Filmkritik - Born to be Wild - Saumäßig unterwegs (2007)
 
 

Born to be Wild - Saumäßig unterwegs

DVD / Blu-ray :: IMDB (5,9)
Original: Wild Hogs
Regie: Walt Becker
Darsteller: Martin Lawrence, Tim Allen
Laufzeit: 99min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Action, Komödie (USA)
Verleih: Buena Vista International
Filmstart: 19. April 2007
Bewertung: 9,3 (10 Kommentare, 9 Votes)
„Born to be wild“ - dass dieser alte Biker-Spruch eines Tages zu ihrem Lebensmotto werden sollte, hätten sich Doug (Tim Allen), Woody (John Travolta), Bobby (Martin Lawrence) und Dudley (William H. Macy), allesamt Männer in den sogenannten besten Jahren, in ihren wildesten Träumen nicht ausgemalt. Eigentlich geht im ruhigen Leben der ungleichen Freunde in einer beschaulichen Vorstadt von Cincinnati alles seinen geregelten – wenn auch langweiligen – Gang. Doug, ein verheirateter Zahnarzt mit Minderwertigkeitskomplex, lässt sich schon beim Frühstück von seinem Sohn Billy (Dominic Janes) über gesunde Ernährung belehren und ist seit 12 Jahren nicht aus der Stadt herausgekommen. Bobby muss sich von seinen Töchtern, seiner Schwiegermutter und vor allem von seiner Gattin Karen (Tichina Arnold) demütigen lassen. Und zu allem Übel muss er nach einem Jahr Auszeit von seinem Job als Installateur, in dem es ihm nicht gelungen ist, den erträumten Roman zu schreiben, nun wieder Toiletten reinigen. Dudley wiederum, der allein stehende Computerprogrammierer, kämpft täglich gegen seine Angst vor dem weiblichen Geschlecht an und lässt dabei kein Fettnäpfchen aus. Und Woody, zu guter Letzt, den seine Kumpel wegen seiner Frau, einem Model, seinem vermeintlichen Reichtum und beruflichem Erfolg als Glückspilz betrachten, versucht vor allem, erfolgreich seine Scheidung und seine Pleite zu verheimlichen. Ablenkung von den alltäglichen Problemen finden die Vier am Wochenende, wenn sie Anzug und Arztkittel gegen schwarzes Leder, Helm und Totenkopf-Bandana eintauschen, als „Wild Hogs“ ihre Harleys besteigen und die Gegend unsicher machen. Tatsächlich sind sie als Hobby-Biker aber so harmlos wie der muskelbepackte Barkeeper in Cincinnatis pittoresker Biker-Bar, in der alle regelmäßig gemeinsam die Köpfe hängen lassen. Bis Woody genau dort eines Tages eine Idee kommt: „Wir sollten einen echten Roadtrip unternehmen!“ Dass er damit vorrangig der Katastrophe seines Lebens entkommen will, verschweigt er natürlich. Seine Freunde reagieren zunächst skeptisch. Doch nach und nach zeigt sich, dass Woodys Vorschlag gar nicht so absurd ist, wie er zunächst klang. Weil Doug nach dem Versuch, seine Frau Kelly (Jill Hennessy) und seinen Sohn von seiner Coolness und Männlichkeit zu überzeugen, in der Notaufnahme landet, Bobby seiner Gattin weismachen kann, er wäre unterwegs zu einer Installateurs-Tagung in Cleveland und Dudley keine Lust hat, das Zeitliche zu segnen, ohne jemals das Gefühl Freiheit genossen zu haben, begeben sich die vier tatsächlich kurz darauf auf ihren Bikes von Cincinnati in Richtung Kalifornien – auf einen planlosen Trip nach Nirgendwo und damit auf eine Reise, die Dougs Frau zufolge womöglich genau das ist, was sie gerade brauchen. Es werden noch die Handys entsorgt, damit die Männer wirklich an nichts anderes mehr gebunden sind als an ihre Harleys und dann kann es losgehen. Ebenso schnell, wie sie aufgebrochen sind, müssen die „Wild Hogs“ lernen, dass die Straße ihre eigenen Gesetze hat. In der ersten Nacht fackelt Doug versehentlich ihr Zelt ab – mit dem Ergebnis, dass sie morgens in verfänglicher Lage und trauter Viersamkeit auf einer Luftmatratze von einem begeisterten Highway-Polizisten (John C. McGinley)geweckt waren. Noch begeisterter ist ihr neuer Freund in Uniform, als er sie bei nächster Gelegenheit splitternackt in einem Bergsee antrifft, in dem die Jungs gerade ihr neues Freiheitsgefühl genießen wollen. Ihre Flucht vor männlichen Avancen führt sie schließlich über Missouri nach New Mexico. Und die erstbeste, vertraut wirkende Biker-Bar am Straßenrand erscheint ihnen als genau der richtige Ort für ein frisches Bier. Nicht ahnend, dass sie es hier mit einem Etablissement zu tun haben, dass ihrer Cincinnati-Vorstadt-Kneipe nicht mal annähernd ähnlich ist, werden die „Wild Hogs“ wenig freudig erwartet. Drinnen hat sich die gesamte grimmige Gang der „Del Fuegos“ aufgebaut. Deren Anführer Jack (Ray Liotta) hatte schon immer etwas gegen diese Vorstadt-Typen, die sich wie Biker aufführen. Auf seine unvergleichliche Art landet Dudley prompt erneut in einem tiefen Fettnapf: Die erste Runde „Wild Hogs“ gegen „Del Fuegos“ endet daraufhin mit einem klaren Sieg für Letztere. Sie nehmen Dudley seine Harley Sportster ab und schicken ihn in einem alten Beiwagen zurück auf die Straße. Woody will sich das alles nicht gefallen lassen und beschließt im Alleingang, es den „Del Fuegos“ heimzuzahlen: Er schleicht sich zurück, zerschneidet unbemerkt die Benzinschläuche sämtlicher „Del Fuegos“-Motorräder und macht sich mit der Sportster auf und davon. Er kann ja nicht ahnen, wie effektiv seine Rache ist: Als Jack den „Diebstahl“ entdeckt und mit seinen Jungs die Verfolgung aufnehmen will, sorgt eine brennende Zigarette dafür, dass sich das aus den Maschinen tropfende Benzin entzündet und die komplette Bar in die Luft fliegt. Als Woody im Rückspiegel das aufsteigende Feuer bemerkt wird ihm Angst und Bange ... Er drängt seine „Wild Hogs“ zur Weiterfahrt, hält sie sogar davon ab, ihre Maschinen an der letzten Tankstelle für 200 Meilen aufzutanken und bringt sie damit in echte Schwierigkeiten: Mit leeren Tanks schleppen sie ihre Harleys kurz darauf durch die Wüste, dem Verdursten nahe, bis sie in der beschaulichen Kleinstadt Madrid das rettende Diner der hübschen Maggie (Marisa Tomei) stürmen können. Zunächst für Mitglieder der verrohten „Del Fuegos“ gehalten, die die Stadt in regelmäßigen Abständen heimsuchen, können die vier den ortsansässigen Sheriff von ihren guten Absichten überzeugen – und nehmen seine Einladung an, das berühmte Chili-Festival von Madrid zu besuchen und eine Nacht in der Stadt zu verbringen. Was Woody, mit den Gedanken ständig bei den „Del Fuegos“, wohl oder übel akzeptieren muss, da die Tankstelle des Orts erst am nächsten Tag wieder öffnet. Während sich Doug, Bobby und Woody mit dem Sheriff bei einem typischen „Polizisten-Trinkspiel“, dem „Bullen Schlagen“, amüsieren und von einem echten Bullen im wahrsten Sinne auf die Hörner genommen werden, versucht Dudley auf linkische Art der hübschen Maggie näher zu kommen, die auf den ersten Blick sein Herz erobert hat. Auf der Tanzfläche des Chili-Festivals scheint sein Charme zu wirken. Doch dann wird die Zweisamkeit von der Ankunft zweier „Del Fuegos“ unterbrochen, die die „Wild Hogs“ ausfindig gemacht haben. Und weil sie ihrem Anführer versprochen hatten, ihm die Jungs unversehrt auszuliefern, müssen sie sich von einem selbstbewussten Bobby vor den versammelten Einwohnern der Stadt verbal und im Wortsinne beschmutzen lassen. Die „Wild Hogs“ sind daraufhin die Helden des Tages und in Madrid von nun an echte Berühmtheiten. Und Dudley überwindet am Ende auch noch seine Scheu vor Frauen – und kann Maggie für sich gewinnen. Am nächsten Morgen drängt Woody zum schnellen Aufbruch. Aber die „Del Fuegos“ sind noch schneller und fallen wie befürchtet in kompletter Hundertschaft in Madrid ein. Ihr Ziel ist eindeutig: „Sie sind hier, um uns umzubringen“, stellt Doug fest, nachdem Woody eine Beichte abgelegt hat. Er gesteht seinen Freunden nicht nur, dass er die „Del Fuegos“-Bar auf dem Gewissen, sondern welche Geheimnisse und Leichen er sonst noch im Keller hat. Ausgerechnet Angsthase Dudley wächst schließlich in dem Moment, in dem die „Del Fuegos“ damit drohen, Maggies Diner nieder zu brennen, über sich hinaus. Aber um als echte Männer aus der Sache heraus zu kommen, müssen alle „Wild Hogs“ zusammen halten – und beweisen, dass das Motto „Born to be wild“ nicht nur auf die „Del Fuegos“ zutrifft ...

Kommentare

(10) Eini0815 vergibt 10 Klammern · 04. Mai 2007
Klasse!
(9) Gaschilos vergibt 9 Klammern · 23. April 2007
Der Film ist es echt wert!!! Wiedermal was zu lachen. Auf jedenfal weiter zu empfehlen
(8) bloeff vergibt 10 Klammern · 22. April 2007
absolut hammer geiler Film!!!! muss man echt gesehen haben.
(7) x-sarah-x vergibt 10 Klammern · 22. April 2007
echt super film!! hab nur gelacht! echt weiter zu empfehlen!MÜSST IHR EUCH ANSCHAUN!!!!!
(6) italo0306 vergibt 9 Klammern · 22. April 2007
ein echt lustiger Film, habe mich köstlich amüsiert! sehr empfehlenswert, den Film zu sehen.
(5) Fusioned vergibt 10 Klammern · 21. April 2007
Einer der Besten Komödien, die ich in der letzten Zeit gesehen habe! Ich habe mich kaputt gelacht! Herrlich! Mir sind die Tränen nur so runtergelaufen! Auf jeden Fall zu empfehlen!
(4) mathias2 vergibt 10 Klammern · 20. April 2007
Fand den auch echt super. Diesmal sind nicht nur die Trailerausschnitte lustig :D
(3) daHiggy vergibt 8 Klammern · 20. April 2007
ich hab ihn gesehen und der ist echt sehenswert... wirklich super... endlich mal ein guter Film im Kino wo man vorher nicht weiß was kommt... TOP! Lustig und mit einem guten Ende
(2) OstBerlin · 19. April 2007
Könnt ihr es nicht einfach mal unterlassen, Wertungen abzugeben ohne den Film gesehen zu haben?! Du gibst 8 Punkte für einen 30 Sekunden trailer - sag mal gehts noch?
(1) pilli vergibt 8 Klammern · 24. März 2007
Die Vorschau ist sowas von geil. Wenn der Film das Niveau der Vorschau hält ... klasse!!!
 

Teilen

 

Filmsuche