News Kasten Bier soll 20 Euro kosten

Bei mir verfehlt Werbung auch ihren Zweck. Meist langweilt oder ärgert sie mich, bestenfall amüsiert sie mich (die sprechenden Toyota-Affen z. B.) oder sie ist eine Gelegenheit, während des Films aufs Klo zugehen, ohne viel vom Film zu verpassen.

Mich regt aber die Kombination von sportivem Auto fahren und alkoholhaltigem Getränk auf. Das ist eine verhängnisvolle Assoziation. Die Formel-1-Fahrer dürfen im Siegesfalle ja Schampus verspritzen, aber auch selber trinken. Aber doch erst NACH dem Rennen! Die Krombacher-Werbung kommt schon vorher, und währendessen und hinterher gleich noch mal :evil:
 
Bei mir verfehlt Werbung auch ihren Zweck. Meist langweilt oder ärgert sie mich, bestenfall amüsiert sie mich (die sprechenden Toyota-Affen z. B.) oder sie ist eine Gelegenheit, während des Films aufs Klo zugehen, ohne viel vom Film zu verpassen.

Das glaubst du... und viele andere auch.
Die werbenden Unternehmen sind da anderer Meinung und können den Erfolg ihrer Werbemaßnahmen zum Teil an Umsatzzahlen messen.

Durch die (gut gemachte) Werbung kennt nahezu jeder zumindest den Hersteller und das Produkt...
wenn die Werbung auch noch eine "Message" vermittelt, verändert sich über längere Zeit auch das Image des Unternehmens.

Werbung wirkt... (manchmal mehr, manchmal weniger).
 
Habs mal nach hierhin gepackt, weils im Renothread irgendwie den Sinn verfehlt:

Also Kampagnen gibt es, Erfolg aber nicht.

Nur das man mit nen paar Kampagnen noch lange nicht Aufgeklärt ist. Da gehört schon nen bischen mehr zu, als nen paar Zettel zu verteilen. Die in den meisten Fällen nicht gelesen und / oder weggeworfen werden.

Glaub mir, ich weiß wie ne Disco, nach so ner Aktion (Flyer verteilen), im Hellen aussieht. Da liegt das meiste auf dem Boden oder ist triefend nass vor Alk. Wenn man feiern (bzw. sich betrinken) will, lesen die wenigsten sich nen Zettel zum Thema Alkoholkonsum durch.

Das muss schon gewirkt haben, bevor die auf die Idee kommen sich zu betrinken. Danach wissens viele selbst (was die aber auch nicht davon abhält)
 
Die glaubst gar nicht, wieviele Menschen unter Alkoholeinfluss enorm aggressiv werden.
Die sind schon vorher aggressiv, können oder wollen es dann aber nicht mehr unterdrücken.

Die Diskussion driftet jetzt immer mehr in Richtung Alkohol-Prohibition ab. Das gab es schon mal und man weiß inzwischen, dass davon nur das organisierte Verbrechen profitiert. Prohibition bedeutet Verbrechen, gegen die die paar Schlägereien harmlos sind.
 
Die sind schon vorher aggressiv, können oder wollen es dann aber nicht mehr unterdrücken.

Läuft für mich, so gut wie, aufs gleiche raus. Vorher hatten sie es noch unter Kontrolle, danach nicht mehr.

Die Diskussion driftet jetzt immer mehr in Richtung Alkohol-Prohibition ab. Das gab es schon mal und man weiß inzwischen, dass davon nur das organisierte Verbrechen profitiert. Prohibition bedeutet Verbrechen, gegen die die paar Schlägereien harmlos sind.

Für mich steht nen Verbot nicht zur Diskussion.

Aber ne bessere Wahrnehmung was Alkohol anrichten kann (nicht muss) und das Menschen, die dann auch wissen was mit ihnen passiert, wenn sie was trinken, nicht mehr den "gesellschaftlichen Druck" verspüren müssen etwas zu trinken, nur weils die anderen auch machen. Oder zumindest dann nicht mehr dauernd sagen: Ist doch nur nen bischen Alk.

Viele sehen bei Alkohol merkwürdigerweise nicht ein, dass es ihnen mehr schadet als das sie ihn "genießen" können. Und solange solch eine Meinung weiterhin vorherrscht, wird man auch immer diverse Probleme mit Alkoholkonsum haben.

Und davon mal ab, nicht jeder Alkoholkonsument ist nen Komasäufer oder prügelt sich dauernd. Es gibt genügend Menschen die wissen wo ihre Grenzen liegen und sich auch mit Alkohol benehmen können.
 
Viele sehen bei Alkohol merkwürdigerweise nicht ein, dass es ihnen mehr schadet als das sie ihn "genießen" können.
Woher willst du das wissen?

Nur das man mit nen paar Kampagnen noch lange nicht Aufgeklärt ist. Da gehört schon nen bischen mehr zu, als nen paar Zettel zu verteilen. Die in den meisten Fällen nicht gelesen und / oder weggeworfen werden.[...]

wie gesagt, hier gab es so manches Poster an Bushaltestellen (bspw.) gegen Alkohol. Also nicht nur sinnlose Flyer. Wie dem auch sei:

Jugendliche sind rebellisch. Sie wollen rebellisch sein. Sie wollen sich nicht von solchen Kampagnen beeinflussen lassen (Wie Drachenjenny und LordRoscommon). Vorallem wenn sie etwas an ihrem Verhalten ändern müssten.
ergo: Solche Kampagnen sind zum Scheitern verdammt.

Aber in der früheren Kindheit kann man es auch nicht einsetzen. Da kommt nämlich noch was:
Als Grundschüler sagte ich mir auch "houh, Alkohol macht dumm? Werde ich nie trinken."
Aber dann Revolution im Kopf (Pubertät genannt) und chabow.
 
Zuletzt bearbeitet:
Drachenjenny, Marty, darf ich fragen, was Euch so sicher macht, daß die Taten, die Ihr "alkoholbedingt" nennt, ohne Alkoholeinfluß NIE passiert wären?
Ich glaube, mein Verwandter hätte das Auto vor dem Kind zum Stillstand gebracht, wenn ernüchtern gewesen wäre. Zumindest stand im Polizeibericht, dass nach Zeugen ausreichend Zeit zum reagieren gewesen wäre, was eben mit 1,5 Promille nicht geklappt hat.

Auch glaube ich, dass die vielen Fälle häuslicher Gewalt bei uns nicht stattgefunden hätten, wenn der Täter keinen Alkohol getrunken hat. Er war nämlich nüchtern ein völlig anderer Mensch und konnte sich mit Worten ausdrücken und nicht mit Taten. Zumindest kann ich mich an keine Vergewaltigung und Körperverletzung erinnern, bei der er nüchtern war. Die geschahen alle nur im Vollrausch.

Und ich persönlich hätte mich vermutlich auch anders gewehrt als mit Gewalt, wenn ich nicht immer nur besoffen in Streitigkeiten geraten wäre. Nüchtern habe ich noch nie einen Menschen geschlagen, und das sicher nicht nur deshalb, weil ich das erfolgreich unterdrücken konnte. Es kam gar nicht zu diesen Situationen.

Das tragischste an dieser Diskussion ist, dass sich daran Leute beteiligen, die das Niveau dieses Forums normalerweise hoch halten... :-?
Ich danke (ernsthaft) für die Erinnerung und halte mich, lernfähig, ab jetzt raus.

Marty
 
Woher willst du das wissen?

In dem ich die Leute beobachtet habe, die jedes Wochenende aufs Neue in die Disco kamen und sich "abgeschossen" haben.

Ich kenne auch Menschen, die durch Alkohol ihre Familie zerstört haben und immer noch fröhlich weiter trinken, weil sie nicht mal annähernd auf die Idee kommen, dass es am Alkohol gelegen haben könnte.

Marty hatte da auch noch nen paar gute Beispiele was Alkohol mit Menschen machen kann und sie trotzdem noch trinken, obwohl sie wissen was sie unter Alkoholeinfluss angerichtet haben.
 

hmm okay, dann hab ich deinen Post falsch verstanden.
Dachte, du meinst alle

Kenn ich auch. Die wundern sich dann tatsächlich, daß man sich nicht mehr bei ihnen meldet. :roll:
man könnte ja auch versuchen, ihnen zu helfen.

Und ich persönlich hätte mich vermutlich auch anders gewehrt als mit Gewalt, wenn ich nicht immer nur besoffen in Streitigkeiten geraten wäre. Nüchtern habe ich noch nie einen Menschen geschlagen, und das sicher nicht nur deshalb, weil ich das erfolgreich unterdrücken konnte. Es kam gar nicht zu diesen Situationen.

Da hast du einen Grund, dir den Alkohol abzusprechen. Wie ich es mitbekommen habe, trinkst du gar nicht mehr. Finde ich stark.

Aber mir (allgemein allen) den Alkohol komplett abzusprechen, weil du und andere sich falsch verhalten haben, find ich unpassend.
Ich habe noch nie unter Alkoholeinfluss jemanden geschlagen. Ich hatte noch nichtmal einen Streit. Die negativen Folgen trug immer nur ich, in Form eines Katers. (okay, wenn man das düngen der Gartenpflanze eines Kumpels an seinem 18. als negative Folge ansieht, stimmt das nicht ganz. Aber niemals etwas schlimmeres.)
 
Zuletzt bearbeitet:
man könnte ja auch versuchen, ihnen zu helfen.

Einem Alkoholiker, der es nicht selbst einsieht, dass er Probleme mit dem Alkohol hat (ob nun gewalttätig oder nicht) kann man NICHT helfen.
So wie jedem anderen auch, der Probleme hat, aber nicht einsieht, dass er das Problem ist, sondern es immer auf andere schiebt.
 
Einem Alkoholiker, der es nicht selbst einsieht, dass er Probleme mit dem Alkohol hat (ob nun gewalttätig oder nicht) kann man NICHT helfen.
So wie jedem anderen auch, der Probleme hat, aber nicht einsieht, dass er das Problem ist, sondern es immer auf andere schiebt.

[Offtopic]Prinzipiell richtig. Jemand, der Alkoholabhängig ist, muss seine Probleme erkennen und aus eigenem Antrieb versuchen, Hilfe zu bekommen.
Jedoch ist trotzdem meist "Einfluss" von Außen durch andere Personen notwendig. Denn wenn nie jemand etwas sagt, den Betroffenden mit den Problemen konfrontiert, wird er sich seine Sucht (und die Probleme) nie selbst eingestehen.[/Offtopic]
 
Einem Alkoholiker, der es nicht selbst einsieht, dass er Probleme mit dem Alkohol hat (ob nun gewalttätig oder nicht) kann man NICHT helfen.
So wie jedem anderen auch, der Probleme hat, aber nicht einsieht, dass er das Problem ist, sondern es immer auf andere schiebt.

wage ich zu bezweifeln.
Natürlich muss er das einsehen, aber den Weg zu dieser Einsicht kann er nicht nur alleine bestreiten.
 
Und ich persönlich hätte mich vermutlich auch anders gewehrt als mit Gewalt, wenn ich nicht immer nur besoffen in Streitigkeiten geraten wäre. Nüchtern habe ich noch nie einen Menschen geschlagen, und das sicher nicht nur deshalb, weil ich das erfolgreich unterdrücken konnte. Es kam gar nicht zu diesen Situationen.
Kenne ich auch - es gibt immer ein paar Idioten, die meinen vermeintlich Besoffene anpöbeln zu müssen - tun sie aber auch bei Nüchternen, wenn sie wie leichte Opfer aussehen.
Hat jetzt aber nicht direkt was Alkohol zu tun.
 
wage ich zu bezweifeln.
Natürlich muss er das einsehen, aber den Weg zu dieser Einsicht kann er nicht nur alleine bestreiten.
Wenn einem reihenweise alle Familienmitglieder wegrennen, weil er die ganze Zeit säuft und sie vorher sich schon abends nicht mehr zu ihm gesellt haben, weil er die ganze Zeit säuft, wenn die Kinder ihm sagen, er soll die Pisse gefälligst selbst wegwischen, die er jeden abend meilenweit neben dem Klo ablässt und er soll gefälligst nicht immer die Couch mit Zigaretten ankokeln, die im im besoffenen Zustand beim Einpennen aus dem Mund fallen, ich denke dann wird er sich wohl zusammenreimen können, daß er ein Säufer ist.

Und dann soll ich ihn noch zu den anonymen Alkoholikern schleppen oder wie? :roll:
 
wage ich zu bezweifeln.

Kannst du gerne tun, jedoch werden dir das selbst Therapeuten oder andere sagen, die sich mit dieser Materie auskennen.

Natürlich muss er das einsehen, aber den Weg zu dieser Einsicht kann er nicht nur alleine bestreiten.

Wenn ich dir jetzt versuche über Tage, Monate und Jahre einzureden, dass du ein Problem mit Alkohol hast, glaubst du wirklich, ich könnte dir helfen, wenn du selbst mit mir diskutierst (siehe deinen obigen Beitrag), dass, solange du der Meinung bist anderen nichts anzutun, du trinken kannst soviel und wann du willst?

Helfen ist immer schön daher gesagt, in der Materie drin stecken eine völlig andere. Manchmal muss man leider jemanden ganz tief fallen lassen, damit er selbst nach Hilfe brüllt. Dann, dann wäre ich auch da gewesen, dann hätte ich auch geholfen, aber solange das nicht passiert, kannst du reden wie mit einem Buch, das Buch wird auch nicht zu einer Zeitung.
Und manchmal erkennen es die Betroffenen niemals. Da kann man nichts tun. Sie haben alles verloren. Job, Führerschein, Kind, Wohnung, Frau, Familie, Freunde. Alles ist weg und doch stehen sie da und sind der Meinung, man hätte sie niemals zu würdigen gewußt.
Also geht man in die Kneipe und klagt sein Leid bei einem Bier und Korn den anderen Trinkern, die einem natürlich Recht geben. :roll:
 
Manchmal muss man leider jemanden ganz tief fallen lassen, damit er selbst nach Hilfe brüllt.
Das ist genau meine Erfahrung zu diesem Thema.

Und manchmal erkennen es die Betroffenen niemals. Da kann man nichts tun. Sie haben alles verloren. Job, Führerschein, Kind, Wohnung, Frau, Familie, Freunde. Alles ist weg und doch stehen sie da und sind der Meinung, man hätte sie niemals zu würdigen gewußt.
Vor allem sind alle Schuld, nur nicht der Alkohol, der hat doch gerade geholfen, wenn es einem schlecht ging.

Marty
 
wage ich zu bezweifeln.
Natürlich muss er das einsehen, aber den Weg zu dieser Einsicht kann er nicht nur alleine bestreiten.
Du kannst ihm sagen, daß Du meinst, er habe ein Problem. Darüber kann er nachdenken, aber er muß nicht. Und wenn er es nicht tut, oder anderer Meinung ist als Du, dann kannst Du ihm nicht helfen, weil er sich nicht helfen LASSEN will. Du schleifst ne alte Oma auch nicht über die Straße, wenn die sich nicht rübertraut, sondern fragst, ob Du ihr helfen kannst. Wenn sie nicht rüber will, will sie nicht rüber.
ich denke dann wird er sich wohl zusammenreimen können, daß er ein Säufer ist.
Nicht zwangsläufig. Wie jede Sucht verändert auch Alkoholsucht die Sicht des Süchtigen auf sich selbst. Im Laufe einer Therapie kommen viele zu der Erkenntnis, daß sie ihr Problem viel eher hätten erkennen müssen, wenn ihr Blick auf sich selbst nicht durch die Sucht getrübt gewesen wäre. Der Süchtige muß an den Punkt kommen, wo ihm ein Licht aufgeht. Wie spät es dann schon ist, ist unterschiedlich.
Und dann soll ich ihn noch zu den anonymen Alkoholikern schleppen oder wie? :roll:
Wenn er um Hilfe bittet, ja! Wenn er nicht will, nutzt es natürlich gar nix.
 
Fakt ist doch, früher haben wir die besofenen Kumpels nach Hause gebracht, heute wird der Krankenwaagen angerufen und weitergefeiert.

Effekt: Es gibt statistisch mehr Komasäufer. Ob dies aber real auch so ist, steht in den Sternen.
Die Menschen sind einfach faul geworden!
 
Wenn ich dir jetzt versuche über Tage, Monate und Jahre einzureden, dass du ein Problem mit Alkohol hast, glaubst du wirklich, ich könnte dir helfen, wenn du selbst mit mir diskutierst (siehe deinen obigen Beitrag), dass, solange du der Meinung bist anderen nichts anzutun, du trinken kannst soviel und wann du willst?

Es ging mir darum, dass es kein Argument von außerhalb (kein allgemeines Argument) gegen Alkohol gibt, wenn niemand durch den Konsum zu schaden kommt außer der Konsumierende selbst.

Würdest du sagen, ich habe ein Alkoholproblem, weil ich 1-2 mal die Woche (fast nur am Wochenende) mit Freunden bei irgendwem zu Hause, an der frischen Luft, in der Disco oder in sonstigen Bars mehr als nur ein Bier trinke?

Weißt du, ich finde 10 Bier an einem Abend in der Woche nicht so schlimm wie jeden Abend ein Bier vor dem Fernseher (also 7 Bier/Woche). Ich erlebe nämlich den Großteil meiner Zeit nüchtern, und daran wird sich nie was ändern. Ist für mich das Richtige.

Alleine trinken. Aus Gewohnheit trinken. Bei der Arbeit trinken. Das ist ein Alkoholproblem (in meinen Augen)