Sammelthread Geert Wilders und der Islam

Sozialgesellschaftlich? Ja.
Wirtschaftlich? Nein.

Diese pauschale Aussage trifft auch nicht zu ...

Vergleich man nämlich mal den Iran mit Afghanistan (unter den Taliban) bedeutet die Nutzung von Fernsehern, Handys, Internet und der Besuch von Konzerten (alles bei den Taliban verboten) eine enorme soziale Entwicklung.

Weiterhin gibt es (nicht wirklich demokratische) Wahlen im Iran und sogar Frauen dürfen zur Uni gehen.

Wo Du da die sozial-gesellschaftlichen Entwicklungsdefizite siehst ist mir rätselhaft.

Das einzige Problem bleibt die Religion, die sich in die gesellschaftliche Entwicklung einmischt.
Das haben die Europäer (meist Christen) ab dem Mittelalter nach und nach abgebaut.

Wenn Staatsgebilde auf religiösen Grundsätzen ihre Rechtssprechung festmachen, kann etwas nicht in Ordnung sein.
 
Ich empfehle Dir nach wie vor nachdrücklich, mal Dein Kämmerchen zu verlassen und Dich in der Welt umzuschauen, wo es den Menschen wie geht. Dann hörst Du vielleicht auf, Dich an den USA zu reiben.
Man bennsenson, ich habe doch nun schon Israel ausßen vor gelassen, obwohl es mich in den Fingern juckte. Zumal es hier auch nicht sonderlich gut ins Thema passt und Israel ausnahmsweise gerade keinen illegalen Angriffskrieg gegen einen Nachbarn führt.

Aber dass in den USA im 21. Jahrhundert gefoltert wird, weißt Du schon, oder ist Dir das neu? Dass die USA nach Belieben in Länder ihrer Wahl einfällt wohl auch? Und dass sie jedem Land und jedem Menschen dieser Welt lieber gestern als heute ihre "Freiheit" und "Demokratie" bringen wollen - und zwar mit brutaler Gewalt - ist doch nun auch kein Geheimnis (vom Öl fange ich erst gar nicht an).

Aber Du hast recht: In den USA sind die Methoden andere. Dort wird nicht gesteinigt und die Frauen müssen keine Burka tragen. Naja, die Hinrichtungen lassen wir mal unter den Tisch fallen und die Folterungen auch. Die Kriege auch. Die Überwachung auch. Ach konzentrieren wir uns einfach auf McDonalds und den Silver Surfer, dann ist die Welt in Ordnung :D

EDIT:
Diese pauschale Aussage trifft auch nicht zu ...

Vergleich man nämlich mal den Iran mit Afghanistan (unter den Taliban) bedeutet die Nutzung von Fernsehern, Handys, Internet und der Besuch von Konzerten (alles bei den Taliban verboten) eine enorme soziale Entwicklung.
Wenn man Fernseher, Handy und ein (zensiertes) Internet hat, ist man sozial ebenso weit wie beispielsweise Deutschland? Warum sollte ich in einer Monarchie, einem Patriarchat oder von mir aus auch im Feudalismus diese Dinge nicht haben? Gut, als Sklave ist es wohl schwer, wobei ich neulich erst gelesen habe, dass es aktuell so viele Sklaven auf der Welt gibt, wie noch nie in der Menschheitsgeschichte. Wo also Menschen für ihre Arbeit weniger Geld verdienen, als sie zum Leben benötigen. Da fällt mir spontan China ein. Achja, richtig - die sind ja nun keine Schurken mehr, wenn sie gegen die Produktpiraterie vorgehen. Naja, "Menschenrechte" ist wohl ein sehr dehnbarer Begriff.

[...] Das einzige Problem bleibt die Religion, die sich in die gesellschaftliche Entwicklung einmischt.[...]
Au contraire! Die Religion hat damit nicht das Geringste zu tun. Es sind die wenigen Leute, die die Macht haben und ihre Interessen vertreten wollen. So wie einst der Papst zum Kreuzzug im Namen Gottes aufrief, so ruft heute der eine oder andere Imam zum Dschihad auf. Die Religion ist hier nur Mittel zum Zweck. Geld funktioniert auch, nur nicht so wirkungsvoll. Besticht man jemanden, dann desertiert der schonmal. Aber wenn jemand im Herzen davon überzeugt ist, das Richtige zu tun, dann gibt er notfalls auch für jeden Schwachsinn sein Leben hin.

Daran ist aber nicht die Religion schuld. Die wird als Medium missbraucht, um den Hass zu trasportieren. Sie ist aber nicht die Wurzel.

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja ich schrieb es vorher, das Verschieben der Verhältnismäßigkeiten was diese Dinge betrifft ist eine weit verbreitete Seuche und bei Dir ist der Hass auf die USA offenbar einer Gehirnwäsche früherer Tage geschuldet.
 
Aber dass in den USA im 21. Jahrhundert gefoltert wird, weißt Du schon, oder ist Dir das neu?

Diese Formulierung nervt mich ziemlich.
Davon, dass Folter in den USA an der Tagesordnung ist (sprich in Gefängnissen jeder Häftling ein potentielles Folteropfer ist) kann ja wohl keine Rede sein.

Die merkwürdigen Machenschaften in Guantanamo stehen jedoch ganz oben auf der Kritikliste.

Dass die USA nach Belieben in Länder ihrer Wahl einfällt wohl auch?

Auch diese Formulierung passt eher in Foren wie Infokrieg o.ä. anti-amerikanischen Verschwörercommunities.

Die Tatsachen sprechen klar gegen "nach Belieben".

Naja, die Hinrichtungen lassen wir mal unter den Tisch fallen ..

Wenn Du schon solche Vergleiche bringst solltest Du wenigstens auch die Vergehen differenziert betrachten, für die die Todesstrafe in den jeweiligen Ländern verhängt wird.
Auch wenn ich ein entschiedener Gegener der Todesstrafe bin macht es für mich immer noch einen gewaltigen Unterschied ob für Mord das System den Tod des Straftäters verlangt oder für "Delikte" wie Homosexualität, Ehebruch, die EIGENE Vergewaltigung oder Gotteslästerung.

Weiterhin sollte man bei dieser Argumentation auch berücksichtigen, dass immer mehr US-Staaten die Todesstrafe abschaffen und vor allem die Zahl hingerichteter Menschen.
Falls Du mehr Infos dazu brauchst >>> Todesstrafe
 
Naja ich schrieb es vorher, das Verschieben der Verhältnismäßigkeiten was diese Dinge betrifft ist eine weit verbreitete Seuche und bei Dir ist der Hass auf die USA offenbar einer Gehirnwäsche früherer Tage geschuldet.
Ja, möglich. Viel wahrscheinlicher ist aber die Tatsache, dass ich mir mal selbstständig Gedanken gemacht habe und sich nicht jede Propaganda bei mir im Mark und Bein festsetzt.

Die Russen waren nie meine Freunde, schon gar nicht meine Brüder (wie es die DDR gern gehabt hätte), nur weil sie meinen Opa 5 Jahre lang als Kriegsgefangenen wie Scheiße behandelt haben. Aber eine gute Seite hatte es, in der DDR groß zu werden und dort die Bildung zu genießen: Man hat Dinge schon früh erfahren, die wohl in der BRD verschwiegen oder heruntergespielt wurden. Im Gegenzug hat man aus dem Westfernsehen Dinge erfahren, die in der DDR verschwiegen wurden (Russland in Afghanistan etc). Und wenn man beide damaligen Supermächte miteinander verglichen hat, dann stellte man schnell fest, dass sich beide in nichts nachstanden.

So, die Sowjetunion ist zerfallen, die USA ist nun König auf Erden. Und das lässt sie ja auch raushängen. Ganz in traditioneller Kolonialmanier. Nur heute unter anderer Flagge und anderem Motto. Und wenn man bedenkt, dass es einen öffentlichen Rassismus bis in die 1960er Jahre hinein in den USA gab, dann sollte man nicht im Jahre 2008 gewaltsam in Länder dieser Welt eindringen und sie zu kolonialisieren versuchen.

@komerzhasi: Entschuldige, ich hatte meinen Beitrag an bennsenson noch editiert und bin auf Dich eingegangen. Wollte Doppelposting vermeiden. Hast Du es gelesen?

Gruß,
Photon
 
Diese Formulierung nervt mich ziemlich.
Davon, dass Folter in den USA an der Tagesordnung ist (sprich in Gefängnissen jeder Häftling ein potentielles Folteropfer ist) kann ja wohl keine Rede sein.

Die merkwürdigen Machenschaften in Guantanamo stehen jedoch ganz oben auf der Kritikliste.
Kritik, ja? Naja, muss wohl ein Ausrutscher über mehrere Jahre sein ;) Du, Guantanamo gibt es nicht "aus Versehen" oder "mit Duldung" der USA. Es ist als Gefangenlager von den USA eingerichtet worden und Folterungen sind dort sogar Programm. Von Menschenrechten keine Spur.

Auch diese Formulierung passt eher in Foren wie Infokrieg o.ä. anti-amerikanischen Verschwörercommunities. Die Tatsachen sprechen klar gegen "nach Belieben".
Gut, dann formulieren wir es politisch korrekter: Die USA bringt Freiheit in all jene Länder, in denen die Menschen irgendwie unterdrückt werden, die im Verhältnis zur USA wehrlos sind und wo sich nach Kriegsende genug Geld herauspressen lässt. Irak nehme ich mal aus, war wohl eine Fehlinvestition. Stimmt es so eher?

Wenn Du schon solche Vergleiche bringst solltest Du wenigstens auch die Vergehen differenziert betrachten, für die die Todesstrafe in den jeweiligen Ländern verhängt wird.
Hmm, aus unserer Sicht, stimmt's? Ja, nach unseren Werten und Gesetzen beurteilt, sind es martialische Strafen für kleinere Vergehen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich die News sehr sehr kritisch gelesen habe, nach der eine Frau angeblich vergewaltigt und dafür gesteinigt wurde. Ich halte es für Pro-westliche Propaganda und sofern das tatsächlich genau so passiert sein sollte (was ich nicht glaube), wird es wohl eine tragische Ausnahme gewesen sein und kaum normales geltendes Recht.

Aber wenn es in anderen Ländern nunmal Gesetze gibt, in denen Gotteslästerung und Ketzerei mit dem Tode bestraft wird, dann ist es nunmal so. Aus unserer Sicht sind es überholte Konzepte des Zusammenlebens und wir lehnen es ab. Aber auch wir hatten diese Tage und nur weil wir davon etwas länger entfernt sind heißt es nicht, dass wir nun das Recht auf die allgemeingültige Weisheit gepachtet haben, die wir nun auch gewaltsam den Leuten aufzwingen dürfen.

[...] Weiterhin sollte man bei dieser Argumentation auch berücksichtigen, dass immer mehr US-Staaten die Todesstrafe abschaffen und vor allem die Zahl hingerichteter Menschen.
[...]
Schön, dass die USA bis in das 21. Jahrhundert dazu gebraucht hat. Naja, vielleicht nochmal 100 Jahre und die USA ist dann vielleicht sogar in der Lage, die eigenen Menschenrechte zu achten.

Auch auf die Gefahr hin, dass das O.T. wird, aber würde schon gerne wissen, was man in der DDR erfuhr, was in der BRD verschwiegen wurde.
Du, das wird aber echt OffTopic. Können wir gern an anderer Stelle ausdiskutieren.

Gruß,
Photon
 
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Aber wenn es in anderen Ländern nunmal Gesetze gibt, in denen Gotteslästerung und Ketzerei mit dem Tode bestraft wird, dann ist es nunmal so. Aus unserer Sicht sind es überholte Konzepte des Zusammenlebens und wir lehnen es ab. Aber auch wir hatten diese Tage und nur weil wir davon etwas länger entfernt sind heißt es nicht, dass wir nun das Recht auf die allgemeingültige Weisheit gepachtet haben, die wir nun auch gewaltsam den Leuten aufzwingen dürfen.

Wenn es immer nur Leute wie dich gegeben hätte, die einfach sagen das ist eben so und das so hinnehmen, hätten wir die gleichen schlimmen Bedingungen wie früher.

Nur dadurch das es Leute gab, die immer wieder für die persönliche Freiheit aller gekämpft haben, haben wir diese heute.

Wir sollten nicht davon reden was früher einmal war, wir leben hier und heute und können froh sein, auf das was wir erreicht haben. Natürlich ist es nirgends perfekt und es gibt überall auf der Welt Menschenrechtsverletzungen, aber mit der Einstellung: "Ist eben so" wird sich nie was ändern.

Die persönliche Freiheit ist ein hohes Gut, welches jedem zustehen sollten.
 
Wenn es immer nur Leute wie dich gegeben hätte, die einfach sagen das ist eben so und das so hinnehmen, hätten wir die gleichen schlimmen Bedingungen wie früher.

Nur dadurch das es Leute gab, die immer wieder für die persönliche Freiheit aller gekämpft haben, haben wir diese heute.

:clap:
 
Wenn es immer nur Leute wie dich gegeben hätte, die einfach sagen das ist eben so und das so hinnehmen, hätten wir die gleichen schlimmen Bedingungen wie früher.

Nur dadurch das es Leute gab, die immer wieder für die persönliche Freiheit aller gekämpft haben, haben wir diese heute.

Wir sollten nicht davon reden was früher einmal war, wir leben hier und heute und können froh sein, auf das was wir erreicht haben. Natürlich ist es nirgends perfekt und es gibt überall auf der Welt Menschenrechtsverletzungen, aber mit der Einstellung: "Ist eben so" wird sich nie was ändern.

Die persönliche Freiheit ist ein hohes Gut, welches jedem zustehen sollten.
Ja natürlich und Du hast absolut recht. Und wenn sich die Leute in XYZ gegen ihr Unrechtsregime erheben und dagegen kämpfen, dann sollte es zumindest möglich sein, dass wir sie bei diesem Kampf unterstützen.

Aber Du machst hier den gleichen Fehler, wie viele andere auch. Dass wir heute weitestgehend Freiheit und Demokratie haben, dass wir alle wählen gehen und dass wir uns hier darüber auch so unterhalten können, haben wir kaum irgendwelchen Menschen aus der Welt zu verdanken, sondern weitestgehend uns selbst. Und wir wissen sogar schon was passiert, wenn man aus Protest falsch wählt. Das alles haben wir in den letzten 100 Jahren erlebt, also gibt es vielleicht sogar noch lebende Augenzeugen.

Und Du denkst, dass wir mit unserer "langen" Demokratie-Tradition, der freiheitlichen Grundrechte und der Anerkennung/Einhaltung der Menschenrechte also jetzt das Recht haben, diese unsere Werte fremden Staaten der Welt gewaltsam aufzuzwingen?

Wie ich schon geschrieben habe: Nicht mal die USA (meines Wissens nach das Land mit der ältesten Demokratie- und Menschenrechtstradition, wie wir sie heute kennen) hält diese derzeit auf ganzer Linie ein. Regt sich aber über andere Menschenrechtsverletzungen auf der Welt auf. Egal, anderes Thema.

Fakt ist, dass ich mir auch gut ein Land vorstellen kann, in dem eine Monarchie die Menschen führt. Ob nun besser oder schlechter, will und kann ich nicht beurteilen. Aber ich lasse jedem souveränen Staat und den Menschen darin die Wahl, wie sie selbst leben wollen. Genau dafür gibt es Grenzen. Und diese Grenzen zu verletzen, um meinem Nachbarn meinen Willen aufzudrücken, ist nunmal Unrecht. Um es auf die deutsche Geschichte zu projezieren: Es wäre auch Unrecht gewesen, wenn die USA/BRD in die DDR oder die SU/DDR in die BRD eingefallen wären, weil jeder von beiden der Ansicht gewesen wäre, dass ihr System besser als das des Nachbarn gewesen wäre.

Also um es nochmal zu sagen: Gut, dass sich die Menschen in Deutschland erhoben haben und dass wir nun in den Früchten dieses Kampfes leben dürfen. Ganz schlecht hingegen, wenn wir unsere Werte als allgemeingültig und als den Stein des Weisen betrachten und aus dieser schlimmen Fehlinterpretation heraus nun einen Kreuzzug starten würden.

Gruß,
Photon
 
Aber Du machst hier den gleichen Fehler, wie viele andere auch. Dass wir heute weitestgehend Freiheit und Demokratie haben, dass wir alle wählen gehen und dass wir uns hier darüber auch so unterhalten können, haben wir kaum irgendwelchen Menschen aus der Welt zu verdanken, sondern weitestgehend uns selbst.

Wohl kaum. Fortschritt und Aufklärung waren und sind dynamische Prozesse, die immer international waren und sich gegenseitig bedingt haben. Abgesehen davon, ích persönlich will nicht vergessen, dass uns eine internationale Allianz vom H****r-Regime befreit hat...
 
Wohl kaum. Fortschritt und Aufklärung waren und sind dynamische Prozesse, die immer international waren und sich gegenseitig bedingt haben. Abgesehen davon, ích persönlich will nicht vergessen, dass uns eine internationale Allianz vom H****r-Regime befreit hat...

NACHDEM dieses Regime Gewalt und Zerstörung NACH AUßEN getragen hat! Die innenpolitischen Aspekte des Dritten Reiches waren den Alliierten herzlich wurscht - KZs gab es schon 1933, die Rassegesetze seit 1935.

International wurde Nazideutschland erst ab dem 01.09.1939 zu einem Problem.
 
Ich seh das jetzt mal als Einsicht deinerseits an, finde ich gut.
Du, diese Einsicht ist aber nicht neu von meiner Seite. Nur ändert sich meine Meinung definitiv nicht in dem Punkt, ob man dem Nachbarn mit Waffengewalt diese unseren Werte bringen sollte oder nicht. Denn ich bin noch immer der Ansicht, dass ein jeder Staat so geführt werden sollte, wie er will. Und wenn die Menschen sich innerhalb dieses Staates gegen diesen erheben und (militärische oder humanitäre) Hilfe in ihren Kampf brauchen und diese auch anfordern, dann ist es natürlich aus unserer Sicht richtig, den Menschen auch in gewissem Maße zu helfen, diesen Weg zu gehen.

Aber niemals darf man seine eigenen Werte als alleingültig ansehen und diese aufgrund dieser Fehleinschätzung gewaltsam in die Welt zu tragen versuchen. Unter welchem Namen, welcher Flagge und welchen Motiven es geschieht, spielt dabei absolut keine Rolle!

EDIT: @bennsenson: darkkurt hat schon genau die richtigen Worte gefunden. Der Unterschied liegt doch auf der Hand. Deutschland hat den Krieg mit seinen Nachbarn begonnen und sie binnen weniger Tage niedergeschlagen. Da werden diese Völker wohl hilfeschreiend in der Welt nach Unterstützung gesucht haben. Und so gesehen hat die USA richtig gehandelt, als sie dann eingeschritten ist. Allerdings habe ich bezüglich der USA so meine Zweifel an der endgültigen Motivation, ganz besonders wegen dem sehr späten Kriegsbeitritt nach Pearl Habour. Aber auch das ist wieder ein anderes Thema.

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:
darkkurt hat schon genau die richtigen Worte gefunden. Der Unterschied liegt doch auf der Hand. Deutschland hat den Krieg mit seinen Nachbarn begonnen und sie binnen weniger Tage niedergeschlagen. Da werden diese Völker wohl hilfeschreiend in der Welt nach Unterstützung gesucht haben. Und so gesehen hat die USA richtig gehandelt, als sie dann eingeschritten ist. Allerdings habe ich bezüglich der USA so meine Zweifel an der endgültigen Motivation, ganz besonders wegen dem sehr späten Kriegsbeitritt nach Pearl Habour. Aber auch das ist wieder ein anderes Thema.

Die USA und andere Länder hätten noch vielmehr richtig gehandelt wenn sie einen Angriffskrieg gegen das Dritte Reich geführt hätten. Aber genau das ist für dich ja ausgeschlossen, da deiner Argumentation nach jedes Land unter jeder Staatsform ein legitimes Existenzrecht besitzt. :ugly:
 
Die USA und andere Länder hätten noch vielmehr richtig gehandelt wenn sie einen Angriffskrieg gegen das Dritte Reich geführt hätten. Aber genau das ist für dich ja ausgeschlossen, da deiner Argumentation nach jedes Land unter jeder Staatsform ein legitimes Existenzrecht besitzt. :ugly:
Ja, sie haben heute ja aus ihren "Fehlern" gelernt und führen "Präventivkriege" gegen "Schurkenstaaten". Zwar nicht gegen jeden und wonach selektiert wird, wollen wir hier besser nicht ausführen, weil wir es nicht wissen. Aber ist schon ganz fetzig, unter dem Banner der Freiheit und Demokratie Scheibe spielen zu können und dann sogar noch vereinzelt Applaus dafür zu bekommen. Dufte Sache :-?

Gruß,
Photon
 
Die USA und andere Länder hätten noch vielmehr richtig gehandelt wenn sie einen Angriffskrieg gegen das Dritte Reich geführt hätten. Aber genau das ist für dich ja ausgeschlossen, da deiner Argumentation nach jedes Land unter jeder Staatsform ein legitimes Existenzrecht besitzt. :ugly:

ach ja, und wenn mir irgendeine staatsform nicht passt, dann muss ich diese eben mit gewalt ändern? warum hat denn die usa in den krieg eingegriffen? wohl kaum wegen der staatsform. die gründe dafür sollten doch bekannt sein. ;)

und heute?

warum ist die usa in den irak einmarschiert? wegen saddam? wegen chemie-ali? wegen massenvernichtungswaffen? ausser saddam hat man nichts der gleichen finden können. bleibt nur noch die staatsform, oder aber das öl. :think:

hier sollte darauf geachtet werden, dass nicht äpfel mit birnen verglichen werden.
 
NACHDEM dieses Regime Gewalt und Zerstörung NACH AUßEN getragen hat!

Meine Feststellung war auf die Behauptung bezogen, dass wir unsere heutige Gesellschaft fast ausschließlich innenpolitischer Entwicklung zu verdanken haben. Dem ist offenkundig nicht so, 1. weil die Aufklärung kein Prozess war, der abgeschottet von anderen Ländern stattfand und 2. weil wir noch vor rund 60 Jahren von einem antidemokratischen Regime befreit werden mussten.
 
Meine Feststellung war auf die Behauptung bezogen, dass wir unsere heutige Gesellschaft fast ausschließlich innenpolitischer Entwicklung zu verdanken haben. Dem ist offenkundig nicht so, 1. weil die Aufklärung kein Prozess war, der abgeschottet von anderen Ländern stattfand und 2. weil wir noch vor rund 60 Jahren von einem antidemokratischen Regime befreit werden mussten.
Also wir hatten ja schonmal die Weimarer Republik, die ja de facto eine Demokratie war. Und wir haben daraus gelernt, dass wenn man seiner Wahlverantwortung nicht gerecht wird oder sich nicht genügend mit Hintergründen beschäftigt und in diesem Sinne falsch wählt, auch die Demokratie ganz schnell wieder los werden kann.

Aber weder Amerika, noch England, noch Frankreich oder Russland hat uns von irgendwas befreit, sondern uns niedergeschlagen. Von großen Teilen der Heimat, Hab' und Gut sowie Infrastruktur mal abgesehen. Wir waren Kriegsgegner und wurden als solche behandelt. Nach der Niederlage wurden wir besetzt, kontrolliert, zwangsumerzogen und einige Millionen Deutsche ihrer Heimat ganz beraubt und vertrieben. So gesehen natürlich auch "befreit" von der Last des Elternhauses. Wie Du merkst, tue ich mich sehr schwer damit, diese Leute als ruhmreiche "Befreier" Deutschlands von einem Unrechtsregime zu betrachten. Zumal ja auch die "Entnazifizierung" eine Farce war und eher eine nachträgliche Demütigung darstellte, denn wirklichen Nutzen hatte.

Wenn überhaupt, dann wurde nach Jahrzehntelanger Besatzung und massiver Einflussnahme dieser Mächte aufgrund der Veränderungen in der Sowjetunion von uns mehr oder weniger abgelassen und wir verloren die Bedeutung als Sensor für den Warschauer Pakt bzw. der NATO. Aus dieser Sicht haben wir eigentlich eine echte freie Demokratie erst seit 1990. Vorher könnte man auch gut und gerne von modernem Kolonialismus sprechen. Oder was denkst Du, wie unsere Kolonialherren wohl reagiert hätten, wenn in Deutschland (egal ob Ost oder West) "falsch" gewählt worden wäre?

Und um jetzt den Weg zurück zum Thema finden: Wir sind also seit 18 Jahren frei und demokratisch. Sicher sind wir noch immer ein wenig geknebelt durch Nachkriegserlassungen, aber die stören uns ja nicht weiter, weil wir eigentlich flächendeckend die Schnauze vom Krieg voll haben. Nicht so andere Staaten. Wenn man jetzt auf die Idee käme, Krieg wieder gut zu heißen, weil sich das Banner des Kreigsherren geändert hat, dann wäre es aus deutscher Sicht der größte Frevel, den man sich leisten könnte. Auch wenn ich Schröder nicht viel abgewinnen konnte und kann und auch seine Art und Weise für dilletantisch hielt: Aber mit seiner Entscheidung, Deutschland aus den Kreuzzügen Amerikas herauszuhalten, hat er goldrichtig entschieden.

Gruß,
Photon
 
Wie Du merkst, tue ich mich sehr schwer damit, diese Leute als ruhmreiche "Befreier" Deutschlands von einem Unrechtsregime zu betrachten.

Ja, das ist mir bekannt. Und doch ist es de facto so. Das deutsche Dogma "nie wieder Krieg" ist deshalb auch so eindimensional, um nicht zu sagen dumm. Denn während wir es zugelassen haben, dass ein Diktator mit uns seine Endzeitphantasien verwirklicht hat, haben ANDERE ihn daran hindern müssen. Und WIR erzählen nun DENEN, dass man Unrechtsregime lieber machen lassen soll. Merkst du was?