Ich muss Marty vollkommen Recht geben.

In Deutschland wird auf einem extrem hohem Niveau gejammert.
Demonstrationen gegen Stuttgart21 sind auch nicht mit Demonstrationen gegen Jugendarbeitslosigkeit (Spanien), gegen Kürzugen (Griechenland) oder für Freiheit (arabische Welt) zu vergleichen.

Insbesondere der Hinweis von Marty auf die Steuern sind vollkommen korrekt. Die einzigen Verbrauchssteuern die in den letzten 10 Jahren angehoben wurden sind die Märchensteuer und die Tabaksteuer. Dagegen wurden die Einkommenssteuern gesenkt und etwaige Freibeträge erhöht. Von den Erhöhungen des Kindergeldes in den letzten Jahren ganz zu schweigen.
 
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Die Wirtschaftskrise ist durchaus mit der von '29 zu vergleichen.
Sollen wir mal den Rückgang der Industrieproduktion, die Arbeitslosenrate, die Anzahl Insolvenzen vergleichen? Dann wirst Du merken, dass 2008 nicht mal ein Pfurz war im Vergleich zu einem Orkan 1929.

Aber sei ehrlich zu dir selbst: Geht es dir damit gut, dass du jetzt dafür zahlen musst, dass der Bänker und Börsenmakler seinen Job nicht verantwortungsvoll gemacht hat?
Verstehe ich nicht, wo zahle ich dafür? Bisher hat der Staat mit den Krediten an notleidende Banken sogar Zinsen eingenommen. Ich habe zumindest bisher keinen Cent Steuern mehr zahlen müssen, Du etwa?

Glaubst du ehrlich, dass es noch sehr viel länger möglich ist, seitens der Politiker, die Folgen vor den Bürger zu verbergen?
Nein, die Folgen sehen wir ja täglich. Wir bekommen noch Geld auf der Bank, kein Kleinsparer hat sein Geld verloren, keine Häuslebauer mussten in die Zwangsversteigerung, weil die Bank in Insolvenz die Kredite gekündigt hat.

Und zu dem Unzufrieden sein:
Womit untermauerst du diese Pauschalaussagen?
Pauschalisiert hast Du, ich habe die persönlichen Erfahrungen meiner Familie wiedergegeben, Du hast behauptet, alle seien unzufrieden.
Ich höre auch immer wieder früher war alles besser.
Das ist wohl kaum auf die wirtschaftliche Situation gemünzt.
Wie erklärt sich dann die vermehrte Demonstrationsbereitschaft? Stuttgart 21, Anti-Atomdemos etc.
Du bist noch nicht so alt, dass Du Dich an die Anti-AKW Demos in den 70ern und 80ern erinnern kannst? Sagt Dir die "Startbahn-West" etwas? Da ist Stuttgart-21 nicht mehr als ein Kindergeburtstag.

und diese teilweise mit einer Gewaltbereitschaft durchgeführt, die es zwar schon immer mal wieder gab, aber dass sich dies in den letzten Jahren mehrt, scheint dir nicht aufzufallen...
Nein, das fällt mir nicht auf. Wo haben denn seit 2008 Massendemonstrationen mit einer extremen Gewaltbereitschaft stattgefunden?

Die Menschen sind im letzten Jahrzehnt immer gewaltbereiter geworden. Schau dir französische Demos an, schau dir Griechenland an
Ich schaue mir französische und grieschiche Demos an und kann das von Dir behauptetet nicht erkennen. Und gerade in Griechenland sind das Demos einiger Weniger, die gerne von der Bildzeitung als "Aufstand der Griechen" dargestellt werden. Die Mehrheit der Griechen hat schon verstanden.

Aber lass uns doch mal teilhaben an Deiner Not: Wo geht es Dir persönlich schlecht? Was kannst Du Dir nicht mehr leisten, was vor 10 Jahren noch problemlos ging? Hast Du Handy, Internet-Flatrate, ein Auto, einen Job, eine Wohnung? An welchen lebensnotwendigen Dingen fehlt es Dir?

Marty
 
Ich bin der Meinung, die Wirtschaft und das Finanzsystem ist zu einem Moloch geworden, der nur durch komplette Zerstörung wieder in Gang kommen kann. Heisst früher oder später ist ein weiterer Weltkrieg, der die Welt in komplette Zerstörung (nicht nur einzelne Länder, seit Jahrhunderten ist dauernd in irgendeinem Land Krieg, aber ein Weltkrieg ist ja nochmal was anderes) stürzt.
Da sitzt jemand mit seinem f*** Arsch in seiner warmen Bude vor einem Computer, vielleicht läuft im Hintergrund die Glotze und was zu Trinken und Essen steht auf dem Tisch - und dann wünscht er sich einen Weltkrieg - sprich millionenfacher Tod und Zerstörung - herbei, weil angeblich die Welt am Ende sei. Wie pervers ist das denn!? :roll:
 
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Insbesondere der Hinweis von Marty auf die Steuern sind vollkommen korrekt. Die einzigen Verbrauchssteuern die in den letzten 10 Jahren angehoben wurden sind die Märchensteuer und die Tabaksteuer. Dagegen wurden die Einkommenssteuern gesenkt und etwaige Freibeträge erhöht. Von den Erhöhungen des Kindergeldes in den letzten Jahren ganz zu schweigen.
Nee, da waren noch mehr - z.B. Ökosteuer oder Stromsteuer. Vor allem beim Strom hat sich der Staatsanteil mit mittlerweile 50% mehr als verdoppelt.

1929 gab es keine Staatsbankrotte wegen der Krise. Es ist dieses mal auch keine Wirtschaftskrise, sondern eine Staatsschulden- und Währungskrise - ist etwas anderes. Die Wirtschaft wird davon natürlich auch beeinflusst. Die Wirtschaft kann aber auch nichts dafür, das GR jetzt zu 160% des BIP verschuldet ist.
1929 war es so, dass die Wirtschaftskrise mit den Kreditkündigungen kam - das kann jetzt nicht mehr vorkommen, da das fehlende Geld einfach gedruckt wird. Die EZB hat jede Menge der faulen Papiere aufgekauft.

Ein Vergleich mit Argentinien oder mit Jugoslawien ist vllt besser.
Jugoslawien war auch ein Verband von mehreren Staaten mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft, der dann als der Diktator weg war zerbrochen ist.
 
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BILD Weltuntergangsstimmung ist so ... :roll: Viele Menschen die ich privat und beruflich kenne sind - wie Marty es schon angedeutet hat - künstlich unzufrieden, egal ob es ihnen tatsächlich schlecht geht oder nicht. Sie können und/oder wollen gar nicht zufrieden sein. Notorische Meckerpötte :mrgreen:
Nen Weltkrieg daraus abzuleiten oder unrichtige historische Vergleiche zu ziehen ist aber ... BILD Weltuntergangsstimmung :yawn:

Allererste Satz
Wikipedia schrieb:
Eine Ökosteuer als solche gibt es in Deutschland nicht.

Die letzte Stromsteuererhöhung war 2003 und der Satz ist ein Nennbetrag und kein Prozentsatz, wodurch die Erhöhung durch die Inflation bedeutungsloser wird mit der Zeit.
 
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DocTrax: Staatsschulden sind eigentlich nichts Schlechtes, wenn entsprechend das was dem gegenübersteht im gleichen Wert mit ansteigen würde. Dies ist aber leider nicht so und daher kommen diese Korrekturen ja letztendlich. Insolvenzen sind in diesem System notwendig. Nur wenn zu viele in Zahlungsschwierigkeiten kommen oder Menschen sich die Frage stellen, wie realistisch es ist, jemals wieder aus diesen Sumpf rauszukommen, dann kommt die Systemfrage. Gerade weil der Staat sich nun verschuldet und die Zahlen bereits astronomische Ausmaße angenommen haben.

Staatsschulden können im Prinzip unbegrenzt aufgenommen werden, nur gibt es immer irgendwann einen Punkt andem sich diese Zahl korrigieren muss.

Man hätte Banken einfach pleite gehen lassen müssen aber die Sparer schützen müssen.

Dieser Staatssozialismus kann gefährlich werden, da das Vertrauen in z. B. Staatsanleihen schwindet und der Staat irgendwann niemanden mehr findet, der ihm Geld leiht (so wie in Griechenland derzeit).

Das Problem innerhalb der Eurozone ist auch, dass man nicht abwerten kann, sondern Abwertung kann nur auf Kosten der anderen Euroländer gemacht werden. Dies merken wir ja schon sehr lange im Portemonaie, seit es den Euro gibt.

Ich mach mir weniger um den Wohlstand innerhalb Deutschlands sorgen, viel eher um die Zukunft meiner Kinder. Es ging uns nie so gut wie jetzt, das stimmt. Das sollte auch möglichst so bleiben.

Hoffen wir nicht, dass folgendes Sprichwort eintrifft:
Der Großvater erstellts der Vater erhälts, beim Enkel zerfällts.
 
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Woran merken wir das?

Nun geh mal durch den Supermarkt beim Discounter. Die Einkaufskörbe sind leer(er), als zu DM-Zeiten. Das zeigt sich überall. Das Geld sitzt bei den Leuten nicht mehr so "Dicke" wie noch zu DM-Zeiten. Dabei hatte man uns vor der Euro-Einführung doch von den ganzen Vorteilen überzeugt, die diese Währung mit sich bringe. Heute hat sich aber herausgestellt, dass die Überschuldung der wirtschaftlich schwachen Länder genau unsere Miserie ist.

Uns gehts vergleichsweise sehr gut. Schaut man sich die Länder an, die in den Schulden versinken. Die PIIGS (Schweine-Staaten). Überall sind Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände. Ich habe mir bei Youtube ein paar Videos zu den Demonstrationen in Spanien angesehen. Erschreckend.

Noch ist es nicht so schlimm bei uns aber man kann ja durchaus auch Parallelen bei uns ableiten. Die Angst und Panik ist aus Sicht der Bürger in Deutschland auch gerechtfertigt. Immerhin werden es immer mehr Länder, denen es schlecht geht. Auch die U.S.A. bekommt ernsthafte Finanzprobleme. Unglücklicherweise ist das gerade unser Unglück, weil gerade der Dollar die Weltleitwährung ist und wir große Devisen in dieser Währung halten. Man darf also schon skeptisch sein und sollte es in Hinblick auf die Zukunft auch.
 
Pauschalisiert hast Du, ich habe die persönlichen Erfahrungen meiner Familie wiedergegeben, Du hast behauptet, alle seien unzufrieden.

Du gibst die persönlichen Erfahrungen deiner Familie wieder, ich gebe die meiner wieder und dazu noch das, was man durch Medien erfährt.
Ich habe daraus den Schluss gezogen, dass die allgemeine Zufriedenheit, die nach dem Aufschwung kam, durch Krisen und Konflikte im letzten "Jahrzehnt des Terrors" (jaja, aus deiner Sicht mal wieder aufgepusht, in Deutschland sind ja noch keine U-Bahnen in die Luft geflogen) immer weiter den Bach runter ging. Klar sind wir Deutschen Meister im Jammern geworden. Ich erlaube mir jetzt mal zu sagen, dass wir vor 45 noch gehandelt hätten, statt zu jammern, aber nun ist es so...
Vielleicht ist jammern auch besser als das etwas kaputt gehen muss.
Argumentier dann meinetwegen mit deinen persönlichen Erfahrungen und dem Argument des BILD-Aufpuschertums, ich persönlich habe seit 3 Jahren keine Bild mehr in Händen gehalten. Desweiteren kann ich dann auch argumentiere mit "Ausnahmen bestätigen die Regel" und du bist eben die Ausnahme^^

Aber lass uns doch mal teilhaben an Deiner Not: Wo geht es Dir persönlich schlecht? Was kannst Du Dir nicht mehr leisten, was vor 10 Jahren noch problemlos ging? Hast Du Handy, Internet-Flatrate, ein Auto, einen Job, eine Wohnung? An welchen lebensnotwendigen Dingen fehlt es Dir?

Gerne doch, ich bin seit 3 Jahren auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle und bekomme mit meinem Abitur nur Absagen, aber mir fehlt es an nichts, da, und die Frechheit erlaube ich mir jetzt mal, DU mich durch deine Sozialabgaben finanzierst, Hartz4 sei dank. Aber meckern kannst du ja jetzt nicht, die Bänker finanzierst du ja auch gerne mit, durch deine Steuern (wo sonst kommt das Geld sonst her?) und nur weil die Einkommenssteuer nicht erhöhtr wurde, heisst des nicht, dass dir der Staat nicht an anderer Stelle das Geld aus der Tasche zieht, respektive an anderer Stelle Asugaben einspart (ich sag nur Bildungssystem, da wäre das Geld besser aufgehoben gewesen, als bei Lehman).
Würden wir in einem anderen Land leben, gings mir höchstwahrscheinlich dreckig, aber hier habe ich mal keinen Grund zum jammern, wir sind ja ein sozialer Staat...
Vielleicht ist Deutschland auch deshalb noch so ruhig. Wer will schon auf 800 € im Monat ohne Arbeit verzichten.

Und ja, das soll jetzt provokant rüberkommen, aber du darfst anhand dieses Beispiels auch mal darauf kommen, dass nicht alles in diesem Land und in dieser Zeit richtig und zur Zufriedenheit aller läuft.
Ich würde auch lieber ne Ausbildung machen, statt auf ALGII zu hängen, aber solange ich nur Absagen bekomme, ist das Leben so auch nicht unangenehm ;-)
 
Das Problem innerhalb der Eurozone ist auch, dass man nicht abwerten kann, sondern Abwertung kann nur auf Kosten der anderen Euroländer gemacht werden. Dies merken wir ja schon sehr lange im Portemonaie, seit es den Euro gibt.
Argentinien hatte seine Währung an den Dollar gebunden gehabt und konnte auch nicht abwerten, obwohl es nötig gewesen wäre. Man hat dann die Bindung aufgeben müssen und über Nacht abwerten müssen.
GR hat seine Währung auch an den Euro gebunden. Hat aber im Gegensatz zu Argentinien was im Eurosystem zu sagen und deshalb wird der Euro insgesamt abgewertet.
 
Ich hab mal ne ganz dumme frage,
Können wir nicht einfach ne BadBank für unsere Staatsschulden aufmachen ?
Also wir die Bundesrepublik Deutschland stecken unsere Schulden in einen Badbank und sagen uns von unseren 2 Bio Euro einfach los unseren Gläubigern sagen wir wenn ihr Geld wollt wendet euch an die Germanische Pleitebank.

Andere möglichkeit wäre jemand der eh schon in Privatinsolvenz muss übernimmt noch die Staatsschulden von Irland,Spanien und Griechenland und ist dann in 7 Jahren Schuldenfrei.
 
Klar sind wir Deutschen Meister im Jammern geworden. Ich erlaube mir jetzt mal zu sagen, dass wir vor 45 noch gehandelt hätten, statt zu jammern, aber nun ist es so...

Klar, vor 45 waren die Deutschen mal so richtig aufmüpfig und mutig, spez. der Regierung gegenüber, quasi wie in jeder Diktatur :biggrin: Denkste nicht dass sich vor 45 die meisten nichtmal getraut hätten Dinge wie du sie hier äußerst in der Öffentlichkeit zu sagen?

Da du bewusst provokant deine momentane Situation schilderst, darf man ja gewiss auch ähnlich provokant antworten? Wenn du wirklich in deinem Alter und mit Abitur 3 Jahre lang absolut gar keine Ausbildung (und offensichtlich auch keinen anderen Job?) findest, dann bist du mindestens mitverantwortlich an deiner unzufriedenstellenden Situation.

perlini schrieb:
Tut mir leid, ich kann mich nicht mehr erinnern, wieviel die Leute vor über 10 Jahren in ihren Warenkorb hatten.

Brauchst du ja auch nich, Aussagen wie "es is viel weniger im Kühlschrank" oder "die Leute haben einfach kein Geld mehr" sind an Pauschalität und Subjektivität nicht zu überbieten. Wenn man sich die (Real)Einkommens- und Konsumzahlen anschaut findet man sie jedenfalls nicht so eindeutig wieder. Auch dass immer mehr Privatleute überschuldet sind liegt wohl auch nich daran dass sie Schulden aus Lebensmitteleinkäufen haben, sondern weil sie sogar zuviel (unnötiges) konsumiert haben. Das zeugt nicht davon dass sie das gefühl hatten ihnen sitzt das Geld nicht mehr so locker wie früher, es saß ihnen eher zu locker.

Stohs schrieb:
Also wir die Bundesrepublik Deutschland stecken unsere Schulden in einen Badbank und sagen uns von unseren 2 Bio Euro einfach los unseren Gläubigern sagen wir wenn ihr Geld wollt wendet euch an die Germanische Pleitebank.
Überleg dir das ganze doch mal so, als wenn das ein Unternehmen mit dir macht. Du kaufst was bei nem Händler, oder leihst einem Freund Geld. Der sagt dir "Hab meine Schulden der Firma XYZ GmbH überschrieben, wend dich an die, aber die haben eh nix" ... machst du jemals wieder Handels- oder sonstige Geldgeschäfte mit diesm Unternehmen/Freund? :mrgreen:
 
Tut mir leid, ich kann mich nicht mehr erinnern, wieviel die Leute vor über 10 Jahren in ihren Warenkorb hatten. :roll:

Für mich als notorisch klammen Studenten liegt die Inflation bei weit über 5 Prozent, da bei mir die Lebensmittelkosten bei etwa 50 Prozent liegen und nicht wie beim offiziellen Warenkorb bei 10 Prozent.
 
Klar, vor 45 waren die Deutschen mal so richtig aufmüpfig und mutig, spez. der Regierung gegenüber, quasi wie in jeder Diktatur :biggrin: Denkste nicht dass sich vor 45 die meisten nichtmal getraut hätten Dinge wie du sie hier äußerst in der Öffentlichkeit zu sagen?

Da du bewusst provokant deine momentane Situation schilderst, darf man ja gewiss auch ähnlich provokant antworten? Wenn du wirklich in deinem Alter und mit Abitur 3 Jahre lang absolut gar keine Ausbildung (und offensichtlich auch keinen anderen Job?) findest, dann bist du mindestens mitverantwortlich an deiner unzufriedenstellenden Situation.

Vor '45 war nicht immer Diktatur. Zwischen '18 und '33 hatten wir die Weimarer Republik, davor das Kaiserreich und während all dieser Zeiten haben die Deutschen nicht gejammert, sondern etwas unternommen.
Es mag vielleicht ein Fehler gewesen sein, einen Ösi zu wählen (Hr. H****r wurde demokratisch gewählt in seinen ersten Jahren, das vergessen viele immer wieder gerne), aber wir haben uns nicht den Versailler Knebelverträgen unterworfen, wir haben lieber fast ganz Europa erobert.
Ich weiss nicht genau, ob die Deutschen schon immer ein jammriges Volk waren, aber wenn ich meine Großeltern und Urgroßeltern in Erinnerung rufe, dann haben die doch weniger gejammert. Wir sind meiner Meinung nach erst in den letzten 50 Jahren zu Jammerern geworden.

Zu zweiterem:
Natürlich darf man provokant antworten, allerdings habe ich mit meiner persönlichen Situation provoziert, du gehst dafür provokant auf meine persönliche Situation ein, solange du diese aber nicht kennst, kannst du damit auf gewaltig auf die Fresse fliegen.
Wenn ich prozentual bewerten müsste, würde ich mir 10-15% Verantwortung geben, weil ich hätte tatsächlich mehr tun können. Aber nach andauernden Rückschlägen hat man irgendwann auch keine Lust mehr.
Und 85-90% Schuld daran, dass ein Abiturient nicht erfolgreich ins Berufsleben starten kann, die von aussen, von der Politik, von der Wirtschaft etc. kommen ist immer noch ziemlich viel.
Das Ziel sollte doch eigentlich sein, egal, wie der Jugendliche drauf ist, wie die Vergangenheit von diesem war, wie die Noten sind etc., dass 100% der Jugendlichen zumindest einen berufsqualifizierenden Abschluss erhalten.
 
Sehe ich Ähnlich.
Jede Entwicklungsorganisation die in die Dritte Welt geht kümmert sich zuerst um die Bildung dann um die Ausbildung der Menschen dort.

In Deutschland bekommt man HartzIV.
Bildung ist nicht vorgesehen im regelsatz und wird auch sonst nur sehr spärlich angeboten.
Was Menschen in der Dritten Welt zu qualifierten Abschlüssen und Arbeit bringt ist in Deutschland nicht gültig.

Hier doktort man lieber an den Statitisken rum und behauptet sogar wenn die Arbeitslosenzahlen Real steigen das sie sinken würden.
Auf der anderen Seite jammert aber die Staatsführung rum das es keine Fachkräfte mehr gibt und man Unbedingt Ausländer nach Deutschland holen müsse um diesen Mangel zu beheben.

Ein Beispiel in einer Nachbarstadt gibt es ein "Kostenloses" Abendgymnasium .
Das bietet auch Tagsüber Kurse an.
Die Fahrtkosten dorthin muss ich ab herbst aus eigener Tasche zahlen genauso wie Kosten für Materialien.
Vormittags darf ich an den Kursen laut Arbeitsamt nicht Teilnehmen da ich dem Arbeitsmarkt Vormittags zur Verfügung zu stehen habe um zum Beispiel für 1 Euro die Stunde im Stadtpark Müll zu sammeln.

Halte ich mich nicht daran darf das Arbeitsamt die Almosen die es an mich zahlt einstellen.
Wenn ich also den ganzen Vormittag im Bett bleibe und Fernsehe oder nen 1 euro Job mache werde ich belohnt.

Wenn ich mich in der Zeit weiterbilde und so meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch höhere Qualifikationen steigere werde ich bestraft.

Einen Bekannten hat es noch besser getroffen er arbeitet nebenbei als 400 euro Jobber bei einem Postzustelldienst und muss jeden monat 50 euro Fahrtkosten bezahlen.
letztes Jahr durfte er 160euro Anrechnungsfrei zum Arbeitslosengeld2 hinzu verdienen.
Selbst Guido Westerwelle nannte das eine "Frechheit" und wollte mit seiner Partei die FDP die Anrechnunggrenze auf 400 euro anheben damit Arbeitslose einen Anreiz haben sich aktiv um solche Jobs zu bewerben und wieder in Kontakt mit dem 1. Arbeitmarkt kommen.
Seit Januar sind nur noch 100 Euro Anrechnungsfrei abzüglich der Fahrtkosten von 50euro bleiben meinem Bekannten noch 50 euro die er mehr in der Tasche hat der Rest wird mit seinem Arbeitslosengeld verrechnet.
Paralell fressen die steigenden Energiekosten diesen Zuverdienst komplett auf so das er von diesem Minijob eigentlich nichts mehr hat und er sich die frage stellt,wozu er ihn überhaupt noch machen soll wenn hinterher nichts bei rauskommt.
 
Und was hat Deine ach-so-herzzerreißnde Story mit der Überschuldung mancher EU Länder zu tun?

gruss kelle!
 
Vor '45 war nicht immer Diktatur. Zwischen '18 und '33 hatten wir die Weimarer Republik, davor das Kaiserreich und während all dieser Zeiten haben die Deutschen nicht gejammert, sondern etwas unternommen.
Es mag vielleicht ein Fehler gewesen sein, einen Ösi zu wählen (Hr. H****r wurde demokratisch gewählt in seinen ersten Jahren, das vergessen viele immer wieder gerne), aber wir haben uns nicht den Versailler Knebelverträgen unterworfen, wir haben lieber fast ganz Europa erobert.
Erst ein Weltkrieg herbeiwünschen und dann den deutschen Eroberungskrieg zu loben, weil man was unternommen hat statt zu jammern. :wall:
 
In ein paar Jahren ist die Euro-Geschichte bestimmt vorbei... Ich hoffe ja darauf, dass es endlich wieder zu einer Rückkehr zu Nationalstaaten kommt... Heute habe ich als schockierende Nachricht gelesen, dass Chinesen in Polen eine Autobahn zu einem Schleuderpreis baut... Irgendwann werden sich das die Leute nicht mehr gefallen lassen... Der Euro beschleunigt nur noch den Prozess, der langsam in Gang kommt... Dänemark macht es vor... Andere Länder werden den Beispiel folgen... Deutschland wird wahrscheinlich am längsten am Euro-Konstrukt festhalten, was noch ein paar Hundert Milliarden kosten wird (was man aber dann durch Inflation sowieso nicht bezahlen wird)...

Als gute Nachricht: Die SVP will nur noch bestimmte Ausländerkontigente zulassen und selber auswählen, wer ins Land darf und darüber eine Volksinitiative lancieren... Eine gute Sache...