Viele Schulen schließen wegen Schweinegrippe

10. November 2009, 18:16 Uhr · Quelle: dpa
Hamburg (dpa) - Wegen der Schweinegrippe haben zahlreiche Schüler in Deutschland außerplanmäßig Ferien. Allein in Hessen sind derzeit 13 Schulen geschlossen. Einige andere Bundesländer möchten hingegen keine weiteren Schulschließungen anordnen.

Unterdessen hat die Impfung der deutschen Soldaten in Afghanistan begonnen. «In den nächsten Tagen werden über 500 Soldatinnen und Soldaten allein in Feisabad gegen das Virus geimpft», sagte ein Oberstabsarzt der Sanitätskompanie in Feisabad. In München starb unterdessen ein 33-jähriger Mann, der mit Schweingrippe-Viren infiziert war, aber eine Vorerkrankung hatte.

In Hessen sind laut Kultusministerium außer den 13 Schulen anderenorts noch weitere 30 Klassen verwaist. In Sachsen-Anhalt fiel der Unterricht bislang an sechs Schulen komplett aus. An einem Gymnasium in Laucha, das seit Montag wieder geöffnet hat, war etwa jeder achte Schüler an der Schweingerippe erkrankt. Alle Fälle seien milde verlaufen, betonte Schuldirektor Dieter Setzer. Im Kampf gegen das Virus werden unter anderem die Räume mehrmals am Tag stoßweise gelüftet.

In Sachsen blieben dagegen alle Schulen geöffnet. «Schulschließungen sind nur dann sinnvoll, wenn auch alle anderen außerschulischen Kontakte eingestellt werden», sagte die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring. Auch das Land Niedersachsen rät - angesichts der milden Verlaufsform der Krankheit - von Schließungen ab. In Bayern, wo die Schweinegrippe teils auch den Unterricht lahmgelegt hatte, sorgten bisher die Herbstferien für Entspannung. Dort müssen die Kinder erst seit dieser Woche wieder die Schulbank drücken.

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rief dazu auf, junge Patienten mit Schweinegrippe auch bei leichtem Verlauf nicht zu früh wieder zur Schule zu schicken. Es sei «hochriskant», die Kinder einen Tag nach dem Abklingen des Fiebers wieder in den Unterricht gehen zu lassen. «Nach überstandener Krankheit sollten sie drei Wochen keinen Sport treiben», empfahl Verbandspräsident Wolfram Hartmann. Bei zu kurzer Genesungszeit und zu früher körperlicher Belastung könnte das Herz geschädigt werden. «H1N1 ist nicht harmlos», warnte der Experte.

In vielen Bundesländern gibt es weiterhin zu wenig Impfstoff. Die für Berlin zugesagten Liefermengen seien bisher überraschend nicht eingehalten worden, sagte die Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) am Dienstag im RBB-Inforadio.

Bundeswehrsoldaten erhalten mit Celvapan der Firma Baxter einen anderen Impfstoff als die deutsche Bevölkerung. Er hat keine Wirkverstärker. Der Bundeswehrsanitätsdienst betonte erneut, dass der Vertrag mit Baxter auf die vor einigen Jahren drohende Gefahr durch die Vogelgrippe zurückgehe. Mit dem Auslösen der Pandemiestufe 6 durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Juni sei dieser Vertrag wieder aufgelebt und zwar nun mit der Lieferung eines Impfstoffes gegen die Schweinegrippe. «Zum Zeitpunkt der Bestellung lagen bei keinem Hersteller Informationen über die Zusammensetzung eines A(H1N1)09-Impfstoffes (Schweinegrippe-Impfstoffes) vor», heißt es.

Gesundheit / Grippe
10.11.2009 · 18:16 Uhr
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