News Kasten Bier soll 20 Euro kosten

Würdest du sagen, ich habe ein Alkoholproblem, weil ich 1-2 mal die Woche (fast nur am Wochenende) mit Freunden bei irgendwem zu Hause, an der frischen Luft, in der Disco oder in sonstigen Bars mehr als nur ein Bier trinke?
Kommt drauf an, wieviele Wochen du auch mal ohne aushälst.
 
Johpick, ist es Deine Gewohnheit, am Wochenende zu trinken? Geht es am Wochenende nicht ohne trinken?
 
Nö, ich komm auch bestens ohne Alkohol aus.
Ich hab bspw. in den Ferien 3 Wochen am Stück nichts getrunken (2 Wochen Praktikum, 3 Tage Vorlauf, 4 Tage Nachlauf)

Und es gibt auch normale Wochenenden, an denen ich nicht trinke (das 1-2 mal bezieht sich auf den Durchschnitt)

Es gibt einfach nen Unterschied zwischen "Nicht verzichten wollen" und "Nicht verzichten können". Kann ich euch nicht sagen, aber ich versichere euch (wie auch jeder Süchtige ;D ) - Prohibition wäre für mich weder körperliches noch psychisches Problem (wohl aber politisches Problem)
 
Würdest du sagen, ich habe ein Alkoholproblem, weil ich 1-2 mal die Woche (fast nur am Wochenende) mit Freunden bei irgendwem zu Hause, an der frischen Luft, in der Disco oder in sonstigen Bars mehr als nur ein Bier trinke?
würde locker reichen um Alkoholiker zu sein, ob Du damit dann auch ein Problem hast ist eine andere Geschichte

Weißt du, ich finde 10 Bier an einem Abend in der Woche nicht so schlimm wie jeden Abend ein Bier vor dem Fernseher (also 7 Bier/Woche). Ich erlebe nämlich den Großteil meiner Zeit nüchtern, und daran wird sich nie was ändern. Ist für mich das Richtige.
der mit dem einen Bier erlebt auch den Großteil seiner Zeit nüchtern, wahrscheinlich sogar quasi immer weil er das eine Bier kaum merken wird,

mit 10 Bier einmal pro Woche dürftest Du Dich aber regelmäßig abschiessen was mir persönlich mehr Sorgen machen würde, gehen ja auch jedes mal Gehirnzellen bei drauf und Gewohnheit ist es dann allemal


Alleine trinken. Aus Gewohnheit trinken. Bei der Arbeit trinken. Das ist ein Alkoholproblem (in meinen Augen)
einmal pro Woche ist auch Gewohnheit, Gesellschaft haben macht Alkohol trinken nicht unproblematischer und wenn man es nichtmehr "ohne" über die Arbeitszeit schafft dann ist das Problem wirklich schon fortgeschritten
 
den Großteil meiner Ausnüchterung erlebe ich ja gar nicht (da schlafend.)

regelmäßig abschiessen? nee
also, ich bin mal ganz offen:
Ich habe einen Filmriss. Das war Frustsaufen, hätte nicht sein müssen und stellt wirklich ein Problem dar. Aber es ist einer, ich habe eine Grenze überschritten, die ich nicht überschreiten wollte. Und ich will sie noch viel weniger ein zweites mal überschreiten.
Ich habe drei weitere Male gekotzt - immer nur zu Hause, und immer in den Eimer oder das Klo.

Klar schadet das meinem Körper und meinem Gehirn (merkt man ja.). Aber den Spaß, den ich an diesen und allen anderen Abenden unter Alkoholeinfluss aber ohne Kotzen hatte würde ich deswegen nicht aufgeben.


"Warum trinke ich?"
Wie bereits gesagt, hat man unter Alkoholeinfluss einen anderen Spaß. Man macht einfach was anderes.
Ich lebe in einem 40.000 Seelen-Dorf. Wir haben keinen Bahnhof, aber einen Hafen. An diesem Hafen befinden sich viele ungenutzte Stege und eine wunderschöne Grünfläche.
Dort ist immer was los, ein Jugendtreff eben.
Aber nüchtern und ohne die richtigen Leute dabei wäre das unertragbar. Dennoch macht mir ein Abend dort sehr viel Spaß.
Geburtstage. Vorallem 18.. Dort trinken 90%. Ich habe bis jetzt einen heftigen Trinkergeburtstag nahezu nüchtern mitgemacht - und es war stinkend langweilig. Was nicht am Geburtstag, sondern am mangelnden Alkohol in meinem Blutkreislauf lag.

Ein nüchterner Videoabend, Kinotag oder Bowlingnacht mit Freunden macht mir ebenfalls viel Spaß. Aber, wie auch schon gesagt, Abwechslung ist das halbe Leben.

Gesellschaft haben macht Alkohol trinken nicht unproblematischer
Nicht für den Körper. Aber ich finde es... vertretbarer. Was ändert Alkohol an einem Abend, den man allein verbringt? Man bekommt weniger mit.
Aber wenn man Gesellschaft hat, auch unbekanntere ("Mit dem bin ich zwar im Jahrgang, aber eigentlich kenn ich den gar nicht"), redet man mehr, über andere Sachen, es ist halt die berühmte Hemmungsschwelle.

Ich sehe, für mich, keinen Grund, alleine zu trinken.
 
Ich habe bis jetzt einen heftigen Trinkergeburtstag nahezu nüchtern mitgemacht - und es war stinkend langweilig. Was nicht am Geburtstag, sondern am mangelnden Alkohol in meinem Blutkreislauf lag.
Ja, du hast definitiv ein Problem. Wer nur Spaß hat, wenn er Alkohol im Blut hat, der kann einem ja schon fast leid tun.
 
Aber ich finde es... vertretbarer. Was ändert Alkohol an einem Abend, den man allein verbringt? Man bekommt weniger mit.
Aber wenn man Gesellschaft hat, auch unbekanntere ("Mit dem bin ich zwar im Jahrgang, aber eigentlich kenn ich den gar nicht"), redet man mehr, über andere Sachen, es ist halt die berühmte Hemmungsschwelle.

das Argument kommt bei den Diskussionen immer, ist aber das was ich am wenigsten verstehe...

alles was ich anderen Personen erzählen möchte, erzähle ich Ihnen auch nüchtern, wenn ich etwas nicht erzählen möchte und der Alkohol treibt mich dazu dann kann das am Ende nur blöd oder peinlich werden

bei manchen Leuten ist das sowas von peinlich, wenn sie nüchtern die Klappe nicht aufbekommen aber betrunken dann auf einmal der Stecher/Partylöwe schlechthin sind
 
Ja, du hast definitiv ein Problem. Wer nur Spaß hat, wenn er Alkohol im Blut hat, der kann einem ja schon fast leid tun.

danke, dass du so genau liest, was ich schreibe. Ich wüsste echt nicht, was ich sonst machen würde.

ich (Verteidiger des Trinkens und Jugendlicher[!]) wollte nur mal anmerken, dass ich, wenn man alle Abende unter Freunden zählt, ungefähr an jedem zweiten Alkohol trinke und an diesen auch viel Spaß habe. (also das heißt, dass da dann keiner trinkt - wenn, dann alle oder fast alle)

Ein nüchterner Videoabend, Kinotag oder Bowlingnacht mit Freunden macht mir ebenfalls viel Spaß. Aber, wie auch schon gesagt, Abwechslung ist das halbe Leben.



Die Frage ist, Loshai, ob man sich nüchtern so verhält, wie man es will.
 
geht ja nicht nur um das Verhalten des Einen, sondern der ganzen Gruppe, und bei öffentlichen Veranstaltungen aller Besucher. (Also das Verhalten der individuellen Leute in der Gruppe ist ja anders, und Abwechslung ist gut.)

Viel Spaß beim Therapieren
 
Es ging mir darum, dass es kein Argument von außerhalb (kein allgemeines Argument) gegen Alkohol gibt, wenn niemand durch den Konsum zu schaden kommt außer der Konsumierende selbst.

Den "Schaden" könnte man jetzt sehen wie man möchte. Einerseits natürlich die aggressive Seite, wo ein anderer verprügelt wird. Das ist ein Schaden der offensichtlich ist.
Aber der Schaden wenn du deine Familie vernachlässigst, es wichtiger ist, zu trinken, anstatt mit deinem Kind zu spielen oder mal was mit deiner Frau zu machen. Da ist der Schaden nicht "sichtbar", aber auf lange Sicht tut das mit Sicherheit auch sehr weh.

Würdest du sagen, ich habe ein Alkoholproblem, weil ich 1-2 mal die Woche (fast nur am Wochenende) mit Freunden bei irgendwem zu Hause, an der frischen Luft, in der Disco oder in sonstigen Bars mehr als nur ein Bier trinke?

Ich kenne dich zu wenig, um mir anmaßen zu können, ob du ein Problem hast. Ich weiß nicht, wie du mit Alkohol im Blut bist. Bei vielen - auch wenn sie nicht gleich schlagen - sind aggressive Verhaltensweisen sichtbar oder machen sich bemerkbar.
Es gibt viele kleine subtile Unterscheidungen. Ich müsste dich persönlich mal erleben um dir sagen zu können: Junge, da läuft vielleicht was in die verkehrte Richtung.

Weißt du, ich finde 10 Bier an einem Abend in der Woche nicht so schlimm wie jeden Abend ein Bier vor dem Fernseher (also 7 Bier/Woche). Ich erlebe nämlich den Großteil meiner Zeit nüchtern, und daran wird sich nie was ändern. Ist für mich das Richtige.

Für mich ist beides gleich schlimm.
Wahrscheinlich meinen Erfahrungen geschuldet, denn ich kenne beide Fälle und noch jede Menge andere. Aber ein Mensch, der der Meinung ist, ohne Alkohol nicht leben zu wollen, ist für mich gefährdet. Egal wieviel er nun in der Woche trinkt oder nicht.
Und das bei Partys, Geburtstagen, Events oder Kirmes und was es alles noch gibt, immer getrunken werden muss um Spaß zu haben, erschließt sich mir ehrlich gesagt wirklich nicht.
Denn leider wird die Einstellung manchmal mit übernommen, auch wenn eine Familie da ist. Und eine Geburtstagsfeier, wo nach dem Kaffee die Flasche auf dem Tisch muss zwecks Fröhlichkeit, spätestens da kommt mir die Galle hoch, wenn ein 2jähriges Kind oder Kinder im Allgemeinen mit anwesend sind.
 
Aber ein Mensch, der der Meinung ist, ohne Alkohol nicht leben zu wollen, ist für mich gefährdet. Egal wieviel er nun in der Woche trinkt oder nicht.
signed.
So ist der Mensch programmiert.
Das, was ihm Freude macht, will er wieder erleben.
Ob Drogen (Alkohol, Nasentropfen, Heroin, Koffein), S*x, Internet, Sport oder Cola.
Dieses Wiedererleben-wollen ist der Grundstein einer jeden psychischen Sucht.



Denn leider wird die Einstellung manchmal mit übernommen, auch wenn eine Familie da ist. Und eine Geburtstagsfeier, wo nach dem Kaffee die Flasche auf dem Tisch muss zwecks Fröhlichkeit, spätestens da kommt mir die Galle hoch, wenn ein 2jähriges Kind oder Kinder im Allgemeinen mit anwesend sind.
Find ich auch zum kotzen. Bei Familientreffen abends um 23 Uhr, wenn die Kinder schlafen, den Wein rauszuholen, ist gerade noch im Rahmen. Aber wer in Anwesenheit eines 2-jährigen Kindes säuft (und mit dem Kind vielleicht noch was machen muss - spielen, füttern, ins bett bringen) ist einfach nur ekelig.


Auffällig ist, dass hier immer wieder Familiäre Probleme genannt werden. Als 17-jähriger ohne wirkliche Erfahrung in dem Punkt (viele familiären Probleme, aber nicht aufgrund von Alkohol) denke ich einfach nicht daran, wenn das Wort Alkohol fällt.
Schlägereien, Autounfälle, S*x, Spaß, sterbende Gehirnzellen, Kater [Wassermangel] und final: Suchtgefahr. Das assoziiere ich aus dem Stand, wenn ich das Wort Alkohol höre. (Auch wenn mir die ersten beiden nur durch Politik, Schulerziehung, Fahrerziehung und Medien eingeprügelt wurden.)

Wie kommt'n das? Ist doch beschissen, dass da Lebensprobleme nicht auftauchen. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht nur bei mir, sondern einem Großteil der Jugendlichen ist, weil die wenigsten persönliche Erfahrung haben. (zumindest in meiner ländlichen Gegend, wo ich immer wieder drauf hinweisen muss)

Mangelnde Aufklärung? In den Anti-Sauf-Kampagnen sieht man immer nur irgendwelche schlecht gestellten Fotos von kotzenden Jugendlichen mit V+ Cola in der Hand. Alternativ gibt es auch echte Fotos von Autos, die um Bäume gewickelt sind.
Aber von solchen Problemen ist da nie die "Rede".
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber von solchen Problemen ist da nie die "Rede".

Ich gehe mal davon aus, weil sich diese Aufklärungkampagnen in erster Linie an Jugendliche richten. Was soll man denen denn bitte erzählen über Ehen, Kinder und dergleichen?
Da hören sie doch erst recht nicht zu.

Diese Probleme bei Erwachsenen kommen unter anderem durch den ungezügelten und naiven Umgang mit Alkohol wenn man ein Teenie ist. Bei vielen "verwächst" sich das ja, nicht jeder trinkende Jugendliche wird dann ein "Alkoholiker" mit Problemen. Man wird ja älter und reifer und denkt dann auch mehr darüber nach, weil man Frau kennen lernt, Kinder kommen usw.
Nur manchmal, manchmal passiert das eben nicht.

Ich persönlich komme aus einer Familie, wo Alkohol normal war. Normal in dem Sinne, dass man eben gerne und viel getrunken hat. Mein Ex und seine Familie genauso. Nur ich war naiv, ich hab das Gefährliche und die Auswirkungen damals nicht gesehen. Ich selbst hab nie getrunken. Ich war immer das "schwarze" Schaf in der Familie. :LOL: Abgesehen von einem Glas Sekt zu Silvester oder ähnliche seltene Gelegenheiten.
Das Alkohol ein Problem darstellt, stellte ich erst im Laufe der Jahre fest. Die Trinkgewohnheiten wurden eben einfach nicht geändert von meinem Ex. Auch nicht, als eben Familie (Kind) da war. Weder von meinem Ex, noch von seiner Familie, mitunter später dann auch nicht mehr von meiner Familie. Ich war die Einzige, die motzte. Kannst dir ja vorstellen, wie das ist, wenn immer einer den "Spielverderber" spielt. :biggrin: Die Familienfeten habe ich regelmäßig gesprengt.

Tja und so kommen eben die Probleme zustande. Wenn da Welten aufeinanderprallen, geht das nicht lange gut. Und wenn andere felsenfest der Meinung sind, man kann ja wohl mal zum Feierabend sein Bierchen trinken oder wenn man "mal" die Familie besucht oder zu Geburtstagen bei Freunden oder ein Kollege hat selbst ein Kind bekommen oder ein Erfolg muss gefeiert werden oder ein Spieleabend ist sonst nicht lustig genug oder oder oder ....
Die Gründe, warum Alkohol im Spiel sein muss, werden dann dermaßen viel, dass man jeden Tag einen Grund hat, warum man feiert.
Nicht trinken muss, sondern feiern. So wird das genannt. 8)
Irgendwann war es dann ein Montag, denn der erste Arbeitstag war stressig, Dienstag hatte ein Kollege Geburtstag, Mittwoch war Frustsaufen angesagt, denn man hatte schlechte Laune, Donnerstag gabe es dann das Kind irgendwo bei irgendwem und Freitag kam die Urlaubslage von dem hundersten Kollegen (wo nur 30 in der Firma beschäftigt waren), Samstag war dann Treffen (Saufgelage) mit Freunden oder was weiß ich und Sonntag war dann der Abschluß einer stressigen Arbeitswoche.
Und was dann am folgenden Montag der Grund war, darfste dir gerne ausdenken, es ist garantiert richtig. Mitunter gepaart von dem Grund "Frau nörgelt wieder rum", da musste man zur Entspannung in die Kneipe nebenan, sich bei anderen über die Frau beklagen.:ugly:

So wie du einen Grund hast: du gehst ja auch am Wochenende weg, weil Wochenende ist, du Spaß haben willst, deine Freunde triffst und es eben lustig ist. Dafür gehst du ja auch in der Woche schön zur Schule oder arbeiten oder sonstiges anständiges. Da hast du dir es ja auch wirklich verdient (Achtung Ironie).
Ja ein guter Grund, einer von vielen "Ausreden" bzw. Sich-selbst-belügen, meiner bescheidenen Meinung nach. ;)
 
Dafür gehst du ja auch in der Woche schön zur Schule oder arbeiten oder sonstiges anständiges. Da hast du dir es ja auch wirklich verdient (Achtung Ironie).
Ja ein guter Grund, einer von vielen "Ausreden" bzw. Sich-selbst-belügen, meiner bescheidenen Meinung nach. ;)

Ich geh zur Schule (seit Gestern 13. Klasse) - aber bei meiner Arbeitsmoral außerhalb der Schule kann man es beim besten Willen nicht anständig nennen.

Ich bin nicht jemand, der sich selbst belohnt oder sonstiges. Die Gründe "Woche geschafft" oder "Verdammte Geschichtsklausur gepackt" würden mir nicht im Traum einfallen.
'Ich brauch keinen Grund' klingt noch mehr nach Alkoholiker.. ähm.. ich sag mal, bei mir spielen sogenannte Gründe (die, wie du richtig sagst, sich die Leute selbst vorheucheln) eigentlich keine Rolle.
Außer Geburtstage, aber das ist Grund zum Feiern und nicht Grund zum Trinken. Das Trinken kommt dann beim Feiern halt dazu.

Genug von mir.



Du hast mit deiner wahrlich nicht berauschenden Geschichte einen weiteren Punkt geschildert, der mir nicht in den Sinn kommen würde, wenn ihn mir nicht jemand reinsetzt.
Es war bei dir ja nun nicht (nur) das Problem, dass sich jemand durch Alkohol anders verhält.
Es war das Problem, dass jemand Alkohol getrunken hat.
Weiß nicht :think: stimmt das? Oder dass jemand selbstzerstörerisch gehandelt hat? Dass jemand dich und seine (eure? nicht ganz mitbekommen) Familie vernachlässigt hat? Dass jemand sich selbst derart belogen hat?
Vermutlich letzteres (oder alles).. auch ein guter Grund, und bei täglichem Trinken sicherlich heftig.

Aber wenn ich mir selbst sage >Spaß<, bzw. ein >anderer Spaß als sonst< sei der Grund - was ich ja tue! - was wäre dann der wahre, nicht selbstbelügerische, Grund? (Deiner Ansicht nach)

Ich gehe mal davon aus, weil sich diese Aufklärungkampagnen in erster Linie an Jugendliche richten. Was soll man denen denn bitte erzählen über Ehen, Kinder und dergleichen?
Da hören sie doch erst recht nicht zu.
jo, zielen sind im Grunde nur auf Jugendliche, und das sicher zurecht.
Aber ich denke, dass du und auch die Kampagnenverantwortlichen die Jugendlichen unterschätzen.

Das Argument 'Ihr zerstört euch eure Zukunft.' ist, denke ich, das allerstärkste.
Und es wird auch verwendet - aber mit Bild von einer 14-Jährigen am rumkotzen, was das Argument völlig entkräftigt, zumal Kater und in selteneren Fällen die Magenentleerung (wie bereits zugegeben auch von mir) in Kauf genommen werden.

Und es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Schulnoten ja ach so sehr unter Alkohol leiden. Der völlig falsche Weg, zumal Jugendliche dieses Argument, dessen Wahrheitsgehalt dahingestellt sei, definitiv nicht wahrhaben wollen.

Die potentielle Sucht ist an sich auch nichts zum Abschrecken, da Jugendliche sich, wie ihr ja alle wisst, gnadenlos überschätzen.

Ein Spot, der effektiv die Probleme eines überwiegend normal lebenden Menschen mit Alkoholproblem zeigt, hätte nach meiner Einschätzung - relativ gesehen! - eine bombastische Wirkung. Und das nicht nur bei Leuten, die das erste mal selbst arbeiten, sondern auch bei 13-14-Jährigen.


Hauptsache ist, dass die Jugendlichen wenn überhaupt durch Aufklärung vom saufen abgehalten werden, und nicht durch striktere Umsetzung und Verschärfung der Regeln (worum es in diesem Thread ja eigentlich nicht ging).
Aber es passt einigermaßen rein:
Ein Jugendlicher, der trinken will, trinkt.
Und wenn ihm das Bier zu teuer wird, steigt er auf Vodka-Energy um. (Was sowieso von den meisten bevorzugt wird)
 
Ein Spot, der effektiv die Probleme eines überwiegend normal lebenden Menschen mit Alkoholproblem zeigt, hätte nach meiner Einschätzung - relativ gesehen! - eine bombastische Wirkung. Und das nicht nur bei Leuten, die das erste mal selbst arbeiten, sondern auch bei 13-14-Jährigen.

Wenn das eine so abschreckende Wirkung hätte, dann würden viele Kinder von Alkoholikern nicht trinken. Ich kenne keine Statistik, aber nach meiner Erfahrung tun es die Jugendlichen trotzdem: sie trinken und meistens zuviel.

Aber nimm doch mal die Realität so wie sie ist. Aufklärung passiert rund um dich rum. z.B. hier unsere Diskussion. Nun das Klammforum ist mitunter ein netter Spaß, aber wenn du mal genauer hinsiehst, merkst du an ernsten Themen wie diesem hier, das man von der Lebenserfahrung eines anderen eine Menge lernen kann. Alkoholiker wird man nicht von heute auf morgen und der Mißbrauch von Alkohol kann sehr schleichend anfangen. Da muss man sich nicht erst ins Koma saufen.

Und wenn du jetzt als jungscher Spund bei der nächsten Trinkgelegenheit meine oder andere Geschichten hier aus diesem Thread im Kopf hast und dir der Gedanke durch den Kopf geht: hey warum trinke ich eigentlich und wieviel eigentlich wirklich und du dich wirklich damit auseinandersetzt, dann ist doch schon mal ein Fortschritt im ordnunggemäßen Umgang mit Alkohol eingetroffen.

Aber mal jetzt dich als Beispiel, mich würde interessieren, wie deine Eltern dazu stehen. Immerhin bist du erst 17, wenn ich das richtig herausgefunden habe und bist am Wochenende betrunken? Sehen sie dich nicht? Was sagen sie dazu?


Die Verteuerung hab ich schon angesprochen. Wird nichts bringen. Sehe ich genauso.
 
Aber mal jetzt dich als Beispiel, mich würde interessieren, wie deine Eltern dazu stehen. Immerhin bist du erst 17, wenn ich das richtig herausgefunden habe und bist am Wochenende betrunken? Sehen sie dich nicht? Was sagen sie dazu?

"bist am wochenende betrunken" klingt bisschen hart.. aber egal

also sehen tun die mich im Grunde nicht betrunken. Ich verschwinde halt am Abend (zwischen 19 und 22 Uhr) und komme irgendwann Nachts nach Hause.
Dabei erzähle ich meinen Eltern immer, was ich vorhabe, und ich sage Bescheid, wenn ich wieder zu hause bin (während meine Eltern natürlich schlafen)


mein Vater, der sagen wir alle 2-3 Wochen irgendwo auf ner Feier verschwindet, hat kein Problem damit. Hat er auch gemacht.


meine Mutter, die fast nie überhaupt was trinkt, lässt mich zwar, aber ihr gefällt das nicht so richtig. Deswegen habe ich es bisher vermieden, bei ihr zu Hause (meine Eltern leben getrennt) Alkohol zu konsumieren.
Aber ich kann euch da ne kleine Geschichte erzählen:
Neulich war ne Kursfete bei mir. 18 Leute, 3 Nichttrinker, 2 Fahrer. Für Alkohol war bestens gesorgt. Nach dem Grillen haben wir mit Trinkspielen angefangen, wo sich jeder ne Mische (bspw. aus Vodka und Energy oder Cola und Korn) in einen etwas größeren Becher gießt, und es um "Schlücke" geht.
Naja, wie dem auch sei, einer hat dann gemeint, die Mische eines anderen sei so "pussymäßig", und er solle sich mal mehr Alkohol reintun. Zwei andere, ich darunter, haben das abgewimmelt mit den Worten "Jeder trinkt hier was er will, wir zwingen keinen. Also kann auch jeder so hart trinken wie er will und aussteigen wann er möchte."

Das hat meine Mutter mitbekommen und daraus geschlossen, wie verantwortungsvoll ihr halbstarker Sohn doch mit Alkohol umgeht. Nun ist sie etwas... mehr einverstanden.



Achja: Ich habe und werde nie verschweigen, dass ich getrunken hab oder es beabsichtige. Heimlich mach ich also gar nichts.
 
Das hat meine Mutter mitbekommen und daraus geschlossen, wie verantwortungsvoll ihr halbstarker Sohn doch mit Alkohol umgeht.

Wie überaus verantwortungsvoll :D.

Ich weiß, ich steh mit meiner Meinung ziemlich alleine, aber Trinkspiele sind absolut gestört.
Wer trinken will (ob Alkohol oder nicht) sollte das nur aus Genuss oder Durst, nicht weil er bei irgendeinem Spiel gewinnt oder verliert. Für mich zeigt das nur wieder, dass der Alkohol eigentlich verabscheut wird. Es wird alles gemacht um das runter kriegen zu verspaßen, damit es nicht ganz so widerlich ist.

Für alle, die Trinkspiele spielen geht es doch nur um die berauschende Wirkung des Alkohols.

MfG
DeadMansHorror

P.S.: Dein toller Umgang mit Alkohol lässt sich auch schon daran sehen, dass du dich mit der Selbstverständlichkeit brüstest niemanden unwissend betrunken zu machen (die Mischung zu verstärken). Wer sowas macht gehört in den Knast, nichts anderes! Wäre derjenige mit der Idee des "aufwerten" der Mischung auf meiner Party gewesen wäre er just in dem Moment geflogen (und ja, auch bei mir wird gut getrunken - wenn ich selber auch nicht/kaum trinke (wem schmeckt das ekelige Gesöff bitte? :D)).
 
Für alle, die Trinkspiele spielen geht es doch nur um die berauschende Wirkung des Alkohols.

Das ist für mich, und auch alle anderen Jugendlichen, der einzige Grund, zu trinken.. Wenn mir ein Getränk schmecken soll trink ich Cola oder Orangensaft.


Und das Ziel der berauschenden Wirkung geht mit dem Spaß beim Trinkspiel einher.
 
Ihr trinkt also, um den Rausch zu haben, und der Weg dahin ist "spaßig"? Und Du meinst, Du hast kein Alkohol-Problem?

Klingt wie: "Probleme mit Alkohol? Nö, Probleme hab ich nur OHNE Alkohol."