Aktuelle Spritpreise

Laut Onvista 2011 exakt 470 Mrd. USD Umsatz und 48,4 Mrd USD EBITDA.

Ich finde eine Umsatzrendite von 10% bei einem angeblich so preisumkämpften Produkt schon enorm. Das würde bedeuten, die verdienen 7,5 Cent pro Liter Sprit (mal abstrakt gerechnet auf einen Spritpreis von 1,65 und Abzug des Staatsanteils).

Man sollte aber dabei beachten, dass das nur der Anteil ist, der durch den Verkauf vom Sprit anfällt. Ein Grossteil kommt wohl eher aus der Differenz zwischen Förderkosten und Verkaufpreis des Rohöls.

Marty
 
Laut Onvista 2011 exakt 470 Mrd. USD Umsatz und 48,4 Mrd USD EBITDA.
Naja die Kennzahlen enthalten jetzt natürlich unterschiedliche Dinge,
EBITDA ist Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Das würde bedeuten, die verdienen 7,5 Cent pro Liter Sprit
Aus Teilzeitunternehmerperspektive würde ich eher sehen: Aua, Aua da kommt nochmal der Staat die Hand aufhalten :ugly:

Naja bei den paar hundert Litern im Jahr die ich verbrauche und die ich glaube ich wenigstens 3 Cent günstiger tanke als bei Shell tut mir das auch nicht weh.



Man sollte aber dabei beachten, dass das nur der Anteil ist, der durch den Verkauf vom Sprit anfällt. Ein Grossteil kommt wohl eher aus der Differenz zwischen Förderkosten und Verkaufpreis des Rohöls.
Warum sollte diese Differenz nicht enthalten sein?
 
Naja die Kennzahlen enthalten jetzt natürlich unterschiedliche Dinge,
EBITDA ist Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
Weiß ich, aber diese Zahlen sind mit lieber also die 31,2 Mrd. USD "Jahresüberschuss", die eben durch beeinflussbar sind.

Aus Teilzeitunternehmerperspektive würde ich eher sehen: Aua, Aua da kommt nochmal der Staat die Hand aufhalten
Natürlich, aber auch das ist steuerbar.

Naja bei den paar hundert Litern im Jahr die ich verbrauche und die ich glaube ich wenigstens 3 Cent günstiger tanke als bei Shell tut mir das auch nicht weh.
Ich tanke ja auch nur knapp 2.000 Liter pro Jahr, da würden es 3 Cent auch nicht machen, 30 Cent dagegen schon. Und um die ist der Preis in den letzten Monaten gestiegen.

Und wenn Shell den Preis um 1 Cent senken würde vor Steuern, dann wären an der Tankstelle schon über 2 Cent Ersparnis daraus geworden.

Warum sollte diese Differenz nicht enthalten sein?
Hast Recht, die Differenz ist vermutlich zum grössten Teil auch schon enthalten.

Also alles zurück: Shell verdient nur 31,2 Mrd USD, da kann man nicht argumentieren, dass das zu viel wäre. Die Aktionäre würden ja meutern, wenn die Rendite pro Aktie unter 12% fallen würde.

Marty
 
Bundesrat fordert Benzinpreisbremse

Folgende News wurde am 30.03.2012 um 13:47:34 Uhr veröffentlicht:
Bundesrat fordert Benzinpreisbremse
Top-Themen

Berlin (dpa) - Der Bundesrat hat als Reaktion auf die hohen Spritkosten eine Benzinpreisbremse gefordert. Die Bundesregierung soll verschiedene Modelle prüfen, um die mehrmaligen Erhöhungen am Tag zu unterbinden. Als Optionen genannt werden das in Westaustralien praktizierte Modell, mit dem am Vortag der Preis für den Folgetag bekanntgemacht werden muss. Auch das Österreich-Modell soll geprüft werden, wo nur einmal am Tag zu einer bestimmten Zeit der Preis nach oben geschraubt werden darf. Die Länderkammer erhöht so den Druck auf die Bundesregierung, den Benzinmarkt stärker zu regulieren.
 
Ich dachte die wollten vielleicht die Steuern runtersetzen stattdessen zeigen sie doch wieder nur mit den Finger auf die anderen :ugly:
 
Aktueller Super Benzin Preis bei und sind Rund 1,649 Euro je Liter.

In ein Paar Jahrzehnten können wir bestimmt Bezin mit Gold aufwiegen:ugly::mrgreen:
 
Da hab' ich ja richtig Glück hier... Gestern Abend für 1,589€/l getankt.

Gruß Aru
 
Benzinpreise erreichen pünktlich zu den Osterferien neuen Höhepunkt

Folgende News wurde am 02.04.2012 um 15:05:00 Uhr veröffentlicht:
Benzinpreise erreichen pünktlich zu den Osterferien neuen Höhepunkt
Shortnews

Pünktlich zu Beginn der Osterferien hat der Benzinpreis einen neuen Höchststand erreicht. Mit einem flächendeckendem Preis von 1,71 € für einen Liter Super Benzin liegen die kosten somit 21 Cent höher als noch vor einem Jahr. Zum Osterwochenende wird ein weiterer Rekordpreis erwartet. Experten halten einen Benzinpreis von zwei € pro Liter im Laufe des Jahres für möglich. Wohl nicht zu Ostern, aber vielleicht zu den Sommerferien. Rainer Wiek vom Hamburger Energie-Informationsdienst sagte: "möglich ist alles". Er bezeichnete den Rohölmarkt als "nervösen Markt". Während die Industrie-und Handelskammer davor warnt, dass die hohen Benzinkosten die Wirtschaft ausbremsen, machen sich nun auch Politiker für eine Erhöhung der Pendlerpauschale stark."Über eine Erhöhung der Pendlerpauschale können wir generell immer diskutieren" so Norbert Barthle (CDU).
 
"Über eine Erhöhung der Pendlerpauschale können wir generell immer diskutieren" so Norbert Barthle (CDU).

= Arbeitsgruppe bilden
= Kontrollausschusses klären lassen
= dann zum Rechtsausschuss
= Ablehnungsbescheid


firewallman
 
Ist ja auch ausgesprochen zielgerichtet, die Ölmultis durch eine Erhöhung der Pendlerpauschale auch noch indirekt zu subventionieren. Da ist eine Absenkung der Mineralölsteurer imho sinnvoller, weil da nicht noch die Konzerne zusätzlich profitieren...
 
Ist ja auch ausgesprochen zielgerichtet, die Ölmultis durch eine Erhöhung der Pendlerpauschale auch noch indirekt zu subventionieren.
Soweit noch richtig...

Da ist eine Absenkung der Mineralölsteurer imho sinnvoller, weil da nicht noch die Konzerne zusätzlich profitieren...
Das läuft doch aber prinzipiell auf genau das gleiche raus.
Natürlich würden die Konzerne indirekt von niedrigeren Steuern und damit niedrigeren Preisen profitieren. Der Staat müsste die sinkenden Einnahmen an anderer Stelle wieder ausgleichen, wobei auch hier der Steuerzahler für einen höheren Umsatz der Konzerne aufkämen müsste.

Imho wird in der aktuellen Diskussion der Einfluss der Steuern auf die jüngste Preisentwicklung eindeutig überbewetet.

Grundsätzlich scheinen viele nicht zu wissen, nicht wahrhaben oder gar verdrehen zu wollen, daß die Höhe der Mineralölsteuer nicht an den Preis gekoppelt ist, sondern bei Benzin fest ~65ct/l beträgt. Der prozentuale Anteil der Steuer fällt also mit steigenden Preisen.

Ich lasse mich gerne belehren, aber afaik ist die Mineralölsteuer seit 2006 bzw. 2009 konstant, während die Kraftstoffpreise in dieser Zeit unproportional angestiegen sind.

Sicher mag ein Teil dieser Erhöhungen mit steigenden Rohstoff-, Herstellungs- und Transportkosten zu begründen sein, die offensichtliche Situation, daß es z.B. Preisunterschiede von bis zu 10ct/l und mehr an Tankstellen in der gleichen Stadt oder gemeinsamme Höchstpreise zu bestimmten Tagen gibt, lässt doch auf einen guten Anteil an Gewinnoptimierung schliessen.

Wir haben z.B. hier in der Nähe eine mehrspurige Straße (wenig Wendemöglichkeiten) mit zwei Tankstellen der gleichen Kette fast gegenüber. In richtung des Berufsverkehrs ist der Sprit teilweise 5ct/l teurer als in die Gegenrichtung.

Nebenbei ist evtl. noch zu erwähnen, daß es an der jeweils teuren Tanke trotzdem immer recht voll ist. Das zeigt imho sowohl die ausgeprägte "Gewinnmitnahmebereitschaft" der Konzerne, also auch die offensichtliche Gleichgültigkeit vieler Autofahrer, die dann lieber den Staat in die Verantwortung nehmen wollen. ;)

Gruß Aru
 
Ich fände das natürlich schön, wenn man die Pendlerpauschale erhöhen würde. Aber sinnvoll finde ich das nicht. Knappe Rohstoffe duch Subventionen erschwinglich für die Masse zu halten, halte ich für kontraproduktiv. Vor allem werden bei einer Erhöhung der Pendlerpauschale die höheren Einkommen bervorzugt. Je mehr man verdient, desto mehr profitiert man davon.

Und eigentlich würde ich es für sinnvoller halten, diejenigen zu fördern, die eben langsam an den Rand der Wirtschaftlichkeit rutschen beim Pendeln. Wenn jemand wenig verdient, dafür aber schon weit fahren mus, dann muss er entlastet werden. Und nicht der Topverdiener.

Man könnte ja pro Kilometer Arbeitsweg mit dem Steuerbescheid einen Tankgutschein rausgeben, solange das Einkommen unter bestimmten Beträgen liegt. Ist auch nicht so viel Bürokratie.

Senkung der Steuer würde niemand merken, die Konzerne würden das sofort durch höhere Preise ausgleichen.

Marty
 
Ich bin gegen eine Veränderung der Pendlerpauschale bzw. der Mineralölsteuern.

Nicht weil ich per Fuß zur Arbeit gehen könnte wenn ich wollte, sondern aus einem ganz anderen Grund:
Die Rohstoffpreise werden weiterhin kontinuierlich steigen.
Dem jeweils mit einer Steuersenkung begegnen zu wollen, die irgendwie refinanziert werden muss, ist Bullshit.
Es muss ein Umdenken her, was finanziert werden muss, was aber dann zu einem Selbstläufer werden kann.

Ich sehe da einige Beispiele bei unseren Verkehrsbetrieben.
Wenn die Eintracht ein Heimspiel hat, schafft es die Verkehrs AG ohne weiteres, tausende Fans von der Stadt zum Stadion und wieder retour zu befördern.
Hat VW, ein Standort mit über 6.000 Festangestellten, Schichtwechsel, dann fährt da mal alle 20 oder 30 Minuten ne Straßenbahn oder auch gar keine.
VW und Stadion teilen sich übrigens die gleiche Haltestelle.

Das heißt, obwohl die Infrastruktur da ist, wird sie nicht sinnvoll genutzt.

Nächstes Beispiel, das generelle Konzept:
Bei uns laufen alle Nahverkehrslinien der Busse und fast alle Linien der Straßenbahnen über das Rathaus als zentralen Umsteigepunkt.
War früher sicher nett, hat sich inzwischen nur komplett überlebt, wenn man zum Beispiel mit der Bahn pendeln will.
Der Weg aus den Randgebieten Braunschweigs zum Bahnhof ist entweder mit einer halben Stadtrundfahrt oder mit zwei/dreimaligen Umsteigen verbunden.
Für Pendler absolut unanttraktiv.
Dass neben dem Bahnhof noch ein Siemensstandort mit 3.000 Angestellten ist, der via Öffis bescheiden zu erreichen ist, kommt erschwerend hinzu.

Das sind halt Punkte wo ich im kleinen sehe, dass mit relativ geringem finanziellen Aufwand ein großes Potential recht schnell gehoben werden kann.

Sinnvolle Verknüpfung der Verkehrsmittel und Optimierung auf große Standorte in der Hauptverkehrszeit sollte ohne weiteres möglich sein.

Als nächster Schritt käme dann die Reaktivierung ehemals vorhandener Zuglinien im Nahverkehr.
Das ist nur etwas langwieriger und kostet mehr Geld.

Drumherum kommen wir um solche Maßnahmen eh nicht, also wird es mal höchste Zeit, sowas anzufangen.

Sicher ist mir bewusst, dass man nicht jede Pendlerverbindung damit erschlagen kann, aber erstmal einen großteil.

gruss kelle!