Sammelthread Geert Wilders und der Islam

In Deinem Beispiel fehlt die Sicht des "Westlers" auf die islamische Kultur.
Was denkt sich der Durchschnitts-"Westler" beim Anblick von verhüllten Frauen ... ??? Genau - NICHTS.
Er akzeptiert es als Kulturmerkmal oder nimmt es wenigstens als solches zur Kenntnis und schüttelt vielleicht den Kopf.
Mehr aber auch nicht.

Wenn das so ist dann ist es schön, aber dann kennen wir wohl unterschiedliche "Westler" :mrgreen:

Warum denkt in Deinem Beispiel der Moslem, dass 80% der westlichen Frauen "Schlampen" sind ?
Weil er sich (in Deinem Beispiel) scheinbar eben nicht mit der anderen Position und der "anderen" Kultur auseinandergesetzt hat sondern ausschliesslich die Maßstäbe "seiner" Kultur ansetzt.

Vollkommen korrekt, würde ich mit einem sprechen, würde ich genau die gleiche Argumentation anführen.

Und es es -ganz objektiv- positiv ist, dass Frauen die Macht und das Recht haben für sich selbst zu entscheiden... Also irgendwie geht das mit dem kulturellen Verständnis schon etwas weit, wenn man elementare Grundrechte zur Diskussion stellt...

Gut, dann nehmen wir als Beispiel das Essen von Schweinefleisch, das Tragen eines Barts, den Verzicht auf Alkohol.


Im Gegenteil, es ist auf jedenfall objektiv richtig, dass jeder so leben kann wie es ihn glücklich macht, ohne dabei anderen zu schaden. Das sind essentielle Werte die allgemeine Gültigkeit haben müssen, überall und zu jedem Zeitpunkt, weltweit. Dazu gibt es keine Alternative.

Finde es erfreulich dass du so denkst, ich sehe es auch so, aber das ist leider weit von der Realität entfernt.

Aber bei deinen Beispielen nimmt jemand Schaden.

Okay, aber wer würde denn Schaden nehmen, wenn ich nackend durch die Straßen laufe? :mrgreen:
 
Was ich schon etwas verwunderlich finde, ich besitze einen Christlichen Scherzkalender. Da sind Karikaturen des mehr oder weniger kirchlichen Lebens drin. Immer wieder Köstlich, auch wenn ich mir die Bilder teilweise schon zum 5 mal angucke. Es gibt so viele Karikaturen über die Kirche(n), das Christentum allgemein und die Bibel. Die Allermeisten stoßen wirklich gar keinen an. Selbst die derben nicht. Bücher wie "Der Gotteswahn" werden zwar scharf diskutiert und auch kritisiert, aber gab es einen Boykott gegen den Verlag Seitens der Christen. Wenn dann muss das wohl ein Sturm im Wasserglas gewesen sein. Dann gibt es solche Scherzkekse die Kreuze in Urin einlegen und das als Kuns bezeichenen wollen. Deswegen hat bisher keiner zum Mord an Atheisten aufgerufen. Jetzt weiß mal jemand drastisch auf gewaltätige Tendenzen hin im Islam und das ist wieder was ganz Schlimmes. Man stellt sich sogar auf den Kopf und und sagt das es die nicht gäbe und der Filmemacher Lüge. Nur damit die Moslems sich nicht Mord und Totschlag betreiben. Damit führt man sich doch selbst ad absurdum. Wird das Christentum kritisiert und es gibt wiederspruch sollen die sich "nicht so haben". Die Lehre die man als Christ daraus ziehen müßte ist eigentlich, das wir auch schärfer werden müßten. Vielleicht nicht gleich Bomben, aber Boykotts, Massendemonstrationen und Blockaden müßten vielleicht bei der nächsten Jesus-Karikatur auch von uns Folgen. Wenn man diese Lehre zieht.
 
Zum Beispiel mal Deutschland: Wem schade ich damit, wenn ich in meinem Garten die Urne eines Verwandten lagere? Wem schade ich, wenn ich ein Hakenkreuz trage?Wem schade ich, wenn ich nackt auf der Straße laufe? Wem schade ich, wenn ich ohne Sicherheitsgurt oder Sturzhelm fahre? Tausend Dinge, die bei Strafe verboten sind, obwohl man damit niemandem schadet, außer vielleicht vereinzelt sich selbst.

Das sind doch alles Gesellschaftliche Werte die in einem Konsens der Gewaltenteilung durch verschiedenste unabhängige Staatsorgane getroffen worden sind. Wenn du diese Vorgaben ändern willst, so steht es dir frei, deine Meinung dazu zu äußern und dich dagegen stark zu machen. Dieses Recht ist es letztendlich, was das Zusammenleben in einer Demokratie erst ermöglicht.

Die Burka-Pflicht auch.

Die Burka nimmt einem Teil der Bevölkerung, den Frauen, das elementare Recht auf Mensch-sein.

Na wir waren jetzt beim Islam und der Burka-Pflicht für Frauen, wobei Frauen aus "westlichen" Ländern gern das genaue Gegenteil tun und sämtliche erotischen Rundungen herausquillen lassen, oder?

Frauen aus dem Westen haben das Recht dies zu tun, aber auch die Möglichkeit es nicht zu tun, damit machen sie eben nicht das genaue Gegenteil.

Finde es erfreulich dass du so denkst, ich sehe es auch so, aber das ist leider weit von der Realität entfernt.

Es ist nur insofern weit von der Realität entfernt, dass wir in Europa Schwierigkeiten haben diese Rechte als allgemein objektiv gültig einzufordern.
 
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Vielleicht mal eine aktuelle Neuigkeit zum Thema "Hetzvideos" ...

Hamas TV - Kinderprogramm

Wenn man sich vor Augen hält, dass Machwerke wie der Wilders-Film selten die Öffentlichkeit erreichen passieren sie auf der "Gegenseite" tagtäglich.

Zu allem Überfluss auch noch im "Kinderprogramm". :ugly:
 
Aber das Puppenspiel ist jetzt mal wirklich schlecht gemacht... Selbst die Bush-Puppe sieht Bush nicht ähnlich... :LOL::LOL:
 
[...] Aber da kommen wir wieder zur Menschenwürde. Ich denke nicht, dass du ernsthaft sagen möchtest, dass deine Würde dadurch angegriffen ist, dass dich ein Gurt fesselt im Auto. Dahingegend kann ich mir schon eher vorstellen, dass eine Frau, die gezwungen ist sich zu verhüllen, vielleicht darunter zu leiden hat.
Naja, keine Ahnung. Ich bin keine Frau, bin kein Muslim und lebe hier. Aber ich als olles Ostkind frage mich manchmal, ob wirklich alles so schwer zu ertragen ist. Oder ob es nunmal dazu gehört und man sich daran gewöhnt hat. Und ob der Begriff "Menschenwürde" hier völlig überzogen ist.

Also ich stelle mir mal vor, es gäbe eine Religion (vielleicht gibt es die sogar), da gefällt es dem Gott besonders, wenn der Mann sehr potent ist. Und weil das so ist, trägt dieser Mann seinen Piephahn ständig offen zur Schau und schmückt ihn sogar noch mit einem Schleifchen, sodass er sofort ins Auge fällt. Wem schadet er damit? Darf er das im Namen seiner Religion? Was würdest Du denken, wenn Du ihn siehst: Fühlst Du Dich pikiert oder lachst drüber oder pöbelst Du ihn an oder wirst Du neidisch oder interessieren Dich anderer Leute Piephähne nicht?

[...] Die Lehre die man als Christ daraus ziehen müßte ist eigentlich, das wir auch schärfer werden müßten. [...]
Falsch. Die Lehre, die ein Christ daraus ziehen müsste ist, dass er keinen an der Klatsche hat, dass Jesu Christi stets Frieden und Nächstenliebe gepredigt hat und dass man dem Zuwiderhandeln würde, wenn man sich nun wie ein radikaler Islamist benimmt - auch wenn man sich nur in diese Richtung gedanklich bewegt.

[...] Frauen aus dem Westen haben das Recht dies zu tun, aber auch die Möglichkeit es nicht zu tun, damit machen sie eben nicht das genaue Gegenteil.
Ja, nee, also ich sprach von dem Fall, da unsere "Ich-zeig-den-Leuten-heute-mal-jede-Schwarte-und-die-Arschritze-gleich-mit-dazu"-Frauen aus dem Westen auch entgegen der gesellschaftlichen Normen im Gastland als Touristen alles frei zur Schau stellen. Aber letztlich sind es nur Touristen. Deshalb ist man zwar darüber nicht unbedingt glücklich, freut sich aber über das Geld, das diese Personen mitbringen. Aber wer dort lebt, muss sich nunmal anpassen. Und dazu gehört auch die Burka. Und ob das gut ider schlecht ist, darüber haben wir gar nicht zu urteilen.

Ich wollte auch nur darauf hinaus, dass es in Deutschland ebenso gesetzliche und gesellschaftliche (wenn inzwischen auch keine religösen mehr) Zwänge gibt, wo man sich unterzuordnen hat. Und man kann hier auch nicht tun und lassen was man will, auch wenn dabei Dritte keinen Schaden nehmen.

Gruß,
Photon
 
Falsch. Die Lehre, die ein Christ daraus ziehen müsste ist, dass er keinen an der Klatsche hat, dass Jesu Christi stets Frieden und Nächstenliebe gepredigt hat und dass man dem Zuwiderhandeln würde, wenn man sich nun wie ein radikaler Islamist benimmt - auch wenn man sich nur in diese Richtung gedanklich bewegt.
Wie drücke ich das jetzt möglichst unmissverständlich aus? Natürlich ist die Lehre die in der Bibel steht eine friedfertige. Würde ich jetzt selber so brutal werden wie manche Moslems, ich würde meinen Glauben verraten. Nur, die Lehre die ich bisher ziehen mußte ist die, das die Moslems mit ihren Methoden durchkommen. Will ich vor der Islamiesierung warnen bin ich Xenophob und hab gefälligst meine Klappe zu halten. Wenn nicht bin ich ein Fundamentalist und genauso schlimm wie die Attentäter.
 
[...] Nur, die Lehre die ich bisher ziehen mußte ist die, das die Moslems mit ihren Methoden durchkommen.
Kommen sie? Wo? Wann?

Wenn sich in letzter Zeit irgendetwas entwickelt hat, dann doch wohl eher eine Ablehnung dem Islam gegenüber, als Zustimmung, oder? Deswegen meinte ich ja auch, dass die islamischen Gemeinden viel mehr tun müssten, als sich von Attentaten zu distanzieren und zu meinen: "Wir haben damit nix zu tun, es sind die anderen..."

Durch Terror und Gewalt konnte man vielleicht noch im Mittelalter ein paar wankelmütige Heiden zum Christentum bekehren. Aber wohl kaum noch im Jahre 2008. Ich denke viel eher, dass die Islamisten dem Ansehen ihrer Religion weltweit so sehr schaden, dass jeder aufrechte Muslime kotzen müsste. Dass viele Menschen Hass auf die USA haben (gerade eben aus den muslimischen Ländern), kann ich sehr gut verstehen und nachempfinden, ist ja auch kein Wunder. Aber durch Terror und Gewalt werden sie weder die USA vernichten, noch bekehren, noch sich irgendwelche Sympathien in der Welt schaffen.

Will ich vor der Islamiesierung warnen bin ich Xenophob und hab gefälligst meine Klappe zu halten. Wenn nicht bin ich ein Fundamentalist und genauso schlimm wie die Attentäter.
Wen oder was willst Du denn vor Islamisierung warnen? Einen Moslem? Weil ich (und ich hoffe, ich spreche da für die meisten Menschen) werden sich nicht bekehren lassen. Also warnst Du vor der Radikalisierung des Islam? Dann mach' Dir das Leben nicht so schwer und warne doch allgemein vor Radikalisierung einer Religion. Damit kann Dir niemand Xenophobie vorwerfen, Du musst nicht die Klappe halten und drückst genau das aus, was Du denkst, oder?

Gruß,
Photon
 
Kommen sie? Wo? Wann?

Wen oder was willst Du denn vor Islamisierung warnen? Einen Moslem? Weil ich (und ich hoffe, ich spreche da für die meisten Menschen) werden sich nicht bekehren lassen. Also warnst Du vor der Radikalisierung des Islam? Dann mach' Dir das Leben nicht so schwer und warne doch allgemein vor Radikalisierung einer Religion. Damit kann Dir niemand Xenophobie vorwerfen, Du musst nicht die Klappe halten und drückst genau das aus, was Du denkst, oder?

Gruß,
Photon

Zum ersten Punkt: Hier in Deutschland, schon seid Jahren. Kürzlich hat eine Richterin schon die vorzeitige Scheidung einer Frau verweigert, weil es im Islam nunmal üblich ist die Frauen zu schlagen. So meinte es zumidnest die Richterin.In England schlägt ein Bischof vor die Sharia teilweise einzuführen. Es gibt so viele Beispiele mit denen man den Moslems die Integration vereinfachen will, so das Argument, man tatsächlich unser land aber scheibchenweise Islamisiert. Ähnlich wie der Überwachungstaat auch scheibchenweise kommt.

Das Problem ist, das ich eben vor der Islamisierung Deutschlands warne und dazu auch vor der Radikaliserung der Religion des Islams. 2 Paar Schuhe sind das. Warnen will ich vor allem davor das man einfach alles mitmacht, auch wenn man selber nicht daran glaubt, aber damit sich Moslems hier wohler fühlen, gibt eben diese oder jene Möglichkeit. Damit meine ich nicht das man Moscheen baut. Ein Raum zum Gebet steht ihnen zu. Aber eben solche Geschichten, das wir unseren Rechtsstaat aufgeben um Muslimische Sitten besser achten zu können. Oder das wir die Meinungsfreiheit aufgeben, damit Mitarbeiter von Videohostern nicht von Moslems umgebracht werden. Oder die Pressefreiheit, damit Reporter nicht ermordet werden. Bestimmt kommt bald der Vorschlag das man die Kirchen in Neuköln verhüllt, damit die Moslems nicht gestört werden. Oder das Glockengeläut muss abgestellt werden. Oder Weihnachten lassen wir am besten den Hintergrund gelich ganz fallen. Dann stören sich die Moslems weniger dran. etc. etc.
 
Aber wer dort lebt, muss sich nunmal anpassen. Und dazu gehört auch die Burka. Und ob das gut ider schlecht ist, darüber haben wir gar nicht zu urteilen.

Ich kann dem nur vehement widersprechen. Burkas als kulturellen Wert anzusehen und zu meinen man könnte die damit verbundene Unterdrückung der Frau nicht kritisieren, hat nichts mit objektiver Wahrnehmung zu tun. Ist ja fast schon zynisch.

Kennt ihr eigtl. die Videos von Wafa Sultan auf Youtube ? Kann ich nur empfehlen, die Frau war selbst 32 Jahre praktizierende Muslimin.

https://youtube.com/results?search_query=Wafa+Sultan&search_type=

https://de.wikipedia.org/wiki/Wafa_Sultan
 
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Ich kann dem nur vehement widersprechen. Burkas als kulturellen Wert anzusehen und zu meinen man könnte die damit verbundene Unterdrückung der Frau nicht kritisieren, hat nichts mit objektiver Wahrnehmung zu tun. Ist ja fast schon zynisch.[...]
In erster Linie geht es uns Deutsche hier in Deutschland überhaupt gar nichts an. Wir sind nicht die USA, die der ganzen Welt unsere Wertvorstellungen gewaltsam aufdrücken muss.

Das ganze ändert sich, wenn tatsächlich der Fall, von dem ich persönlich noch nichts gehört habe, wie von Oberst18 beschrieben, so stattgefunden hat. Also dass eine Richterin hier in Deutschland die vorzeitige Scheidung verweigerte mit der Begründung, dass das Schlagen einer Frau im Islam normal ist. Hier haben wir anderes Recht, hier werden keine Frauen geschlagen. Nicht mal dann, wenn es fester Bestandteil einer Religion wäre, was es aber auch im Islam defintiv nicht ist.

Zynisch hin oder her. Aber ich erhebe nicht den Anspruch, dass meine persönlichen Wertvorstellungen zwingend für alle Menschen dieser Welt sein müssen. Ich denke dabei an die Kannibalen, die ihre Verwandten fressen. Man könnte sagen, sie tun es aus religösen Gründen, um die Kraft und die Weisheit des Verstorbenen in sich aufzunehmen. Hier in Deutschland kocht man seinen Opa nicht, deswegen verbiete ich es aber nicht den Ureinwohnern irgendwo in Südamerika.

Gruß,
Photon
 
Zynisch hin oder her. Aber ich erhebe nicht den Anspruch, dass meine persönlichen Wertvorstellungen zwingend für alle Menschen dieser Welt sein müssen. Ich denke dabei an die Kannibalen, die ihre Verwandten fressen. Man könnte sagen, sie tun es aus religösen Gründen, um die Kraft und die Weisheit des Verstorbenen in sich aufzunehmen. Hier in Deutschland kocht man seinen Opa nicht, deswegen verbiete ich es aber nicht den Ureinwohnern irgendwo in Südamerika.

Kannibalismus ist ja sogar noch ein extremeres Beispiel. Wenn du dich zu den Menschenrechten bekennst, dann musst du das ganz klar verurteilen, egal wo, auch in Südamerika oder sonstwo. Menschenrechte sind universell gültig, egal unter welcher Staatsform.

edit: OK ich muss hier differenzieren, Kannibalismus von bereits toten Menschen ist natürlich wieder eine andere Sache, insbesondere wenn sie einvernehmlich geschieht.

Aber bleiben wir bei der Burka-Pflicht, die betrifft eben elementarste Menschenrechte.
 
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Kannibalismus ist ja sogar noch ein extremeres Beispiel. Wenn du dich zu den Menschenrechten bekennst, dann musst du das ganz klar verurteilen, egal wo, auch in Südamerika oder sonstwo. Menschenrechte sind universell gültig, egal unter welcher Staatsform.
Weißt Du, wenn man den Gedanken der Menschenrechte mal zurückverfolgt, dann geht es im Wesentlichen doch nur darum, jeden Menschen gegenüber einem anderen gleichzusetzen und so jedem Menschen ein Fundament für ein lebenswertes Leben zu schaffen. Genau darum geht es in den Menschenrechten: Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden.

Mal ganz davon abgesehen, dass sogar einige der Staaten, die sich genau diese Parolen auf die Fahnen geschrieben haben, stets und ständig gegen eben diese Menschenrechte verstoßen, ist es für mich gar keine Frage, einem Volk von mir aus auch den Kannibalismus zuzugestehen. Ich habe sicherlich hygienische Bedenken dabei, klar. Aber ansonsten sehe ich dabei absolut kein Problem.

Was die Burka angeht, so ist es in den Ländern, die mir dazu einfallen, seit Jahrhunderten Tradition. Diese Kleidungsstücke gibt es sogar in Deutschland zu kaufen. Wenn die Mädels in diesen Ländern dazu gezwungen werden, diese Kleidung zu tragen, so mag für die Einzelne sicher unangenehm sein. Aber ich sehe darin keinerlei Verletzung der Menschenrechte.

Was für mich ganz klar gegen die Menschenrechte verstößt, ist Folter, Krieg, Sklaverei, Ehrenmorde, Zwangsheirat und Genitalverstümmelungen. Und auf wie viele Länder der Welt trifft wenigstens einer dieser Punkte zu? Mir fallen sogar spontan nur wenige Länder der Welt ein, wo es nicht Alltag ist. Eigentlich liegen alle, die mir einfallen, in Mitteleuropa. Und wenn wir die Menschenrechte ganz genau nehmen, dann verstößt ein Burkaverbot ebenso gegen die Menschenrechte, wie die Burkapflicht. So gesehen verstieße die Uniformpflicht in etlichen Berufen auch gegen die Menschenrechte?!

Die Menschenrechte sollten auch nie in Konflikt stehen mit der Religion. Im Gegenteil ergänzt sich eigentlich beides ganz zauberhaft. Dass es in der Realität ganz anders ist zeigt mir, dass auch die Menschenrechte reichlich Interpretationsspielraum lassen. Kurz: Mein Interpretationsspielraum ist eigentlich nur etwas größer als Deiner ;)

Gruß,
Photon
 
Wenn die Mädels in diesen Ländern dazu gezwungen werden, diese Kleidung zu tragen, so mag für die Einzelne sicher unangenehm sein. Aber ich sehe darin keinerlei Verletzung der Menschenrechte.

Komm schon, also das ist jetzt wirklich ne üble Relativierung, das kannst du doch so eigentlich garnicht bringen. Abgesehen davon, dass es Frauen in Burkas praktisch unmöglich ist einen normalen Alltag zu leben und sie von dem öffentlichem Leben total ausgeschlossen sind, hat das jetzt wirklich überhaupt nichts mit "unangenehm sein" zu tun. Burkas sind letztendlich nichts weiter als flexible Festungen, auferlegt durch den gewaltsamen Joch der männlichen Unterdrücker, schliesslich ist es nicht etwa so, dass die Frauen mitentscheiden dürfen, ob eine allgemeine Burkapflicht für sie OK ist. Frauen leiden darunter. Das Tragen einer Burka hat neben der offensichtlichen Demütigung und der totalen Unterdrückung ihrer Persönlichkeitsrechte durch das Patriarchat auch direkte Auswirkungen auf ihre Psyche. Ihr Dasein wird durch das Tragen einer Burka auf primitivste Beschäftigungen reduziert, sie werden auf krasseste Weise entmündigt, es ist ihr unmöglich sich selbst zu versorgen, ihre Existenz steht in direkter Abhängigkeit zu den Männern. Zu alledem kommen dann noch die physischen Schäden wie etwa der Vitamin D Mangel, unter dem meines Wissens viele Burka Trägerinnen leiden und durch den sie somit auch vermehrt Krankheiten wie etwa Krebs ausgesetzt sind.

Und wenn wir die Menschenrechte ganz genau nehmen, dann verstößt ein Burkaverbot ebenso gegen die Menschenrechte, wie die Burkapflicht. So gesehen verstieße die Uniformpflicht in etlichen Berufen auch gegen die Menschenrechte?!

Siehe oben, deine Vergleiche gehen einfach garnicht, sorry.
 
Komm schon, also das ist jetzt wirklich ne üble Relativierung, das kannst du doch so eigentlich garnicht bringen. [...]
Ich glaube, Du verwechselst hier den religösen Aspekt des Tragens einer Burka mit den Auswirkungen eines streng geführten Patrichariats.

Beides hat miteinander nichts zu tun. Dass in vielen islamischen Ländern das Patrichariat regiert, ist sicherlich Tatsache. Dennoch heißt Islam nicht gleich Patrichariat und Christentum nicht gleich Demokratie und Emanzipation.

Alle Punkte, die Du aufgeführt hast, sind sicher auch wahr, auch wenn sie wie eine Übersetzung eines amerikanischen Propagandafilmchens klingen. Deswegen können wir uns gern darüber unterhalten, ob Patrichariat nun gut oder schlecht ist. Ich denke, wir haben dazu auch die gleichen Ansichten. Aber bei der Frage, ob wir uns anmaßen sollten, über die Kultur und Lebensweise anderer Völker zu urteilen oder am Ende sogar noch den Leuten gewaltsam unsere Vorstellungen aufzwingen sollten, gehen unsere Ansichten wahrscheinlich weit auseinander.

Wie auch immer: Wilders warnt ja nicht vor Vitamin-D-Mangel, daher ist es eigentlich auch müßig, darüber zu streiten...

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:
@Photon
wie würde es dir gefallen, gezwungen zu werden, für den Rest deines Lebens mit einer Papiertüte über den Kopf rumzulaufen.
denke mal ernsthaft darüber nach
 
@Photon
wie würde es dir gefallen, gezwungen zu werden, für den Rest deines Lebens mit einer Papiertüte über den Kopf rumzulaufen.
denke mal ernsthaft darüber nach
Gar nicht, obwohl es vielleicht ein großer Beitrag zur Verschönerung meiner direkten Umwelt wäre :D

Aber darum geht es ja auch gar nicht. Die Burka ist ein religöses Symbol. Dass die Weiber in den jeweiligen Ländern zum Tragen gezwungen werden, liegt nicht an der Religion, nicht an der Burka oder in der Ermangelung von Papiertüten. Schuld ist das Patriachat. Und das sind wir so gesehen auch erst 1918 mit dem Frauenwahlrecht losgeworden, Frankreich erst 1944, Schweiz sogar erst 1971, der letzte Kanton wird erst 1990 dazu gezwungen, das Frauenwahlrecht einzuführen! Das sind nur Beispiele aus unserer direkten Umgebung, aus Mitteleuropa.

Also stehen wir vor der Frage, ob die Burka eine Geißel ist oder das Patriachat. So weit sind wir davon auch noch nicht entfernt, um anklagend auf diese Länder zeigen zu können. Und so lange haben wir auch noch keine Demokratie um einschätzen zu können, ob diese unsere Gesellschaftsform unter dem Strich tatsächlich die bessere und dauerhaftere ist. Wir leben so, die leben anders und ich habe damit kein Problem. Diese Länder brauchen wahrscheinlich noch Zeit, sich (wohin auch immer) zu entwickeln. Aber ich bin strikt dagegen, ihnen unsere Gesellschaftsform aufzumissionieren. zumindest hoffe ich, dass wir die Tage der gewaltsamen Missionierung anderer Kulturen hinter uns gelassen haben. Vielleicht lässt auch die USA es irgendwann hinter sich.

Gruß,
Photon
 
Aber ich bin strikt dagegen, ihnen unsere Gesellschaftsform aufzumissionieren.

Die komplette Gesellschaftsform nicht ...

Aber dafür wäre es schon ein riesiger Schritt wenn Werte wie "Toleranz gegenüber Andersgläubigen" bzw. die Akzeptanz eines Nicht-religiösen Lebens Einzug halten würden.