Böse Amis, arme Mullahs

Falsch. Die USA sind für alle gefährlich, die sich ihren Interessen widersetzen

Welche Interessen haben die USA eigentlich, welche wir zB in Deutschland nicht haben? Vom weltweiten Handel profitieren wir als Exportweltmeister noch mehr als die USA und von Rohstoffen wie dem Öl sind wir mindestens genauso abhängig. Die Rüstungsindustrie boomt auch in Deutschland, vor allem mit Zulieferungsbetrieben usw. Allerdings hat sich Europa in den letzten Jahrzehnten bestens darauf verstanden, im Windschatten der USA das Gute abzugreifen, und die teilweise notwendigen Kriege zu unterstützen und gleichzeitig zu verurteilen.

Demokratie und Menschenrechte interessieren die unter ihrer augenblicklichen Führung eher vordergründig, in der Vergangenheit übrigens auch. Wie erklärst du denn sonst z.B. das gute Verhältnis der USA zu Saudi Arabien?

Und wie erklärst Du die guten Beziehungen Deutschlands zu ähnlichen Staaten im arabischen Raum, sowie die herzlichen Beziehungen mit Russland und China? Ich suche immernoch nach dem Staat, der für Menschenrechte kämpft ohne dabei an seine eigenen Interessen zu denken. Ich kann ihn einfach nicht finden.
 
"Der Zweck heiligt die Mittel" abheften und vergessen. Das ist unmoralisch, janusköpfig und schlicht un einfach bigott!

Es ist eine Unverschaemtheit dass du und Bad Boy mir sowas unterstellt !

Ich habe auf die Frage von Bad Boy geantwortet wie sich die Koalition mit Saudi Arabien erkalert. Zugegeben, ich bin auf eine rhetorische Frage eingegangen, werde ich mir in Zukunft verkneifen.
 
Es ist eine Unverschaemtheit dass du und Bad Boy mir sowas unterstellt !

Ich habe auf die Frage von Bad Boy geantwortet wie sich die Koalition mit Saudi Arabien erkalert. Zugegeben, ich bin auf eine rhetorische Frage eingegangen, werde ich mir in Zukunft verkneifen.

Ich kann nur auf das Antworten, was du schreibst...
 
Das Problem ist nicht die Aufnahme von muslimischen Buergen sondern wie du schon sagtest die Aufklaerung ihrer Religion. Wenn man aber jetzt zuschaut wie im Namen des Islamismus gravierendste Menschenrechtsverletzungen geschehen und man die Ideologie nicht effektiv bekaempft wird es mit der Zeit umso schwieriger dagegen vorzugehen. Das Problem kann man in einer globalisierten Welt nicht national bekaempfen.

Ja aber die Religion ansich ist doch da nicht Schuld ? In eigentlich jeder Religion sind durch gesetze die Zwischenmenschlichen Beziehungen im positiven geregelt. Also man soll sich nicht gegenseitig töten, sich respektieren etc. Wenn ein Staat wie die Türkei christlich wäre, aber ebenso kriegerisch in ihrer Geschichte, Bildungstechnisch unterdurchschnittlich, wirtschaftlich bestenfalls im Aufschwung, dann hättest du sicherlich das selbe problem. Ein problem was durch die nationale Herkunft hervorgerufen ist und durch die damit verbundenen übermittelten ideale. Aber wenn du solche Menschen in ein Bildungsstarkes Land holst und diese nicht weiterhin in niederen schichten hausen, dann gibt es auch keine religiöse gefahr. Und gefahren durch starkes soziales gefälle gibt es sicherlich auf dauer auch religionsübergreifend, dafür brauch es nicht den islam.
 
Ich kann nur auf das Antworten, was du schreibst...

Dann mach das doch bitte auch und schnippsel dir nicht irgendwelche quotes zusammen. Hier nochmal zum nachlesen:

Bad Boy schrieb:
Wie erklärst du denn sonst z.B. das gute Verhältnis der USA zu Saudi Arabien?

Antwort schrieb:
Die perverse Koalition mit Saudi Arabien erklaert sich durch das Interesse der USA am Oel und an dem Ziel der Demokratisierung des Nahen Ostens. Oel benoetigt die USA um ihre Vormachtsstellung zu behalten und die Demokratisierung foranzutreiben.

Obendrein habe ich die Koalition auchnoch als pervers bezeichnet. Manche lesen eben gerne was sie hoeren wollen.
 
Ich habe auf die Frage von Bad Boy geantwortet wie sich die Koalition mit Saudi Arabien erkalert. Zugegeben, ich bin auf eine rhetorische Frage eingegangen, werde ich mir in Zukunft verkneifen.

Nun, einen Teil hast du ja auch richtig beantwortet, hättest du noch geschrieben, das für die USA (siehe Irak, siehe bin Laden) gilt, "der Feind meines Feindes ist mein Freund", hättest du hundert Punkte bekommen. ;)

Aber wenn ich einen "Freund" habe, versuche ich doch erstmal etwas bei ihm zu ändern, nicht durch seine Hilfe bei anderen. Das zur Demokratisierung.

bennsenson schrieb:
Welche Interessen haben die USA eigentlich, welche wir zB in Deutschland nicht haben? Vom weltweiten Handel profitieren wir als Exportweltmeister noch mehr als die USA und von Rohstoffen wie dem Öl sind wir mindestens genauso abhängig. Die Rüstungsindustrie boomt auch in Deutschland, vor allem mit Zulieferungsbetrieben usw. Allerdings hat sich Europa in den letzten Jahrzehnten bestens darauf verstanden, im Windschatten der USA das Gute abzugreifen, und die teilweise notwendigen Kriege zu unterstützen und gleichzeitig zu verurteilen.

Das hast du natürlich Recht.

bennsenson schrieb:
Und wie erklärst Du die guten Beziehungen Deutschlands zu ähnlichen Staaten im arabischen Raum, sowie die herzlichen Beziehungen mit Russland und China? Ich suche immernoch nach dem Staat, der für Menschenrechte kämpft ohne dabei an seine eigenen Interessen zu denken. Ich kann ihn einfach nicht finden.

Auch hier kann ich wenig gegen deine Argumentation sagen. Deutschland hat aber zum Glück seit 68 Jahren kein anderes Land mehr angegriffen und Bomben auf Städte geworfen. Na ja, wohlbewacht natürlich.

Das war glaube ich auch nicht das Thema. Das Thema war, zumindest die letzten Seiten, aus welchen Beweggründen die USA das machen, was sie eben machen.

Da habe ich Schwierigkeiten, wenn argumentiert wird, sie wollen Friede, Freude, Eierkuchen und die Demokratie in die Welt exportieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja aber die Religion ansich ist doch da nicht Schuld ? In eigentlich jeder Religion sind durch gesetze die Zwischenmenschlichen Beziehungen im positiven geregelt. Also man soll sich nicht gegenseitig töten, sich respektieren etc. Wenn ein Staat wie die Türkei christlich wäre, aber ebenso kriegerisch in ihrer Geschichte, Bildungstechnisch unterdurchschnittlich, wirtschaftlich bestenfalls im Aufschwung, dann hättest du sicherlich das selbe problem. Ein problem was durch die nationale Herkunft hervorgerufen ist und durch die damit verbundenen übermittelten ideale. Aber wenn du solche Menschen in ein Bildungsstarkes Land holst und diese nicht weiterhin in niederen schichten hausen, dann gibt es auch keine religiöse gefahr. Und gefahren durch starkes soziales gefälle gibt es sicherlich auf dauer auch religionsübergreifend, dafür brauch es nicht den islam.

Da ist natuerlich was dran. Es ist aber numal so dass in Laendern wie dem Iran Politik und Religion einhergehen, Es wird nicht zwischen Staat und Glaube getrennt und das religioese Oberhaupt hat mehr Befugnisse als der Praesident. Ein solches Gefuege ist sehr gefaehrlich da, wie wir alle wissen, sich mit Religion alles erklaeren und rechtfertigen laesst. Das Problem ist also wirklich nicht der Islam, sondern das Staatsgefuege welches einem Missbrauch der vorherrschenden Religion zulaesst.

Nun, einen Teil hast du ja auch richtig beantwortet, hättest du noch geschrieben, das für die USA (siehe Irak, siehe bin Laden) gilt, "der Feind meines Feindes ist mein Freund", hättest du hundert Punkte bekommen. ;)

Aber wenn ich einen "Freund" habe, versuche ich doch erstmal etwas bei ihm zu ändern, nicht durch seine Hilfe bei anderen. Das zur Demokratisierung.

Okay, Saddam haette im zweiten Golf Krieg beseitigt werden muessen und die perfiden Beziehungen zu Osamas Familie sind Unrecht. Ist es das was du hoeren wolltest ?
 
Auch hier kann ich wenig gegen deine Argumentation sagen. Deutschland hat aber zum Glück seit 68 Jahren kein anderes Land mehr angegriffen und Bomben auf Städte geworfen. Na ja, wohlbewacht natürlich.

Naja wie gesagt, deutsche Soldaten sollen lieber gar nicht mehr kämpfen, sonst heisst es gleich "deutsche Panzer rollen wieder." Dass Deutschland trotzdem Mitglied diverser strategisch-militärischer Bündnisse ist und logistische/finanziell an diversen Militäroperationen teilgenommen hat und teilnimmt, fällt wohl unter die beliebte Kategorie Doppelmoral :roll:

Da habe ich Schwierigkeiten, wenn argumentiert wird, sie wollen Friede, Freude, Eierkuchen und die Demokratie in die Welt exportieren.

Ich habe ein Problem damit, dass wir das auch wollen, aber nichts dafür tun und schreien, wenn andere handeln; parallel dazu mit antidemokratischen Staaten denselben Handel treiben wie zB die USA.

Ach und eins kann ich einfach nicht lassen zu betonen, an alle, die mit unserer Gesellschaftform einigermaßen zufrieden sind: Die USA haben sie uns wiedergebracht.
 
Dann mach das doch bitte auch und schnippsel dir nicht irgendwelche quotes zusammen. Hier nochmal zum nachlesen:

Obendrein habe ich die Koalition auchnoch als pervers bezeichnet. Manche lesen eben gerne was sie hoeren wollen.

:ugly:

Entgegen der guten Sitten habe ich den Beitrag von dir sogar voll gequotet! Also nicht fantasieren, ja?

Pervers oder nicht: Konsequent wäre, Saudi-Arabien so zu behandeln wie die anderen - nicht wahr?

Mag sein, das die USA die Verteidiger unsere Werte sein möchten, es mag auch legitim sein, seine eigenen Interessen dabei zu vertreten, aber ein Konsequenz im Handeln ist in meinen Augen Voraussetzung für eben den moralischen Anspruch, den du den USA zugestehst.

Es ist ja nicht nur Saudi-Arabien: Was ist mit Pakistan oder Usbekistan?

@bennsenson: JA, die USA sind ganz toll und haben uns viel gutes gebracht... deshalb sind sie von jeglicher Kritik auszunehmen, oder wie soll man dich verstehen?
 
Ich habe ein Problem damit, dass wir das auch wollen, aber nichts dafür tun und schreien, wenn andere handeln; parallel dazu mit antidemokratischen Staaten denselben Handel treiben wie zB die USA.

Wollen wir das?

Ach und eins kann ich einfach nicht lassen zu betonen, an alle, die mit unserer Gesellschaftform einigermaßen zufrieden sind: Die USA haben sie uns wiedergebracht.

Da bin ich auch froh drüber. Ich hatte es auch schon mal anklingen lassen. Für D. war dies das beste, was passieren konnte. Nur sollte man diese Befreiung nicht unbedingt auf andere Länder übertragen, die nicht X Länder angegriffen und unterworfen haben. Und die gar nicht "befreit" werden wollen.
 
JA, die USA sind ganz toll und haben uns viel gutes gebracht... deshalb sind sie von jeglicher Kritik auszunehmen, oder wie soll man dich verstehen?

Nö, das war "nur mal so".

BadBoy schrieb:

Da wir eine alles andere als isolatorische Aussenpolitik betreiben und bei Auslandsbesuchen immer peinlich darauf geachtet wird, auch die "Probleme" in denjenigen Länder anzusprechen, komme ich da zu einem klaren "Ja". Auch die von mir angesprochenen Unterstützungen von und Teilnahme an diversen UN- und NATO-Missionen zeugt davon.
 
[...]Nur sollte man diese Befreiung nicht unbedingt auf andere Länder übertragen, die nicht X Länder angegriffen und unterworfen haben. Und die gar nicht "befreit" werden wollen.
Was für eine paradoxe Aussage... Welcher Mensch will denn bitteschön nicht in Freiheit leben und sich für seine individuelle Lebensweise entscheiden können?
 
Entgegen der guten Sitten habe ich den Beitrag von dir sogar voll gequotet! Also nicht fantasieren, ja?

Du hast zwei meiner Antworten auf verschiedene Fragen von verschiedenen Usern als Fullquote gepostet, das ist natuerlich Unfug und aus dem Kontext genommen.

Pervers oder nicht: Konsequent wäre, Saudi-Arabien so zu behandeln wie die anderen - nicht wahr?

Selbstverstaendlich !

Mag sein, das die USA die Verteidiger unsere Werte sein möchten, es mag auch legitim sein, seine eigenen Interessen dabei zu vertreten, aber ein Konsequenz im Handeln ist in meinen Augen Voraussetzung für eben den moralischen Anspruch, den du den USA zugestehst.

Als Fazit schliese ich daraus, dass unsere "westliche" Welt nicht verteidigt werden darf. Der Verteidiger unserer Werte muesste sonst mit der halben Welt auf Kriegspfad stehen.

Hachja, ich nehm euch das ja auch nicht uebel, nur kommen wir so keinen Schritt weiter.

Was für eine paradoxe Aussage... Welcher Mensch will denn bitteschön nicht in Freiheit leben und sich für seine individuelle Lebensweise entscheiden können?

Tja, ich verstehs ehrlich gesagt auch nicht wie er das meint :|
 
Du hast zwei meiner Antworten auf verschiedene Fragen von verschiedenen Usern als Fullquote gepostet, das ist natuerlich Unfug und aus dem Kontext genommen.

:doh:

Ach so - diese Aussagen treffen also nur selektiv zu... :LOL:

Als Fazit schliese ich daraus, dass unsere "westliche" Welt nicht verteidigt werden darf. Der Verteidiger unserer Werte muesste sonst mit der halben Welt auf Kriegspfad stehen.

Nicht ob, sondern wie - das ist die Frage. Konsequent wäre es wohl, jegliche Menschenrechtsverletzung als das zu behandeln, was sie ist, inklusive den eigenen...

Hachja, ich nehm euch das ja auch nicht uebel, nur kommen wir so keinen Schritt weiter.

Dito für die Zustände in der Welt. Die Sache ist doch so: solange die USA ihnen wohlgesonnene Unrechtsregime besser behandeln als solche Länder, die im allgemeinen als Freiheitlich anzusehen sind aber den Fehler begehen, die Aktionen der USA nicht gutzuheißen, wird die Ausbreitung freiheitlicher Werte wohl auch weiter ins Stocken geraten.
 
Was für eine paradoxe Aussage... Welcher Mensch will denn bitteschön nicht in Freiheit leben und sich für seine individuelle Lebensweise entscheiden können?

Ich glaube, Vietnam wollte nicht unbedingt befreit werden....

Übrigens auch ein Paradebeispiel, wie die USA sich ihre Feinde selbst erschaffen hat.

Der Irak wollte wohl Saddam Hussein loswerden, aber ob die so glücklich mit den Amis sind? Einige können sich wohl daran erinnern, dass sie das schon einmal versprochen haben und es sich dann auf halben Weg wieder anders überlegt haben?
 
Nein, die Legitimität stelle ich nicht in Frage. Die Wahlen sind von niemanden in Frage gestellt worden, wenn ich mich nicht irre?

Dazu habe ich aber auch schon etwas geschrieben, ebenso, was ich pers. von
Ahmadinedschad halte. Er ist meiner Meinung nach ein gefährlicher Mensch, der durch populistische Äußerungen und ganz sicher nicht ohne Unterstützung der eigentlichen Führung an die Macht gekommen ist, ohne Frage.

Das ist aber eine, nämlich meine Meinung. Ich würde jetzt nicht sagen, dass man einen Krieg gegen Iran führen muss, um die irregeleiteten Wähler dieses Präsidenenten befreien muss, auch gegen ihren Willen.

Vorsicht, da könnte ein Hauch Ironie drin stecken.