Alle 5 "etablierten" Parteien wollen an dem "Wachstumsprogramm" festhalten. Im Kern sind sich da alle einig.
In den letzten 20 Jahren ist die Wirtschaft so gut wie nicht gewachsen - eher noch etwas geschrumpft. Es geht den Parteien nur um das Wachstum der Geldmenge, der Staatsschulden und damit der Inflation. Das ist die Mutter aller Blasen.
Pölitik ist per Definition gar nicht in der Lage ein Wachstum der Wirtschaft zu erreichen, denn Politik hat keine Produktionsmittel. Beim Kommunismus werden die Produktionsmittel der Politik unterstellt und dann von ihr über ihre Bürokratie schlecht verwaltet, wie man schon gesehen hat.

Aha, Prof. Sinn hats auch schon geschnallt (endlich): "Kurzum, die Banken sind so oder so pleite."
https://www.ftd.de/politik/europa/:...ielt-griechenland-euro-austritt/60049117.html
 
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In den letzten 20 Jahren ist die Wirtschaft so gut wie nicht gewachsen - eher noch etwas geschrumpft.

Seltsam, seltsam...

Nehmen wir beim BIP das Jahr 2000 als Bezugspunkt mit 100%
Dann hatten wir 1991 eine Leistung von 86 % und 2010 eine Leistung von 110%.

Daraus ergibt sich eine Steigerung des BIP von ca. 25%.

In der Zeit von 2003 bis jetzt stieg die Erwerbstätigenzahl um ca. 2,2 Millionen.

So viel zum Schrumpfen der Wirtschaft.

gruss kelle!
 

Ich denke mal auch. Wenn die Infrastruktur fertig ist, erhalten wir auch eine geringere Wachstumsprognose. Schaut man sich die Zahlen von aufstrebenden Ländern wie China, Indien und Brasilien an dann sieht man, dass deren Wirtschaft noch nicht "fertig" ist und man daher dort so hohe Wachstumsprognosen sicherlich auch einfacher erzeugen kann.
 
Nehmen wir beim BIP das Jahr 2000 als Bezugspunkt mit 100%
Dann hatten wir 1991 eine Leistung von 86 % und 2010 eine Leistung von 110%.
Von 86% bis 110% sind es sogar 27,9%

Das wem nützt?! Der Wohlstand ist wohl nicht um 25 Prozent gestiegen.

Das statistische Bundesamt kann was zur NETToeinkommensentwicklung sagen. Danach stiegen die über alle Berufsgruppen um 30% zwischen 1991 und 2005 (neuere Zahlen haben die anscheinend nicht).

Der Verbraucherpreisindex (Inflation) stieg in der Zeit ebenfalls um fast exakt 30%, das gleicht sich also aus.

Der Unterschied ist, wie Kelle schreibt, das heute 2,2 Mio. Menschen mehr dieses Geld verdienen als noch 1991. Viele davon stammen aus Doppelverdienerhaushalten. Und das erhöht den Wohlstand schon.

Marty
 
Der Unterschied ist, wie Kelle schreibt, das heute 2,2 Mio. Menschen mehr dieses Geld verdienen als noch 1991. Viele davon stammen aus Doppelverdienerhaushalten. Und das erhöht den Wohlstand schon.
Gute Zusammenstellung, aber wenn sich mehr Menschen den selben Kuchen teilen, bleibt für jeden ein kleineres Stück. Bedeutet also weniger Einkommen bei mehr Arbeit.
Die Geldmenge M1 stieg von 1936872 Mio. Euro in 2001 auf 3799858 Mio. Euro in 2011 - macht +96%.
 
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Gute Zusammenstellung, aber wenn sich mehr Menschen den selben Kuchen teilen, bleibt für jeden ein kleineres Stück. Bedeutet also weniger Einkommen bei mehr Arbeit.

Verstehst du das absichtlich falsch damit es in Deine Theorien paßt? Jeder Einzelne bekommt 2005 mehr Geld- das ist aber nach Inflation ca. genauso viel wert ist wie 1991, weil aber mehr Leute arbeiten ist der Gesamtwert höher als damals...
 
Gute Zusammenstellung, aber wenn sich mehr Menschen den selben Kuchen teilen, bleibt für jeden ein kleineres Stück. Bedeutet also weniger Einkommen bei mehr Arbeit.
Nein, de Kuchen, der verteilt wird, ist an Geld deutlich mehr geworden und nach Abzug der Inflation genau um den Betrag gestiegen, den die zusätzlichen Arbeitnehmer verdienen.

Jeder Einzelne hat in der zeit seinen inflationsbedingten Kaufkraftverlust durch Nettolohnerhöhungen ausgeglichen bekommen.

Marty
 
Also bestenfalls ein Nullsummenspiel.
Für den Einzelnen, für die Summe der Arbeitnhemer nicht. Kannst Du mir eine Begründung liefern, warum das reale Nettoeinkommen in der Zeit hätte steigen sollen?
Außerdem ist die Lohnentwicklung vor allem seit 2005 negativ..
Im Gegensatz zu Dir war ich in der Lage, meinen Post durch Zahlen zu belegen, ich habe auch mit Absicht keine passenden gesucht, ich habe nur keine Zahlen bis 2010 gefunden.

Es wäre schön, wenn Du in der Lage wärst, Deine Pauschalitäten auch durch solche Zahlen zu unterlegen. Ein einfaches "Heute ist das anders" ist mri zu wenig.

Marty
 
weil aber mehr Leute arbeiten ist der Gesamtwert höher als damals...
Das BIP ist doch real geschrumpft - Inflation war +30%, aber BIP nur +27%. Das erarbeiten und teilen sich dann auch noch mehr Leute.

Jeder Einzelne hat in der zeit seinen inflationsbedingten Kaufkraftverlust durch Nettolohnerhöhungen ausgeglichen bekommen.
Den inflationsbedingen Verlust schon, aber nicht den steuerbedingten Verlust.

Kannst Du mir eine Begründung liefern, warum das reale Nettoeinkommen in der Zeit hätte steigen sollen?
Man hätte ja erwarten können, dass die Produktivität in 20 Jahren wenigstens etwas ansteigt. Das Gegenteil ist aber der Fall. Gleichzeitig steckt der Staat immer mehr Geld in die Wirtschaft, das aber auch nicht zu mehr Produktivität führt.
 
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Das BIP ist doch real geschrumpft - Inflation war +30%, aber BIP nur +27%. Das erarbeiten und teilen sich dann auch noch mehr Leute.
Was nützt die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts bei der Bewertung der Entwicklung der Nettolöhne?

Den inflationsbedingen Verlust schon, aber nicht den steuerbedingten Verlust.
Der da wäre? Ich wüsste nur etwas von einer Mehrwertsteuererhöhung auf einen Teil der Güter.

Man hätte ja erwarten können, dass die Produktivität in 20 Jahren wenigstens etwas ansteigt. Das Gegenteil ist aber der Fall.
Korrekt. Mehr Menschen erwirtschaften weniger (siehe Dein genanntes BIP), bekommen dafür aber trotzdem in Summe mehr Geld. Wenn das keine Lohnerhöhung ist, was dann?

Und das das Inlandsprodukt nicht gleichstark gestiegen ist, liegt wohl daran, dass die neu geschaffenen Jobs eher im niedrig produktiven Bereich liegen. Ich vermute, ein Bandarbeiter beim Daimler schafft mehr BIP als die Bäckereifachverkäuferin oder der Altenpfleger.

Marty
 
Der Euro bleibt oder besser gesagt er muss bleiben.
Zur Zeit ist trotz allem Gerede der Euro weltweit am stabilsten.
Den Euro zu stärken und zu halten ist eine der wichtigsten Aufgaben.
 
Sicher der Euro ist am stabilsten ,aber hier unten also im Lager der Arbeitslosen und Geringverdiener kommt von diesem stabilen Euro relativ wenig an.

Die Lebenshaltungskosten sind massiv gestiegen.
Bei der HartzIV Reform ist nicht nur im Bundestag fast ein Krieg ausgebrochen wegen 8 euro Erhöhung des Arbeitslosengeldes und warum man sich das nicht leisten könne.
Übrigungs gab es bis 2005 ca 480 Euro Sozialhilfe die durch 345 Euro Arbeitslosengeld2 ersetzt wurden.


Vor der Wärhrungsreform hiess es:"Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen"
Nach der Währungsreform " wir müssen den Haushalt konsolodieren"
Dafür wurden Billiglohnjobs Massiv ausgebaut.
Als die Wirtschaftskrise kam wurde Quasi über Nacht ein 500MRD Euro Rettungsschirm gespannt bei dem wir alle das Risiko tragen wenn es schief geht.

Zusätzlich sind wir der Zahlmeister NR.1 dicht gefolgt von Frankreich.

Da fällt es mir erhlich schwer zu verstehen warum der Euro gut sein soll und für wen.
 
Sicher der Euro ist am stabilsten ,aber hier unten also im Lager der Arbeitslosen und Geringverdiener kommt von diesem stabilen Euro relativ wenig an.
Gehörst Du dazu?

Bei der HartzIV Reform ist nicht nur im Bundestag fast ein Krieg ausgebrochen wegen 8 euro Erhöhung des Arbeitslosengeldes und warum man sich das nicht leisten könne.
Findest Du das nicht in Ordnung, dass man über die Verwendung von Steuergeldern diskutiert? Bei den Staatshilfen forderst Du genau das.
Übrigungs gab es bis 2005 ca 480 Euro Sozialhilfe die durch 345 Euro Arbeitslosengeld2 ersetzt wurden.
Du vergisst da wohl einiges, was zusätzlich an Geld fliesst. Wovon bezahlt denn ein ALG II Empfänger seine Miete, seine Nebenkosten?

Dafür wurden Billiglohnjobs Massiv ausgebaut.
Also ein Problem der Arbeitgeber? Und Arbeitnehmer? Und Tarifparteien? Und erst als Letztes der Politik.
Als die Wirtschaftskrise kam wurde Quasi über Nacht ein 500MRD Euro Rettungsschirm gespannt bei dem wir alle das Risiko tragen wenn es schief geht.
Naja, die Arbeitslosen wohl eher nicht. Mal abgesehen davon ist eine Bürgschaft oder ein Kredit etwas anderes als eine direkt bezahlte, nicht rückzahlbare Sozialleistung.

Den "Rettungsschirm" finde ich auch nicht gut, aber nicht, weil er so viel kostet, sondern weil man nicht die richtigen Bedingungen setzt.

Zusätzlich sind wir der Zahlmeister NR.1 dicht gefolgt von Frankreich.
Jeder nach seiner Stärke. Du siehst, den anderen Ländern geht es schlechter als uns.

Da fällt es mir erhlich schwer zu verstehen warum der Euro gut sein soll und für wen.
Für mich ist er gut, ich kann Dinge im Ausland kaufen ohne das Banken an Wechselkursen verdienen, meine Reisen werden günstiger, viele Produkte aus dem Ausland werden günstiger. Mein Arbeitgeber freut sich, weil er keine Währungssicherung mehr für alle Auslandsgeschäfte machen muss, an denen wieder nur Banken verdienen.

Marty
 
Der Euro bleibt oder besser gesagt er muss bleiben.
Zur Zeit ist trotz allem Gerede der Euro weltweit am stabilsten.
Den Euro zu stärken und zu halten ist eine der wichtigsten Aufgaben.

Fragt sich nur wie lange das noch so ist. Da Griechenland demnächst Umschulden muss und dessen Zinsen für neue Kredite schon bei über 24 % sind, werden auch deutsche Banken dann Abstriche hinnehmen müssen. Da es in der Eurozone eine Mindestreserve von 2 % gibt und die sicherlich von vielen deutschen Banken nicht mehr gegeben ist, wird es auch hier Pleiten nach sich ziehen. Davor fürchten sich viele Ökonomen, weil das Auswirkungen haben kann, die man schwer abschätzen kann.

Abgesehen davon, was es für Auswirkungen auf Griechenland hat, wenn sie nun ihr Sparkurs durchziehen. Ich fürchte da wirds dann ein Bürgerkrieg geben. Ähnliches sehe ich in Portugal und Irland, falls die aus ihren Schuldensumpf nicht rauskommen d. h. Austritt und Abwertung.

"Rettung" von Staaten heißt immer = Inflation.
 
Euro und das Soziale

Geht es dem Euro gut und geht es dem Staat gut, dann geht es auch den Bürgern gut.
In welchem Land gibt es so hohe Sozialausgaben wie in Deutschland?
Wenn es 5 Euro mehr gibt ist das ok- mehr als manche Rentnerin an Erhöhung ab 1.Juli bekommt (und die muss ihre Miete selbst zahlen)
Arbeitslos zu sein ist ein großes Problem, aber es muss logischerweise einen Unterschied zu denen geben die arbeiten.