Sammelthread Geert Wilders und der Islam

[...] Aber dafür wäre es schon ein riesiger Schritt wenn Werte wie "Toleranz gegenüber Andersgläubigen" bzw. die Akzeptanz eines Nicht-religiösen Lebens Einzug halten würden.
Klar wäre es das aus unserer Sicht. Obwohl wir diese Toleranzgesellschaft noch gar nicht lange genug aktiv leben um zu wissen, ob das nicht alles ebenso in Mord und Totschlag endet, wie Intoleranz. Aber trotzdem möchte ich selbst das auch nicht aufgeben und in eine bestimmte Religion gezwängt werden.

Und ständig wird der Islam mit Patriarchat und Burkapflicht verwechselt. Das hat aber miteinander nichts zu tun. Geert Wilders verwechselt Islam sogar mit Terrorismus, noch schlimmer. Ist ja schon fast der gleiche Unfug, wie einst die Kirche das Heidentum mit "Ungläubigkeit" gleichgesetzt hat, schlimmer noch: alte Götter des Heidentums mit Satan gleichgesetzt haben (Deivel), Wochentage umbenannten und den ganzen Kalender "gottgefällig" gestalteten. Und mich ärgert mal wieder, dass das Volk jeden noch so großen Unfug schluckt. Egal, anderes Thema.

Fakt ist dennoch, dass der schlimmste Terrorismus dieser Tage von islamischen Staaten und/oder Organisationen ausgeht. Alles in Namen Allahs. Und da Allah im Allgemeinen ebenso untätig auf ganzer Linie wie der christliche Gott bleibt, müssen wir uns wohl auf der Erde selbst darum kümmern, dass sowas nicht ausufert und wir am Ende noch islamisch zwangsmissioniert werden. Kann ja jeder glauben, an was er will, mir egal.

Aber ich bin der Ansicht, dass wir keinesfalls den Menschen unsere Ansichten und Werte gewaltsam überhelfen dürfen. Das dürfen wir nämlich schon deshalb nicht, weil wir uns auch nicht zwangsmissionieren lassen wollen durch Bombengürtel und Sprengsätze.

Gruß,
Photon
 
Und so lange haben wir auch noch keine Demokratie um einschätzen zu können, ob diese unsere Gesellschaftsform unter dem Strich tatsächlich die bessere und dauerhaftere ist. Wir leben so, die leben anders und ich habe damit kein Problem.

Hmm. In der frühen Neuzeit hat man hier noch "Hexen" verbrannt, ist ja auch noch nicht so lang her, wer weiss ob das nicht doch richtig war. Vor kurzem wurde in Saudi Arabien eine "Hexe" zum Tode verurteilt. Aber wer sind wir um das zu verurteilen, das wäre doch eurozentristisch und überhaupt, sowas von missionarisch, die ganze Kritik, dahinter stecken bestimmt wieder die USA ! !

Aber ich bin der Ansicht, dass wir keinesfalls den Menschen unsere Ansichten und Werte gewaltsam überhelfen dürfen. Das dürfen wir nämlich schon deshalb nicht, weil wir uns auch nicht zwangsmissionieren lassen wollen durch Bombengürtel und Sprengsätze

Hehe die Beispiele werden immer besser.

Mittlerweile ist eine ablehnende Haltung gegenüber der gewaltsamen Unterdrückung der Frau gleichzusetzen mit mörderischen Terroranschlägen. Soviel Schwachsinn ist nurnoch bescheuert !
 
[...] Mittlerweile ist eine ablehnende Haltung gegenüber der gewaltsamen Unterdrückung der Frau gleichzusetzen mit mörderischen Terroranschlägen. Soviel Schwachsinn ist nurnoch bescheuert !
Apropos "bescheuert": Hast Du eigentlich verstanden und verinnerlicht, was ich geschrieben habe?

[...] Hmm. In der frühen Neuzeit hat man hier noch "Hexen" verbrannt, ist ja auch noch nicht so lang her, wer weiss ob das nicht doch richtig war. Vor kurzem wurde in Saudi Arabien eine "Hexe" zum Tode verurteilt. Aber wer sind wir um das zu verurteilen, das wäre doch eurozentristisch und überhaupt, sowas von missionarisch, die ganze Kritik, dahinter stecken bestimmt wieder die USA ! !
Wir reden hier durch das Thema Wilders bedingt von der Burkapflicht und von Terrorismus. Wenn die dort in ihrem Land Hexen verbrennen, dann können wir es doch sehr gern verurteilen, wir können schimpfen, motzen und mit Boykotten drohen, weil wir hier keine Hexen mehr verbrennen. Aber wir dürfen nicht dort mit Panzern und Bombern einmarschieren, um den Leuten zu sagen: "So, nun seid ihr frei, hier habt ihr Coca Cola und Mickey Maus!" (ja, geklaut, ich weiß).

Ob ich es nun persönlich gut oder schlecht finde, wer wo wie und warum staatlich zu Tode gebracht wird, spielt doch dabei nicht die geringste Rolle. Und es spielt auch keine Rolle, ob ich persönlich deren Lebensart toll finde oder ob ich sie ablehne. Ich lehne auch die Todesstrafe in vielen Bundesstaaten der USA ab. Ich lehne den ganzen Patriot's Act ab, ich finde die Veröffentlichung von Straftätern seit Schwarzenegger unter aller Sau, Folterungen in Guantanamo,... . In Deutschland kotzen mich etliche Verbote zu Redewendungen und Symbolen an, die einfach mal willkürlich der Zensur zum Opfer fielen. Trotzdem lebe ich hier gern und ich möchte nicht, dass mir jemand seine Werte aufdrückt. Ich würde auch niemals freiwillig in die USA ziehen wollen, ebenso wenig nach Saudi-Arabien.

Terrorismus ist nur der Krieg des Kleinen Mannes gegen einen übermächtigen Feind. Guerllia-Taktik eben. Und ob nun jemand eine Bombe zündet, weil er meint, dass wir nicht Allah-gefällig leben, oder wir (resp. USA) dort einfällt, weil sie nicht "freiheitlich-demokratisch" genug leben, spielt nach meinem Dafürhalten keine Rolle. Es ist beides die allerunterste Schublade.

Gruß,
Photon
 
Apropos "bescheuert": Hast Du eigentlich verstanden und verinnerlicht, was ich geschrieben habe?

Es ist vollkommen unerheblich ob die Burkapflicht ein frauenunterdrückendes Instrument des Patriarchats, oder ein religiöser Aspekt ist. Beides ist nicht zu rechtfertigen und beides ist eine kulturelle, religiöse, wasauchimmer Eigenschaft die schlichtweg pures Unrecht ist.

Wir reden hier durch das Thema Wilders bedingt von der Burkapflicht und von Terrorismus. Wenn die dort in ihrem Land Hexen verbrennen, dann können wir es doch sehr gern verurteilen, wir können schimpfen, motzen und mit Boykotten drohen, weil wir hier keine Hexen mehr verbrennen. Aber wir dürfen nicht dort mit Panzern und Bombern einmarschieren, um den Leuten zu sagen: "So, nun seid ihr frei, hier habt ihr Coca Cola und Mickey Maus!" (ja, geklaut, ich weiß).

Ich frage mich wielange du so eine Position noch ernsthaft vertreten willst. Du kannst "Hexenverbrennung" nicht relativieren, du kannst sowas nicht Abhängig von kulturellen Eigenschaften machen. Es muss einheitliche Werte geben die ein Zusammenleben für alle ermöglichen, und solange du es tolerierst, dass irgendwo Hexen verbrannt werden, dass Frauen zum Burka tragen verdammt werden, dass schlichtum grundlegende Menschenrechte nicht weltweit gelten dürfen und man das Vorgehen anderer Kulturen nicht verurteilen kann, dann wird das irgendwann auch auf dich zurückfallen und dann wird es mit großer Warscheinlichkeit niemanden mehr geben der darüber diskutiert ob es falsch oder richtig ist dich deiner Rechte zu berauben.
 
Es ist vollkommen unerheblich ob die Burkapflicht ein frauenunterdrückendes Instrument des Patriarchats, oder ein religiöser Aspekt ist. Beides ist nicht zu rechtfertigen und beides ist eine kulturelle, religiöse, wasauchimmer Eigenschaft die schlichtweg pures Unrecht ist.
Das ist aber ein erheblicher Unterschied. Wenn jemand aus Tradition, Überzeugung oder weswegen auch immer eine Burka tragen will, dann käme demjenigen ein Verbot der Burka sicher nicht entgegen. Und wer es muss, aus Tradition heraus oder weswegen auch immer, der kann sich bei Missfallen auch gern dagegen erheben. Aber niemals darf ein fremdes Land einem anderen Land seine Werte gewaltsam überhelfen.

Ich frage mich wielange du so eine Position noch ernsthaft vertreten willst.
So lange es Grenzen auf der Welt gibt, innerhalb derer die Menschen sich schon deshalb von ihren Nachbarn abgrenzen, weil sie anders leben wollen.

[...] dass schlichtum grundlegende Menschenrechte nicht weltweit gelten dürfen und man das Vorgehen anderer Kulturen nicht verurteilen kann, dann wird das irgendwann auch auf dich zurückfallen und dann wird es mit großer Warscheinlichkeit niemanden mehr geben der darüber diskutiert ob es falsch oder richtig ist dich deiner Rechte zu berauben.
Wir haben in Deutschland genug zu tun, unsere Werte, Kultur, ja sogar die Sprache zu schützen. Und weil wir andere Werte als andere Länder haben, können, dürfen oder - aus Deiner Sicht - müssen wir auch über andere Länder den Kopf schütteln und die Lebensweise, die wir schon hinter uns gelassen haben, verurteilen. Und es ist eines unserer elementarsten Rechte, uns darüber das Maul zu zerreißen oder auch nur zu diskutieren.

Weder ich, noch sonstwer verbietet Dir, Dich über die Burkapflicht aufzuregen. Das ist auch eines unserer Werte, die man auch schützen sollte. Deshalb zwinge ich aber noch lange nicht den anderen Rest der Welt, nach meinen Vorstellungen zu leben. So einfach ist das.

Gruß,
Photon
 
Es muss einheitliche Werte geben die ein Zusammenleben für alle ermöglichen [...]

Richtiger müsste es lauten: "Es sollte einheitliche Werte geben die ein Zusammenleben für alle ermöglichen". Menschenrechte sind eben nicht universell. Menschenrechte sind die Art von gesellschaftlicher Organisation die in einem sehr langen Verhandlungsprozess in Westeuropa entstanden sind und bisweilen ein ziemlicher Exportschlager sind. Du tust so als wäre es lächerlich, aber ja: Menschenrechte *sind* eurozentristisch. Es ist das, was sich für uns als Konsenz der gesellschaftlichen Organisation ergeben hat. Andere Gesellschaften können sich anders organisieren.
Natürlich wächst die Welt besonders im Zuge der Globalisierung zusammen. Man könnte inzwischen vielleicht von der "einen" Gesellschaft der Erde reden. Insofern wäre es wünschenswert und sinnvoll sich auf gewisse Grundregeln zu einigen. Ich selber bin ja auch in dieser Gesellschaft groß geworden - darum bin ich auch der festen Überzeugung, dass die Menschenrechte Grundlage des weltweiten Zusammenlebens sein sollten. Aber objektiv richtig kann das nie sein. Es ist nicht beweisbar welche gesellschaftliche Organisation nun die richtige ist und welche die falsche.

[...] und solange du es tolerierst, dass irgendwo Hexen verbrannt werden, dass Frauen zum Burka tragen verdammt werden, dass schlichtum grundlegende Menschenrechte nicht weltweit gelten dürfen und man das Vorgehen anderer Kulturen nicht verurteilen kann, dann wird das irgendwann auch auf dich zurückfallen und dann wird es mit großer Warscheinlichkeit niemanden mehr geben der darüber diskutiert ob es falsch oder richtig ist dich deiner Rechte zu berauben.

Da könntest du möglicherweise Recht haben. Man sollte besonders in diesem Punkt für seine Überzeugungen eintreten. Allerdings darf man es auch nicht übertreiben. Souveräne Staaten haben das Recht sich selbst zu organisieren. Ihre Gesellschaften haben im Besonderen das Recht dazu. Selbst wenn das unseren Vorstellungen nicht entspricht. Die USA lassen die Todesstrafe zu. Das ist in meinen Augen ein weitaus schlimmerer Verstoß gegen den Geist der Menschenrechte als z.B. die Burkapflicht. Beides sollte aber m.E. nicht den Ausschluss aus der "Weltgemeinschaft" zur Folge haben. Das Eintreten für Menschenrechte bedeutet auch andere Meinungen zu akzeptieren. Nur dann wenn man Dinge wirklich nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann (z.B. Völkermord wäre das bei mir) sollte man erwägen gegen souveräne Staaten (und Gesellschaften) vorzugehen.

Edit:
Da jemand mit mir leider lieber per Renomee diskutieren möchte als hier, poste ich seine Kritik an meinem Beitrag mal nach:

"Die Menschenrechte sind keine rein westliche Erfindung" (sinngemäß)

Ich bezog mich auf die Prozesse, die in der Zeit der Aufklärung, die Ideen zur Verschriftlichung der Menschenrechte in etwa der Form wie wir sie heute haben, angestoßen haben. Dieser Prozess war ein rein europäisch geprägter (wobei die Europäer natürlich bereist damals dem Einfluss anderer Gesellschaften ausgesetzt waren, was eine Rolle gespielt haben mag). Auch wurden in der jüngeren Vergangenheit Ideen und Impulse von nicht-westlichen Staaten in das Konzept der Menschenrechte eingebracht. Trotzdem sind die Menschenrechte selber und die Organisationen die sie "nach sich ziehen" unübersehbar westlich geprägt. Es ist "unser" Entwurf der Welt, den wir für den richtigen halten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Andere Gesellschaften können sich anders organisieren.[...]Ich selber bin ja auch in dieser Gesellschaft groß geworden - darum bin ich auch der festen Überzeugung, dass die Menschenrechte Grundlage des weltweiten Zusammenlebens sein sollten. Aber objektiv richtig kann das nie sein. Es ist nicht beweisbar welche gesellschaftliche Organisation nun die richtige ist und welche die falsche.

Siehst du das sehe ich anders. Ich stelle meine demokratische Einstellung über die der Diktatur, ich fordere weltweit das Recht auf freie Meinungsäusserung und ich bin ein vehementer Verfechter der Persönlichkeitsrechte. Du widerrum findest diesbezüglich eine Umsetzung einzig für erstrebenswert, hälst sie aber nicht für zwingend allgemein gültig und nimmst dir schon gar nicht erst das Recht heraus sie weltweit einzufordern. Das halte ich für falsch und letztendlich in der Umsetzung verheerend und nicht zuende gedacht.

Die Bewertung ist im übrigen nicht von mir, stimme ihr aber sinngemäß zu.
 
Andere Gesellschaften können sich anders organisieren.
Natürlich wächst die Welt besonders im Zuge der Globalisierung zusammen. Man könnte inzwischen vielleicht von der "einen" Gesellschaft der Erde reden. Insofern wäre es wünschenswert und sinnvoll sich auf gewisse Grundregeln zu einigen. Ich selber bin ja auch in dieser Gesellschaft groß geworden - darum bin ich auch der festen Überzeugung, dass die Menschenrechte Grundlage des weltweiten Zusammenlebens sein sollten. Aber objektiv richtig kann das nie sein. Es ist nicht beweisbar welche gesellschaftliche Organisation nun die richtige ist und welche die falsche.

Es gibt kein "richtig" oder "falsch" denn einer der Grundwerte menschlichen Zusammenlebens ist die Toleranz.
Es kann nicht sein, dass dieses grundsätzliche Verständnis für die religiösen Belange von einer Seite eingefordert, gleichzeitig aber im Gegenzug aufs Schlimmste missachtet wird.

Das beste Beispiel ist Wafa Sultan, ihres Zeichens Kritikerin des Islam.
Nach einem Auftritt bei Al-Jazeera (Thema "Meinungsfreiheit") in der sie Kritik am Nichtvorhandensein in islamischen Ländern anprangerte wurde gegen sie eine Fatwa ausgesprochen.
Durch diese Fatwa wird sie zu "Freiwild" und "darf" getötet werden.

Eine sehr makabare Bestätigung ihrer angebrachten Kritik, findest Du nicht ?

:edit:

Ich hoffe Darkkurt nimmt mir das posten eines Renos nicht übel.
Ich heule ja nicht drüber ... ich könnt nämlich kotzen.

Unsere Lebensweise ist auch nicht die Beste. Wieso dann unseren Mist anderen aufzwingen?

Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau nennt der anonyme Bewerter MIST ????????

Raus mit Dir aus Deutschland aber zackig !

Du hast es nicht verdient hier die Vorzüge und Freiheiten zu geniessen, die Du als MIST bezeichnest.

Man bin ich geladen !
 
Zuletzt bearbeitet:
Das, wofür jahrhundertelang gekämpft wurde, gesellschaftliche und geistige Emanzipation und Aufklärung, wird heute wahrscheinlich aufgrund von Selbstverständlichkeit und Gewohnheit nicht mehr als Gut empfunden, für das man auch heute noch kämpfen muss.

Stattdessen ergehen sich viele in einem dümmlichen Kulturrelativismus, der so funktioniert: An "den Westen" werden höchste moralische Maßstäbe angelegt, und man versucht in unserer Freiheit immer das Schlechte, Unfreie zu finden. Auch wird hier nicht nach dem Motto "jeder, wie er will" argumentiert, im Gegenteil, hier wird jede Gelegenheit genutzt, um zu kritisieren. Totalitäre Unrechtsregime bekommen von diesen Leuten hingegen Amnesie erteilt, indem erklärt wird, dass es 1. ihre Sache sei, wie mit dem Volk umgegangen wird und 2. nicht genau geklärt sei, "welcher Weg der Bessere sei." Die Menschen, die unter diesen Regimen leiden, werden in der Regel ausgeblendet oder es wird behauptet, dass es ja garnicht so schlimm sein kann, wenn sich nicht genug von ihnen wehren.

Ich kann nur jeden warnen, sein Hirn dergestalt zu verbiegen. Jeder gesunde Mensch kann Recht von Unrecht unterscheiden, auch kleinere von größeren Übeln. Und es gibt Kultur und Unkultur. Wir müssen uns wieder mehr trauen, das Selbstverständliche, das zur Gewohnheit gewordene offen auszusprechen und es zu verteidigen.
 
Ich kann nur jeden warnen, sein Hirn dergestalt zu verbiegen. Jeder gesunde Mensch kann Recht von Unrecht unterscheiden, auch kleinere von größeren Übeln. Und es gibt Kultur und Unkultur.

Genau.

Wir erklären den Islam als Unkultur und der Islam erklärt den Westen als Unkultur.

Und wer hat jetzt Recht?

Wie erzählen was von Gleichberechtigung von Mann und Frau...
Ich denke da an die Managerriegen...
Bis auf Frau Suckale fällt mir kein Frau ein.
Das Wahlrecht ist nichtmal hundert Jahre alt.
Von den Verdienstunterschieden mal ganz zu schweigen.

Vor 50 Jahren war Homosex in der BRD unter Strafe verboten.

Ich finde es im höchsten maße anmaßend, sich über die Leute aufzuregen die noch krabbeln, nur weil man gerade drei Schritte laufen kann.

gruss kelle!
 
q.e.d. @ Kelle

Du erzählst was von der geringen Frauenquote unter Managern in Deutschland, während anderswo Frauen gesteinigt werden, wenn sie vergewaltigt werden.
 
Wir erklären den Islam als Unkultur und der Islam erklärt den Westen als Unkultur.

Der Vergleich ist aber mal wirklich schlecht ...

Islam (Religion) mit "dem Westen" (keine Religion) vergleichen ... echt merkwürdig.

Wie erzählen was von Gleichberechtigung von Mann und Frau...
Ich denke da an die Managerriegen...
Bis auf Frau Suckale fällt mir kein Frau ein.

Der nächste lahme Vergleich ...
Es besteht aber für Frauen wenigstens die Möglichkeit in solche Positionen zu kommen während sie in einigen islamischen Staaten noch nicht mal allein aus dem Haus, geschweige denn solch banale Sachen wie Autofahren dürfen.

Das Wahlrecht ist nichtmal hundert Jahre alt.

Und ? Wollen wir noch hundert Jahre warten und dann erst den Vergleich ziehen ...
Welche Intention steckt dahinter um Moslems mehr Zeit für gesellschaftliche Entwicklung einzuräumen ?

Von den Verdienstunterschieden mal ganz zu schweigen.

Wovon sprichst Du ?

Vor 50 Jahren war Homosex in der BRD unter Strafe verboten.

Und ? Welche Strafen standen zur Debatte ?

Wollen wir auch hier noch 50 Jahre warten und dann die Situation in islamischen Ländern neu vergleichen ?

Ich finde es im höchsten maße anmaßend, sich über die Leute aufzuregen die noch krabbeln, nur weil man gerade drei Schritte laufen kann.

Leben denn "diese Leute" in einer anderen Zeit als wir oder sprechen wir lieber von einem Entwicklungsdefizit ?
 
[...] Leben denn "diese Leute" in einer anderen Zeit als wir oder sprechen wir lieber von einem Entwicklungsdefizit ?
Nein, tun sie nicht. Aber die Eingeborenen auf Takatukaland irgendwo im Pazifik leben auch in unserer Zeit und fressen noch ihre Verwandten.

Ist doch wohl klar, dass sich nicht alle Menschen auf der Welt in gleichem Umfang entwickeln wie andere. Und was vorwärts und was rückwärts ist, zeigt auch erst die Geschichte.

Fakt ist, dass wir uns aus Deutschland heraus natürlich darüber aufregen können und vielleicht sogar müssen, wenn in anderen Ländern Sitten herrschen, wie bei uns vor 200 oder mehr Jahren. Aber es berechtigt uns keinesfalls - trotz der Tatsache, dass wir uns als weiter entwickelt betrachten - nicht dazu, denen unsere Lebensart und unsere Werte gewaltsam überzuhelfen!

So gesehen ist das gesamte Christentum überholt. Der Islam und das Judentum auch, Hinduismus und Heidentum ist ja noch älter und längst nicht mehr aktuell. Einzig könnte man den Buddhismus in der heutigen Zeit als annehmbar betrachten. Dort gibt es keinen Mord, kein Totschlag, keine Vergewaltigungen und auch keine Kriege, weil man genug damit beschäftigt ist, sich selbst ein Leben lang zu finden. Na, wie wär's?

Gruß,
Photon
 
Nein, tun sie nicht. Aber die Eingeborenen auf Takatukaland irgendwo im Pazifik leben auch in unserer Zeit und fressen noch ihre Verwandten.

Ist doch wohl klar, dass sich nicht alle Menschen auf der Welt in gleichem Umfang entwickeln wie andere. Und was vorwärts und was rückwärts ist, zeigt auch erst die Geschichte.

Dafür telefonieren z.B. Iraner auch mit Handys, benutzen das Internet und bauen Atomkraftwerke ...

Willst Du da von einem Entwicklungsdefizit sprechen ?
 
Dafür telefonieren z.B. Iraner auch mit Handys, benutzen das Internet und bauen Atomkraftwerke ...

Willst Du da von einem Entwicklungsdefizit sprechen ?
Sozialgesellschaftlich? Ja.
Wirtschaftlich? Nein.

Du, die Römer haben auch mit den Germanen regen Handel betrieben, obwohl die Germanen nach heutigen Gesichtspunkten in der Entwicklung einige hundert Jahre hinterher hinkten.

Gruß,
Photon
 
Einzig könnte man den Buddhismus in der heutigen Zeit als annehmbar betrachten. Dort gibt es keinen Mord, kein Totschlag, keine Vergewaltigungen und auch keine Kriege, weil man genug damit beschäftigt ist, sich selbst ein Leben lang zu finden. Na, wie wär's?

Fakt ist, dass es den Buddhismus längst nichtmehr geben würde wenn man deinen Ratschlägen Folge leisten würde. Irgend ein Verrückter, den Menschenrechte einen Dreck interessieren hätten die Kultur geplättet und das Volk versklavt und du hättest in vorderster Front zugeschaut und ewigen Frieden gepredigt.
 
Fakt ist, dass es den Buddhismus längst nichtmehr geben würde wenn man deinen Ratschlägen Folge leisten würde. Irgend ein Verrückter, den Menschenrechte einen Dreck interessieren hätten die Kultur geplättet und das Volk versklavt und du hättest in vorderster Front zugeschaut und ewigen Frieden gepredigt.
Na davon gibt und gab es auf der Welt aber genug. Und den Buddhismus gibt es noch immer.

Gruß,
Photon
 
Na davon gibt und gab es auf der Welt aber genug. Und den Buddhismus gibt es noch immer.

Weil es glücklicherweise Staaten auf dieser Welt gibt die Menschenrechte als universelles Recht ansehen und zugleich global einfordern. Die Buddhistische Kultur ist wie keine andere auf dieser Welt auf die Einhaltung dieser Rechte angewiesen.
 
Weil es glücklicherweise Staaten auf dieser Welt gibt die Menschenrechte als universelles Recht ansehen und zugleich global einfordern. Die Buddhistische Kultur ist wie keine andere auf dieser Welt auf die Einhaltung dieser Rechte angewiesen.
Sag mal, aus welcher Erkenntnis ziehst Du eigentlich diese Weisheit?

Einige Staaten dieser Tage und auf dieser Welt haben nicht nur die Menschenrechte anerkannt, sondern sie mit entworfen. Und diese Staaten haben absolut kein Problem damit, pausenlos dagegen zu verstoßen. Allen voran natürlich die USA. Und da sprichst Du davon, dass der Buddhismus seine Existenz den Menschenrechten und westlichen Werten zu verdanken hat? Na, überleg' besser nochmal in Ruhe ;)

Gruß,
Photon
 
Einige Staaten dieser Tage und auf dieser Welt haben nicht nur die Menschenrechte anerkannt, sondern sie mit entworfen. Und diese Staaten haben absolut kein Problem damit, pausenlos dagegen zu verstoßen. Allen voran natürlich die USA.

Ich empfehle Dir nach wie vor nachdrücklich, mal Dein Kämmerchen zu verlassen und Dich in der Welt umzuschauen, wo es den Menschen wie geht. Dann hörst Du vielleicht auf, Dich an den USA zu reiben.