Filmkritik - Almost Heaven (2005)
 
 

Almost Heaven

DVD / Blu-ray :: :: IMDB (5,4)
Regie: Ed Herzog
Darsteller: Heike Makatsch, Nikki Amuka-Bird
Laufzeit: 98min
FSK: ab 6 Jahren
Genre: Komödie (Deutschland)
Verleih: Timebandits Films
Filmstart: 25. August 2005
Bewertung: n/a (0 Kommentare, 0 Votes)
Helen (Heike Makatsch) hat einen Traum: Einmal im Leben möchte die Country-Sängerin aus dem Rheinland im legendären Bluebird Café in Nashville auftreten. Doch die Zeit drängt – nach Aussagen ihrer Ärzte hat sie nicht mehr lange zu leben. Als sie tatsächlich zu einem Open-Stage-Auftritt ins Mekka der Country-Musik eingeladen wird, verheimlicht ihr Mann Carlo (Wotan Wilke Möhring) die Nachricht und wirft den Brief weg: Zu unvernünftig scheint ihm die Idee, in Helens Zustand nach Nashville zu reisen. Strike (Ivan Shvedoff), russischer Angestellter in Carlos Bowling-Center und Bewunderer von Helens Gesangskünsten, fischt den Brief aus dem Papierkorb und gibt ihn Helen. Sie entschließt sich, sofort heimlich aufzubrechen. Nach einer Verwechslung am Flughafen landet sie jedoch nicht in Nashville, sondern auf Jamaika – und findet sich mit Cowboyhut und Westernstiefeln ausgerechnet im Reich des Reggae wieder. Falscher Ort. Falsches Outfit. Falsche Musik. Fest entschlossen, nach Nashville zu kommen, hat sie keine Augen für die Karibikinsel und ihre Bewohner. Am Busbahnhof von Kingston wird sie von Rosie (Nikki Amuka-Bird), einer flotten jamaikanischen Trickbetrügerin, geneppt und in den falschen Bus gesetzt: Anstatt nach Montego Bay zu fahren, wo der Flieger nach Nashville auf sie wartet, landet Helen irgendwo am Stadtrand von Kingston. Als sie Rosie erneut begegnet, kommt es zu einer Verfolgungsjagd durch die Hinterhöfe der Ghettos, an deren Ende Rosie Helen vorschlägt, im Mietwagen nach Montego Bay zu fahren. Die skurrile Zweckgemeinschaft – Helen, die als Fremde in einem exotischen Land so schnell wie möglich die Insel verlassen will, und Rosie, die wegen eines Marihuana-Diebstahls gezwungen ist, aus Kingston zu fliehen – macht sich auf den Weg. Nach einem hindernisreichen Trip – Helen ist nicht an den jamaikanischen Linksverkehr gewöhnt, Rosie nicht an Helens Country-Tapes – erreicht das ungleiche Frauen-Duo sein Ziel. Rosie versucht, ihr Rauschgift an den Mann zu bringen, aber der Großhändler ist schon gewarnt, knöpft ihr den Stoff wieder ab und schlägt sie in die Flucht. Damit nicht genug: Weil er in Helen eine Komplizin sieht, raubt er ihr ganzes Geld und ihre Kreditkarte – und zerschmettert ihre geliebte Gitarre. In ihrer Verzweiflung wendet sich Helen an die Deutsche Botschaft. Doch der Botschafter (Michael Gwisdek) macht ihr unmissverständlich klar, dass sie bei ihrem Versuch, nach Nashville zu kommen, nicht mit seiner Unterstützung zu rechnen brauche: Er könne sie allenfalls in ein Flugzeug nach Deutschland setzen. Daraufhin fährt Helen in Rosies Heimatdorf Little Bay, um sie um Hilfe zu bitten. Aber Rosie hat selbst kein Geld. Helen sieht nur noch eine Chance, sich ein neues Flugticket zu verdienen: Sie versucht, einen Auftritt bei einem der Urlaubshotels in der Umgebung zu bekommen. Eine deutsche Country-Sängerin ist allerdings nicht gerade das, was Touristen auf Jamaika erwarten... Trotzdem gelingt es ihr, in einem der Hotelclubs anzuheuern: Gemeinsam mit einigen älteren Reggae-Musikern gibt sie herzzerreißende Country-Balladen zum Besten – und nach anfänglichen Schwierigkeiten entsteht tatsächlich eine ganz ungewöhnliche Verbindung der beiden Musikstile. Dennoch endet der Abend in einem Desaster: Rosie wird dabei ertappt, wie sie Marihuana an Hotelgäste verkauft, und zusammen mit Helen vor die Tür gesetzt. Erschöpft von den vergeblichen Versuchen, ihren Traum zu verwirklichen, erleidet Helen einen Zusammenbruch. Als sie wieder erwacht, steht Carlo an ihrem Bett – er ist gekommen, um Helen nach Nashville zu begleiten. Doch das Schicksal hat etwas anderes mit ihr vor: Allmählich erkennt Helen ihre wahre Bestimmung...

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