News Kasten Bier soll 20 Euro kosten

komm, darkkurt, der Bengel ist doch nicht als Alkoholiker geboren! Der HATTE doch mal Verstand.
 
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Wozu braucht man denn Alkohol zum Spaß haben? Wir haben doch früher auch gefeiert und uns dabei nicht abgeschossen.

Feierst du nicht mehr? :roll:

Hm, also es ist doch so... Wenn es dunkel wird und die Menschen sich mit Alkohol vollaufen lassen, dann ist die Stimmung anders/besser... Es gäbe ohne Alkohol viele Veranstaltungen einfach gar nicht, weil der Mensch die Nähe fremder Menschen eigentlich gar nicht sucht... Ohne Alkohol wäre mein Leben weniger abwechslungsreich gewesen... Es hat eben auch seine Vorteile nicht alles immer 100prozentig rational zu überdenken...

Ich gebe zu, dass ich ohne etwas zu trinken relativ wenig weggehe... Es ist zwar ein schönes soziales Experiment seine Umgebung zu beobachten, die mit fortschreitenden Abend immer mehr versifft, aber irgendwie auch langweilig... Wie gut, dass ich nicht weit in die Innenstadt habe, da kann ich zu Fuß unterwegs sein...

Ich sehe kein Problem darin in Gesellschaft und zum Spaß mit anderen zu trinken... Feiern ohne Trinken?! => Langweilig... Das kann ich auch noch machen, wenn ich über 30/40 bin... Mal ehrlich: Wie viele super (und peinliche :ugly:) Geschichten und Erlebnisse gäbe es nicht, wenn jeder immer vernünftig wäre?! Ich sage nur Festivals, Bierbongs und ähnliche Dinge... Muss man mitgemacht haben... :LOL:
 
Wenn der Bengel diese Bilder in 10 Jahren sieht, und sich dann immer noch cool findet

Die fand er schon am nächsten Tag nicht mehr cool, glaub mir :LOL:

Ich gebe zu, dass ich ohne etwas zu trinken relativ wenig weggehe...

ich (Verteidiger des Trinkens und Jugendlicher[!]) wollte nur mal anmerken, dass ich, wenn man alle Abende unter Freunden zählt, ungefähr an jedem zweiten Alkohol trinke und an diesen auch viel Spaß habe. (also das heißt, dass da dann keiner trinkt - wenn, dann alle oder fast alle)

Aber es ist ein anderer Spaß. Ein bei weitem anderer. Und Abwechslung ist das halbe Leben.
 
Meiner wurde nachgerüstet. Zum Glück gab es, als ich in dem Alter war, noch keine billigen Kamerahandys.

Das ist eher das Problem. Durch das Web2.0 wird das hochgepusht. Jeder "Depp" hat ne Kamera, einen Youtube-, Facebook- oder Twitteraccount und solche Geschichten landen im Netz, schneller als man das Bierglas wieder absetzen kann.

2-3 Generationen vor mir wurde auch getrunken und gefeiert und die Feste waren auch ordentlich mit Alkohol - stand nur nachher nicht im Internet und keiner nutze das um sich zu profilieren in Form von "wir müssen nun etwas verbieten um Wähler zu erhalten".

Alkohol ist eine gute Sache. Abgesehen von der Desinfektion ist ein Gläschen Rotwein zur Pizza eine sehr leckere (und in diversen Artikeln auch eine gesunde) Sache.
Ein schönes kühles Bier nach getaner Gartenarbeit ist auch nicht zu verachten, oder einen tollen Long Island Ice Tea beim DVD Abend.

Wie viel jeder trinken will, ist Privatsache - "wir (Alkohlbefürworter)" verbieten Euch doch auch keine zuckerhaltigen Getränke, nur weil wir der Meinung sind, ihr könnt Euch auch von Wasser und ungesüßtem Tee ernähren. Da melden sich dann nämlich die Zahnärzte, die Verfärbungen von Tee sind gigantisch und Kaffee will ich gar nicht erwähnen ... ;)
 
Das ist eher das Problem. Durch das Web2.0 wird das hochgepusht. Jeder "Depp" hat ne Kamera, einen Youtube, Facebook oder Twitteraccount und solche Geschichten landen im Netz, schneller als man das Bierglas wieder absetzen kann.
Das ist tatsächlich so. Viele andere Dinge rücken genauso in den Vordergrund durch diese neue Medien.

Das ist aber ja nur eine Erklärung für den Hype. Das übermässiger Alkoholkonsum trotzdem nicht sinnvoll ist, sollte man trotzdem anmerken und auch dahingehend einwirken, dass gerade Jugendliche ihre Grenzen beachten.

Ich trinke auch gerne ab und zu mal ein Bier oder zum Essen ein Glas Wein. Ich war aber bestimmt schon 15 Jahre nicht mehr "dicht". Ich habe gelernt, dass übermässiger Alkoholkonsum eben nicht nur den Trinker selber gefährdet, sondern auch andere. Und spätestens da muss man eine Grenze ziehen.

Wer sich selber ersäufen will, sich selber totrauchen, sich selber totspritzen, der soll das dürfen und kann das auch. Aber es sollte da aufhören, wo es andere schädigt.

Und da reicht es z.B. nicht, zu sagen "Saufen und Fahren" ist doch verboten, mehr kann man nicht tun. Es muss mehr getan werden, wenn es trotzdem Opfer von fahrenden Säufern gibt.

Ich war sowohl Opfer von Taten, die ohne Alkohol nie passiert wären und ich war Täter bei Taten, die ich ohne Alkohol nie begangen hätte. Und ich bin der Meinung, man muss da viel mehr tun, um das gerade Jugendlichen klar zu machen.

Marty
 
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Ich war sowohl Opfer von Taten, die ohne Alkohol nie passiert wären und ich war Täter bei Taten, die ich ohne Alkohol nie begangen hätte. Und ich bin der Meinung, man muss da viel mehr tun, um das gerade Jugendlichen klar zu machen.

Und das wäre nicht passiert, wenn das Bier statt 11 Euro die Kiste 20 Euro gekostet hätte? Wohl kaum. Wir machen Messer auch nicht teurer, weil damit jemand umgebracht werden kann. Das Problem sitzt doch im Kopf der Leute, die ihr Verhalten nicht steuern können, das lässt sich nicht über das Geld regeln.

Driften wir kurz ab zu anderen Drogen. Die sind in der Regel teurer als ein Bier, trotzdem werden sie konsumiert und das obwohl sie verboten sind. Wie wäre da deine Verfahrensweise? Den Dealern einen teureren Preis diktieren? ;)
 
Alkoholmissbrauch wird durch neue Medien nun mal besser dokumentiert. Ob das für den einzelnen jetzt vorteilhaft ist, kann ruhig in zweifel gezogen werden, aber allein die Tatsache, das dadurch klar ist, wie leicht Minderjährige an "harten Stoff" kommen, sollte zu denken geben. Ich für meinen Teil konnte mit 14 noch keinen Wodka im Supermarkt oder an der Tanke erwerben.

Und meine erste (und einzige) Alkoholvergiftung hab ich mir bei einer Privatparty geholt, bei der kein erwachsener Anwesend und der Barschrank (fahrlässig, laut späterer Aussage des Hausherrn) nicht abgeschlossen war.

Ich habe tatsächlich den Eindruck, dass es eine unglaubliche Gleichgültigkeit gibt, was den Verkauf von Alkoholika betrifft - zumindest von Händlerseite aus!

Natürlich ist das Problem nciht erst in den letzten Jahren entstanden, aber dank der YouTube-Dokus (endlich) in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Ohne diese Videos wäre die Einstellung "Das gehört zum Erwachsenwerden/Feiern/Spaß haben einfach dazu" noch viel ausgeprägter.

An solchen Aussagen sieht man im Übrigen ganz deutlich, wie weit nicht nur Alkoholgenuss, sondern übermäßiger Konsum bzw. Missbrauch gesellschaftlich Anerkannt ist.

Ich als Vater zweier Kinder bin absolut nicht der Meinung, dass ein Besäufniss zum erwachsenwerden dazu gehört. Das gilt im übrigen auch für meine eigene Entwicklung. Wenn mich jemand fragt. auf welche Erfahrung ich am ehesten Verzichten möchte, dann sind es die direkten Folgen meines Alkohol-Absturzes.

Und das wäre nicht passiert, wenn das Bier statt 11 Euro die Kiste 20 Euro gekostet hätte? Wohl kaum.
Aber was spricht dagegen, Stuern wirklich da zu erheben, wo sie entstehen?

Driften wir kurz ab zu anderen Drogen. Die sind in der Regel teurer als ein Bier, trotzdem werden sie konsumiert und das obwohl sie verboten sind. Wie wäre da deine Verfahrensweise? Den Dealern einen teureren Preis diktieren? ;)
Andere Voraussetzung, da vollständig illegalisiert.
 
Das übermässiger Alkoholkonsum trotzdem nicht sinnvoll ist, sollte man trotzdem anmerken und auch dahingehend einwirken, dass gerade Jugendliche ihre Grenzen beachten.
Seine Grenzen lernt man aber nicht durch viel gutes Zureden kennen. Die Erfahrung hat wohl jeder mal gemacht ...

Irgendwann trinkt man halt mal zuviel - und dann weiß man im Normalfall, wo genug ist. Und ich rede nicht von bewusstem Komasaufen, sondern einfach von ganz normalem Feiern.

Und da reicht es z.B. nicht, zu sagen "Saufen und Fahren" ist doch verboten, mehr kann man nicht tun. Es muss mehr getan werden, wenn es trotzdem Opfer von fahrenden Säufern gibt.
Und warum setzt du dann bei Jugendlichen an, wenn es dir um Fahren unter Alkoholeinfluss geht?
Die wenigsten Jugendlichen werden sich betrunken in ein Auto setzen, weil sie gar nicht fahren dürfen. Und die Generation ü18 darf sowieso trinken, was sie will.

Ich war sowohl Opfer von Taten, die ohne Alkohol nie passiert wären und ich war Täter bei Taten, die ich ohne Alkohol nie begangen hätte.
Ja, ich habe dank Alkoholeinfluss auch einige Narben, die ich ohne wahrscheinlich nicht hätte. Ohne Fahrräder hätte ich allerdings auch weniger Verletzungen gehabt.

Verbieten wir deshalb Fahrräder, weil es auch Fahrradfahrer gibt, die Fußgänger (wie in diesem Fall mich) einfach umfahren? Es kommt immer auf die persönlichen Voraussetzungen des einzelnen an ;).
 
Wenn mich jemand fragt. auf welche Erfahrung ich am ehesten Verzichten möchte, dann sind es die direkten Folgen meines Alkohol-Absturzes.

Also zunächst mal gibt es nicht 'Alkoholvergiftung' bei starkem Alkoholkonsum, denn die Vergiftung ist schon dann eingetreten, wenn der erste Tropfen im Blut ist. Es gibt keine Grenze, weswegen 'Alkoholvergiftung' eigentlich auch keine Diagnose ist, sondern eine Feststellung, auf die jeder Laie kommt.

Wie dem auch sei, es kann doch nicht darum gehen, den Jugendlichen vor nem heftigen Kater zu bewahren.
(Oder ging es ums Krankenhaus? Wie gesagt, in 95% der Fälle unnütz.. Besoffene bringt man am besten nach hause, legt sie in ihr Bett, gibt ihnen nen Eimer und wenn man noch halbwegs bei Verstand ist, kann man ihnen auch ein Handtuch unter den Kopf legen)
 
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Ich habe tatsächlich den Eindruck, dass es eine unglaubliche Gleichgültigkeit gibt, was den Verkauf von Alkoholika betrifft - zumindest von Händlerseite aus!

Ich als Vater zweier Kinder bin absolut nicht der Meinung, dass ein Besäufniss zum erwachsenwerden dazu gehört. Das gilt im übrigen auch für meine eigene Entwicklung. Wenn mich jemand fragt. auf welche Erfahrung ich am ehesten Verzichten möchte, dann sind es die direkten Folgen meines Alkohol-Absturzes.

Aber was spricht dagegen, Steuern wirklich da zu erheben, wo sie entstehen?

Dann muss man die Strafen für Händler so drastisch erhöhen, dass die solche Ware nur noch gegen Ausweis herausgeben.
Den Handel stört eine Steuererhöhung nämlich nicht, die wird 1:1 an den Kunden weitergegeben.

Deine Kinder in Ehren, aber dann liegt es in Eurer Verantwortung mit den Kindern darüber zu reden. Was ist Alkohol, was macht das Zeug, wie gehe ich verantwortungsbewusst damit um. Es bringt nichts, wenn der Preis einfach nur angehoben wird, Menschen kommen immer an solche Güter, wenn sie wollen, da hilft nur Aufklärung.

Welche Steuern entstehen denn beim maßvollen Genuss von Alkohol? Ist das sowas wie die Gebühren für mein Auto, welche die Renten finanzieren? Der Staat versucht Geld zu machen, sein gutes Recht. Aber dann nicht unter dem Deckmantel des Schutzes. Das ging mir bei der Ökogeschichte schon gegen den Strich.

Wenn wir alles besteuern, was im falschen Umgang "böse" enden kann, dann können wir nichts mehr kaufen.

Vom Feuerzeug bis zum Auto, alles kann Schäden für dich und andere haben. Fallen da im Gegensatz zum Alkohol keine "Steuern" an?
 
Deine Kinder in Ehren, aber dann liegt es in Eurer Verantwortung mit den Kindern darüber zu reden. Was ist Alkohol, was macht das Zeug, wie gehe ich verantwortungsbewusst damit um. Es bringt nichts, wenn der Preis einfach nur angehoben wird, Menschen kommen immer an solche Güter, wenn sie wollen, da hilft nur Aufklärung.

Full Acc. Aber diese Verantwortung scheint aufgrund der gesellschaftlichen Akzeptanz von den wenigsten wahrgenommen zu werden... Nach dem Motto: Warum soll ich meinen Kindern die Folgen von übermäßigen Alkoholkonsum erklären, sie machen früher oder später ja eh ihre eigenen (schmerzhaften) Erfahrungen...

Welche Steuern entstehen denn beim maßvollen Genuss von Alkohol? Ist das sowas wie die Gebühren für mein Auto, welche die Renten finanzieren? Der Staat versucht Geld zu machen, sein gutes Recht. Aber dann nicht unter dem Deckmantel des Schutzes. Das ging mir bei der Ökogeschichte schon gegen den Strich.

Wenn wir alles besteuern, was im falschen Umgang "böse" enden kann, dann können wir nichts mehr kaufen.

Vom Feuerzeug bis zum Auto, alles kann Schäden für dich und andere haben. Fallen da im Gegensatz zum Alkohol keine "Steuern" an?
Wir bewegen uns auf 2 ebenen: einmal "Schädlichkeit des Alkoholkonsums", zum anderen "Sinn von Verbrauchssteuern".

Ich will das nicht vermischen, macht auch nicht viel Sinn. Fakt ist, das man, in engen Grenzen, das Konsumverhalten durch Steuern lenken kann, aber nicht unbegrenzt. Damit können aber weder die Schäden noch die Folgen des Missbrauchs behoben oder bezahlt werden (der Staat erhebt die Steuern, nicht die Krankenkassen). Da hilft nur Prävention und Aufklärung

Nichts desto trotz halte ich es für Sinnvoll und Fair, die Steuerlast in Richtung Konsum zu verschieben: Wenig Konsum - weniger Steuern, mehr Konsum - mehr Steuern. Dazu eine Reform der MwSt. :yes:

@Johpick: Ich bin immens froh, das es von den Vorfällen keine YouTube-Videos gibt. Glaubst du, ich breite die Ereignisse jetzt alternativ in einem stark frequentierten Forum aus? :LOL::LOL::LOL:

Und zu deiner Klugschei*erei Wortglauberei sag ich besser nichts....;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Und zu deiner Klugschei*erei Wortglauberei sag ich besser nichts....;)

naja, es geht mir darum, dass es immer heißt
"Der und der ist im Krankenhaus gelandet... Alkoholvergiftung"
und das (vorallem von Erwachsenen) dann als extrem schlimm angesehen wird, obwohl es keine Aussage über die Ausmaße des Konsums hat.

Ich war sicherlich schon drüber über der Grenze, bei der viele gesagt hätten "Wir rufen nen Krankenwagen" - aber ich hab vernünftige Freunde, die stattdessen aufpassen und dafür sorgen, dass ich nicht noch mehr trinke. Mache ich andersrum genauso.
Wenn es nötig ist würde ich aber selbstverständlich auch nen krankenwagen rufen.
Aber es ist nicht nötig, solang ein Mensch torkeln kann und nur alle zwei Meter den Boden oder die Wand berührt.
 
Und das wäre nicht passiert, wenn das Bier statt 11 Euro die Kiste 20 Euro gekostet hätte? Wohl kaum.
Bei 20 Euro ist die Grenze nicht erreicht, bei 50 Euro wäre sie es aber gewesen. Einfach, weil ich soviel Geld nicht hatte. Ach so, ich meine natürlich nicht nur Bier, das gilt analog für alles.

Wir machen Messer auch nicht teurer, weil damit jemand umgebracht werden kann.
Messer haben ja auch eine normalerweise andere Funktion.

Driften wir kurz ab zu anderen Drogen. Die sind in der Regel teurer als ein Bier, trotzdem werden sie konsumiert und das obwohl sie verboten sind.
Meinst Du nicht, dass der Drogenkonsum exorbitant steigen würde, wenn man ihn legalisieren würde? Meinst Du nicht, wenn Cannabis morgen legal im Supermarkt gekauft werden könnte, das der Konsum stark steigen würde? Also hat das Verbot ja seinen Zweck erfüllt. Und nicht jeder Jugendliche würde sich illegal Schnaps besorgen, wenn er verboten wäre.

Seine Grenzen lernt man aber nicht durch viel gutes Zureden kennen. Die Erfahrung hat wohl jeder mal gemacht
Sicher nicht. Aber hast Du Heroin nun ausprobiert, weil Du wissen musstest, wieviel Du davon verträgst? Ich nicht. Warum muss man seine Alkohol-Grenze unbedingt kennenlernen?

Irgendwann trinkt man halt mal zuviel - und dann weiß man im Normalfall, wo genug ist.
Und irgendwann fährt man dann vielleicht dabei auch noch ein Fahrzeug oder schlägt jemanden in der U-Bahn tot oder vergewaltigt eine andere Person. Muss man diese Grenze unbedingt austesten?

Und warum setzt du dann bei Jugendlichen an, wenn es dir um Fahren unter Alkoholeinfluss geht?
Weil auch Jugendliche Fahrzeuge bewegen dürfen. Zumindest die, die auch Alkohol trinken dürfen.

Die wenigsten Jugendlichen werden sich betrunken in ein Auto setzen, weil sie gar nicht fahren dürfen.
80 km/h auf einem Motorad reichen auch völlig, um jemanden zu töten.

Verbieten wir deshalb Fahrräder, weil es auch Fahrradfahrer gibt, die Fußgänger (wie in diesem Fall mich) einfach umfahren?
Das nicht, wie verbieten dem Täter aber das Fahrrad fahren, wenn das jemand mit Absicht macht. Und das Autofahren ebenfalls.

Marty
 
Wäre ein Herd damals teurer gewesen, hätte ich als Kleinkind nicht die Möglichkeit gehabt mir an der Platte die Finger zu verbrennen. Wo warst du da, als es um die Besteuerung ging?

Außerdem hab ich mir mal eine Narbe an einer Heizung geholt, macht Heizen also bitte teurer.

Marty, Alkohol auch nur eine Genussfunktion. Alkoholmissbrauch impliziert das schon, oder? Also entweder sind mein Messer und der Alkohol gleich oder sie sind es nicht. Entscheide dich.
 
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Meinst Du nicht, wenn Cannabis morgen legal im Supermarkt gekauft werden könnte, das der Konsum stark steigen würde?
Ehrlich gesagt ist die Zahl der Konsumenten in den Niederlanden relativ gesehen niedriger als hier. Ich finde übrigens, daran könnte sich Deutschland durchaus ein Beispiel nehmen ;).

Nette weitere Argumente dazu hat UV vom Lawblog mal zusammengestellt.

Aber hast Du Heroin nun ausprobiert, weil Du wissen musstest, wieviel Du davon verträgst? Ich nicht.
Nein, habe ich nicht. Ein Opiat mit Alkohol gleichzusetzen ist aber auch ein etwas unfairer Vergleich, oder?

Und irgendwann fährt man dann vielleicht dabei auch noch ein Fahrzeug oder schlägt jemanden in der U-Bahn tot oder vergewaltigt eine andere Person.
Das hat nichts mit dem Alkohol an sich zu tun, sondern mit der Persönlichkeit des Konsumenten. Und sobald man merkt, dass man sich angetrunken nicht mehr unter Kontrolle hat, muss man eben verzichten.

Das nicht, wie verbieten dem Täter aber das Fahrrad fahren, wenn das jemand mit Absicht macht. Und das Autofahren ebenfalls.
Richtig. Dem Täter selbst, aber nicht direkt seiner ganzen Alters- und Gesellschaftsgruppe.
 
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Nein, habe ich nicht. Ein Opiat mit Alkohol gleichzusetzen ist aber auch ein etwas unfairer Vergleich, oder?
.....

Aber Alkohol mit Gebrauchsgegenständen wie nem Messer,Fahrrad,Herd u.sw. gleich zu setzen ist besser?

Wenn ich Fahrrad fahre werde ich dadurch nicht lockerer oder enthemmter wenn ich nen paar Bier trinke schon also für mich hinken diese ganzen Vergleiche ganz gewaltig.....
 
Aber Alkohol mit Gebrauchsgegenständen wie nem Messer,Fahrrad,Herd u.sw. gleich zu setzen ist besser?

Wenn ich Fahrrad fahre werde ich dadurch nicht lockerer oder enthemmter wenn ich nen paar Bier trinke schon also für mich hinken diese ganzen Vergleiche ganz gewaltig.....

Ja, wenn die Grundsatzdiskussion ist: "Ich mache etwas teurer, da es dem Menschen schaden kann". Messer sind erlaubt, Alkohol auch. Opium ist es in Deutschland nicht, wenn ich up2date bin.

Enthemmung gibt es in vielerlei Hinsicht. Es gibt beim extensiven Sport einen Runnerskick, Musik kann aufpushen und Emotionen ebenfalls. Es gibt genug Menschen, die in ihrer Wut Sachen zerschmeißen und in ihrer Trauer völlig fremde Umarmen. Das geht alles auch ohne Alkohol.
 
Aber Alkohol mit Gebrauchsgegenständen wie nem Messer,Fahrrad,Herd u.sw. gleich zu setzen ist besser?
Ein Messer ist erstmal ein ungefährliches Werkzeug. Ich kann damit aber mir oder auch anderen Personen Schaden zufügen. Wie auch mit Fahrrad oder Herd.

Genauso, wie Alkohol erstmal kein Teufel in Flaschenform ist - wenn man ihn verantwortungsvoll konsumiert.