News Abschaffung des Bargelds: Banken wollen neues Zahlungssystem einführen

Ich habe kein Verständnis für Supermarktkunden, die dafür kein Verständnis haben. Und was soll daran unpraktisch sein? Karte hinlegen, Nummer eingeben, fertig.

Wenn jeder Kunde bei der Kartenzahlung korrekt vorgeht, spart das ab bestimmten Summen zweifellos Zeit, da so z.B. die Überprüfung auf Falschgeld und die Ausgabe von Wechselgeld hinfällig wird.

Bei geringeren Beträgen ist die Transaktion mittels Bargeld jedoch abgeschlossen, noch bevor im Falle einer Kartenzahlung die PIN eingegeben wird.

Gerade übereifrige Kunden sorgen diesbezüglich oft für Verzögerungen, da sie z.B. die PIN eingeben, bevor die Aufforderung überhaupt eingeblendet wird und voller Tatendrang ihre Karte schon wieder rausziehen.

Und weil hier der soziale Aspekt angesprochen wurde: Ich gönne damit den schlecht bezahlten Mitarbeitern hinter der Kasse einen Augenblick des Innehaltens während ihrer Accordarbeit. :mrgreen:

Das mache ich über ein "Schönen Tag noch!", dessen Tonfall in der Regel wesentlich authentischer ist, als das Abschiedsgemurmel der meisten mir bekannten Kassierer. :biggrin:
 
Das mache ich über ein "Schönen Tag noch!", dessen Tonfall in der Regel wesentlich authentischer ist, als das Abschiedsgemurmel der meisten mir bekannten Kassierer. :biggrin:
Während diese Worte ausgetauscht werden, sind die meisten schon damit beschäftigt, die ersten Artikel vom nächsten Kunden drüberzuziehen ;)
 
Gerade übereifrige Kunden sorgen diesbezüglich oft für Verzögerungen, da sie z.B. die PIN eingeben, bevor die Aufforderung überhaupt eingeblendet wird und voller Tatendrang ihre Karte schon wieder rausziehen.

Vielleicht sollten wir uns hier lieber gegen die viel zu langsamen Geräte verbünden. ;)
 
Ich denke aber nicht, dass die Kosten dafür mit den Dauerhaften kosten durch Kartenzahlung gleichzusetzen sind. ....

Hmm, für EC (also Pin-Eingabe) 0,3% vom Umsatz, mind. 0,08 Euro verlangt der zentrale Kreditausschuss. ...Bargeld kommt den Handel in der Regel teurer und wenn die Bundesbank die Münzen alle regelmäßig zählt und schön verpackt, muss der Kartenzahler das ja auch irgendwo bezahlen. ;)

Fakt ist, dass die Kunden bei Kartenzahlung deutlich mehr Umsatz machen, weil sie eben nicht rechnen müssen, was der ganze Spaß kostet, die Karte hat ja quasi immer "genügend Geld". Ein Bekannter von mir hatte jahrelang keine EC-Karte wegen der Kosten für das GErät etc. Als er es angeschafft hatte, stieg sein Umsatz deutlich an.

Vielleicht sollten wir uns hier lieber gegen die viel zu langsamen Geräte verbünden. ;)

Oder einfach die Zeit für positives Nutzen: einen netten Plausch mit dem Miteinkäufer, eine Gruß-SMS, ein kurzes Gehirnjogging, ein Gebet,...
 
Ich finde man sollte nicht nur theoretisch argumentieren, speziell als Kartenzahler sollte man doch realistisch mitbekommen, dass der Zahlvorgang länger dauert als mit Bargeld. Man zahlt doch ständig mit Karte und kann das beurteilen oder nicht?
Ähm, das sehe ich auch so. Ändert aber nix daran, dass ich kein Verständnis dafür aufbringen kann, dass dies jemand stört. Im Schnitt geht's doch da nur um Sekunden! Die hat jeder!
Und nur weil es etwas länger dauert, ist es doch nicht unpraktisch.

Wenn jeder Kunde bei der Kartenzahlung korrekt vorgeht, spart das ab bestimmten Summen zweifellos Zeit, da so z.B. die Überprüfung auf Falschgeld und die Ausgabe von Wechselgeld hinfällig wird.
Bei geringeren Beträgen ist die Transaktion mittels Bargeld jedoch abgeschlossen, noch bevor im Falle einer Kartenzahlung die PIN eingegeben wird.
Erschließt sich mir nicht. Wo soll der Unterschied sein zwischen 4,21 € und 42,12 €? Die "Schnellen" legen da 10 € bzw. 50 € hin, die "Langsamen" versuchen, da alles bzw. ein teil der Summe passend zu geben.

Gerade übereifrige Kunden sorgen diesbezüglich oft für Verzögerungen, da sie z.B. die PIN eingeben, bevor die Aufforderung überhaupt eingeblendet wird und voller Tatendrang ihre Karte schon wieder rausziehen.
Ist doch beim Bargeld genauso. Wenn ich es nicht passend aber viele Centstücke habe, die ich loswerden will, lege ich z.B. bei einer Summe von 1,78 € dann 2,28 €. Bei manchen setzt dann nach dem Zählen des Kleingeldes spürbar der kurze Moment ein "Was hat der denn mir jetzt gegeben?". :p

Das mache ich über ein "Schönen Tag noch!", dessen Tonfall in der Regel wesentlich authentischer ist, als das Abschiedsgemurmel der meisten mir bekannten Kassierer. :biggrin:
Du, das mach ich zusätzlich. Bin ja schließlich auch ein ganz sozialer. :mrgreen:
 
Ist doch beim Bargeld genauso. Wenn ich es nicht passend aber viele Centstücke habe, die ich loswerden will, lege ich z.B. bei einer Summe von 1,78 € dann 2,28 €. Bei manchen setzt dann nach dem Zählen des Kleingeldes spürbar der kurze Moment ein "Was hat der denn mir jetzt gegeben?". :p
Das erschreckende daran ist aber das der erhellende Geistesblitz erst dann kommt, wenn man die Zahl in die Kasse getippt hat. Kopfrechnen ist wohl richtig aus der Mode gekommen.

anddie
 
Während diese Worte ausgetauscht werden, sind die meisten schon damit beschäftigt, die ersten Artikel vom nächsten Kunden drüberzuziehen ;)

Im Rewe, LIDL, PennyMarkt bei uns z.B. nicht.
Dort wird der nächste Kunde erst bedient, wenn der vorherige bereits Geld und Floskeln ausgetauscht und seinen Einkauf entweder vollständig im Einkaufswagen verstaut oder auf die zum Einpacken vorgesehene Fläche verlagert hat.

Ähm, das sehe ich auch so. Ändert aber nix daran, dass ich kein Verständnis dafür aufbringen kann, dass dies jemand stört. Im Schnitt geht's doch da nur um Sekunden! Die hat jeder!
Und nur weil es etwas länger dauert, ist es doch nicht unpraktisch.

Nur für denjenigen, der unmittelbar hinter dem Trödler steht.
Eine Schlange besteht aber nicht nur aus zwei Kunden, ebenso sind in der Regel mehrere Kartenzahler in einer. Je weiter hinten man steht, desto größer die Verzögerung.

Ich bin einfach großer Fan vom "Mitdenken im Alltag":
- ich mache von mir aus Platz im Eingangsbereich der öffentlichen Verkehrsmittel, sobald eine Haltestelle angesteuert wird,
- ich frage während des Wartens auf einen Aufzug nach den Etagen der anderen, sodass ich entsprechend vor oder nach ihnen einsteige,
- ich warte, sobald der Aufzug da ist, einen Moment, um noch eintreffenden Leuten das Mitfahren zu ermöglich, sodass der Aufzug nicht mehrfach benutzt werden muss,
- wenn ich mit Freunden kleinere Einkäufe tätige, bezahle ich alles zusammen und lasse mir im Nachhinein das Geld geben
(gestern erst einen Haufen Mädels gesehen - offensichtlich zusammen unterwegs -, die jeweils einen 150ml Becher Ben&Jerry's kauften und diese einzeln kassieren ließen :wall:),
- ich gehe bewusst mit einer bestimmten Menge Kleingeld einkaufen,
- ebenso rechne ich beim Einkaufen grundsätzlich mit und stehe in der Regel mit dem nächstmöglichen, runden Betrag (falls nicht passend zahlbar) zahlungsbereit an der Kasse.

Erschließt sich mir nicht. Wo soll der Unterschied sein zwischen 4,21 € und 42,12 €? Die "Schnellen" legen da 10 € bzw. 50 € hin, die "Langsamen" versuchen, da alles bzw. ein teil der Summe passend zu geben.

Im örtlichen Rewe werden 50€-Scheine bereits überprüft.
Bei schnelleren Geräten, um mal den Post von aessitt aufzugreifen, wäre in diesem Fall eine Kartenzahlung definitiv die effizientere Methode.

Hierbei darf man natürlich nicht vergessen, die für den Quittungsaustausch und die Unterschrift nötige Zeit zu berücksichtigen, welche bei einem DAU überraschend hoch ausfallen kann.
Wobei ein DAU natürlich auch mit Bargeld das reinste Theater verantstalten kann.
 
Dort wird der nächste Kunde erst bedient, wenn der vorherige bereits Geld und Floskeln ausgetauscht und seinen Einkauf entweder vollständig im Einkaufswagen verstaut oder auf die zum Einpacken vorgesehene Fläche verlagert hat.
Da is der ALDI der Klassiker für das Negativbeispiel. Der schafft es, meinen Einkauf komplett bearbeitet zu haben und mich schon abzukassieren, wenn die Oma vor mir noch am Einpacken is und noch Sachen daliegen hat.
Auf dem - eh schon kleinen - Platz nach der Kasse liegen dann halt beide Einkäufe da. Der Kassierer macht meist mit der Hand Platz, um die Einkäufe deutlich abzutrennen, wenn er schon die Ware vom Nächsten nachschiebt.
 
Fakt ist, dass die Kunden bei Kartenzahlung deutlich mehr Umsatz machen, weil sie eben nicht rechnen müssen, was der ganze Spaß kostet, die Karte hat ja quasi immer "genügend Geld". Ein Bekannter von mir hatte jahrelang keine EC-Karte wegen der Kosten für das GErät etc. Als er es angeschafft hatte, stieg sein Umsatz deutlich an
Das kann ich nicht wirklich glaube.
Wenn ich 1000€ im Monat als Kunde ausgeben kann, dann ist es doch wurscht, ob ich die mit Karte oder bar zahle.
Wenn ich in einem Monat dann mit Karte mal 1500 zahle, darf ich im nächsten Monat halt nur 500 ausgeben.

Da is der ALDI der Klassiker für das Negativbeispiel. Der schafft es, meinen Einkauf komplett bearbeitet zu haben und mich schon abzukassieren, wenn die Oma vor mir noch am Einpacken is und noch Sachen daliegen hat.
Das ist bei Lidl nicht anders. Wobei bei uns der Aldi zumindest öfter mal ne weitere Kasse aufmacht. Bei Lidl dauert das immer mit ner weiteren Kasse.

anddie
 
Das kann ich nicht wirklich glaube.
Wenn ich 1000€ im Monat als Kunde ausgeben kann, dann ist es doch wurscht, ob ich die mit Karte oder bar zahle.
Wenn ich in einem Monat dann mit Karte mal 1500 zahle, darf ich im nächsten Monat halt nur 500 ausgeben.
Denkfehler! Du denkst zu langfristig.
Der Moment entscheidet ;)

Ich habe im Moment 50€ in bar einstecken. 35€ hab ich für Lebensmittel und da gäbe es für 29,99€ n schicken Sandwich-Toaster (stellvertretend für ein Aktionsangebot z.B. in einem Discounter).

Bargeld: "Oh Mist, reicht mein Geld nicht. Egal, brauch ich eh nicht."
Karte: "Cool, wusste ich gar ned, dass es das gibt. Probier ich mal aus. Ich kann ja mit Karte zahlen, weil ich nicht soviel bar hab."

29,99€ mehr Umsatz beim Kartenkunde.
 
Denkfehler! Du denkst zu langfristig.
Der Moment entscheidet ;)
Dafür ärgerst du dich gegen Ende des Monats im Elektrofachhandel, weil das Lockschnäppchen nicht mehr ins Budget passt.
Dann hat der Discounter erfolgreich der Konkurrenz etwas Umsatz abgetrotzt, aber eine globale ewigwährende Regel "Kartenzahler bedeuten mehr Konsum" gibt es imo nicht.

Ich kaufe zwar mit Karte auch mehr als akut nötig ein, aber nur damit mich BuddyJesus an der Kasse wegen des mikrigen Betrags nicht wieder doof anguckt. ;)
Dann gehe ich aber auch effektiv seltener einkaufen.
 
...aber eine globale ewigwährende Regel "Kartenzahler bedeuten mehr Konsum" gibt es imo nicht.....

Ich glaube doch, weil dass ein Kartenzahler weniger Umsatz als ein Barzahler macht halte ich eigentlich für ausgeschlossen. Folgerung: Jedesmal, wenn ein Kartenzahler - wie im obigen Beispiel - einmal mehr ausgibt, hat er eben auch mehr Umsatz gebracht. Und die Ansage, dass 60% der Kartenzahler ihre Ausgaben eben nicht im Griff haben war ja weiter oben im Thread schon aufgeführt.
 
Folgerung: Jedesmal, wenn ein Kartenzahler - wie im obigen Beispiel - einmal mehr ausgibt, hat er eben auch mehr Umsatz gebracht.
Das Beispiel beweist doch gar nicht, dass er einmal mehr Geld ausgegeben hat.

Warum sollte denn jemand, der heute nur Lebensmittel bar kauft nicht morgen nur nen Sandwichtoaster bar kaufen? Oder 30 Coffee to go in 30 verschiedenen Geschäften (stellvertretend für viele kleine Impulskäufe statt einem großen)? Und warum sollte jemand, der heute beides per Karte kauft morgen noch irgendein Zeug kaufen? Der kann doch auch morgen nichts kaufen. Mache ich ziemlich häufig obwohl ich meine Karte dabei habe. ;)

Das mag in einer Momentaufnahme innerhalb eines spezifischen Geschäfts ja so sein, aber doch nicht zwangsläufig auf den Jahresumsatz bezogen und gesamtwirtschaftlich gesehen.
Und die Ansage, dass 60% der Kartenzahler ihre Ausgaben eben nicht im Griff haben war ja weiter oben im Thread schon aufgeführt.

60% Bargeldanteil... ohne großen Aufwand den Überblick über Ausgaben behalten... Wo genau? Entweder seh ich es gerade nicht oder ich interpretiere und bewerte diesen "zweifelsfrei fundierten" Nebensatz von Shortnews anders. ;)
 
Das Beispiel beweist doch gar nicht, dass er einmal mehr Geld ausgegeben hat.

Aber entsprechende Statistiken von "Ursachen, die zum Schuldenmachen führen" Bsp Link: https://www.schuldenabc.de/die-haeufigsten-gruende-fuer-schulden-61.html

Also, für mich fallen da "Überblick über die Finanzen verloren" und "zu viel gekauft" unter die Rubrik.

60% Bargeldanteil... ohne großen Aufwand den Überblick über Ausgaben behalten... Wo genau? Entweder seh ich es gerade nicht oder ich interpretiere und bewerte diesen "zweifelsfrei fundierten" Nebensatz von Shortnews anders. ;)

Da habe ich mich geirrt und den Satz falsch im Kopf! Tschuldigung. Aber der Umkehrschluss ist doch dann, dass eben 40% (=Kartenzahler) ihre Ausgaben eben nicht ohne großen Aufwand ihre Ausgaben im Blick behalten. Wiederum: Es geht nicht um einen einzelnen Kunden, es geht um die Menge der LEute. Und wenn ein Teil der MEnschen seine Ausgaben nicht im Griff hat, dann ist die Gefahr, mehr als gewollt auszugeben eben mit Karte höher als mit Bargeld.
 
Ein Ende der Freiheit des Zahlungsverkehrs. Jede Buchung kann gespeichert werden. Egal was man kauft oder verkauft. Der Handel von Privat zu Privat wird kontrolliert. Puhhhhh, das schränkt die Freiheit enorm ein.

Und im ungünstigen Fall, ein Rechnerabsturz im Superrechenwerk, läuft nix mehr. Obs der Rechner in einer Bank oder einem Supermarkt ist. Der erste Schritt in eine finanzielle Abhängigkeit zum elektronischen Zahlungsverkehr. Wenn die Karte kaputt ist, die Bank zu hat, dann bleibt unter ungünstigen Umständen der Kühlschrank leer, und und und...

Entschuldigt meine Wortwahl, diese News kotzen mich an...

Kann man als Bürger das Zahlungssystem ablehnen? Das würde mich interessieren. Ein System funktioniert ja nur, wenn alle mitmachen. Hat/Haben die Bank/Banken ein Recht das Geld in Form von Papier abzuschaffen?

Bäääh, wenn ich mir die Entstehung von Geld ansehe und jetzt in die Zukunft blicke. Ätzend...

Man wird Arbeitslos, nimmt ein Jobangebot nicht wahr, Karte wird gesperrt. Kein Geld mehr, nur noch Suppenküche. Booar, wenn man sich das ganze mal gedankenlich duchspielt... Heftig...
 
dass ein Kartenzahler weniger Umsatz als ein Barzahler macht halte ich eigentlich für ausgeschlossen.
Es geht nicht um einen einzelnen Kunden, es geht um die Menge der LEute. Und wenn ein Teil der MEnschen (...)
Reden wir jetzt immernoch über die These, dass die überwiegende Anzahl der Personen, die gerne mit Karte zahlen mehr als Barzahler ausgeben oder Reden wir über die Zahlungspräferenz der x% Leute, die mit ihrem Dispo-/Rahmen-/Ratenkredit/Versandhausrechnungen in der Schuldenstatistik auftauchen?

Es ist zwar ungleich schwerer sich zu verschulden, wenn man ausschließlich mit Bargeld hantiert, aber kein Problem sich am Ende seines geliebten Bargelds zu verschulden. ;)

Wenn du die Umsatzsteigerung deines Bekannten überwiegend auf den Kontrollverlust seiner Kunden zurückführst, hast du ihm hoffentlich ins Gewissen geredet. ;)
 
Entschuldigt meine Wortwahl, diese News kotzen mich an...
Dann lies sie doch mal richtig, am besten die Quelle. Die "Abschaffung des Bargeldes" hat ein Short-News-Schreiberling der Meldung angedichtet, mehr nicht.

Und im ungünstigen Fall, ein Rechnerabsturz im Superrechenwerk, läuft nix mehr. Obs der Rechner in einer Bank oder einem Supermarkt ist. Der erste Schritt in eine finanzielle Abhängigkeit zum elektronischen Zahlungsverkehr. Wenn die Karte kaputt ist, die Bank zu hat, dann bleibt unter ungünstigen Umständen der Kühlschrank leer, und und und...
Du tust ja gerade so, als ob es bisher kein bargeldloses Bezahlen geben würde. Auch heute kann man schon mit Karte zahlen (angeblich 40%, wie ich hörte). Die Probleme, die natürlich auch da auftreten, sind so selten, dass man weder verhungert noch in seiner Freiheit eingeschränkt wird.

Und sach mal, wo bekommst du eigentlich dein Bargeld her? Also ich hab da eine Karte, mit der ich an den Automaten gehen muss. Ich könnte natürlich auch zu meiner Bank an den Schalter gehen - die hat aber nicht gerade kundenfreundliche Öffnungszeiten, besonders je näher das Wochenende rückt.

Kann man als Bürger das Zahlungssystem ablehnen?
Ja, in dem sie es nicht nutzen. Zum Beispiel wie die GeldKarte, die vor Jahren eingeführt wurde und kläglich gescheitert ist.
Hat/Haben die Bank/Banken ein Recht das Geld in Form von Papier abzuschaffen?
Natürlich nicht, schließlich stellen sie es ja nicht her. Sie könnten aber durch ihre Preispolitik dafür sorgen, dass ihre Kunden mehr auf "Karten-Geld" und weniger auf Bargeld setzen. Allein mir fehlt der Glaube, dass sie das in diesem Umfang wollen und erst recht, dass sie es schaffen würden, dass Bargeld weitesgehend abzuschaffen.

Bäääh, wenn ich mir die Entstehung von Geld ansehe und jetzt in die Zukunft blicke. Ätzend...
Ok, in dieser Zukunft kann ich mir die Tüte nicht mehr mit einem Schein anzünden, aber wo siehst du denn Entwicklung von einer guten Sache zu einer bösen?

Man wird Arbeitslos, nimmt ein Jobangebot nicht wahr, Karte wird gesperrt. Kein Geld mehr, nur noch Suppenküche. Booar, wenn man sich das ganze mal gedankenlich duchspielt... Heftig...
Wo würdest du denn heute das Geld hernehmen?
Übrigens, wenn ich das gedanklich durchspiele, kommt mir ein Aspekt, der besonders von einigen Kapitalismuskritikern psoitiv gesehen wird: Tauschhandel. Durch meine Arbeit - direkt oder über Produkte, komme ich an Waren, die ich ob der gesperrten Karte nicht kaufen kann. Ich leiste mir damit auch nur Dinge, die ich brauche.
 
Zum Beispiel wie die GeldKarte, die vor Jahren eingeführt wurde und kläglich gescheitert ist.
Kann ich nicht wirklich nachvollziehen, warum das so gelaufen ist. Ich weiß nicht, was da an Gebühren für den Zahlungsempfänger von Geldkartenzahlungen anfällt, aber für mich als Kunden ist das eigentlich eine feine Sache.
Klassisches Beispiel Parkscheinautomat: In den allermeisten Fällen können die Dinger nicht wechseln, sondern du musst deine Parkgebühr passend zahlen. An vielen Automaten ist nicht mal ein Überzahlen möglich. Hatte den Fall: Maximale Parkzeit 2 Stunden, kostet 60 Cent. Der Automat frisst 5, 10, 20 und 50-Cent-Stücke. Jetzt hab ich dummerweise nur ein 50- und ein 20-Cent-Stück im Geldbeutel, und denke mir - sch... drauf, schmeiße ich halt 70 Cent für die zwei Stunden ein. - Nein, geht nicht, überschreitet die maximale Parkzeit. Ich kann also nur 50 Cent reinfüttern und damit 20 Minuten kürzer parken...
Hätte das blöde Ding nun meine Geldkarte akzeptiert, hätte ich "2 Stunden" angewählt, Karte reingeschoben und gut ist...
Wobei durch die vorgeschriebene Altersverifikation an Zigarettenautomaten die Geldkarte eigentlich einen deutlichen Aufschwung erfahren haben müsste... Nachdem man inzwischen an so ziemlich jedem Zigarettenautomat die Geldkarte nutzen kann, gehe ich mal davon aus, dass das auch deutlich mehr genutzt wird. (Ohne dass ich dazu jetzt eine Statistik kenne.) Wenn ich die Karte eh reinschieben muss, um nachzuweisen, dass ich volljährig bin, kann ich auch gleich mit Guthaben von der Geldkarte zahlen...

Gerade Automaten (egal ob Zigaretten, Parkscheine, Getränke, Süßkram oder was auch immer) sind in meinen Augen die Stellen, wo ein Karteneinsatz richtig sinnvoll ist. - An der Supermarktkasse kann ich auch mit einem größeren Schein zahlen, wenn ich es nicht passend habe, bei Automaten meist nicht...
 
Wobei durch die vorgeschriebene Altersverifikation an Zigarettenautomaten die Geldkarte eigentlich einen deutlichen Aufschwung erfahren haben müsste...
Es ist umgekehrt.
30 Prozent weniger Umsatz an Zigarettenautomaten
Das liegt aber nicht nur daran, dass Jugendliche jetzt keine Kippen mehr ziehen können. Meistens haben die Leute gar keine Karte dabei und es ist auch umständlich, also wird davon Abstand genommen.
Die Karten haben zwei gravierende Nachteile:
Sie erlauben den vollen Zugriff auf das Konto - Geldkarten sind meistens mit den EC-Karten verbunden.
Wenn sie gestohlen sind kann man auch nicht mehr damit zahlen, also kann man gleich Bargeld nehmen.

Dann lies sie doch mal richtig, am besten die Quelle. Die "Abschaffung des Bargeldes" hat ein Short-News-Schreiberling der Meldung angedichtet, mehr nicht.
Man kann das nicht ignorieren, wenn man sich die Entwicklungen in einigen Euro-Ländern und den USA anschaut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man wird Arbeitslos, nimmt ein Jobangebot nicht wahr, Karte wird gesperrt. Kein Geld mehr, nur noch Suppenküche. Booar, wenn man sich das ganze mal gedankenlich duchspielt... Heftig...

Leichte Paranoia? :ugly: Das ist im übrigen schon jetzt so. Ob das Geld die einfach nicht mehr überwiesen/ausgezahlt wird oder deine Karte gesperrt wird spielt dabei keine Geige.