Filmkritik - Match Point (2005)
 
 

Match Point

DVD / Blu-ray :: IMDB (7,7)
Regie: Woody Allen
Darsteller: Scarlett Johansson, Jonathan Rhys Meyers
Laufzeit: 119min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Thriller, Drama (Großbritannien, USA)
Verleih: Prokino Filmverleih
Filmstart: 29. Dezember 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
In einem noblen Tennisclub am Rand von London hat sich Chris Wilton (Jonathan Rhys Meyers) als Tennislehrer beworben. Chris ist jung und attraktiv. Er stammt aus einfachen Verhältnissen, und er ist ehrgeizig. Die Bleibe, die er findet, ist bescheiden. Die Miete ist kaum erschwinglich - doch er vertraut auf den kommenden sozialen Aufstieg. Abends, nach seinem Job, liest er Dostojewskis "Schuld und Sühne". Chris wird dem jungen Tom Hewett (Matthew Goode) vorgestellt, Spross einer alt eingesessenen Upper-Class-Familie. Tom lädt den Tennislehrer in die Oper ein, in die Loge seiner Eltern. Dort lernt Chris Toms Schwester Chloe (Emily Mortimer) kennen, die sofort ein Auge auf ihn wirft. Chloe wiederum lädt ihn zu einem Empfang auf dem elterlichen Landsitz ein, wo er in einem der Nebensalons einer blonden Amerikanerin begegnet, von der er sich augenblicklich und unwiderstehlich angezogen fühlt. Der heftige Flirt unter vier Augen wird vom Erscheinen Toms unterbrochen, der ihm die Blonde als seine Verlobte Nola Rice (Scarlett Johansson), eine Schauspielerin, vorstellt. Chloe und Chris verbringen viel Zeit miteinander und Chloe bittet ihren Vater, nach einer geeigneten beruflichen Position für Chris Ausschau zu halten - nur als Sprungbrett. Die beiden Paare (Tom Hewett mit Nola Rice, Chloe Hewett mit Chris Wilton) treffen sich im Restaurant. Die wohlhabenden Hewett-Geschwister und ihre erwählten Partner tauschen sich über ihre Vorlieben für bestimmte Luxusartikel aus, über Lebensvorstellungen, Werte und Überzeugungen. Es dauert nicht lange bis Chris eine gediegene Stellung in der Firma seines künftigen Schwiegervaters annimmt. Die Dinge scheinen sich ganz nach seinen Vorstellungen zu entwickeln. Bald jedoch vermeidet Chris die Zweisamkeit mit Chloe. Ein Kinoabend zu viert ist ihm lieber. Eines Tages begegnen sich Chris und Nola auf der Straße. Sie ist unterwegs zu einem der unzähligen Castings, die sie in letzter Zeit erfolglos absolviert hat. Die Selbstgewissheit, die er von ihr kennt, scheint irgendwo unter die Räder gekommen zu sein. Chris begleitet Nola und wartet auf sie. Nach der Vorsprechprobe ist sie noch ernüchterter und desillusionierter. Sie erzählt Chris, dass Toms Eltern sie für nicht standesgemäß halten und ihn drängen, eine andere zu heiraten. An einem regnerischen Tag im Salon der Hewetts erhebt sich denn auch die Frage der Mutter (Penelope Wilton) an Tom und Nola nach den Realitäten des Lebens. Die Stimmung eskaliert. Nola läuft aus dem Haus. Chris ist der einzige, der ihr folgt, und als er sie einholt, stürzen sie wie verzweifelt ineinander. Bei der nächsten offiziellen Begegnung in der Oper sagt Nola ihm allerdings, dass das ein einmaliger Ausrutscher gewesen sei - und auf jeden Fall ohne Bedeutung. Bei den Hewetts widmet man sich inzwischen Heiratsvorbereitungen. Chris wirkt irritiert, in seinen Neigungen gespalten. Nach Trauung und Einzug in eine großzügige und luxuriöse Dachterrassenwohnung direkt an der Themse wird deutlich, dass Chloe sich fortan vor allem einem Projekt widmen will: schwanger zu werden. Dafür wird Sex in den Fruchtbarkeitsperioden planmäßig in Dienst genommen. Beim gemeinsamen Tennis-Spiel erfährt Chris von Tom, dass er sich von Nola getrennt habe und bereits sehr bald eine andere, standesgemäße und elterlich akzeptierte Frau heiraten werde, die bereits ein Kind von ihm erwartet. Chris beginnt Nola zu suchen, doch die hat konsequent alle Brücken hinter sich abgebrochen und scheint spurlos verschwunden. Nach geraumer Zeit erst sieht er sie in der Tate Modern Gallery wieder und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre miteinander. Monate später (Chloe ist immer noch nicht schwanger) konfrontiert ihn Nola mit der Nachricht, dass sie ein Kind erwartet. Nicht im Traum denkt sie an Abtreibung. Chris quält sich mit dem Gedanken an Trennung - doch von welcher der beiden Frauen? Voller Schuldgefühle zögert er den Schritt, seine Liebesaffäre öffentlich zu gestehen, Woche um Woche hinaus. Bis er nicht anders kann. Chris entscheidet sich für eine Variante seines Lebens. Aber das Glück hat immer seinen Preis. Er begeht eine Tat, nach der nichts mehr so sein wird wie zuvor, auch wenn das meiste laufen wird wie bisher. Sein weiteres Schicksal schwebt - wie ein Tennisball über dem Netz - in der Luft und obwohl er gewonnen hat, hat er vielleicht doch verloren& - oder umgekehrt?

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