Meist habe ich beim Kauf eine der darunter liegenden Signalkurse gewählt. Dabei habe ich die Volatilität mitbeachtet. Bei einem Zockerpapier konnte der Stoppkurse also auch schon mal 40% unter Kaufkurs liegen, bei Standard-Werten meist im Bereich 10%.Wie setzt Du denn Deine Stopp Kurse?
Man verliert nur dann, wenn man den Tiefpunkt erwischt. Ansonsten heisst doch "Stoppkurs beachten" nicht, dass man verkaufen muss und dann nie wieder kaufen.Andersrum verliert man aber auch tatsächlich viel Geld wenn man deshalb einfach nur günstig verkauft.
Wenn Du eine Aktie bei 100 kaufst, Stoppkurs bei 90 einhälst und dann, wenn der Wert darunter fällt und verkauft ist, ersteinmal wieder auf Kaufsignale wartest, dann könnte es ja sein, dass Du sie deutlich unter 90 wieder kaufen kannst.
Ich erinnere mich da so an die Telekom, wo manche gedacht haben, das wächst sich wieder raus.Wenn ich große Aktien habe denen ich zutraue immer wieder Oberwasser zu gewinnen oder einfach den ganzen Dax kaufe dann brauche ich auch keine Stoppkurse und vertraue drauf das sich das in ein paar Jahren spätestens wieder rauswächst.
Nur mal als Beispiel: RWE. Das ist ein Langfristchart, hört 2011 schon auf. Wenn man den Wert einfach 1988 für 10 Euro gekauft hätte, dann hätte man Stand heute 32,50 Euro daraus gemacht. Hätte man aber jedesmal bei 10% Verlust verkauft und nach Bodenbildung wieder gekauft, dann hätte man heute sicher mehr als das Doppelte.
Bei VW hätte man dadurch super die Explosion auf 500 Euro Ende 2008 mitnehmen können. Aussitzen hätte dort bedeutet, man würde heute deutlich weniger haben.
Marty
