. Im Gegenteil füllen sie eine Lücke und bieten darüber hinaus auch noch Möglichkeiten, die man in Festeinstellung gar nicht hätte.

Das andere Thema ist das JobCenter. Hier habe ich selbst schon erlebt, wie zum Teil mit den Leuten (und auch mit mir) umgegangen wird und wurde. Das hängt aber weniger vom JobCenter ab, als viel mehr vom jeweiligen Sachbearbeiter, denen man auch meiner Meinung nach viel zu viel Macht über Menschen einräumt. Aber über das JobCenter habe ich mich ja schon an anderer Stelle vollumfänglich ausgelassen.

Was kritisierst Du eigentlich tatsächlich? Die Zeitarbeitsfirma, die exakt das tut, was auch jeder Arbeitgeber und jeder von uns tun würde: Nur so viel zahlen wie sie müssen, um eine entsprechende Leistung in bestimmter Qualität zu bekommen? Oder das JobCenter, das auch zum Teil völlig ungeeignete Leute egal welcher Qualifikation in Stellen zwingt und so weder den Arbeitnehmer, noch den Arbeitgeber glücklich macht? Kaum noch eine Firma, die nach echten Fachkräften sucht, inseriert noch beim JobCenter. Weil sie nie die passenden Leute vermittelt bekommen, sondern nur Leute, die das JobCenter loswerden oder gängeln will. Damit ist aber niemandem geholfen. Das JobCenter gehört dringend reformiert werden, nicht die Zeitarbeitsbuden.

Aber da ich gut verstehen kann, dass man auf einen Job auch keine Lust hat, wenn man vom JobCenter dazu gezwungen wird und dann auch noch schlecht bezahlt wird, dann leistet man natürlich auch entsprechend schlechte Arbeit ab. Und eine Zeitarbeitsbude, die immer nur solche Zwangsarbeiter anschleppt, wird sicherlich irgendwann auch kaum noch Kunden haben.

Hmmm ob das bei geistig anspruchsvollen Tätigkeiten anders ist? Also mir graut es schon mit 50-Jährigen aus dem Büro zusammen zu arbeiten, weil diese häufig nicht mehr so belastbar sind und wesentlich langsamer arbeiten als jüngere Kollegen.
Also wenn ich immer so höre und lese, dass man Piloten mit 55 nicht mehr zumuten kann zu fliegen, aber der Maurer soll womöglich bis 70 die Rüstung rauf und runter eiern, dann frage ich mich sowieso, was meine Volksvertreter wohl so im Kopp haben. Muss ja überschaubar sein. Habe heute erst wieder Straßenbauern zugeschaut und mich gefragt, wie gesund es wohl ist, ein Leben lang diese Teerdämpfe einzuatmen. Hingegen wird man je nach geistiger Verfassung auch noch mit 95 Bundespräsident spielen können.

Was Marty sagt, ist schon völlig richtig. Es wurde auch schon mehrfach vorgerechnet, dass das Schweizer Modell auch bei uns funktionieren würde. Es müssten eben nur alle von jedem verdienten Euro etwas in eine Rentenkasse einzahlen. Ohne Ausnahme und ohne Schlupfloch für Hotelliere und andere. Alle anderen Modelle der kapitalgedeckten Altersvorsorge sind viel risikoreicher, was ja eigentlich jedem spätestens seit 2008 klar geworden sein sollte. Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ist einfach eine Sauerei, nichts anderes. Ein Versuch, Geld auf dem Rücken derer zu sparen, die sich bereits ihren Arsch für die Gesellschaft (Deutschlands, Europas und letztlich auch für die Politikerdiäten) wund gearbeitet haben und jetzt die Früchte ihres Berufslebens ernten und einen schönen Lebensabend verbringen wollen. Perverser geht es kaum.
 
Das ist nicht richtig. Im Gegenteil sogar, das umlagefinanzierte Rentensystem ist das Einzige, dass auf Dauer funktionieren kann. Es ist sogar, um es mit Angela Merkel zu sagen, alternativlos.

Natürlich muss das System angepasst werden, doch das ist gar nicht so schwer:
1. Jeder muss einzahlen, egal ob Angestellt, Selbstständig oder Beamter.
2. Es gibt keine Beitragsbemessungsgrenze, wer Millionen verdient, zahlt auch davon einen Teil.
3. Die Auszahlungen werden mit einem Minimum versehen, dass höher liegt als Hartz IV, wenn man eine bestimmte Zeit eingezahlt hat, z.B. 5 Jahre. Das bekommt jeder. Das Geld, was übrig bleibt, wird nach einem Punktesystem verteilt, mit einer Höchstgrenze versehen.

Dann geht nur das raus, was reinkommt: immer!

Und dann funktioniert die Rente auch.

Du irrst Dich.
Wie Du absolut richtig geschrieben hast, es MUSS (irgendwie) angepasst werden.
So wie es aktuell ist funktioniert das nicht mehr lange.

Deine 3 Punkte lesen sich gut, klappt so aber nicht.

1. Beamte und angestellte zu belasten wird noch klappen, bei den Selbstständigen wird es schon schwerer, die werden alles tun um die Belastung zu senken.

2. Wer Millionen verdient hat auch gute Steuerberater, am einfachsten ist für diese Menschen die Auswanderung ;) ( gibt ja schon einige die das gemacht haben )

3. sagen wir mal das die Menschen nach 5 Jahren als "Grundrente" ca. 750 Euro bekommen ( alg2 satz+Miete+anerkennung für-s arbeiten ) Renteneintrittsalter 67 und Lebenserwartung 77 Jahre.

Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, in den 5 Jahren müssten die Menschen 90.000 Euro an Beiträgen in die Rentenkasse zahlen.
Wohehr sollten die das Geld bei Lohndumping denn nehmen?

Wir können jammern wie wir wollen, es hilft alles nix, das einzige was hilft ist die Zahl der Rentner zu minimieren und dieses geht am einfachsten über die anhebung des renteneintrittalters.

Natürlich wäre es wünschenswert wenn es einen anderen Weg gäbe, nämlich den das von aktuellen Arbeitern mehr in die kasse kommt. Genau das soll der Mindestlohn ( der eh VIEL zu gering ist ) mitunter bezwecken.

Die umlagebasierte Rente ist aktuell und auch bei Deinem System nichts anderes als ein Schneeballsystem.
Dein System beseitigt das Problem nicht, es verschiebt es nur weiter nach hinten.
 
Wir können jammern wie wir wollen, es hilft alles nix, das einzige was hilft ist die Zahl der Rentner zu minimieren und dieses geht am einfachsten über die anhebung des renteneintrittalters.
Das ist doch aber eine Milchmädchenrechnung. Wir können das Renteneintrittsalter auch auf 70 oder 80 anheben, das löst doch aber das Problem nicht.

Es gibt Berufe, die kann man ausüben, bis man tot umfällt. Dazu gehören viele künstlerischen Berufe, wie Schauspieler, Maler, Schriftsteller und so weiter. Wenn man nicht weich in der Rübe wird, auch jeder Politiker-Posten. Ärzte arbeiten auch sehr lange, so lange sie nicht als Chirurg tätig sind und zittern wie Espenlaub. Taxi fahren kann man auch noch, erst neulich hat mich wieder ein 71-jähriger gefahren. Und es gibt noch viele andere.

Aber es gibt mindestens genauso viele, bei denen es nicht geht. Will man jetzt wirklich den 70-jährigen Putzer mit dem Mumpe-Eimer die Rüstung rauf und runter jagen den ganzen Tag? Für fast alle Bauberufe ist irgendwann spätestens um die 60 Schluss. Einige von denen machen dann noch ein paar Jahre Wachschutz, Pförtner oder irgendwas, um die Jahre bis zur Rente voll zu bekommen. Aber viele bleiben auch einfach arbeitslos. Die kosten dann nicht zu knapp Arbeitslosengeld über 3 Jahre. Dann Hartz IV oder gleich in Rente gehen und die Abschläge hinnehmen. Was der Staat nämlich immer vergisst (oder bewusst darauf baut) ist, dass man ab einem bestimmten Alter gar keine Arbeit mehr bekommt und/oder sie auch gar nicht mehr ausüben kann.

Im Augenblick kann sich also der Staat aussuchen, ob er das Geld als Rente zahlt oder als Arbeitslosengeld. Hebt er das Renteneintrittsalter noch weiter an, investiert er zusätzlich auch noch viel Geld in Umschulungsmaßnahmen. Hatte ich vielleicht schonmal erzählt, aber gern nochmal: Der Vater einer befreundeten Person war Maurer und musste aus gesundheitlichen Gründen aufhören und war schon 3 Jahre arbeitslos. Dann ist er zu Hartz IV gekommen und dann haben sie ihn mit 61 (!) Jahren zur Umschulung zum Fachinformatiker geschickt. Der wusste vorher nicht mal, wie man so eine Maus richtig hält. Was soll der Quatsch? Einen Job hat er nach 2 Jahren natürlich auch nicht bekommen, aber dafür hatte er 2 Jahre was zu tun...

Der Staat wird das Problem nicht lösen, indem er das Renteneintrittsalter schrittweise bis auf 100 anhebt und eine Nullrunde nach der anderen die Realrente senken lässt. Zumal das Ergebnis nur sein wird, dass mehr Rentner ergänzendes Hartz IV beantragen müssen. Aber er würde es lösen, wenn alle in die gleiche Kasse den gleichen Prozentsatz vom Einkommen einzahlen. Auch die Broker an der Börse, die Ärzte, Architekten, ... alle. In der Schweiz funktioniert es ja.
 
Das ist doch aber eine Milchmädchenrechnung. Wir können das Renteneintrittsalter auch auf 70 oder 80 anheben, das löst doch aber das Problem nicht.

Es gibt Berufe, die kann man ausüben, bis man tot umfällt.

Aber es gibt mindestens genauso viele, bei denen es nicht geht.

Im Augenblick kann sich also der Staat aussuchen, ob er das Geld als Rente zahlt oder als Arbeitslosengeld. Hebt er das Renteneintrittsalter noch weiter an, investiert er zusätzlich auch noch viel Geld in Umschulungsmaßnahmen.



Der Staat wird das Problem nicht lösen, indem er das Renteneintrittsalter schrittweise bis auf 100 anhebt und eine Nullrunde nach der anderen die Realrente senken lässt.

Richtig, das Problem wird nur dann gelößt wenn AUF DAUER mehr in die Kasse reinkommt als rausgeht.
Bei dumpinglöhnen kommt aber nicht viel rein, trotzdem müssen die Rentner bezahlt werden.

Das es Arbeiten gibt die man lange ausüben kann habe ich nie bestritten, auch das es arbeiten gibt die man nicht bis 80 ( oder älter ) ausüben kann.

und nun irrst Du, der Staat zahlt Rentnern kein Arbeitslosengeld ! Der bezahlt SOZIALHILFE !
Das sind komplett unterschiedliche Kassen !
Genau aus diesem grunde sind bis vor ein paar Jahren die Jobcenter hingegangen und haben Menschen ab 58 Jahren gesagt das die Rente beantragen sollten.
Die Jobcenter sind nämlich diese Kosten dann los.

Was die Umschulungsmaßnahmen betrifft, das handhabt jedes Jobcenter anders, das sind nämlich KEINE auflagen des bundes sondern eigenentscheidungen des Jobcenters.

Klar ist das Problem so zu lösen ( zumindenst auf dem Papier ), nix anderes macht der Staat doch die ganze Zeit ;)

Was das einzahlen aller in eine Kasse betrifft, das LÖßT das Problem NICHT, es wird nur verschoben.
Auch die Schweiz wird dieses problem irgendwann bekommen.
 
1. Beamte und angestellte zu belasten wird noch klappen, bei den Selbstständigen wird es schon schwerer, die werden alles tun um die Belastung zu senken.
Das machen die heute auch schon, wenn es um Steuern geht. Trotzdem zahlen sie Steuern. Man könnte einen Beitrag auch Umsatzbasiert erheben.

2. Wer Millionen verdient hat auch gute Steuerberater, am einfachsten ist für diese Menschen die Auswanderung
Steuern zahlt man heute auch schon in Deutschland, wenn man sein Geld in Deutschland verdient, da nützt der Wohnort im Ausland nichts.

Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, in den 5 Jahren müssten die Menschen 90.000 Euro an Beiträgen in die Rentenkasse zahlen.
Wohehr sollten die das Geld bei Lohndumping denn nehmen?
Bei denen, die Millionen verdienen und bisher keinen Cent beitragen. Alleine die Vorstände der 30 DAX-Unternehmen hatten fast 600 Mio. Euro Einkommen. Nimm davon nur mal 10% Rentenbeitrag und Du könntest 3.500 Rentnern dauerhaft 1.500 Euro Rente zahlen. Nur die Profis in der Bundesliga verdienen noch mal 600 Mio. Euro... Und die zahlen heute alle ..... den Höchstbeitrag von knapp 1.100 Euro (und davon die Hälfte der Arbeitgeber)

Die Gewinne der 30 Dax-Unternehmen lieber bei über 100 Mrd. Euro. Nimm darauf mal 5% Rentenbeitrag und Du hättest schon wieder 280.000 Rentner dauerhaft mit 1.500 Euro Rente versorgt. Nimm mal die Beamten, streiche die Pensionen für die Zukunft und überführe die in die Rentenkasse...

Wir können jammern wie wir wollen, es hilft alles nix, das einzige was hilft ist die Zahl der Rentner zu minimieren und dieses geht am einfachsten über die anhebung des renteneintrittalters.
Völlig richtig. Und da bin ich auch für. Wenn demnächst die Menschen nicht mehr nur 70 Jahre alt werden, sondern 100 Jahre, dann muss sich daran etwas ändern. Heute ist ein 65-jähriger leistungsfähiger als vor 50 Jahren, alleine weil er deutlich weniger arbeitet.

Natürlich wäre es wünschenswert wenn es einen anderen Weg gäbe, nämlich den das von aktuellen Arbeitern mehr in die kasse kommt.
Eben nicht, weil derzeit NUR die einzahlen, die wenig verdienen. Sollte es Bestverdienende geben, die auch einzahlen müssen, dann sind deren Beiträge nett nach oben begrenzt, mehr als 1.100 Euro zahlt niemand, egal wieviel er verdient.

Die umlagebasierte Rente ist aktuell und auch bei Deinem System nichts anderes als ein Schneeballsystem.
Das ist nicht richtig. Das wäre nur so, wenn jeder am Ende mehr rausbekommt, als er einbezahlt. Und in einem solidarischen System ist das eben nicht so, da gibt es welche, die müssen mehr einzahlen, als sie später rausbekommen.
 
Man könnte einen Beitrag auch Umsatzbasiert erheben.

Steuern zahlt man heute auch schon in Deutschland, wenn man sein Geld in Deutschland verdient, da nützt der Wohnort im Ausland nichts.

....Nimm davon nur mal 10% Rentenbeitrag und Du könntest 3.500 Rentnern dauerhaft 1.500 Euro Rente zahlen.

und Du hättest schon wieder 280.000 Rentner dauerhaft mit 1.500 Euro Rente versorgt. Nimm mal die Beamten, streiche die Pensionen für die Zukunft und überführe die in die Rentenkasse...



Sollte es Bestverdienende geben, die auch einzahlen müssen, dann sind deren Beiträge nett nach oben begrenzt, mehr als 1.100 Euro zahlt niemand, egal wieviel er verdient.

Das ist nicht richtig. Das wäre nur so, wenn jeder am Ende mehr rausbekommt, als er einbezahlt. Und in einem solidarischen System ist das eben nicht so, da gibt es welche, die müssen mehr einzahlen, als sie später rausbekommen.

Sehr gute Idee, da bin ich voll dafür.

Nö, selbst wenn Gewinne in D-Land gemacht werden heist das NICHT das auch in D-Land Steuern bezahlt werden.
Da gabs doch letztens was schönes im fernsehen, Gewinn mehrere Milliarden, steuern bezahlt KEINE 2000 Euro.

na klasse, 283.500 Rentner sind dann versorgt, die frage bleibt was für die anderen MILLIONEN Rentnern bleibt.

Und die Besserverdienenden werden sich dann überlegen wie sie die Steuern senken können, bei abwanderung sogar auf 0,00 Euro.

AHA, die Besserverdienenden sollen also mehr bezahlen und am Ende das gleiche rausbekommen der ein Leben lang wesendlich weniger eingezahlt hat, ich finde das das keine Lößung ist.

Um mehr in die Kasse zu bekommen wäre es schon hilfreich wenn es keinerlei möglichkeit des Lohndumpings gäbe.
Das entlastet die Sozialkassen sofort und führt dazu das auch was in die Rentenkasse kommt.
Gerade was die Sozialkassen betrifft, da sind schon etliche Zahlungsaufforderungen zu den Arbeitgebern wegen unterwanderung des Mindestlohnes unterwegs.
Ich bin mal gespannt wann die ersten Urteile Rechtskräftig sind und wie diese aussehen werden.
 
und nun irrst Du, der Staat zahlt Rentnern kein Arbeitslosengeld ! Der bezahlt SOZIALHILFE !
Das ist ja richtig. Die Kasse, aus der gezahlt wird, ändert sich. Da aber alle Kassen letztlich von Steuergeld oder sonstigen Abgaben auf den Lohn befüllt werden, ist und bleibt es eine Milchmädchenrechnung, die nicht funktionieren kann.

Was die Umschulungsmaßnahmen betrifft, das handhabt jedes Jobcenter anders, das sind nämlich KEINE auflagen des bundes sondern eigenentscheidungen des Jobcenters.
Ja, aber mal abgesehen von dem Namen der Kasse, aus dem das bezahlt wird, ist es auch Steuergeld. Und das JobCenter freut sich - jemand, der in Umschulung ist, ist nicht arbeitslos. Zumindest nicht in der Statistik. Infolgedessen wird da Geld rein gepumpt, was oft total verschenkt ist.

Was das einzahlen aller in eine Kasse betrifft, das LÖßT das Problem NICHT, es wird nur verschoben.
Auch die Schweiz wird dieses problem irgendwann bekommen.
Klar, rein rechnerisch kann es nicht funktionieren, wenn ein Staat zu 80% aus Rentnern, 10% aus Arbeitslosen und Kindern und nur 10% Arbeitnehmern besteht. Aber wenn es so weit ist, hat ein Land ganz andere Probleme als die Rente. Bis dahin hat sich das umlagefinanzierte Rentensystem zumindest besser bewährt, als das kapitalgedeckte. Vielleicht gibt es irgendwann ein noch besseres Modell. Bis dahin ist das aber das beste, das wir haben.
 
na klasse, 283.500 Rentner sind dann versorgt, die frage bleibt was für die anderen MILLIONEN Rentnern bleibt.
Damit wären 283.500 Rentner versorgt, die bisher von anderen Arbeitnehmern versorgt wurden. Es wäre also mehr für alle da.

Und die Besserverdienenden werden sich dann überlegen wie sie die Steuern senken können, bei abwanderung sogar auf 0,00 Euro.
Genau, mein Architekt plant dann mein Haus von den Cayman-Islands. Und mein Hausarzt sitzt nicht mehr in Wuppertal, sondern in Australien. Und die leitenden Angestellten der grossen deutschen Unternehmen.... Als wenn man seinen Arbeitsplatz mal eben so weltweit verschieben könnte, um Steuern zu sparen.

AHA, die Besserverdienenden sollen also mehr bezahlen und am Ende das gleiche rausbekommen der ein Leben lang wesendlich weniger eingezahlt hat, ich finde das das keine Lößung ist.
Nicht? Ist aber in einem Solidarsystem so. Ich zahle auch viel mehr in die gesetzliche Krankenkasse ein als andere, bekomme ich dafür bessere Leistungen? Bekommt jemand, der mehr Steuern zahlt auch eine eigene Spur auf der Autobahn?

Das entlastet die Sozialkassen sofort und führt dazu das auch was in die Rentenkasse kommt.
Sicher, und auch dafür, dass mehr wieder ausgezahlt werden muss.
Gerade was die Sozialkassen betrifft, da sind schon etliche Zahlungsaufforderungen zu den Arbeitgebern wegen unterwanderung des Mindestlohnes unterwegs.
Und wenn die jetzt alle den Mindestlohn kriegen, entlastet das die Rentenkasse gar nicht, die Leute kriegen ja, wenn sie mehr verdienen, auch mehr Rente.