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Er ist fast fertig, eine Metapher zum Euro, der EZB Neubau, auch nur knapp 500 Mio übers Buget, weil die Fundamente der Großmarkthalle zu schwach und die Materialkosten sich während der Bauausführung erhöht haben. 1,2 Mrd und es ist echt was schönes entstanden:

Der dekonstruktivistische Gedanke von W.D.Prix, ein Diagonal zerschnittener Quader, der geteilt, verdeht wieder zusammengefügt wurde und im Zwischenraum ein riesiges Atrium bildet, welches mit einer Austeifung beide geteilte Baukörper zusammenhält. Ohne die Aussteifung würden beide Baukörper zu den Seiten wegkippen, insgesamt stellt dies eine Analogie zum Euro dar. Er hält zusammen, was sonst auseinander brechen würde. :mrgreen:

Hier mal ein Link zum Neubau:
https://www.ecb.europa.eu/ecb/premises/html/index.de.html
 
Bank Depfa ist pleite - 49 Milliarden Euro müssen her

Folgende News wurde am 14.05.2014 um 10:57:00 Uhr veröffentlicht:
Bank Depfa ist pleite - 49 Milliarden Euro müssen her
Shortnews

Eine eigentlich geplante Abstoßung des deutsch-irischen Kreditinstitutes Depfa scheiterte. Deswegen muss sich jetzt der Sicherheitsfonds "SoFFin" für Kapitaleinlagen in Höhe von fast 49 Milliarden Euro aufkommen. Dies bedeutet für Deutschland eine Mehrbelastung von fast 49 Milliarden Euro, da der Fonds vom Bund ins Leben gerufen wurde. Bei der Bank handelt es sich um eine Bank die zugehörig zur ehemaligen Pleitebank "Hypo Real Estate" gehörte.
 
Hier sind 49 Mrd. an Haftungen schlagend geworden, die Schäuble jetzt auftreiben muss. Erhöht er die Steuern oder nimmt er neue Schulden auf oder streicht er andere Posten. Bin mal gespannt.

https://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEKBN0DU1BF20140514
Zwei Insider sagten Reuters, auf die 320 Millionen Euro könne noch einmal "ein niedriger bis mittlerer dreistelliger Millionenbetrag" draufgeschlagen werden.
Wenn man sie sofort verkauft hätte wären die Verluste auch sofort zu realisieren gewesen, nun lässt man sich Zeit die Verluste nach und nach zu realisieren, Papier für Papier. So lange die Papiere nicht verkauft sind bleiben sie im Anlagevermögen zum Buchwert.
 
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Herr Schäuble und das Establishment kann nicht dem Volk unbegrenzt Belastungen zumuten. Es gibt auch Grenzen mit dem Knechten der Bevölkerung.

Deshalb arbeitet ja Schäuble auch an nem Haushalt ohne Neuverschuldung, den es schon in manchen Bundesländern und Kommunen gibt, nur um die Bevölkerung durch die Reduzierung der Schuldenlast weiter zu knechten. :wall:

gruss kelle!
 
Die Schuldenbremse hat man ja in die Verfassung geschrieben.

Die Frage ist, wer nimmt die Schulden dann statt dessen auf?

Unser System braucht ja systemimmanent Verschuldung.

Ich fürchte der Mittelstand wird weiter geschröpft. Der Mittelstand, der alles trägt, ist ohnehin gefährdet.

Naja, warten wir es ab. Wir werden es ja sehen!
 
Die Frage ist, wer nimmt die Schulden dann statt dessen auf?
Gute Frage.
Die Banken parken das billige Geld bei der EZB und geben auch ungern Kredite, zum einen weil ihnen das Eigenkapital fehlt um für eventuelle Ausfälle aufzukommen und zum anderen weil sie durch die niedrigen Zinsen kaum was an der Kreditvergabe verdienen.
Die niedrigen Zinsen haben auch verheerende Effekte auf alle Arten von Anlagen: Geldvermögen schmelzen durch Inflation ab, Lebensversicherungen zahlen keine Überschussbeteiligungen und bei Aktien gibt es eine unangemessene Verteuerung.
Die vielen Arbeitslosen in den Krisenländern werden auch kaum Kredite aufnehmen und die Staaten sind am Ende der Fahnenstange.
 
Die Banken parken das billige Geld bei der EZB und geben auch ungern Kredite, zum einen weil ihnen das Eigenkapital fehlt um für eventuelle Ausfälle aufzukommen und zum anderen weil sie durch die niedrigen Zinsen kaum was an der Kreditvergabe verdienen.
Mein Bekannter ist selbstständig als Metallbauer, macht seit 15 Jahren Gewinn, hat mehrere Angestellte, dicke Auftragsbücher und möchte jetzt eine neue Halle bauen. 6 Banken angefragt, 4 haben direkt abgewunken, das günstigere Angebot lag bei knapp 9%... von "kaum was verdienen" kann man da ja nicht sprechen.

Die niedrigen Zinsen haben auch verheerende Effekte auf alle Arten von Anlagen: Geldvermögen schmelzen durch Inflation ab, Lebensversicherungen zahlen keine Überschussbeteiligungen und bei Aktien gibt es eine unangemessene Verteuerung.
Und das ist doch durchaus positiv zu bewerten. Bisher profitierten doch die, die Geld hatten, einfach davon, dass sie es auf die Bank legten und Zinsen bekamen. Die Reichen wurden reichen, weil die Verzinsung über die Inflationsrate lag, die Armen ärmer, weil sie diesen Mehrwert mit erwirtschaften mussten, meist durch Arbeit.

Marty
 
Mein Bekannter ist selbstständig als Metallbauer, macht seit 15 Jahren Gewinn, hat mehrere Angestellte, dicke Auftragsbücher und möchte jetzt eine neue Halle bauen. 6 Banken angefragt, 4 haben direkt abgewunken, das günstigere Angebot lag bei knapp 9%... von "kaum was verdienen" kann man da ja nicht sprechen.
Genau das meine ich doch - den Banken sind solche Firmen einfach zu riskant und sie rechnen mit einem hohen Ausfallrisiko. Auch wenn er heute noch volle Auftragsbücher hat, muss das nächstes Jahr nicht auch noch so sein.
Wenn jetzt 5% solcher Kredite ausfällt hat die Bank auch nichts verdient.
Man winkt dann entweder gleich ab oder verlangt sehr hohe Zinsen um die Leute vom Kredit abzuhalten. Die Wirtschaft hat noch enorme Überkapazitäten und das macht diese Kredite auch so riskant.

Und das ist doch durchaus positiv zu bewerten. Bisher profitierten doch die, die Geld hatten, einfach davon, dass sie es auf die Bank legten und Zinsen bekamen. Die Reichen wurden reichen, weil die Verzinsung über die Inflationsrate lag, die Armen ärmer, weil sie diesen Mehrwert mit erwirtschaften mussten, meist durch Arbeit.
Geld wird ja wertlos, so man es nicht zum Tauschen braucht. Zinsen sind eben der Preis des Geldes und der ist verd*** niedrig - Geld zu halten ist damit sinnlos und sogar dämlich weil es die Inflation entwertet.
Die Reichen werden trotz dem reicher aber nicht unbedingt in Form von Geld.
 
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Ich glaube es ist nicht schlimm, wenn die Unternehmen sich verschulden, die Wertschöpfung betreiben.

Allerdings haben die ja zu 99 % überhaupt keinen Zugang zu den Kapitalmärkten. Das muss man ändern finde ich. Da tut sich derzeit ja auch einiges.

Eine andere Möglichkeit wäre, die Körperschaftssteuer wieder auf 43 % anzuheben.

Der Tod einer jeden Volkswirtschaft ist es, wenn jeder nur noch sparen will so wie das in Deutschland derzeit so aussieht.
 
Mario Draghi macht alles neu

Offenbar ist das Problem in Deutschland nicht so groß wie in Spanien und Italien. Allerdings wird so eine erzwungene Kreditvergabe die Inflation nicht eindämmen, sondern kann erst zu einer Deflation führen, weil mehr Produkte auf den Markt kommen und sich so die Preise nach unten entwickeln, also Angebotsseitig, wenn nicht gleichzeitig die entsprechende Nachfrage geschaffen wird. Der billige Kredit für die Südländer hat erst zur Staatsschuldenkrise geführt und warum sollte es dieses mal anders verlaufen?
Besser wäre es gar nichts zu machen und zu warten bis sich von selbst neue Strukturen bilden, ohne diese Neubildung mit neuem Kredit zu verzerren.
 
Ich würde anbringen, dass es schon ein Unterschied ist, ob der Staat das Geld billig bekommt und damit einen Sozialstaat auf Pump bezahlt, oder ob Unternehmen das Geld billig bekommen, um Innovation, Investition und Arbeitspltätze zu schaffen.

Marty
 
Ja herbeigeführte Stagflation die Leute an den Schaltstellen sind irre. Das wird alles sehr böse enden wenn die Phsychopaten weiter machen dürfen. Aber auch das ist nur ein Zeitspiel das System wird implodieren und es würde mich nicht wundern, wenn wir währenddessen einen Krieg mit Russland haben, um davon abzulenken.
 
Weidmann warnt vor Debatte über weitere EZB-Maßnahmen

Folgende News wurde am 06.06.2014 um 14:39:44 Uhr veröffentlicht:
Weidmann warnt vor Debatte über weitere EZB-Maßnahmen
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Frankfurt/Main (dts) - Nach der jüngsten EZB-Leitzinssenkung warnt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann davor, schon jetzt über weitere Schritte der Notenbank zu diskutieren."Der EZB-Rat hat mit sehr umfassenden Maßnahmen gehandelt", erklärte Weidmann in einem Interview mit der "Bild-Zeitung" (Samstag)."Jetzt müssen wir erst mal abwarten, wie das Beschlossene wirkt. Es ist doch abwegig, jetzt gleich die nächste Runde einzuläuten." Weidmann betonte, die EZB dürfe "auch nicht zur Bad Bank des Euroraums" werden. Seine Position zu Staatsanleihekäufen habe sich nicht geändert. Zugleich verteidigte der Bundesbank-Chef die jüngste Leitzinssenkung."Wenn die Inflationsrate zu lange zu niedrig bleibt, kann eine Entwicklung drohen, welche die Wirtschaft lähmt und uns allen schadet. Deshalb haben wir gehandelt", sagte Weidmann der "Bild". Er erklärte jedoch, über die gesamte Ausgestaltung des Maßnahmenpakets sei in der EZB-Spitze "hart gerungen" worden: "Es war sicher keine leichte Entscheidung." Weidmann sagte, es gebe keine Kreditflut im Euroraum: "Ganz im Gegenteil. Die Banken sind mit der Kreditvergabe sehr zurückhaltend und auch die Kreditnachfrage der Unternehmen ist in einigen Ländern sehr schwach. Wir haben getan, was wir für eine Belebung tun können." Der Bundesbank-Präsident mahnte zugleich weitere Reformen in den Eurostaaten an: "Entscheidend ist, dass die Wirtschaft im Euroraum jetzt wieder Tritt fasst. Das wird nur dann der Fall sein, wenn die Länder ihre Hausaufgaben machen, wettbewerbsfähig werden und die Bankbilanzen bereinigt werden."