Nein, wozu auch? Deutschland ist nicht das Paradies, Schlaraffenland. oder Wünsch-Dir-Was-Hausen.Aber wenn sie sich ausdrücken können und die Gepflogenheiten des deutschen Lebens etwas kennen doch nicht mehr. Syrien war doch kein Entwicklungsland, in dem die Leute auf den Bäumen hockten. Die hatten doch auch ein Wirtschaftsleben. Also haben diese Menschen zum Großteil doch auch irgend etwas gelernt. Natürlich haben die nicht automatisch deutschen Standard drauf, aber das heißt doch nicht, das sie den nicht erreichen könnten, wenn man sie lassen würde.
Aber eigentlich willst Du das ja gar nicht.
In fast jedem anderen Land der Welt muss man für seine Ausbildung bezahlen. Hierzulande (von Minimalbeiträgen, wie etwa Studiengebühr mal abgesehen) ist alles kostenlos. Und das bei relativ hohen Standards. Vielleicht kann sich die Humboldt-Uni nicht in allen Bereichen mit Harvard messen und die TU nicht mit dem MIT, aber dafür kostet das Studium dort auch keine 40.000, 50.000 oder gar 100.000 Dollar. Trotzdem sind die vermittelten Inhalte ausreichend, um noch immer vorn mitzuspielen in der Forschung und Technik. Das halte ich für eine riesige und großartige Errrungenschaft Deutschlands.
Dass das funktioniert, haben wir dem gesamten System zu verdanken. Obwohl massenhaft Geld verschleudert wird jedes Jahr, ist die Bildung noch immer weitestgehend kostenlos. Meinst Du, das funktioniert noch, wenn wir hier von jetzt auf gleich ein paar hunderttausend oder Millionen Menschen zusätzlich ausbilden oder weiterbilden wollen? Wir haben keinen Copperfield in der Regierung, daher sage ich: Nein.
Was man aber machen kann wäre, neue Lehrer- und Dozentenstellen zu schaffen, die aber nicht vom Steuerzahler getragen werden. Das - und nur das! - wäre eine Win-Win-Situation. Nur wer bezahlt die Dozenten sonst, wenn nicht der Steuerzahlen? Na die, die dessen Dienste in Anspruch nehmen, ist doch klar! Ob sie das Geld nun gleich bezahlen oder ob es der Staat erstmal vorschießt, ist dabei ja egal. Wichtig ist nur, dass die Kosten nicht auf das Volk abgewälzt werden.
Na das habe ich doch nun wirklich mehrfach geschrieben. Entweder derjenige trägt die Kosten selbst oder lässt das mit der Bildung sein. Von mir aus kann er einen Esel verkaufen und sich davon einen Deutschkurs gönnen. Oder was von seinem Ersparten nehmen (wie wir ja festgestellt haben, haben sie in Syrien ja nicht auf Bäumen gelebt). Oder er nimmt die Kreditmöglichkeit des Staates in Anspruch, die ich ihm bieten würde. Oder er fragt Oma und Opa wegen ein paar Talern. Oder... Hey, was interessiert es mich, woher er das Geld nimmt? Mich hat der Staat auch nicht gefragt, wenn ich Steuern nachzahlen musste (binnen 14 Tagen) woher ich das Geld nehmen soll. Warum soll ich mir jetzt den Kopf anderer Leute zerbrechen? Andere Länder lassen Leute erst zuwandern, wenn sie genug Geld dabei haben, also bitte...Nach Deinem Modell müssten die Menschen, die hierher kommen doch mit den Sozialleistungen des Staates auskommen, könnten die Sprache nicht erlernen und dürften nicht arbeiten. Die Kosten für diese Stuation sollen sie aber selbst tragen. Wie frei ist denn dann ein solcher Mensch noch? Welche Möglichkeiten bieten sich ihm?
Es geht dabei im Wesentlichen um die Haftung und um Verantwortlichkeiten. Kurz gesagt, dass der entscheiden soll, was getan wird, der es auch bezahlen muss.Interessant ist allerdings, dass Du den Deutschen zwar in einer Volksabstimmung die Frage vorlegen willst, ob wir eine "Obergrenze" brauchen, aber ihnen eigentlich nicht zutraust, die Folgen abzuschätzen, die ein anderer Weg mit sich bringt. Wie treffen "die Deutschen" denn dann eine vernünftige Entscheidung?![]()
Und glaube mir, wenn der Volksentscheid (den es dank Union ohnehin nicht geben oder rechtlich bindend sein wird) im Ergebnis lautet, dass wir den Kurs von Merkel weiter fahren, die Grenzen für alles und jeden offen lassen und uns über jeden Muselmanen freuen, der den Weg zu uns findet, sage ich kein Ton. Ich bin ein Fan von Demokratie und mir kann sie gar nicht direkt genug sein. Wenn die Mehrheit der Menschen im Land so dämlich ist, dann ist es so. Ich kann mir dann höchstens noch überlegen, ob ich hier leben will (und kann). Aber ich wäre trotz eines aus meiner Sicht katastrophalen Ergebnisses stolz auf mein Land, weil es den Bürger damit für mündig erklärt hat und ihm die Entscheidung überlässt. Denn der Bürger muss es zahlen, muss Tür an Tür mit den "neuen" leben, seinen Alltag entsprechend einrichten und so weiter. Nicht die "Volksverteter".
Und ich sage es ganz offen: Ich traue einer Masse von Menschen (je mehr, je besser) durchaus zu, eine der Situation bessere Entscheidung zu treffen, als einigen wenigen "Auserwählten". Aber selbst wenn es nicht so wäre, dann löffeln wenigstens auch diejenigen die Suppe aus, die sie sich eingebrockt haben.
Das heißt nicht, dass man das Volk zu jedem Firlefanz befragen muss. Aber zu so elementaren, existenziellen und grundlegenden Dingen wie Massenzuwanderung, Euro und Europa, müsste es eine Pflicht sein. Stattdessen leben wir unter einem Diktat.