Top-Terrorist Bin Laden bei US-Operation getötet

Ach hat die Muslim Bruderschaft in Ägypten einen Islamischen Gottestaat ausgerufen mit der sharia als Grundgesetz?
Vor ein paar Jahren hat sie verkündet, einen islamischen Gottesstaat in Ägypten errichten zu wollen. Nach dem Umsturz hat sie verkündet, dass sie das nicht will. Der niedersächsische Verfassungschutz schätzt sie so ein, dass sie es wollen. Andere sagen wiederum nein, wollen sie nicht. Scheinbar ist es nicht eindeutig, was sie wollen. Das liegt wohl daran, das es eine sehr heterogene Gemeinschaft ist mit unterschiedlichen Strömungen. Die Zeit wird zeigen, welche sich durchsetzen wird.
Die Gegenfrage lautet: War Ägypten unter Mubarack ein islamischer Gottesstaat, der AlQuaida unterstütze?
In Lybien sehe ich im moment Rebellen die gegen ihren Machthaber kämpfen
Unter den Rebellen sind auch ALQuida-Kämpfer.
Und auch hier die Frage: War Libyen unter Gadafi ein islamischer Gottesstaat, der AlQuaida unterstütze?

Gottseidank scheinen Palästina und Iran keine Zentren der Islamisten zu sein.
Meinst du den Iran, der Teile der Familie Bin Ladens jahrelang unter Hausarrest im Iran gefangen hielt/hält? Der Iran, der nach dem Zusammenbruch der Taliban-Herrschaft in Afghanistan die nach Iran geflüchteten Taliban-Kämpfer entweder nach Saudi-Arabien ausgewiesen oder in Gewahrsam genommen hat?
 
Ich vermute, die haben nicht alle Teile der Leiche bestattet, man hat das nur so schnell kundgetan, um die Öffneltichkeit abzulenken. Für das Militär ist es schon wichtig, die genaue identität festzustellen. Und da ist das kontraproduktiv, wenn man sich mit irgendwem um die Leiche streiten muss oder erklären muss, warum man einen Muslim nicht nach 24 Stunden beerdigt.

So gibt es offiziell keine Leiche mehr, die Amerikaner können in Ruhe feststellen, dass sie wirklich den richtigen erwischt haben und alle sind zufrieden.

Befremdet war ich auch von diesen Freudenkundgebungen in den USA und den mehr oder weniger öffentlichen, freudigen Stellungnahmen. Ich hätte mir das etwas zurückhaltender gewünscht.

Ich denke, die Opfer der Anschläge oder die Angehörigen dürfe so etwas wie Genugtuung empfinden, ein befriedigtes Rachegefühl kann ich völlig nachvollziehen. Aber ich persönlich empfinde das nicht. Ich bin auch nicht weniger beunruhigt als vorher ob der Terrorgefahr.

Marty
 
Mal provokativ gefragt: Müssen sie wirklich? Was sind die Konsequenzen wenn nicht? Letzendlich tun sie doch ohnehin was sie wollen.

Klar werden damit Protestwellen weltweit ausgelöst, aber die Amis sind nicht gerade dafür bekannt besonders viel auf die Meinung anderer zu geben.

Natürlich müssen sie sich an Regeln halten. Heute imo mehr denn je.
Ein richtungsweisendes Vorbild sind die USA schon lange nicht mehr.
Unter Bush haben die USA erfahren müssen, dass die Welt nicht mehr uneingeschränkt nach ihrer Pfeife tanzt und durchaus bereit ist sich deren Forderungen zu verweigern. Wieso sonst musste man die "Coalition of the willing" ins Leben rufen?
Spätestens seit der Wirtschaftskrise haben sie auf dem wirtschaftlichen Parkett ordentlich Prestige eingebüßt. Die Welt blickt nicht mehr voller Neid und Bewunderung auf den American Dream, sondern vielmehr mit Skepsis und Sorge. Sobald China die USA vom volkswirtschaftlichen Thron schubst, kommt wieder ein kleines Stück Bedeutungslosigkeit hinzu.
Vor einiger Zeit hat mich die Reportage Obamaland ist abgebrannt regelrecht desillusioniert, was unseren großen Bruder angeht. Dass dort teilweise Zustände wie in der dritten Welt herrschen, hielt ich bis dato gar nicht für möglich.
Da fällt es schwer sich weiterhin irgendeinen Kurs kritiklos diktieren zu lassen.

Wenn die USA ihren (außen- und innen-) politischen Kurs beibehalten, Europa weiter zusammenwächst und gemeinsam ihre Interessen vertreten können und China, Indien und Co weiter an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnen, besteht die theoretische Möglichkeit, dass die USA langfristig wieder zum Isolationismus zurückkehren, weil sie letzendlich den Anschluss verpasst haben und weiterhin in ihrer Welt des 20. Jahrhunderts feststecken, die von ideologischen Feinden nur so wimmelt, während alle anderen gemeinsam davon ziehen.
Die USA müssen lernen Kompromisse einzugehen, da sie das Weltgeschehen längst nicht mehr alleine diktieren (können).

Nun sind wir aber ganz schön weit Offtopic. ;)

Was bin Laden angeht, habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet. Ich schwanke da noch zwischen Erleichterung, Skepsis und Sorge.
Solange die Informationslage noch dünn ist, möchte ich mich da noch nicht an Spekulationen über die Mission beteiligen.
 
Die Wahrheit werden wir wie immer nie erfahren. Aber erfahrungsgemäß liegt man stets wesentlich dichter an der Wahrheit, wenn man der USA erstmal das denkbar schlechteste unterstellt, als würde man ihr edle Motive unterstellen.

Davon abgesehen. Ich habe auch so meine Zweifel, ob der inzwischen offenbar verschiedene Osama Bin Laden wirklich nun der Hauptdrahtzieher des 11. September war. Die Wahrheit hätten wir wohl nur erfahren, hätten sie den Mann vor ein ordentliches Gericht gestellt und diesen Prozess live in alle Welt in Originalton übertragen. Aber stattdessen erschießen sie ihn. Erst, weil es nicht anders ging, dann war es ein Unfall. Inzwischen war er ja sogar unbewaffnet. Vom Amerikanischen ins Deutsche übersetzt: Man hat ihn standrechtlich hingerichtet.

Und naja - als ob sich die USA sonst in irgendeiner Form um irgendein Gesetz (einschließlich der Menschenrechte, also schon gar nicht eines aus Pakistan) scheren würden, wird er prompt sofort beseitigt beigesetzt. Und zwar so, dass er keinerlei Spuren hinterlässt.

Und dann diese bescheuerten Amerikaner, die auch auf den Straßen feiern, als wäre der 4. Juli. Ich war ganz zufrieden, dass sie wenigstens in Berlin 3 Leute gefunden, interviewt und das dann auch ausgestrahlt haben, die normale und nachvollziehbare Ansichten hatten. Nicht mal das Merkel hat das fertig gebracht. Da gratulieren unsere Politiker (ja, nicht nur das Merkel) der USA zu einer standrechtlichen Hinrichtung außerhalb der eigenen Grenzen?

Kommt das eigentlich nur mir komisch vor?
 
Photon vertritt im Prinzip meine Meinung.
Bin Laden aufzuspüren und die Aktion zu planen war eine gute Leistung, aber die Ausführung war äußerst schwach. Mehr Fehler hätte man da nicht machen können. Wahrscheinlich war hier eine wilde Schießerei; wie eben so üblich in amerikanischen Wildwest-Filmen.
 
[...] Wahrscheinlich war hier eine wilde Schießerei; [...]
Glaube ich nicht.

Amerikanische Spezialeinheiten ballern nicht wild um sich. Das machen nur die "normalen" Soldaten, das nennt sich dann "Friedly Fire". Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Funkverbindung während des Einsatzes aufgrund technischer Schwierigkeiten für 20-25 Minuten ausfiel. Eigentlich kann ich mir nicht einmal vorstellen, dass sie überhaupt ausfiel. Eher wahrscheinlich ist wohl, dass man das nicht veröffentlichen will, da es dann wohl dem Obama mehr schaden als nutzen würde.

Ich gehe davon aus, dass sie die Situation bereits geklärt und Osama bereits auf den Knien mit Händen hinter dem Kopf hatten. Und dann müssen sich wohl versehentlich einige Kugeln in sein Gesicht und Körper gelöst haben. "Technische Schwierigkeiten", versteht sich.

Aber das ärgert mich gar nicht am meisten. Ich habe nie etwas besseres von der USA erwartet. Ehrlich gesagt hätte ich noch eher damit gerechnet, dass sie 2 oder 3 Wasserstoffbomben auf sein Anwesen abwerfen. Wirklich schockiert war ich hingegen wiedermal von unseren Volksvertretern. Egal ob Merkel oder Westerwelle. Ohne zu denken erstmal wieder knietief der USA in den Arsch klettern. Ganz schwach, ganz mies, unterirdisch. Das sind mir Demokraten, meine Herren...
 
Ich habe auch so meine Zweifel, ob der inzwischen offenbar verschiedene Osama Bin Laden wirklich nun der Hauptdrahtzieher des 11. September war.

Weißt du was dagegen hilft? Genau!

Die Wahrheit werden wir wie immer nie erfahren. Aber erfahrungsgemäß liegt man stets wesentlich dichter an der Wahrheit, wenn man der USA erstmal das denkbar schlechteste unterstellt, als würde man ihr edle Motive unterstellen.

Einfach immer vom Schlechtesten ausgehen. Und da man eh weiß, dass die nie die Wahrheit sagen, muß man doch nicht mehr zweifeln! :mrgreen:
 
Einfach immer vom Schlechtesten ausgehen. Und da man eh weiß, dass die nie die Wahrheit sagen, muß man doch nicht mehr zweifeln! :mrgreen:
Stimmt auch wieder. Aber ich bin doch so neugierig :) Man weiß ja nie, wer als nächstes auf der Abschussliste kritisch von den USA beäugt wird 8O

Aber unser großer Bruder wird es schon richtig machen, denke ich. Wir sollten uns an der großartigen Nation mit Gottes Gnaden ein Beispiel nehmen. Meinste nicht auch?
 
Aber unser großer Bruder wird es schon richtig machen, denke ich. Wir sollten uns an der großartigen Nation mit Gottes Gnaden ein Beispiel nehmen. Meinste nicht auch?
Ich weiß nicht. Die sollte man vielleicht doch ehern vor ein Gericht stellen. Schließlich erfährt man ja dort (nur) DIE Wahrheit.
 
Egal ob Merkel oder Westerwelle. Ohne zu denken erstmal wieder knietief der USA in den Arsch klettern. Ganz schwach, ganz mies, unterirdisch. Das sind mir Demokraten, meine Herren...
meine Damen, bitte!:mrgreen:
Ich habe auch so meine Zweifel, ob der inzwischen offenbar verschiedene Osama Bin Laden wirklich nun der Hauptdrahtzieher des 11. September war.
Verschieden im Dezember 2001!

Und noch was: Bin Laden stand NICHT wg. 9/11 auf der Fahndungsliste des FBI!

Mehr bei Nuoviso und dort am besten jedem Link einzeln folgen, denn einer einzigen Website zu glauben, würde ich nicht wagen.

Fazit: An der Bin-Laden-9/11-Terror-Story STINKT so ziemlich alles.
 
Und wo steht da Angela Merkel und Guido Schwesterwelle? Hm? 8O Hätte ich die Wahl zwischen der verkoksten Amy Winehouse oder der verblödeten Britney Spears und Frau Doktor Angie Merkel, dann wüßte ich aber, wo ich wäre...

Huch, wen haben sie denn dann vorgestern über den Haufen geballert? :ugly:

[...] Fazit: An der Bin-Laden-9/11-Terror-Story STINKT so ziemlich alles.
Mal ganz ehrlich: Jeder Terrorist, der so einen großen Coup durchzieht (wohl bis dato beispiellos in der Geschichte) würde wohl voller Stolz davon berichten. Die Tatsache, dass er erst jede Beteiligung bestritt und die Drahtzieher beglückwünschte, passte zu ihm. Aber dann hat er später die Verantwortung doch übernommen? Hmm, klingt nach nachträglicher Bearbeitung irgendwelchem Videomaterials, um "ein Arschloch im Wandschrank zu haben" (Volker Pispers, "Bis neulich").

Bei der Aktion vorgestern ist mir sofort eine Sache durch den Kopf gegangen: Wenn jedes Land, das seit Bestehen der USA von der USA überfallen worden ist, eine Horde Killer losschicken würde, um den US-Präsidenten (und Kollaterale) zu ermorden, dann würden der USA aber langsam die Führungspersönlichkeiten ausgehen :D Wahrscheinlich wäre dann wirklich schon Homer Simpson oder Groby Präsident, sofern sie nicht noch mehr Geistesakrobaten aus dem Ausland rekrutieren können, wie Arnie...
 
Meiner Meinung ist auch ein Grund für die Tötung Bin Ladens,dass man Angst hatte, Bin Laden könnte irgendetwas ausplaudern, was die USA nicht unbedingt positiv darstellt. Ob das war ist, was er sagen könnte,würde im ersten Moment keine Rolle spielen.
 
Meiner Meinung ist auch ein Grund für die Tötung Bin Ladens,dass man Angst hatte, Bin Laden könnte irgendetwas ausplaudern, was die USA nicht unbedingt positiv darstellt. Ob das war ist, was er sagen könnte,würde im ersten Moment keine Rolle spielen.

:LOL: Wann hat er denn die USA zu Lebzeiten als positiv beschrieben?
 
darkkurt wollte damit nur sagen, dass Bin Laden die USA schon lange verdammt hat, da hätte es keinen Unterschied gemacht ob er sie nun auch noch als z.B. Lügner bezeichnet, weil er nicht für den 11.09 verantwortlich war oder was auch immer du andeuten wolltest.

Ich meine, wir wissen doch alle, dass die USA immer noch genug "Leichen im Keller" hat, ohne Frage.
 
Nirgends, aber das hier

...Bin Laden könnte irgendetwas ausplaudern, was die USA nicht unbedingt positiv darstellt...

Implziert, das er irgend ein Faktum, das die USA diskreditiert, nicht preisgegeben hätte.

Da frage ich mich, was ihn dazu hätte bewegen können, zu Lebzeiten dem "Teufel" nicht auch mit diesem Wissen zu schaden.
 
Die Seebestattung wird im Islam nicht ausgeübt. Der einzige Grund warum das die USA gemacht haben, war das, damit die Leiche so schnell wie möglich verschwindet ;)

Dazu noch finde ich es auch nicht gut, dass viele sich freuen und jubeln nur weil eine Person gestorben ist.
Jeder auf dieser Erde ist ein Mensch-> egal ob gut oder böse, man sollte sich wegen dem Tod nicht freuen

Das einzige, was dieser Tod bewirkt hat, ist, dass Afghanistan nun noch mehr leiden muss wegen der Rache.
Aber dies interessiert die USA nicht ;) Hauptsache ihnen passiert nichts.

Lg
Asad
 
Einmal unabhängig davon wie Osama Bin Laden ums Leben gekommen ist, möchte ich doch nochmal eine Sache in Erinnerung rufen. Ich kann mich (auch wenn ich es vielleicht nicht möchte) ganz genau an den Moment erinnern als die von (nachgewiesermassen) Bin Laden "in Auftrag gegebenen" Flugzeuge sowohl in die Twin Towers als auch in das Pentagon gestürzt sind. Ich werde diesen Moment leider nie vergessen können, und bekomme auch heute noch eine Gänsehaut, sobald ich diese fürchterlichen Bilder sehen muss!

Ausserdem möchte ich noch anfügen, das ich (auch wenn es nach westlichen Massstäben recht bedenklich ist) es doch nachvollziehen kann das die an der Liquidierung Osama Bin Ladens beteiligte Spezialeinheit so gehandelt hat wie sie es getan hat... Jeder normal denkende Mensch hätte ebenso gehandelt. (oder nicht?)