Aktuelle Spritpreise

Naja, aber deine Ausführungen/Ideen bringen bei den Ländlicheren Gegenden nicht. Beispiel da wo ich wohne. Ich bin hier auf das Auto angewiesen. Mit den Öffis würde ich nicht mal 100 Meter Richtung meiner Arbeitsstätte kommen...
 
Und eigentlich würde ich es für sinnvoller halten, diejenigen zu fördern, die eben langsam an den Rand der Wirtschaftlichkeit rutschen beim Pendeln. Wenn jemand wenig verdient, dafür aber schon weit fahren mus, dann muss er entlastet werden. Und nicht der Topverdiener.

Bin ich nicht dafür, jemand mit normal miesen Job den 10 Leute aus der näheren Umgebung genauso machen könnte muss nicht ermutigt werden dafür jeden Tag 200 Km oder ähnlich zu pendeln. Da ist einfach der Punkt für mich erreicht an dem wir das nicht wirtschaftlich machen sollten.

Wenn dann werde würde ich eher dessen Ausbildung, seine Selbstständigkeit, die Einrichtung von Telearbeitsplätzen oder seinen Umzug fördern, soweit wie möglich nach seinen Wünschen/den Erfordernissen der Betriebe versteht sich.
 
Erdöl und Erdgas sind Rohstoffvorkommen, die durch ihre Verbrennung begrenzt und nicht in kurzer Zeit regenerativ sind. Darin besteht das Hauptproblem.
Abseits von Spekulationen und Gewinnmaximierung wird der Rohölpreis und somit der Preis für Benzin weiter steigen. Daran ändert eine Senkung der Steuern oder eine Erhöhung der Pendlerpauschale nur sehr kurzfristig etwas.

Und genau an dem Punkt müsste der Staat, die Politik, die Wirtschaft und die Wissenschaft zum Allgemeinwohl an einem Strang ziehen, die Entwicklung von regenerativen und vor allem am Ende damit günstigen Energien und Antriebsarten vorantreiben, das Verteilernetz für diese entsprechend auf- und ausbauen (Stromnetz, Tankstellen etc.).
Vor allem im Bereich der Automobiltechnik gibt es soviele Alternativen, die mit ein wenig finanziellem Aufwand (was bei den Milliardengewinnen der Konzerne durchaus leistbar wäre, selbst ohne Unterstützung durch Steuern) in den nächsten 5 Jahren zur Serienreife gebracht und vor allem zu einem günstigen Preis angeboten werden können.
Ein paar Beispiele:
Elektroantrieb
Wasserstoffbrennstoffzelle
Mit Druckluft betriebener Motor
Holzgasmotor
etc.

Und bis es ausgereifte und vor allem flächendeckende Alternativen zum Rohöl gibt, sehe ich den Staat in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Preise vom Rohöl niedrig genug bleiben, dass es weiterhin für alle erschwinglich ist. Es hängt ja noch weit mehr an der Preisentwicklung des Öls als nur der Sprit.
Denn die Frage ist nicht wann die Ölquellen versiegen, sondern ob wir vorher Alternativen dazu finden und diese flächendeckend einsetzen können oder ob die Preisentwicklung einen Großteil der Bevölkerung in die Armut zwingt und die Menschheit nach Versiegen der Ölquellen praktisch wieder in mittelalterliche Verhältnisse zurückfällt.
 
Erdöl und Erdgas sind Rohstoffvorkommen, die durch ihre Verbrennung begrenzt und nicht in kurzer Zeit regenerativ sind. Darin besteht das Hauptproblem.

Das Hauptproblem ist eher das wir das immer zu billig in riesigen Mengen zur Verfügung hatten und jetzt endlich mal langsam den Arsch hochbekommen. Aber ganz langsam ...denn wenig mehr als 100$ für ein Fass Öl ist eigentlich immernoch viel zu billig für die Energiemenge die drin steckt.

Es gibt soviele Möglichkeiten die Sonnenenergie umzuwandeln das wir damit locker die nächsten paar Mrd Jahre über die Runden kommen, aber erst dann wenn es nötig genug ist .
 
Bin ich nicht dafür, jemand mit normal miesen Job den 10 Leute aus der näheren Umgebung genauso machen könnte muss nicht ermutigt werden dafür jeden Tag 200 Km oder ähnlich zu pendeln. Da ist einfach der Punkt für mich erreicht an dem wir das nicht wirtschaftlich machen sollten.
Gerne, das würde ich unterstützen. Solange die Arbeitsämter aber von einem Arbeitslosen verlangen, solch weit entfernte Jobs zu miesen Bedingungen trotzdem anzunehmen, lässt sich das nicht ändern.

Fahren vermeiden ist besser als Fahren subventionieren.

Ich vermute auch, dass es in Deutschland Millionen Jobs gibt, die man mittlerweile problemlos aus den eigenen vier Wänden ausüben könnte, nur die Arbeitgeber spielen da noch nicht mit.

Marty
 
Das Hauptproblem ist eher das wir das immer zu billig in riesigen Mengen zur Verfügung hatten

Naja, zu billig nicht, genügend Vorkommen waren da um einen günstigen Preis lange Zeit zu rechtfertigen, nur hat die Wirtschaft (wohl aus Geldgier) und die Politik ebenso versäumt, Alternativen zu erforschen bzw. hat den Fortschritt dort lange blockiert und/oder streng reguliert.
Das Problem ander ganzen Sache ist, das einige wenige da Bockmist gemacht haben und dass viele andere dafür jetzt gerade stehen müssen. Derzeit eben dadurch, dass die einstige Mittelschicht durch gestiegene Nebenkosten, Spritpreise mit inbegriffen, immer weiter Richtung Armut rutscht.
 
Ich vermute auch, dass es in Deutschland Millionen Jobs gibt, die man mittlerweile problemlos aus den eigenen vier Wänden ausüben könnte, nur die Arbeitgeber spielen da noch nicht mit.

Ein ganz klares Jein ;-)

Ich weiß es von IBM, Oracle/SUN haben es auch und Siemens fängt auch schon damit an, neue Büros nur noch für ca. 2/3 der Mitarbeiter einzurichten.

Die jüngere Erfahrung zeigt halt, entweder sind die Mitarbeiter beim Kunden/Auftraggeber oder sie arbeiten von zu Hause aus.

Manch ein BWLer hat da halt schon erkannt, dass leer stehende Büros einfach nur Geld kosten.
Weiterhin spielen da Faktoren wie entspanntere Arbeit durch weniger Stress auf dem Weg oder nicht ganz so genau Zeiterfassung ne Rolle.

Und, ich glaube Du erwähntest mal, dass Du 500 € Fahrkosten hast, lässt Dich Dein Chef zwei bis drei Tage pro Woche zu Hause arbeiten, hast Du ne effektive Reallohnsteigerung von 250 €, die den Chef 0 € kosten.

Klar, wir sind noch nicht da, wo wir technisch sein könnten, aber in meinen Augen alles nur ne Frage der Zeit.

gruss kelle!
 
Ich vermute auch, dass es in Deutschland Millionen Jobs gibt, die man mittlerweile problemlos aus den eigenen vier Wänden ausüben könnte, nur die Arbeitgeber spielen da noch nicht mit.

Das könnte gut Möglich sein jedoch denke ich auch dass wenn man aus den eigenen vier Wänden arbeitet, eher dazu geneigt ist etwas anderes zu machen.

Auch denke ich, Kelle hat es schon angesprochen, dass die Zeiterfassung nicht so ganz genau genommen wird. Dagegen gäbe es zwar eine Lösung, jedoch stellt diese nicht sicher, dass der MA auch effektiv gearbeitet hat.

Alles in allem finde ich, dass die Arbeit von zu Hause für den Arbeitgeber ein eher hohes Risiko birgt und dies auch nur in den wenigsten Ausnahmen genehmigt wird.

Ich kann hier aus Erfahrung sprechen. Meine Arbeit könnte ich Problemlos von Daheim machen. Ich schätze mich aber so ein, dass mich andere Sachen (TV, Telefon, etc.) eher ablenken würden. Auch bin ich froh, aus dem Haus zu kommen. Daher denke ich, dass Heimarbeit nicht effektiv genug ist.
 
Alles in allem finde ich, dass die Arbeit von zu Hause für den Arbeitgeber ein eher hohes Risiko birgt und dies auch nur in den wenigsten Ausnahmen genehmigt wird.
...
Daher denke ich, dass Heimarbeit nicht effektiv genug ist.

Definiere effektiv. ;-)

Ich hab zum Beispiel Hotline Dienste.
Da ist es mein Job am Telefon zu sitzen, auf Anrufe zu warten und nebenbei ein Postfach zu überwachen.

Was an Anrufen/Mails kommt und schnell zu bearbeiten ist, wird gemacht.
Dauert etwas wesentlich länger in der Bearbeitung wird es dokumentiert, entweder ein Kollege erledigt das dann oder ich nach der Hotline am nächsten Tag.

Aber die Zeit, in meinen Fall fünf Stunden pro Schicht, sind sicherlich keine fünf Stunden effektive Arbeit.

Anderes Beispiel mein Vater.
Der hat seit 91 sein Heimbüro.
Da gibt es halt ne Ausschreibung, er muss die Planungen, Berechnungen und Kalkulationen machen, und die Sachen pünktlich abgeben.
Wenn er dann früher mit uns nach Schulschluss einkaufen gefahren ist, dann saß er halt auch mal Sonntags nach dem Mittagessen wieder in seinem Büro.

Wenn man also ein klar definiertes Arbeitspaket hat, wo die Zeit gut abgeschätzt ist, ist es unterm Strich wenig relevant, ob man in der Firma sitzt oder zu Hause den Job erledigt.

Ich könnte da noch diverse Beispiele anbringen, wo es klappt.

Es gehören halt immer zwei dazu:
Der Chef, der das Vertrauen hat, oder auch mal den Mut zur Lücke hat, und der Angestellte, der das Vertrauen rechtfertigt.

gruss kelle!
 
Definiere effektiv. ;-)
Effektiv bedeutet für mich, dass unterm Strich dem Kunden, oder wem auch immer, geholfen wird. Das Arbeitspensum bzw. die anstehenden Aufgaben abgearbeitet werden...

Ich hab zum Beispiel Hotline Dienste.
Da ist es mein Job am Telefon zu sitzen, auf Anrufe zu warten und nebenbei ein Postfach zu überwachen.
Das klappt bei mir Beispielsweise nicht. Ich bin zwar in der IT-Branche tätig, muss aber um den Kunden effektiv helfen zu können, auf deren Systeme schalten können, welche nur aus der Firma erreichbar sind...
 
Effektiv bedeutet für mich, dass unterm Strich dem Kunden, oder wem auch immer, geholfen wird. Das Arbeitspensum bzw. die anstehenden Aufgaben abgearbeitet werden...

Da sind wir uns dann einig. ;)

Das klappt bei mir Beispielsweise nicht. Ich bin zwar in der IT-Branche tätig, muss aber um den Kunden effektiv helfen zu können, auf deren Systeme schalten können, welche nur aus der Firma erreichbar sind...

Da ist halt der Unterschied, dass wir die Systeme haben, mit denen ich in unser Firmennetz komme, von wo ich dann genauso weit oder weniger weit komme, wie von meinem Arbeitsplatz.

Sicherlich müssen für die Heimarbeit ein paar technische Voraussetzungen geschaffen werden, aber das ist heutzutage keine Zauberei mehr ;)

gruss kelle!
 
Sicherlich müssen für die Heimarbeit ein paar technische Voraussetzungen geschaffen werden, aber das ist heutzutage keine Zauberei mehr ;)

Wenn man von IT- und Bürotätigkeiten ausgeht.
Wenn man aber mal vom gesamten Logistik-, Dienstleistungs- und Handwerksgewerbe ausgeht, können die hohen Spritpreise für manch ein mittleres oder kleines Unternehmen oder einen Selbstständigen der finanzielle Ruin sein.
 
1.) Mir ist klar, dass man differenzieren muss. Ein Kollege von mir der Hardware zu testen hat, der kann das nicht von zu Hause, weil man in den seltensten Fällen eine Eisenbahnschiene im Arbeitszimmer liegen hat.
Alternativ natürlich auch ganz andere Jobs macht.
2.) Auf Grund der in 1.) genannten Differenzierung muss man auch nach differenzierten Lösungen suchen.
Pauschale Lösungen a la Pendlerpauschale erhöhen oder Steuern senken verbessern die Lage nicht.
3.) Beim "fahrenden" Handwerk sind die Spritkosten laufende Kosten die an den Kunden abgewälzt werden. Da braucht man nix zu machen.

gruss kelle!
 
Ich sehe da einige Beispiele bei unseren Verkehrsbetrieben.
Es sind aber nicht immer die Verkehrsbetriebe.
Hier in München gäbe es zwar auch einiges mit der S-Bahn zu tun, aber grundsätzlich funktioniert es ganz gut.
Ich hatte bis vor 1 Jahr einen Kollegen, der 3 Querstraßen von mir entfernt wohnte. Der ist jeden Tag mit dem Auto gefahren, während ich die U-Bahn genommen habe. Er brauchte 40 Minuten (wenn alles gut ging), ich 45 Minuten. Habe nie verstanden, wieso er nicht auch U-Bahn gefahren ist.
Solange es solche Leute gibt, kann ich fast nur behaupten, dass die Benzinpreise wohl immer noch günstig genug sind.

Grundsätzlich bin ich aber auch deiner Meinung, dass viel mehr im öffentlichen Nahverkehr gemacht werden muss. Aber solange da Gewinnvorgaben existieren, kommt man halt in einen Interessenskonflikt.

anddie
 
...Ich hatte bis vor 1 Jahr einen Kollegen, der 3 Querstraßen von mir entfernt wohnte. Der ist jeden Tag mit dem Auto gefahren, während ich die U-Bahn genommen habe. Er brauchte 40 Minuten (wenn alles gut ging), ich 45 Minuten. Habe nie verstanden, wieso er nicht auch U-Bahn gefahren ist. ...

Ich versteh nicht, warum du nicht mit ihm im Auto gefahren bist, dann hättet ihr beide gespart...
 
Solange es solche Leute gibt, kann ich fast nur behaupten, dass die Benzinpreise wohl immer noch günstig genug sind.
Das ist doch ein blöder Spruch. Nur weil es Bekloppte gibt, die 300 Meter zum nächsten Kippenautomat fahren, müssen hohe Preise lange nicht für alle akzeptabel sein.

Marty
 
Ich versteh nicht, warum du nicht mit ihm im Auto gefahren bist, dann hättet ihr beide gespart...
Unterschiedliche Arbeitszeiten. Hätte dann teilweise trotzdem öffentlich fahren müssen und somit dann die Monatskarte und die Benzinbeteiligung gehabt.

Das ist doch ein blöder Spruch. Nur weil es Bekloppte gibt, die 300 Meter zum nächsten Kippenautomat fahren, müssen hohe Preise lange nicht für alle akzeptabel sein.
Komischerweise sind das aber zumindest hier im Büro diejenigen, die sich am lautesten über die Spritpreise aufregen.

anddie
 
Komischerweise sind das aber zumindest hier im Büro diejenigen, die sich am lautesten über die Spritpreise aufregen.
Und was ist daran komisch? Meistens sind es auch Millionäre, die sich über zu hohe Steuern aufregen und trotzdem viel Geld ausgeben. Schliesst Du daraus, dass für alle die Steuern wahrscheinlich noch zu niedrig sind?

Ein Pendler, der täglich 50-100km zur Arbeit fährt, hat vermutlich längst resigniert, statt sich aufzuregen.

Marty
 
Ein Pendler, der täglich 50-100km zur Arbeit fährt, hat vermutlich längst resigniert, statt sich aufzuregen.

Einigen bleibt auch nichts anderes übrig. Hab selbst mehrere Bekannte, die von außerhalb kommen und täglich ihre 50km zur Arbeit fahren. Auto stehenlassen kommt nicht in Frage, da die öffentlich Verkehrsmittel endweder dort kaum ausgebaut sind oder insgesamt viel zu lang brauchen würden (~30 min mit dem Auto, Bus/Bahn ~90 min).

Was will man da noch groß machen? Aufregen senkt den Benzinpreis leider nicht :(