Aber wenn sie sich ausdrücken können und die Gepflogenheiten des deutschen Lebens etwas kennen doch nicht mehr. Syrien war doch kein Entwicklungsland, in dem die Leute auf den Bäumen hockten. Die hatten doch auch ein Wirtschaftsleben. Also haben diese Menschen zum Großteil doch auch irgend etwas gelernt. Natürlich haben die nicht automatisch deutschen Standard drauf, aber das heißt doch nicht, das sie den nicht erreichen könnten, wenn man sie lassen würde.

Aber eigentlich willst Du das ja gar nicht.
Nein, wozu auch? Deutschland ist nicht das Paradies, Schlaraffenland. oder Wünsch-Dir-Was-Hausen.

In fast jedem anderen Land der Welt muss man für seine Ausbildung bezahlen. Hierzulande (von Minimalbeiträgen, wie etwa Studiengebühr mal abgesehen) ist alles kostenlos. Und das bei relativ hohen Standards. Vielleicht kann sich die Humboldt-Uni nicht in allen Bereichen mit Harvard messen und die TU nicht mit dem MIT, aber dafür kostet das Studium dort auch keine 40.000, 50.000 oder gar 100.000 Dollar. Trotzdem sind die vermittelten Inhalte ausreichend, um noch immer vorn mitzuspielen in der Forschung und Technik. Das halte ich für eine riesige und großartige Errrungenschaft Deutschlands.

Dass das funktioniert, haben wir dem gesamten System zu verdanken. Obwohl massenhaft Geld verschleudert wird jedes Jahr, ist die Bildung noch immer weitestgehend kostenlos. Meinst Du, das funktioniert noch, wenn wir hier von jetzt auf gleich ein paar hunderttausend oder Millionen Menschen zusätzlich ausbilden oder weiterbilden wollen? Wir haben keinen Copperfield in der Regierung, daher sage ich: Nein.

Was man aber machen kann wäre, neue Lehrer- und Dozentenstellen zu schaffen, die aber nicht vom Steuerzahler getragen werden. Das - und nur das! - wäre eine Win-Win-Situation. Nur wer bezahlt die Dozenten sonst, wenn nicht der Steuerzahlen? Na die, die dessen Dienste in Anspruch nehmen, ist doch klar! Ob sie das Geld nun gleich bezahlen oder ob es der Staat erstmal vorschießt, ist dabei ja egal. Wichtig ist nur, dass die Kosten nicht auf das Volk abgewälzt werden.

Nach Deinem Modell müssten die Menschen, die hierher kommen doch mit den Sozialleistungen des Staates auskommen, könnten die Sprache nicht erlernen und dürften nicht arbeiten. Die Kosten für diese Stuation sollen sie aber selbst tragen. Wie frei ist denn dann ein solcher Mensch noch? Welche Möglichkeiten bieten sich ihm?
Na das habe ich doch nun wirklich mehrfach geschrieben. Entweder derjenige trägt die Kosten selbst oder lässt das mit der Bildung sein. Von mir aus kann er einen Esel verkaufen und sich davon einen Deutschkurs gönnen. Oder was von seinem Ersparten nehmen (wie wir ja festgestellt haben, haben sie in Syrien ja nicht auf Bäumen gelebt). Oder er nimmt die Kreditmöglichkeit des Staates in Anspruch, die ich ihm bieten würde. Oder er fragt Oma und Opa wegen ein paar Talern. Oder... Hey, was interessiert es mich, woher er das Geld nimmt? Mich hat der Staat auch nicht gefragt, wenn ich Steuern nachzahlen musste (binnen 14 Tagen) woher ich das Geld nehmen soll. Warum soll ich mir jetzt den Kopf anderer Leute zerbrechen? Andere Länder lassen Leute erst zuwandern, wenn sie genug Geld dabei haben, also bitte...

Interessant ist allerdings, dass Du den Deutschen zwar in einer Volksabstimmung die Frage vorlegen willst, ob wir eine "Obergrenze" brauchen, aber ihnen eigentlich nicht zutraust, die Folgen abzuschätzen, die ein anderer Weg mit sich bringt. Wie treffen "die Deutschen" denn dann eine vernünftige Entscheidung? :think:
Es geht dabei im Wesentlichen um die Haftung und um Verantwortlichkeiten. Kurz gesagt, dass der entscheiden soll, was getan wird, der es auch bezahlen muss.

Und glaube mir, wenn der Volksentscheid (den es dank Union ohnehin nicht geben oder rechtlich bindend sein wird) im Ergebnis lautet, dass wir den Kurs von Merkel weiter fahren, die Grenzen für alles und jeden offen lassen und uns über jeden Muselmanen freuen, der den Weg zu uns findet, sage ich kein Ton. Ich bin ein Fan von Demokratie und mir kann sie gar nicht direkt genug sein. Wenn die Mehrheit der Menschen im Land so dämlich ist, dann ist es so. Ich kann mir dann höchstens noch überlegen, ob ich hier leben will (und kann). Aber ich wäre trotz eines aus meiner Sicht katastrophalen Ergebnisses stolz auf mein Land, weil es den Bürger damit für mündig erklärt hat und ihm die Entscheidung überlässt. Denn der Bürger muss es zahlen, muss Tür an Tür mit den "neuen" leben, seinen Alltag entsprechend einrichten und so weiter. Nicht die "Volksverteter".

Und ich sage es ganz offen: Ich traue einer Masse von Menschen (je mehr, je besser) durchaus zu, eine der Situation bessere Entscheidung zu treffen, als einigen wenigen "Auserwählten". Aber selbst wenn es nicht so wäre, dann löffeln wenigstens auch diejenigen die Suppe aus, die sie sich eingebrockt haben.

Das heißt nicht, dass man das Volk zu jedem Firlefanz befragen muss. Aber zu so elementaren, existenziellen und grundlegenden Dingen wie Massenzuwanderung, Euro und Europa, müsste es eine Pflicht sein. Stattdessen leben wir unter einem Diktat.
 
Zum Thema Radikalenerlass. Vor 1 - 2 Jahren wurde ein Schornsteinfeger entlassen wegen seiner politischen Gesinnung. Beim Höcke wird gerade diskutiert ob er seinen Lehrberuf weiter ausüben darf nach seiner Politkarriere. Also es ist im öffentlichen Dienst nicht so einfach die falsche Einstellung zu haben.
Es bedarf keinen (staatlichen) Radikalenerlass um einen Menschen aus seinem Job / Amt zu jagen. https://www.sueddeutsche.de/muenche...t-mitverantwortung-seiner-partei-ab-1.2897886
 
Deutscher Pflegetag: Sind Flüchtlinge die Pflegekräfte von morgen?

Folgende News wurde am 09.03.2016 um 09:45:38 Uhr veröffentlicht:
Deutscher Pflegetag: Sind Flüchtlinge die Pflegekräfte von morgen?
Finanznews

Auf dem Deutschen Pflegetag 2016 finden sich ab morgen bereits zum dritten Mal Pflege- und Gesundheitsexperten aus Politik, Verbänden und Praxisarbeit zusammen, um über Probleme im Bereich Pflege zu sprechen. Dabei geht es einerseits um den konkreten Pflegealltag und andererseits um langfristige Perspektiven. Bei letzteren spielen Flüchtlinge eine nicht unwesentliche Rolle. Beim Deutschen Pflegetag 2016 in Berlin stehen in diesem Jahr vor allem zwei Themen im Blickpunkt. Zum einen sollen zukünftige Pflegekräfte durch eine Reform der Pflegeausbildung zu Generalisten ausgebildet werden. Vor allem für die Altenpflege befürchten Experten allerdings negative Auswirkungen durch das neue Pflegeberufegesetz.
Zum anderen wird auf dem Pflegetag über die aktuelle Flüchtlingssituation diskutiert. Denn für den Pflegebereich könnte sich der vermehrte Zuzug Geflüchteter als Segen entpuppen. Schließlich sind nur wenige Branchen in Deutschland so stark vom Fachkräftemangel betroffen wie die Pflege - und das bei weiter steigendem Bedarf. Langfristig könnten also Asylsuchende als Pflegekräfte ausgebildet und somit in den Arbeitsmarkt integriert werden.
Deutscher Pflegetag 2016: Zukunft der Pflege und Integration als Chance
Veranstaltungen wie der Deutsche Pflegetag 2016 zeigen, dass der demografische Wandel und die Überalterung der Gesellschaft zu erheblichen Problemen in einigen Lebensbereichen führen werden. Schon jetzt sind Pflegekräfte knapp, in der Zukunft wird sich dies sogar noch verschärfen. Sowohl kreative als auch pragmatische Lösungen sind hier gefragt. Daher verwundert es nicht, dass beispielsweise Jürgen Graalmann, Sprecher des Deutschen Pflegetags und ehemaliger Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, die Flüchtlingssituation langfristig als "Chance für die Pflege" begreift. So gibt es bereits heute Modellprojekte, bei denen eine Pflegeausbildung mit Intensivsprachkursen verbunden wird.
Gefahr der Überlastung: Pflegende benötigen Unterstützung
Neben diesen beiden großen Themen gibt es auf dem Deutschen Pflegetag 2016 weitere Diskussionen zu Herausforderungen für Politik und Pflegekräfte. Dazu gehören unter anderem die psychischen Belastungen, mit denen Pflegende in ihrem Berufsleben konfrontiert werden. Nicht nur Zeitmangel, sondern auch die körperliche Belastung und gegebenenfalls der Schichtdienst belasten die Gesundheit von Pflegekräften. Diese Anstrengungen sowie die ständige Konfrontation mit Krankheit und Tod fordern von der Psyche ihren Tribut. Auf dem Pflegetag werden daher gesundheitsfördernde Maßnahmen diskutiert, etwa für erschöpfte Mitarbeiter, damit gerade Arbeitgeber ihre Pflegekräfte noch besser unterstützen.



Ratgeber für Pflegekräfte
Psychische Belastungen können nicht nur krank machen. Im schlimmsten Fall führen sie zur Berufsunfähigkeit. Gerade Pflegekräfte haben ein hohes Berufsunfähigkeitsrisiko. Im Ratgeber "Wenn Pflegen krank macht" gibt es für sie Hinweise zu Prävention und Absicherung vor Berufsunfähigkeit.


Pflegekosten bleiben weiterhin ein Problem
Allerdings gibt es ein weiteres großes Problem, das vor allem die Pflegebedürftigen selbst betrifft. Denn wer auf Pflege angewiesen ist, muss in der Regel einen nicht unerheblichen Teil der anfallenden Pflegekosten aus der eigenen Tasche bezahlen. Die gesetzliche Pflegeversicherung war nie dazu gedacht, einen Rundum-Schutz bei Pflegebedarf zu bieten. Gerade junge Menschen setzen sich jedoch bisher kaum mit der Pflegevorsorge auseinander. Dabei haben gerade sie die Möglichkeit, mit einer privaten Pflegeversicherung sehr günstig vorzusorgen.
 
Wahllokal für Migranten zugemauert

Folgende News wurde am 11.03.2016 um 16:44:00 Uhr veröffentlicht:
Wahllokal für Migranten zugemauert
Top-Themen

Halle (dpa) - Der Zugang zu einem Probewahllokal für Migranten in Halle ist in der Nacht zugemauert und mit dem Schriftzug «No way» besprüht worden.
Zudem wurde der Eingang zu einem Begegnungstreff für Flüchtlinge in Halle in der Nacht mit einer Plastikkette verhängt und die Hauswand mit fremdenfeindlichen Plakaten beklebt. Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz übernahm in beiden Fällen die Ermittlungen.
«Es liegt ein Anfangsverdacht gegen eine Person vor», sagte eine Polizeisprecherin in Halle am Freitag mit Blick auf das zugemauerte Wahllokal. Es habe eine erste Befragung gegeben. Weitere Details machte die Sprecherin mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.
Eine mutmaßlich rechte Gruppierung bekannte sich im Internet zu den Aktionen. Bislang tauchte die Gruppe nicht im Verfassungsschutzbericht auf, wie die Polizeisprecherin sagte.
Bei dem Wahllokal handelt es sich um einen von 14 Orten, an denen Menschen ohne deutschen Pass am Freitag symbolisch ihre Stimme für eine Partei abgeben konnten. Damit sollten Migranten mit dem politischen System in Deutschland vertraut gemacht werden. Das Ergebnis zählt nicht zur offiziellen Landtagswahl am 13. März.
Die Ziegelsteine wurden am Freitagvormittag abgerissen, das Wahllokal konnte wie geplant öffnen, wie eine Sprecherin des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa) in Dessau-Roßlau sagte.
Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) verurteilte den Angriff. «Wir haben hier in Deutschland mit Mauern ausgesprochen schlechte Erfahrungen gemacht», sagte Dorgerloh. Diejenigen, die gegen Flüchtlinge seien, dürften nicht das letzte Wort behalten.
Die Probewahlen seien ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung und Integration, sagte SPD-Landeschefin Katrin Budde. Das «symbolische Einmauern» von Migranten sei menschenverachtend. Rechtsextreme würden seit Wochen gegen die Wahlen mobilisieren.
«Durch Schlechtreden als angebliche "Wahlfälschungen" schafft die politische Rechte ein Klima, in dem solche Angriffe auf die Demokratie gedeihen können», erklärte die Grünen-Spitzenkandidatin Claudia Dalbert. Die Probewahlen als konkretes Integrationsangebot begrüßte sie ausdrücklich.
«Wir überlegen, ob wir etwas Kreatives mit der Mauer machen», sagte die Lamsa-Sprecherin. Der Verband ließ sich nach der Attacke nicht von den Probewahlen abhalten. Die Wahllokale sollten wie geplant bis 18.00 Uhr geöffnet bleiben.
 
Und diese ganzen 51 Mio. Menschen wollen nach Deutschland?
...
Aber keine Angst, mein lieber jumper2. So jung und unerfahren, dass ich tatsächlich an die Realisierung oder auch nur die ernsthafte Diskussion solcher Vorschläge denke, bin ich nun auch wieder nicht.

Ich hatte die Frage aufgeworfen, ob wir deinen Vorschlag dann weltweit umsetzen. Aber wir können da auch einen Haken ran machen.

Es wird jedenfalls mehr Arbeit anfallen, wenn so viele Menschen in so kurzer Zeit zu uns kommen. Diese Tätigkeiten muss jemand übernehmen.
...
Hinzu kommt der gesellschaftliche Vorteil, dass sie besser integriert werden können und weniger Ärger machen werden, als wenn sie den gesamten Tag nichts zu tun hätten.

Natürlich muss man versuchen die Leute zu beschäftigen. Zweifel habe ich aber an deiner Quote von 2:1. Ich halte das nicht für sonderlich realistisch. Denn selbst wenn es Arbeit für soviele Flüchtlinge geben würde, ist ja noch nicht einmal gesagt, ob sie diese Arbeit überhaupt machen wollen bzw. können. Und dann sind wir schnell wieder bei dem Bild, welches Flüchtlinge von Deutschland haben, wie sie sich das Leben hier vorstellen und welche Voraussetzungen sie dafür mitbringen. Ich hatte dazu ja einen Artikel gepostet.

Zum vermeintlichen gesellschaftlichen Vorteil: Wenn man Menschen mit Versprechnungen lockt, die man nicht halten kann und für diese Menschen dann Sonderregeln einführen will damit sie keinen Ärger machen, dann kann ich keinen gesellschaftlichen Vorteil erkennen. Höchstens einen Wirtschaftlichen. Zum Nachteil des hiesigen Arbeitsmarktes.

Hier werden doch nur die Armen gegeneinander ausgespielt. Das kann doch nur von jemandem favorisiert werden, der entweder einen riesigen Schuldkomplex mit sich herum trägt oder sehr gut daran verdient. Welcher gesellschaftliche Vorteil soll sich daraus bitte schön ergeben?

Mal davon abgesehen, sollte JEDER der hier Ärger macht, sofort wieder ausgeflogen werden! Und ja, das geht LEIDER nur bei denen, die keine deutschen Staatsbürger sind.

Im Übrigen bist Du ja sowieso der Auffassung, dass meine Überlegungen alle nur Wunschdenken sind und vom Auslenden der Realität getragen werden. Insofern werde ich meine Zeit auch nicht weiter damit vertun, Dich zu anderen Denkansätzen zu führen, geschweige denn, Dich zu überzeugen.

Nun sei doch nicht gleich so bockig. Wir haben da Meinungsverschiedenheiten. Das ist in einer Kontroverse normal, sonst wäre es ja keine. Letztendlich können wir beide ja nur anhand von Indizien und Hochrechnungen einen Blick in die Zukunft wagen. Ich persönlich bin da aber eher bei der aktuellen Faktenlagen, als bei Augen zu und durch. Wenn du daran glaubst, dass alles gut wird, kann ich dich nicht vom Gegenteil überzeugen. Höchstens auf aktuelle Probleme hinweisen, die dem widersprechen.

Ich bin übrigens immer für neue Denkansätze offen. Sie müssen aber mit den gegebenen Umständen in Einklang gebracht werden können. Ansonsten sind es nur Gedankenspiele, die eher einer Wunschvorstellung entsprechen. ;)

Wir werden sehen was passiert. Im Moment geht die Politik noch in die Richtung, die ich favorisiere. Das kann sich durchaus noch ändern. Denn leider glaubt man mittlerweile zu oft auch in der Politik an ganz einfache Lösungen in extrem verzwickten Situationen.

Wäre ich jetzt böse, würde ich dich fragen, ob dir die Bilder von der mazedonischen Grenze besser gefallen, als die von der Ungarischen damals und ob du es tatsächlich favorisierst, von der Türkei erpresst zu werden... :p

Das ist nur dann so brandgefährlich, wenn sich immer mehr die Auffassung durchsetzen würde, dass diese Menschen (obwohl mit Anspruch auf Bleiberecht ausgestattet, das setze ich hier voraus) aus irgendeinem Grund nicht das gleiche Recht haben, sich um eine Stelle zu bewerben wie ein Deutscher.

Ich verstehe diese Argumentation einfach nicht. Wieso sollte ein Flüchtling, der vor ein paar Wochen in dieses Land gekommen ist, das gleiche RECHT auf einen Arbeitsplatz haben, wie ein hier geborener Einheimischer? Ist das denn in irgendeiner Form gerecht?

Und was erwartest Du denn konkret in so einem Fall? Sag das doch einfach mal! Denn meine "Befürchtungen" lässt Du ja nicht gelten, obwohl es eben tatsächlich auch jetzt schon ein paar Idioten gibt, die Asylbewerberheime anstecken oder Menschen verprügeln, die "irgendwie so nordafrikanisch" aussehen.

Gehen wir mal etwas weiter zurück. Rostock-Lichtenhagen passierte nicht von heute auf morgen. Die Stimmung war absehbar. Auslöser waren, neben den Problemen, die eine Asylbewerberunterkunft in der direkten Nachbarschaft mit sich bringen, die nach der Wende einsetzende Arbeitslosigkeit, weil die Betriebe dort der Reihe nach geschlossen wurden. Dort herrschte eine Arbeitslosenquote von 20%.

Der Unterschied zu damals ist der, dass die Flüchtlinge zu dieser Situation nichts beigetragen haben. Sie konnten schlichtweg nichts dafür, waren aber trotzdem das Ziel der Aggressionen.

Wenn man nun aber den Mindestlohn für Flüchtlinge aussetzt und die Sozialstandards weiter herunter setzt, damit man Flüchtling in Arbeit bekommt, hat das zur Folge, dass die Arbeitslosenzahlen und damit die Perspektivlosigkeit unter den Einheimischen Niedriglohnarbeitern weiter steigen wird. Die Auswirkungen kannst du dir mit etwas Fantasie selber ausmalen. Genau deshalb warnen Experten auch davor.

Ja. Natürlich gibt es die. Hat irgendeiner der Experten auch eine Lösung, wie wir sonst aus der "Nummer" herauskommen sollen?

Ja natürlich. Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass man mit der Hälfte der Gelder, die hier in Deutschland für Integration, Unterbringung und Versorgung aufgebracht werden, die Ärmsten, die sich keine Flucht "leisten" können, für einen viel längeren Zeitraum viel besser versorgen und unterbringen könnte, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Natürlich weiss ich das. Aber das ist hier doch nicht das Thema. Das ist doch ein völlig anderes Problem, dass man zwar möglicherweise auch unter Mithilfe von Menschen aus dem Ausland angehen sollte, das sollen aber doch keine Flüchtlinge sein, die eigentlich wieder nach Hause wollen.

Doch. Genau DAS ist das Thema. Denn wenn man das Problem, dass weniger werdende Einzahler immer mehr Rentner zu finanzieren haben, dadurch lösen will, mehr Menschen ins Land zu holen, muss man sich die Frage stellen, ob es im Zuge der Automatisierung überhaupt so viele freie Stellen geben wird.

Das einzig verbindende sind "Experten". Zu jedem Thema gibt es welche die die eine Seite stützen und welche die die andere Seite stützen. Das wirst Du doch wenigstens noch zugeben. Und die Politik hat zu entscheiden, welchen Voraussagen sie nun folgen will. Dass sie dabei Fehler macht und manchmal eben auch der Meinung folgt, die sich am Ende als die falsche herausstellt ist doch völlig klar.

Oder einfach nur auf Zeit spielt... (auf Sicht fahren) Ich habe dazu übrigens einen guten Artikel gelesen.

Hauptsache, es passt in Deine Argumentation, nicht wahr? Das Bundesamt ist doch noch nicht einmal mit der Erstregistrierung durch. Wie wollen die denn schon belastbare Zahlen zur Arbeitsmarkttauglichkeit haben? Und woher nimmt Frau Aigner solche Zahlen? Kann doch eigentlich nur GLAUBE sein...

Du hast Zweifel an den Zahlen vom BA? Na da sind wir schon zwei. :p

Aber ernsthaft: Das sich aus den bisher registrierten Flüchtlingen eine gewisse Tendenz ableiten lässt, wirst du hoffentlich nicht bestreiten wollen. Es sei denn du unterstellst, die echten Fachkräfte sind noch nicht registriert oder kommen noch.

Es gibt Hochrechnungen, die mir "verlässlich" sagen können, wann der Krieg in Syrien und Umgebung zu Ende ist? Wo nehmen die Hochrechner denn da ihre Zahlen zum rechnen her? Würfeln die die aus?

Nein, es gibt Hochrechnungen, was uns der ganze "Spaß" in den nächsten 2 Jahren kosten wird. Darum ging es. ;)

Ja. Ist theoretisch möglich. Ich denke aber nicht, dass sich CDU/CSU und SPD das trauen. Und sie wären ja die einzigen, die das umsetzen könnten.

Das geht manchmal schneller, als man gucken kann.
 
Probewahlen um die politische Einstellung der Wähler von morgen herauszufinden?
1-2 Mio pro Jahr sind incl. Nachwuchs in 20 Jahren schon mal die Wählermehrheit.
Steht da dann eigentlich auch eine Salafistenpartei mit auf dem Zettel ala Korantreue nEUborger ?
 
Buhrufe und Beschimpfungen gegen Gauck in Bautzen

Folgende News wurde am 11.03.2016 um 15:47:52 Uhr veröffentlicht:
Buhrufe und Beschimpfungen gegen Gauck in Bautzen
Top-Themen

Bautzen (dpa) - Angesichts verbreiteter Unzufriedenheit mit der Flüchtlingspolitik der Regierung hat Bundespräsident Joachim Gauck einen ernsthaften Meinungsstreit angemahnt.
Am Computer etwas «zusammenzuposten», sei noch keine demokratische Debatte, sagte er bei einer Diskussionsrunde mit Bürgern im ostsächsischen Bautzen. Demokratie erfordere Kompromissbereitschaft und Geduld. Hass und Hetze gehörten nicht dazu. «Und wir wollen auch nicht akzeptieren, dass Brandsätze fliegen.»
Im Anschluss an die Diskussionsrunde wurde der Bundespräsident auf einem kurzen Fußweg durch die Altstadt ausgebuht. Rund ein Dutzend augenscheinlich rechter Demonstranten empfing ihn außerdem mit «Gauck soll raus»- und «Gauck verschwinde»-Rufen. Auch Trillerpfeifen waren zu hören. Ein Demonstrant zeigte dem Bundespräsidenten den Mittelfinger. Die Polizei drängte die Störer beiseite.
Vor knapp drei Wochen war auf eine noch nicht bezogene Asylbewerberunterkunft in Bautzen ein Brandanschlag verübt worden. Fremdenfeinde hatten anschließen unverhohlen ihre Freude über das Feuer geäußert. Einzelne behinderten die Feuerwehr beim Löschen. Wer den Brand gelegt hat, ist bisher nicht bekannt.
Zum Auftakt seines Besuchs war Gauck im Rathaus von Bautzen mit Bürgermeistern aus der Region zusammengekommen. Bei dem Gespräch, an dem auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) teilnahm, ging es um die Auswirkungen des Flüchtlingszuzugs in den Kommunen.
Gauck sprach anschließend bei der Diskussionsrunde von einem Kommunikationsproblem zwischen Wählern und Gewählten. Doch nur im demokratischen Dialog ließen sich Probleme lösen. «Wir müssen unsere Komfortzonen verlassen. Wir müssen uns auch für Argumente öffnen, die uns fremd sind», mahnte er.
 
Die Zeit der Gaukler nähert sich langsam aber sicher dem Ende.
Dann haben vieleicht die Jungs mit dem nicht so lustigen Aufgabengebiet wieder Aufträge. Auch eine Art von ABM-Konjunkturpaket.:mrgreen::mrgreen::mrgreen:
 
Zitat des Gaucklers:

«Wir müssen unsere Komfortzonen verlassen. Wir müssen
uns auch für Argumente öffnen, die uns fremd sind»

Wieso sprich ER immer vom WIR?? Der größteTeil vom "WIR"
ist schon lange aus der Komfortzone gedrängt worden.

Also bitteschön, verlassen und öffnen SIE mal !!

Wie treffend schrieb Heinrich in seinem "Wintermärchen" :

"Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.
"
 
wie sagte noch der Mann der behauptet hat "die Rente ist sicher":

Wenn es heisst wir müssen den Gürtel enger schneller, fangen alles an beim Nachbarn rumzufummeln.

Auch der Joachim wird vermutlich die Herzensgüte noch am eigenen Leib spüren.
 
Da will man Migranten an das demokratische System diesen Landes heranführen, und was machen die besorgten Bürger?
Verweigern die Integration.

Noch Fragen warum Integration nicht klappt?

gruss kelle!
 
Bei Dir scheint die "Ranführung" ja auch grandios gescheitert zu sein oder standest Du auch vor der Mauer und keiner hat Dich reingelassen Kelle? :mrgreen::mrgreen::mrgreen::mrgreen:
 
"Wir schaffen das." (Angela Merkel) [1] Wobei sie ja schon immer alternativlos war. Schon immer.

"2016 muss das Jahr der Integration werden" (Siegmar Gabriel) [1]

"Für politisch Verfolgte gilt: Das Boot ist nie voll" (Die Grünen) [1]

Und die Linke dreht völlig ab: "[...] Der Aufstieg der AfD in Deutschland und die Zunahme von Rassismus und Demokratieverachtung in ganz Europa sind Ergebnis der Unsicherheit, Hoffnungslosigkeit und Wut, welche die Umverteilung des Reichtums von Unten nach Oben überall hinterlassen hat." (Die Linke) [1]

Naja, da sich der Zustrom wohl nicht stoppen lässt und die Mehrheit der Deutschen auch keinen Stopp wollen, können wir ja Wetten abschließen, wie viele Menschen wir aufnehmen können bis die wirtschaftliche und/oder gesellschaftliche Stabilität im Lande gefährdet ist oder gar kippt. Um Geld zu wetten, wäre wohl ein wenig zu brutal, das wird noch ein rares Gut früh genug werden. Vielleicht ja um was anderes - Ideen?
 
Ein ziemlich treffender Artikel zum Thema

Wie ein verzogenes Kind: So trotzte Erdogan Merkel den Flüchtlingsdeal ab

Der Taschenspielertrick

Donald Tusk, der polnische EU-Ratspräsident hatte bereits hart mit den Türken verhandelt, die immerhin schon knapp 2,5 Millionen Flüchtlinge aufnahmen und ihnen erhebliche Zugeständnisse gemacht:

  • 3 Milliarden Euro Soforthilfe
  • Reisefreiheit für Türken im Schengen-Raum
  • Erneute Verhandlungen beim EU-Beitrittsprozess
  • Alle über die Ägäis illegal eingereisten Migranten werde die Türkei wieder zurücknehmen. Dafür allerdings nähmen EU-Länder genau so viele Syrer auf.
Bemerken Sie den Taschenspielertrick? Die Türkei behindert Flüchtlinge an der Ausreise nach Europa. Dafür aber muss die EU genau so viele Syrer legal aus der Türkei in die EU aufnehmen. Also ein Boot mit 20 Flüchtlingen wird von den Türken gestoppt, dafür fliegen 20 Syrer aus Istanbul nach Berlin und bekommen entsprechende Papiere. Mit anderen Worten: die Türkei muss keinen einzigen zusätzlichen Flüchtling aufnehmen, als sie es sonst tun würde. Dennoch hat sie derart unglaubliche Zugeständnisse ausgehandelt.
 

Die Türkei muss Flüchtlinge aufnehmen? Und die EU nicht? Da sie versucht die Türkei dies mit Geld schmackhaft zu machen? Interessant wie moralische Werte hier verkauft werden, aber von einer rechtsnationalen polnischen Regierung bzw. dessen Handlanger muss man nichts anderes erwarten.

Und Photon die Linke hat doch Recht mit ihrer Aussage. Ich weiss nicht warum die AfD-Jünger immer den Rechtsextremismus so kleinreden wollen. Naja sind ja nicht ihre Häuser und Familien die niederbrennen und verletzt werden.
 
Und Photon die Linke hat doch Recht mit ihrer Aussage.
Was wurde die AfD (zu Recht!) gescholten, als sie die Übergriffe in Köln für ihren Wahlkampf nutzten. Dabei macht die Linke hier nichts anderes, allerdings in einem wesentlich größeren Maßstab. Sie verkauft den Wahlerfolg der Flüchtlings- und EU-Kritiker als rechtsradikales Resultat eines entarteten Kapi- und Imperialismus. Soso.

Mal davon abgesehen, dass sich schon die ersten Geier am Himmel zeigen, bin ich von so viel Realitätsferne doch erschüttert. Denn umgekehrt würde es bedeuten, dass irgendein Volk auf der Welt zu irgendeinem Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte hätte geben müssen, das eine Zuwanderung in so einem Ausmaß und etwa gleichem Zeitraum jemals begrüßt hätte. Da fällt mir aber keins ein. Mir fallen im Gegenteil immer nur separatistische Bestrebungen ein, Vertreibungen, Genozide, ... Oder eine sehr gezielte "Zuwanderungspolitik", wie der Raub der Sabinerinnen. Aber vielleicht ist das ja auch Vorbild der deutschen Flüchtlingspolitik, wer weiß? Dann reicht irgendwann Merkel dem Kalifen die Hand und sie regieren gemeinsam :LOL:
 
Zuletzt bearbeitet: