Da könnt ihr euch mal ansehen, was die Linkspartei für eine opportunistische Partei ist.

Unerträglich ist diese Haltung der Linkspartei, der Verlängerung aufgrund der dortigen Verhältnisse mitzutragen.

Also Herr Gysi scheint ein bisschen schizophren zu sein. Auf der einen Seite sagt die Linksfraktion "nein" und dann wenn ein Linkspolitiker in Griechenland gewählt wird, sagt man "ja".
Was für eine Doppelmoral.
 
Ich bin angehender Betriebswirt. Unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten besteht momentan das Problem der Deflation. Draghi und Co. möchten daher durch das quantitative easing die Geldmenge massiv erhöhen, um das Zinsniveau weiter zu senken. Dies hat Erhöhungen von Konsum und Investitionen - laut Theorie! - zur Folge, da gilt Y = C + I + G, also Einkommen = Konsum + Investitionen + Staatsausgaben, wobei Konsum aus autonomen Konsum (gegessen wird immer!) + Konsum * verfügbarem Einkommen gilt, sowie I vom Zins beeinflusst wird.

Durch die Steigerung von C + I ergibt sich daher ein höheres Einkommen.
Vergiss das - klappt nicht. Die Formel stimmt zwar fast, aber die Folgerungen sind falsch - Korrelation bedingt noch keine Kausalität.
Der Effekt des QE ist die Erhöhung der Schulden, weil jedes Guthaben die Schuld eines anderen ist: https://www.spiegel.de/wirtschaft/s...udie-belegt-deutlichen-anstieg-a-1016749.html
Die Schulden sind also gestiegen, aber der von Draghi behauptete Effekt nicht eingetroffen. Und wie kann er dann noch von Deflation reden?

Hierzu fällt mir nur noch eines ein. Haben wir eigentlich noch eine Position in Deutschland? Oder haben die Krisenländer längst die Macht übernommen? Natürlich steht die Entscheidung nach neuen Geldern zwischen "Die armen Griechen bekommen 380€ Rente" und "Die reichen sind selbst abgewandert". Hilfe wird also benötigt. Fraglich ist allerdings auch hier, ob Deutschland als Vorreiter wirklich überall einspringen muss.
Ich kann Varufakis verstehen, er will auch nur das Beste für sich und GR heraus holen - dafür ist er auch genau der richtige Mann. ;) Das führt dann eben zu immer konträreren Positionen, was dann im Lauf der Zeit immer mehr zur Unfähigkeit zu Kompromissen führt. Beim Geld hört die Freundschaft eben auf.
Dem liegt aber der Bruch der EU-Verträge zu Grunde, durch das dies erst ermöglicht wurde.

Das ergibt so wie es uns verkauft wird alles keinen Sinn. Warum sollte eine links-rechts Regierung mit den Ansagen im Wahlkampf und der Euro-müden Bevölkerung nicht einfach sagen: Entweder ihr akzeptiert unsere Bedingungen oder wir führen wieder unsere Drachme ein?
Das ergibt sehr wohl Sinn. Varufakis setzt der EU jetzt das Messer auf die Brust um noch mehr Geld heraus zu ziehen. Die Drachme kann er immer noch einführen - es gibt auch kein vorgegebenes Verfahren zum Euro-Austritt, also kann er es selbst festlegen.
 
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[...] Ich kann Varufakis verstehen, er will auch nur das Beste für sich und GR heraus holen - dafür ist er auch genau der richtige Mann. ;)
Kommt darauf an was man denkt, was für Griechenland das beste sei.

Der Varufakis ist ein großmäuliger Proll. Damit gewinnt er vielleicht die Wahl im eigenen Land bei seinen Wutbürgern, aber sicher keinen Blumenstrauß auf internationalem Parkett. Er ist viel weiter davon entfernt, ein Diplomat zu sein als ein Blender, Betrüger und Möchtegern.

Nun hat sich die EU von Griechenland eigentlich schon reichlich bescheißen beschenken lassen, zumindest was Versprechungen angeht. Nur jetzt kommen sie aus einem Munde, von dem man wenigstens schon vorher weiß, dass er lügt. Ein kleiner Fortschritt. Ich hätte dem Varufakis noch Sympathien abnötigen können, wenn er radikal die Notbremse gezogen hätte: Staatsbankrott und raus aus der EU. Nach meiner Ansicht die einzig wirklich realisierbare Maßnahme, die ohnehin irgendwann ansteht. Nicht weil es jemand so will, sondern weil es nicht anders geht - nicht jetzt und einige Milliarden Schulden später schon gar nicht.

Das, was der Mann tut, ist die EU zu melken wider besseren Wissens, dass Griechenland die Schulden niemals abtragen kann. Er wird sicher keine Lust haben, irgendwann von seinen Wählern gelyncht zu werden, also wird er einen Teufel tun, noch mehr soziale Einschnitte vorzunehmen. Was er tun kann (und ach tut) ist, den Reichen genug Zeit zu verschaffen, ihr "hart" erarbeitetes Geld außer Landes zu schaffen. Und das war's dann.

Selbst wenn sie keine nennenswerte Korruption mehr im Land hätten, das Beamtentum auf ein erträgliches Maß gesenkt wäre, ... und alle anderen Probleme heute, hier und jetzt beseitigt sein sollten, braucht so eine Wirtschaft einige Jahre, bis sie blüht. Jahre, in denen Zinsen auflaufen und Zinseszinsen, die sie jetzt schon nicht tilgen können. Bis sich dann dieser Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt auswirkt, vergehen nochmal ein paar Jahre. Wir reden hier über eine Zeitspanne von vielleicht 5 bis 10 Jahren - und das aber nur, wenn jetzt alles dufte wäre und man die Saat für eine blühende Wirtschaft ausbringen könnte. Ist aber nicht der Fall und es wird wohl noch ein paar Jahre dauern, sofern man es jetzt sofort angeht - was aber auch nicht getan wird. Ich sehe Griechenland nicht aufblühen, zumindest nicht in den nächsten 10 oder 12 Jahren. Und bis dahin sollen die Griechen arbeitslos bleiben, aber trotzdem kräftig inländische Produkte kaufen? Jugendliche (immerhin über 50%!) ohne Ausbildung, Job und Perspektive bleiben? Wer macht denn den Quatsch mit?

Es wird einen Schuldenschnitt und einen Staatsbankrott geben müssen. Und warum man den jetzt vor sich her schiebt, verstehe ich nicht. Damit der Bankrott noch teurer wird? Also ich biete mich mal wiederholt an, dem Herrn Schäuble eine Liste zur Verfügung zu stellen, in welche 100 Töpfe er das Geld stopfen könnte, in denen es nachhaltiger und besser investiert wäre. Und ich verspreche, dass mein eigenes Konto erst auf Platz 100 kommt.
 
Kommt darauf an was man denkt, was für Griechenland das beste sei.
Aus seiner Sicht natürlich.

Es wird einen Schuldenschnitt und einen Staatsbankrott geben müssen. Und warum man den jetzt vor sich her schiebt, verstehe ich nicht. Damit der Bankrott noch teurer wird?
Wenn er die Drachme einführt bleiben die Schulden in Euro und er kann sich nicht einfach durch Bankrott oder Inflation entschulden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die griechische Politik spekuliert offenbar darauf, dass die EU sie nicht fallen lässt.

Das ist aber ein Siechtum ohne Ende. Man muss genau überlegen ob man einmal zahlt oder dauerhaft so wie jetzt der Kurs ist.

Jedenfalls geht der Eiertanz so weiter. Mir ist es inzwischen egal geworden.
 
Griechenland droht mit Pfändung deutschen Eigentums

Folgende News wurde am 11.03.2015 um 14:05:20 Uhr veröffentlicht:
Griechenland droht mit Pfändung deutschen Eigentums
Finanznews

Athen (dpa) - Trickserei-Vorwurf und Pfändungsdrohung: Der Streit um Reparationsforderungen Athens an Berlin spitzt sich zu. Griechenland droht im Streit um Reparationen für den Zweiten Weltkrieg offen mit der Beschlagnahme deutschen Eigentums.
Justizminister Nikos Paraskevopoulos erklärte sich bereit, die Pfändung deutscher Immobilien in Griechenland zu erlauben, sollte es zu keiner Einigung mit Berlin über die Reparationsforderungen kommen. Die Bundesregierung sieht die Entschädigungsfrage dagegen als erledigt an.
«Ich beabsichtige, die Erlaubnis zu geben», sagte Paraskevopoulos im griechischen Fernsehen. Die endgültige Entscheidung werde jedoch die Regierung unter Premier Alexis Tsipras treffen, hieß es.
Deutschland weist die Milliarden-Forderungen Griechenlands aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs weiter strikt zurück. Die Frage von Reparationen und Entschädigungszahlungen sei rechtlich und politisch umfassend sowie abschließend geklärt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Das betreffe all die immer wieder vorgebrachten unterschiedlichen Punkte. «Wir sollten uns auf die Themen der Gegenwart und der hoffentlich guten Zukunft für unsere beiden Länder konzentrieren», betonte Seibert.
Die Drohung von Justizminister Nikos Paraskevopoulos, deutsches Eigentum in Griechenland zu beschlagnahmen, wollte Seibert nicht kommentieren. Der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin Jäger, ergänzte: «Wir werden in dieser Frage keine Gespräche und Verhandlungen mit der griechischen Seite führen.» Es sollte gemeinsam nach vorne geschaut werden. Eine Emotionalisierung und rückwärtsgewandte Vorwürfe würden bei der Bewältigung der aktuellen Probleme nicht weiterhelfen.
Der höchste Griechische Gerichtshof (Areopag) hatte im Jahre 2000 geurteilt, Griechenland dürfe deutsches Eigentum für Entschädigungen der Hinterbliebenen des Massakers von Distomo pfänden. In dem mittelgriechischen Ort hatte die Wehrmacht im Jahre 1944 ein Massaker mit 218 Opfern verübt. Vor dem Urteil hatte ein Landgericht in der Provinzstadt Livadeia den Hinterbliebenen der Opfer 28 Millionen Euro Entschädigung zugesprochen.
Eine Pfändung des traditionsreichen Goethe Instituts wurde damals vom Justizminister gestoppt. Er berief sich auf einen Artikel des griechischen Strafrechts, wonach der Justizminister die Umsetzung von Gerichtsentscheidungen aufhalten kann, die die Beziehungen zu anderen Staaten gefährden könnten.
Das Thema Reparationen belastet die deutsch-griechischen Beziehungen seit Jahrzehnten. Am Dienstag hatte das griechische Parlament beschlossen, erneut Reparationsforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg an Berlin zu prüfen. Dazu wurde ein Ausschuss aller Parteien einberufen. Die Debatte wurde vom Parlamentsfernsehen übertragen.
«Damit ehren wir alle Opfer des Zweiten Weltkrieges und des Nazismus (...) sowie des griechischen Widerstandes», sagte Ministerpräsident Alexis Tsipras. «Wir vergessen nicht, dass das deutsche Volk auch unter den Nazis gelitten hat», fügte der griechische Premier hinzu.
Tsipras erinnerte daran, dass Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg «zurecht» mit einem Schuldenschnitt geholfen worden sei, wieder auf eigenen Beinen stehen zu können. Seitdem sperrten sich die deutschen Regierungen aber mit «juristischen Tricks», um nicht mit Athen über Reparationen zu reden, sagte er.
Der Oberste Griechische Gerichtshof prüft zurzeit, wie mögliche Reparationsforderungen an Deutschland erhoben werden können. Er stützt sich dabei auf eine erste griechische Studie, die seit Anfang März 2013 vorliegt und als streng geheim eingestuft wird. Die Athener Zeitung «To Vima» hat die Studie jedoch am vergangenen Sonntag veröffentlicht. Die Gesamtansprüche werden darin auf 269 bis 332 Milliarden Euro taxiert.
Nach wochenlanger Funkstille wollen derweil heute Vertreter Griechenlands und der Geldgeber in Brüssel über Reformen und Sparschritte sprechen. Die Gespräche waren seit dem Machtwechsel in Athen Ende Januar unterbrochen gewesen. Deshalb fehlt den Europartnern derzeit ein präziser Überblick zur angespannten Finanzlage in dem Krisenland.
Die Gespräche auf der sogenannten technischen Ebene sind Vorbedingung für die Auszahlung weiterer Hilfsdarlehen an Athen. Ohne weitere Milliarden von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) droht Griechenland in absehbarer Zeit die Staatspleite.
«Wie es genau aussieht, wissen wir nicht», sagte gestern Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Brüssel. Der griechische Staatsminister Alekos Flambouraris richtete unterdessen einen dramatischen Appell an seine Landsleute, ihr Geld aus dem Ausland zurückzubringen.*
«Wir sind in einem Existenzkampf und wir brauchen jeden einzelnen Euro», sagte der Staatsminister im griechischen Rundfunk. Nach Schätzungen haben die Griechen in den vergangenen drei Monaten aus Sorge um ihr Erspartes mehr als 22 Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben. Die Geldeinlagen seien auf etwa 150 Milliarden Euro gefallen - das sei der niedrigste Stand seit mehr als zehn Jahren, berichtete die griechische Finanzpresse.
Athen ist nach eigenem Eingeständnis in akuter Finanznot, doch den Geldgebern reichen die bisherigen Reformvorschläge nicht aus, um weitere Hilfen zu gewähren. Zumindest die Ende Januar auf Eis gelegten Gespräche mit den «Institutionen» EZB, EU-Kommission und IWF, früher als Troika bekannt, sollen am Mittwoch wieder anlaufen. Die wichtigsten Verhandlungen sind in Brüssel geplant. Parallel sollten «technische Teams» nach Athen entsandt werden. Seit dem Machtwechsel in Athen Ende Januar fehlen den europäischen Partnern präzise Angaben zu Lage in Griechenland.
Ziel der Gespräche ist der Abschluss des bis Juni verlängerten Rettungsprogramms. Ohne diesen Abschluss können noch bereitstehende Hilfsgelder von insgesamt 7,2 Milliarden Euro nicht fließen.
 
Und Deutschland schickt denen trotzdem noch Milliarden an Euros und das obwohl man weiß das wir das nie wieder sehen.
Anstatt mal lieber jedem Deutschen 50.- aufs Konto überweisen. Ich denke da haben wir mehr von.
 
Von den paar € wollen sie doch Reisetickets für neue deutsche Mitbürger kaufen, die damit endlich auf Reise gehen können. Ist doch eine gute Sache für die brD. Schneller kann man nicht an Fachkräfte kommen die hier von der Wirtschaft angeblich so dringend gebraucht werden und unter den 6.000.000 Arbeitslosen scheinbar nicht zu finden sind. Wenn man den Lügen der Regierung glauben darf ist das unser Allheilmittel.
 
Reparationszahlungen: Wird Griechenland deutsche Institutionen pfänden?

Folgende News wurde am 11.03.2015 um 17:04:00 Uhr veröffentlicht:
Reparationszahlungen: Wird Griechenland deutsche Institutionen pfänden?
Shortnews

Während Griechenland Deutschland zu Reparationszahlungen aufruft (Short News berichtete), macht sich die Angst breit, dass Ministerpräsident Tsipras im Ernstfall deutsche Einrichtungen in Griechenland pfänden lässt. Dieses Vorhaben gibt es bereits, wurde jedoch bis jetzt nicht umgesetzt.

Der griechische Justizminister Nikos Paraskevopoulos möchte im Streit um die Reparationsleistungen deutsche Einrichtungen, wie die Deutsche Schule in Athen, das Deutsche Archäologie-Institut und das Goethe-Institut pfänden lassen. Griechenlands Präsident Tsipras hat angekündigt dies auszuführen.


Der Streit um Geldleistungen zwischen Griechenland und Deutschland schwelt bereits mehrere Jahre. Griechenland fordert Entschädigungszahlungen für die Hinterbliebenen der Opfer des Nationalsozialismus.
 
haben die Griechen den arsch offen?die haben wohl genug kohle von uns bekommen...
lasst das kackland pleite gehen und fertig.wieso glaubt eigentlich jeder das wir für alle verantwortlich sind?
 
haben die Griechen den arsch offen?die haben wohl genug kohle von uns bekommen...
lasst das kackland pleite gehen und fertig.wieso glaubt eigentlich jeder das wir für alle verantwortlich sind?
*lach* Na Du kannst Dich ja echauffieren.

Also um das mal etwas zu klären: Griechenland steht mit dem Rücken an der Wand. Das Land ist bereits mehr als pleite. Sie können jetzt schon nicht mehr ihre Schulden zurück zahlen. Sie sind nach wie vor reformunfähig. Kurz gesagt: Sie sind am total am Arsch. Und das wissen sie auch.

Was sie jetzt tun, ist in ihrer Not nach jedem Strohhalm greifen. Dazu gehört eben dem größten Geldgeber der EU (das sind wir) irgendwie so viel Geld aus der Tasche zu ziehen, wie es nur geht und gleichzeitig nach Möglichkeit die bestehenden Schulden zu streichen. Deutsche werden im Allgemeinen sehr gefügig, wenn man das Thema mit Adolf H****r auspackt. Und wenn man es dann auch noch mit Empörung und abwertendem Blick vorträgt, dann fallen deutsche Politiker normalerweise auf die Knie. Mit so viel Rückgrat, wie sie aktuell zeigen, haben die Griechen wohl genauso wenig gerechnet wie ich. Andererseits - jetzt geht es ja nicht um Ehre und Stolz, sondern um Geld - und da hört ja bekanntlich die Freundschaft auf :D

Wie auch immer. Die Griechen haben absolut nichts zu verlieren. Im Grunde können sie sich wie die Axt im Walde benehmen und genau das tun sie ja auch. Mit dem Verhalten machen sie sich zwar keine Freunde in der EU, aber ich glaube keine Sekunde daran, dass sie daran interessiert sind. Den unausweichlichen Grexit vor Augen buhlen sie mit dem großmäuligen Rumgeprolle auf internationalem (vor allem deutschen) Parkett um Wählerstimmen im eigenen Land. Man will eben (ähnlich wie Putin es auch macht) zeigen, dass man vor nichts und niemandem Angst hat. Dass man Rückgrat hat und stark ist. Das ist auch das Einzige, was ihnen noch bleibt. Und aus dieser Sicht kann man eben genauso müde über dieses thatralisch streitsüchtige Gebaren lächeln, wie es auch Schäuble tut. Ist halt Unterhaltungsprogramm für die griechischen Wähler, aber eben komplett zahnlos.
 
Die Griechen könnten schon Geld auftreiben wenn sie wollten, also stehen sie auch nicht mit dem Rücken zur Wand.
Ah, ok, da kommen wir der Sache schon näher. Ok, dann sage ich mal zu
Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat Berichte dementiert, wonach seinem Land noch in diesem Monat die Pleite droht. "Es gibt absolut kein Liquiditätsproblem", sagte Tsipras heute in Athen nach einem Treffen mit seinem Finanzminister Jannis Varoufakis. Dieser hatte zuvor bereits dem Fernsehsender Alpha TV versichert: "Es gibt kein Problem, die Gelder für Löhne und Renten bereitzustellen."
nur so viel:
Griechenland ist mit knapp 180% ihres BIP verschuldet (zum Vergleich: Deutschland knapp 80%, aber das ist aufgrund einer vergleichsweise gesunden Wirtschaft kein Vergleich). Schlimmer steht weltweit nur noch Japan da.

Natürlich kann Griechenland die Renten und so weiter bezahlen, wenn sie die Schulden nicht mehr bedienen. Ansonsten gibt es bislang noch absolut keinen Plan von Varoufakis, wie er die Krise in den Griff bekommen will. Die Probleme, die Griechenland über Jahrzehnte hinweg überhaupt erst in die Krise gebracht haben, sind noch immer die gleichen. Griechische Milliardäre müssen nach wie vor keine Stuern zahlen und haben inzwischen mehr als reichlich Zeit gehabt, ihr Geld aus dem Land zu holen und irgendwo anders zu bunkern.

Da kann die EZB noch so viel die Geldschleusen öffnen und noch so viele halb tote Anleihen aufkaufen. Das sind alles Maßnahmen, die fruchten würden, wenn Griechenland schon auf Kurs wäre - also die Korruption beseitigt, das Beamtenproblem gelöst, ... wären. Aber das ist nicht der Fall. Insofern ist Griechenland noch immer ein Fass ohne Boden. Und sie können eben nicht ihre Verbindlichkeiten erfüllen, ohne irgendwo das Geld zu sparen - egal wie großkotzig Varoufakis das auch betonen mag. Und er greift ja auch in die Sozialkassen. Und braucht noch mehr Geld, was wohl auch der einzige Grund ist, dass Griechenland in der EU bleibt. Ansonsten wären sie wohl schon längst raus...
 
Wie auch immer. Die Griechen haben absolut nichts zu verlieren. Im Grunde können sie sich wie die Axt im Walde benehmen und genau das tun sie ja auch. Mit dem Verhalten machen sie sich zwar keine Freunde in der EU, aber ich glaube keine Sekunde daran, dass sie daran interessiert sind.
Auch, wenn Du das sicher nicht so meinst, es hat einen ganz faden Beigeschmack, wenn Du von "den Griechen" spricht. Weder die Vorgängerregierung hat sich so benommen, noch unterstützt ein grosser Teil der Bevölkerung dieses Auftreten. Natürlich haben sie die Regierung gewählt, weil die ihnen versprochen hatte, das Thema anzupacken und anders zu lösen als mit jahrzehntelanger Knechtschaft.

Aber der Durchschnittsgrieche unterstützt sicher nicht das Gepoltere des Regierungschefs und der paar Minister, die da jetzt negativ auffallen, auch finden sie die Schäuble-Karikaturen nicht gut.

Wir möchten ja auch nicht als Deutsche auf Herrn Seehofer und die Bild reduziert werden.
 
Auch, wenn Du das sicher nicht so meinst, es hat einen ganz faden Beigeschmack, wenn Du von "den Griechen" spricht. [...] Wir möchten ja auch nicht als Deutsche auf Herrn Seehofer und die Bild reduziert werden.
Da hast Du natürlich völlig recht. Ich meine mit "die Griechen" selbstverständlich die griechische Regierung. Den einzigen Griechen, den ich kenne, der serviert fettgeschwängertes Kokelschwein mit Pommes. Der hat mir noch nie den Mittelfinger gezeigt und ihm geht es finanziell sicherlich besser als seinem Geburtsland.

Aber wir wollen auch nicht vergessen, dass - wenngleich auch längst nicht alle - viele Griechen auf der Straße waren, um explizit gegen Deutschland und auch gegen die EU zu demonstrieren, Merkel mit H****r verglichen haben und dergleichen. Und sie haben mehrheitlich extrem gewählt. Wenn man extrem wählt, muss man sich aber auch nicht wundern, wenn man extrem bekommt.

Ich gebe den Griechen nicht die Schuld für das Gebaren ihrer nun gewählten Volksvertreter. Ich habe mich letztlich auch schon für Schröder, Merkel, Westerwelle, Roth und diverse andere Volksvertreter geschämt. Aber so ganz unschuldig sind sie an der derzeitigen Regierung und die nun folgenden permanenten Entgleisungen nicht. Aber ich meine trotzdem natürlich die griechische Regierung.