News Abschaffung des Bargelds: Banken wollen neues Zahlungssystem einführen

Es ist ein kleines lokales abgeschlossenes System und deshalb so nicht auf andere Systeme übertragbar - ein Spezialfall, den man nicht verallgemeinern kann.
Das "große abgeschlossene System" existiert doch schon seit Jahren. Und wie oft kommt es vor dass man deutschlandweit nicht mehr Überweisen, mit Karte zahlen kann usw.? Die Technik die hinter unserem Zahlungsverkehr steht wird doch nicht neu erfunden sondern nur erweitert.


Die Erprobung in der Kantine sagt rein gar nichts, unter anderen Bedingungen können die Lesegeräte trotz dem ausfallen.
Warum? Das Lesegerät in einer Kantine wird sicherlich genauso gut/schlecht behandelt und oft/wenig genutzt wie das in einem Lokal oder einem Supermarkt. Bzw. auch jetzt wird ja überall mit EC-Lesegeräte gearbeitet die auch nicht 3 mal pro Woche ausfallen und das obwohl man sie berührt und damit mechanisch verschleißt, denn EC-Karten sind furchtbar dreckig und setzen in den Lesegeräte und Automaten unheimlich viel Schmutz ab, das wäre bei berührungslosem Bezahlen ja sogar nicht der Fall. Erkenne da keinen Unterschied zur Belastung der Technik.
 
Ist egal, weil er ja den Nachweis zu erbringen hat, dass die Dinger die selben Bedingungen wie Bargeld vertragen. Wasser, Kälte und Hitze wären z.B. Probleme auf Märkten im Freien. Holzverkauf im Wald? Lieferungen die direkt an den Fahrer zu zahlen sind? Sind ja recht immobil diese Lesegeräte.
 
Du vergisst auch einen nicht unwesentlichen Nachteil. Du bezahlst außerdem den Händler mit jeder Menge Daten über dich (am besten noch in Kombination von Payback-Karte & Co.). Und du glaubst gar nicht, was man da sogar aus den Daten rauslesen kann, die du gar nicht abgegeben hast.
Stimmt, guter Punkt.

Ich gehör ja gern mal zur Fraktion "Daten-paranoid" (sag nur: Facebook, nein danke! ;)), aber diese Daten, die beim Zahlen mit Karte anfallen, find ich jetzt nicht gefährlich.
Wer mich täglich beschattet und mich im Supermarkt beobachtet, was ich kaufe, der kann so oder so rausfinden, was ich alles kaufe. Ich mutmaße einfach mal - kann man aber auch gern als falsch annehmen -, dass die Daten, nur eine Möglichkeit liefern, zu bestimmen, wo ich wie häufig mit welchem Umsatz einkaufe und nicht was (also z.B. "X kauft seine Orange lieber bei Aldi, dafür kauft er Äpfel ausschließlich im Marktkauf"). Und das find ich nicht schützenswert bzw. was, was mich abschrecken würde.

Da hat die Kassiererin, die mich alle 2 Tage im Lidl sieht, ne wesentlich größere Datenmenge über mich :ugly:
Freitags abends ist bei uns ab 20 Uhr im Real richtig viel los, aber von 18 Kassen nur 4 offen mit langen Schlangen.
Trägt zwar nix zum Thema bei, möcht ich aber gern kommentieren:
Glückspilz! Bei uns machen alle Läden um 20 Uhr zu. Brauchst du danach noch was, heißt es Tankstelle oder du hast n Metro-Schein, da hastde noch ne Stunde länger.
 
Ist egal, weil er ja den Nachweis zu erbringen hat, dass die Dinger die selben Bedingungen wie Bargeld vertragen. Wasser, Kälte und Hitze wären z.B. Probleme auf Märkten im Freien. Holzverkauf im Wald? Lieferungen die direkt an den Fahrer zu zahlen sind? Sind ja recht immobil diese Lesegeräte.

Du weißt scho dass wir im Zeitalter der iPhones und Tabs angekommen sind? :mrgreen: Also selbst mein BoFrost Mann hat ein kompaktes, tragbares EC-Cash Gerät. Und Holzverkauf im Wald? Warum nicht Schnorchelverkauf unter Wasser? Die Beispiele sind absurd.
 
aber diese Daten, die beim Zahlen mit Karte anfallen, find ich jetzt nicht gefährlich.
Die werden auch erst in Verbindung mit anderen Daten (inkl. der von anderen Kunden) gefährlich. Vor allem dann, wenn ähnliche Daten von unterschiedlichen Kunden für ganz andere Analysen genutzt werden, auf die man gar nicht so schnell kommen würde (z.B. was du so für politische Interessen hast).

anddie
 
Zuletzt bearbeitet:
Und Holzverkauf im Wald? Warum nicht Schnorchelverkauf unter Wasser? Die Beispiele sind absurd.

Was ist am Holzverkauf im Wald absurd? Schon mal was von Selbstwerber gehört? Die machen ihr Holz für den Kamin selber, IM Wald. Oder auch die Kreisforsten, die regelmäßig an Holzhändler geschlagene Bäume versteigern. Macht der Eigenbetrieb Kreisforsten hier mindestens einmal im Jahr. Also so abwägig ist das nicht.
 
Was ist am Holzverkauf im Wald absurd? Schon mal was von Selbstwerber gehört? Die machen ihr Holz für den Kamin selber, IM Wald. Oder auch die Kreisforsten, die regelmäßig an Holzhändler geschlagene Bäume versteigern. Macht der Eigenbetrieb Kreisforsten hier mindestens einmal im Jahr. Also so abwägig ist das nicht.

Der Förster steht (jedenfalls bei uns) dann aber nicht im Wald und kassiert dort bar das Geld. Er gibt den Bereich vor wo man schlagen kann und dann wird nach Raummeter abgerechnet. Als Beispiel für eine Situation wo man also eine Karte zum bezahlen so gar nicht nutzen kann ist es also absurd, allerdings auch deswegen schon weil nicht automatisch nur weil man sich in einem Wald befindet sämtliche Elektronik versagt ;) Natürlich kann man aber im Wald Holz kaufen, das war gar nicht die Frage.
 
Der Förster steht (jedenfalls bei uns) dann aber nicht im Wald und kassiert dort bar das Geld.
Ist bei uns so. (nächste Woche ;) )
Die Frage bleibt aber, ob man das Lesegerät auch mobil nutzen kann und ob es unbedingt eine Netzanbindung braucht.
Im Sommer fallen auch manchmal die Laptops aus, wenn es zu heiß wird, ebenso im Winter wenn es zu kalt wird.
Meine Beispiele sind einfach aus der Realität genommen.
 
Die Beispiele sind aber doch nur relevant, wenn Du eine Schlagzeile der shortnews wortwörtlich nehmen möchtest. :p

Niemand wird ernsthaft erwägen, tatsächlich alles Bargeld abzuschaffen. Das funktioniert ja nicht einmal in den USA wo es, zumindest meinen recht dürftigen Informationen zufolge, einen deutlich höheren Anteil an bargeldlosem Zahlungsverkehr gibt.
 
Die werden auch erst in Verbindung mit anderen Daten (inkl. der von anderen Kunden) gefährlich. Vor allem dann, wenn ähnliche Daten von unterschiedlichen Kunden für ganz andere Analysen genutzt werden, auf die man gar nicht so schnell kommen würde (z.B. was du so für politische Interessen hast).
Dass mir Politik sonstwo vorbei geht, kann man aus meinen Einkäufen ablesen? :think: Das gibt zu denken :ugly:

Normalerweise - Stichwort: Datenschutz - sollte der Kartendienstleister/Supermarkt keine persönlichen Informationen weitergeben. Der Supermarkt weiß nicht mal meinen Namen. An den kommt man erst in Kombination mit der Bank/Kartendienstleister.

Dein Beispiel mit der Politik gefällt mir jetzt nicht, da die Wahl ja geheim is, gibts da keine Daten - wir gehen auch hier davon aus, dass Wahllokale nicht videoüberwacht und ausgewertet werden.
Sicher findet sich n anderes Beispiel, wo du die Daten von Bank/Kartendienstleister + Supermarkt sinnvoll "joinen" kannst.

Und da wirds mir dann zu paranoid. Hat man Angst, dass es so ein großes Datennetzwerk gibt und möchte nicht, dass Daten von einem selber reinkommen, dann empfehle ich:

  • eigenen Tod faken
  • nie mehr n Bankkonto
  • überall n anderen Namen angeben
  • Telefon-/Internetstecker ziehen
  • Rollenläden zu
  • ...
  • :ugly:
 
Ungeachtet dessen, welche Zahlungsmethode man bevorzugt, sollte jeder die Geduld aufbringen, die paar Sekunden zu warten.

Es geht nicht um's Warten prinzipiell, sondern um die jeweilige Ursache.
Wenn vor mir nun jmd mit einem Kind in der Schlange steht, erwarte ich auch keine Kundenabfertigung in Sekundenschnelle.

Ich habe jedoch keinerlei Verständnis für Supermarktkunden, welche jeden noch so kleinen Betrag mit Karte bezahlen. Abgesehen davon, dass es mir unbegreiflich ist, wie man nicht mal 5€ Bargeld bei sich führen kann, ist es schlichtweg unpraktisch und zeitlastiger, solche geringfügigen Beträge elektronisch zu begleichen.
Entsprechend werden auch in größeren Warenhäusern (z.B. real,-) separate Kassen für Kartenzahler angeboten.

Dort ärger ich mich dann bloß über die Kleingeldfans, welche den fälligen Betrag natürlich auf den Cent genau treffen müssen :ugly:
 
Der Real bei uns hat jetzt auch Selbstmachkassen... Da könnt Ihr Euch mal anschauen, wie technikbegeistert der einkaufende, deutsche Rentner ist.

Eigentlich könnte man den Bereich dieser Selbstmachkassen auch filmen und live streamen auf Sat1-Comedy.

Marty
 
Der Real bei uns hat jetzt auch Selbstmachkassen... Da könnt Ihr Euch mal anschauen, wie technikbegeistert der einkaufende, deutsche Rentner ist.

Die gibt es hier beim Real in der Gegend schon seit vielen Jahren und als ich hergezogen bin hast Du da eigentlich schon nichts Lustiges mehr gesehen. Gibt halt scheinbar nur Leute die die quasi immer nehmen und sich dann auch damit auskennen und Leute die sie nie nehmen (der Großteil) .

Auf jeden Fall scheint die spaßige Komponente mit den Jahren sehr selten zu werden :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Entsprechend werden auch in größeren Warenhäusern (z.B. real,-) separate Kassen für Kartenzahler angeboten.

War früher in jedem Supermarkt so, leider ist das System hier überall (auch bei Real) abgeschafft worden und man darf nun überall mit Karte zahlen :(

Ich weiß ja auch nicht, ob das hier so 100% stimmt (bei Kreditkarten tut es das), weil ich das so nur in einem Forum gelesen habe:

Kostet nur für den Ladeninhaber. Kreditkarten 3 % vom Betrag. EC Lastschrift 1 % vom Kauf und EC mit Pin eingeben weil sofort abgebucht wird kostet das Geschäft auch 3 % für den Händler. Also nur Bares ist Wahres.

Aber es ist auch ein unding, dass man als normaler Zahler den gleichen Preis zahlt wie ein Kartenzahler. Das heißt doch, dass der Normalkunde die Faulheit des karten zahlenden Kunden mit trägt.
 
Aber es ist auch ein unding, dass man als normaler Zahler den gleichen Preis zahlt wie ein Kartenzahler. Das heißt doch, dass der Normalkunde die Faulheit des karten zahlenden Kunden mit trägt.

Die Kosten für den Ladeninhaber dürften sich da nicht unterscheiden. Bargeldprüfung, Bargeldlagerung, sicherer Transport, Ausfälle durch Falschzählung und Ausfälle durch Falschgeld kosten ja auch.

Marty
 
Die Kosten für den Ladeninhaber dürften sich da nicht unterscheiden. Bargeldprüfung, Bargeldlagerung, sicherer Transport, Ausfälle durch Falschzählung und Ausfälle durch Falschgeld kosten ja auch.

Marty

Ich denke aber nicht, dass die Kosten dafür mit den Dauerhaften kosten durch Kartenzahlung gleichzusetzen sind. Wären die Kosten gleich hoch, würde ein Geschäft ja auch gar keine günstigen Sachen mehr verkaufen, da auch eine Bargeldzahlung bei 5€ Einkäufen nicht rentabel wäre, ebenso wie bei Kartenzahlungen.

Ich denke Kartenzahlungen kommen dem Geschäft teurer, selbst wenn man alles betrachtet und das heißt das am Ende der Kunde (also wir alle) die Bequemlichkeit einiger wenige mit zahlen.
 
Ich weiß ja auch nicht, ob das hier so 100% stimmt (bei Kreditkarten tut es das), weil ich das so nur in einem Forum gelesen habe:

Hmm, für EC (also Pin-Eingabe) 0,3% vom Umsatz, mind. 0,08 Euro verlangt der zentrale Kreditausschuss. Allerdings gibt es da beim EC-Netzbetreiber deines Vertrauens mitlerweile bessere Tarife und Lösungen. ;)

Bargeld kommt den Handel in der Regel teurer und wenn die Bundesbank die Münzen alle regelmäßig zählt und schön verpackt, muss der Kartenzahler das ja auch irgendwo bezahlen. ;)
 
Ich habe jedoch keinerlei Verständnis für Supermarktkunden, welche jeden noch so kleinen Betrag mit Karte bezahlen. Abgesehen davon, dass es mir unbegreiflich ist, wie man nicht mal 5€ Bargeld bei sich führen kann, ist es schlichtweg unpraktisch und zeitlastiger, solche geringfügigen Beträge elektronisch zu begleichen.
Ich habe kein Verständnis für Supermarktkunden, die dafür kein Verständnis haben. Und was soll daran unpraktisch sein? Karte hinlegen, Nummer eingeben, fertig.

Und weil hier der soziale Aspekt angesprochen wurde: Ich gönne damit den schlecht bezahlten Mitarbeitern hinter der Kasse einen Augenblick des Innehaltens während ihrer Accordarbeit. :mrgreen:
 
Ich habe kein Verständnis für Supermarktkunden, die dafür kein Verständnis haben. Und was soll daran unpraktisch sein? Karte hinlegen, Nummer eingeben, fertig.

Tolle Theorie. War heute aber mal wieder einkaufen und es wurde mal wieder mit Karte vor mir bezahlt und von einem weiteren Kunden vor mir mit Bargeld. Gefühlt war der Bargeldkunde doppelt so schnell fertig. Meine Freundin hat das auch so empfunden. Gestoppt haben wir nun nicht, aber war echt auffällig der Zeitunterschied.

Ich finde man sollte nicht nur theoretisch argumentieren, speziell als Kartenzahler sollte man doch realistisch mitbekommen, dass der Zahlvorgang länger dauert als mit Bargeld. Man zahlt doch ständig mit Karte und kann das beurteilen oder nicht?
 
Karten und Barzahler nehmen sich zeitlich nicht viel. Es gibt für beide Faktoren die es verlangsamen können. Der Kunde/Kassierer der unfähig ist Bargeld oder die Karte zubedienen, technische Probleme am Terminal, an der Kasse, an der Geldbörse.
Was ich nicht verstehe ist die Erwartung die dahinter steht. Wenn ich zum Hausarzt gehe weiß ich dass ich mit einer Wartezeit von 1-3 Stunden rechnen darf. Wenn ich Einkaufen gehe schaff ich es nicht 5 Minuten für die Kassenschlange einzuplanen und bin sowas von genervt weil es sich aus irgendwelchen Gründen verzögert? Wenn ich keine Zeit habe, gehe ich nicht einkaufen sondern erledige das warum ich keine Zeit habe.