Das ist die Entscheidung Deiner Eltern. Manch einer verprasst das ganze Geld, verschuldet sich womöglich noch, stirbt arm und behauptet auf der Bahre, gut gelebt zu haben. Ein anderer liebt das Gefühl der Sicherheit und mag es, so viel wie möglich Geld auf dem Konto zu haben. Beides ist völlig ok. Aber was haben die Kinder damit zu tun?

Was haben Kinder damit zu tun? Nun, kann ich dir genau sagen, die Eltern machen das meist deswegen weil Sie Ihren Kindern etwas Gutes tun wollen. Ich will auch später meinen Kindern etwas Vermachen können und Ihnen auch noch vorher schon was gutes tun.


Nur mal als Gegenbeispiel: In China kann man gar kein Land kaufen. Man kann es gegen Entgelt pachten und zwar maximal 70 Jahre. Der Eigentümer des Landes bleibt aber der Staat. Trotzdem pachten viele Chinesen Land und bauen ein Haus darauf. Ganz reiche Chinesen ziehen zwar den Landerwerb im Ausland vor, aber ich will sagen: Es geht auch anders. Und ich finde es nicht mal falsch.
Es gibt Länder da können Ausländer gar kein Grundstück kaufen... Und du kannst sogar vom Mond ein Stück kaufen...
Ich find es schon richtig das man es Kaufen kann und nicht nur Pachten, was es aber ja auch gibt hier. Aus meiner Sicht wäre das nämlich nur eine weitere abzocke!


Aber vor allem steht zur Frage, ob ein Silberlöffel, der einem Kind bei der Geburt womöglich in den Arsch gesteckt wird, versteuert werden sollte oder nicht. Ich sage ja.

Du gehst immer davon aus das der Silberlöffel von der Geburt an in den Arsch gesteckt wird! Aber was wenn man keinen in Arsch gesteckt bekommen hat? Und was wenn man auch nur einen geringen Anteil bekommt (Weil es viele Erben gibt)? Soll man also auf den Bruchteil auch noch soviel Steuern zahlen?

Ja, auch Lotto. Wer naiv genug ist, Lotto zu spielen, zahlt zwar schon genug Steuern, aber dennoch würde der Gewinn bei mir versteuert werden. Sicher würde ich auch gesetzlich festschreiben lassen, dass Gewinnspiele mindestens 90% des Einsatzes wieder ausspielen müssen, so auch Lotto. Dann gäbe es sicher kein 6 aus 49 mehr, aber dafür andere Spiele. Die Gewinne würde ich aber allesamt besteuern.

Wieso ist man denn naiv wenn man Lotto spielt? Super, du willst also dafür sorgen das an einer Stelle Steuern gespart werden und an anderer Stelle mehr haben!?
Du weißt schon was mit den Einsätzen beim Lotto passiert die nicht ausgespielt werden? Na Prost Mahlzeit sag ich nur.

Das sei Dir ja auch gegönnt. Das Problem ist aber, dass unser heutiges Steuersystem in seiner Gesamtheit zu komplex und darüber hinaus zu viele Schlupflöcher hat. Schlupflöcher, die weder mir, noch Dir oder Deinen Eltern zugute kommen. Damit ist es insgesamt ungerecht. Und meine Idee ist nur ein Vorschlag, um es insgesamt gerechter und viel einfacher zu machen. Wenn Du eine bessere Idee hast, dann nur raus damit.

Ja genau, wir müssen nciht das ganze Steuersystem neu machen, wir müssen nur zusehen, das diese Löcher geschlossen werden. Aber das passiert wegen des lobbysmus leider nicht. Politiker stimmen über etwas ab, wovon die keine Ahnung hat weil ihnen freundliche Leute dazu raten (nett umschrieben...). Wenn man die Löcher stopfen würde, dann wären wir schon einen guten Schritt voran, ach was wir wären einen riesen Sprung weiter...


Du hast immer die Möglichkeit, die Firma bereits zu Lebzeiten Deinen Kindern zu übertragen. Das kann über Schenkung geschehen (die dann versteuert wird) oder eben man wandelt das Unternehmen in eine Kapitalgesellschaft um und überträgt die Geschäftsführung den Kindern rechtzeitig. Und falls nicht, können sie dennoch die Geschäftsführung problemlos übernehmen, denn das Firmenkapital ist ja Eigentum der juristischen Person "Firma". Alles kein Problem.

Und was ist wenn der Eigentümmer der Kapitalgesellschaft verstirbt? Richtig, die Kinder Erben die Firma und müssen darauf Steuern zahlen, sofern nicht...

Also egal ob Kapitalgesellschaft oder nicht, das kommt im Grunde aufs gleiche hinaus.
 
Bei einem Haus ist das aber schwieriger, weil im Extremfall das Haus verkauft werden müsste, um die Steuer zahlen zu können. Wer bemisst dann überhaupt den Wert eines Hauses und wie?
Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten. Es könnte eine Art "Häuser-Schwackeliste" geben. Oder wie in Florida. Da kommt ein Taxator ins Haus und legt den Wert halt fest. Darüber hinaus gibt es auch noch unabhängige fachkundige Leute und Gutachter, die einen Schätzwert geben können. Sicherlich alles keine Lösungen, bei denen man den Wert so schön centgenau angeben kann, wie bei einem Kilobarren Gold, aber machbar.

Was haben Kinder damit zu tun? Nun, kann ich dir genau sagen, die Eltern machen das meist deswegen weil Sie Ihren Kindern etwas Gutes tun wollen. Ich will auch später meinen Kindern etwas Vermachen können und Ihnen auch noch vorher schon was gutes tun.
Sie sind die Nachkommen der Leute, haben trotzdem ihr eigenes Leben, ihre eigene Arbeit, ihre eigene Sozialversicherungsnummer und sind selbst versichert. Sie sollen ja auch erben dürfen. Nur eben das Erbe als Schenkung versteuern, nicht mehr und nicht weniger. Wer viel erbt, versteuert viel und hat noch immer viel. Wer wenig erbt, versteuert wenig und hat wenig. Wie beim Gehalt auch.

Du gehst immer davon aus das der Silberlöffel von der Geburt an in den Arsch gesteckt wird! Aber was wenn man keinen in Arsch gesteckt bekommen hat? Und was wenn man auch nur einen geringen Anteil bekommt (Weil es viele Erben gibt)? Soll man also auf den Bruchteil auch noch soviel Steuern zahlen?
Verstehe ich jetzt nicht. Jeder zahlt auf das Steuern, was er erbt. Wenn ein Haus mit Grundstück einen ermittelten Wert von 1 Million Euro hat und es 10 Erben gibt, die alle gleich viel von dieser Masse erben, dann zahlt jeder auf "seine" 100.000 Euro Erbe die Erbschaftssteuer, also rund 33.000 Euro. Man kann das Erbe verkaufen und sich von rund 66.000 Euro ein schönes Auto und einen tollen Urlaub gönnen. Man kann auch drin wohnen oden einem anderen Erben sein Erbteil für 100.000 verkaufen. Oder man kann das Erbe ausschlagen, sich einen Campingstuhl nehmen und zuschauen, wie die Trauergemeinde sich wegen des Hauses an die Kehle geht.

Wofür man sich auch immer entscheidet: Für das, was man erbt, sollte man Steuern bezahlen müssen.

Wieso ist man denn naiv wenn man Lotto spielt?
"Lotto ist die Steuer für die, die schlecht in Mathe waren"

Super, du willst also dafür sorgen das an einer Stelle Steuern gespart werden und an anderer Stelle mehr haben!? Du weißt schon was mit den Einsätzen beim Lotto passiert die nicht ausgespielt werden? Na Prost Mahlzeit sag ich nur.
Ich habe ja auch nie behauptet, dass ich damit einverstanden wäre, dass sich der Staat aus den Lottoeinnahmen bereichert. Vielleicht kann ich noch sowas wie "Aktion Mensch" verstehen, aber auch hier muss ich sagen, dass es in meiner Welt immer eine 90%-ige Ausschüttung gäbe. Wer sowas wie Aktion Mensch machen will, der soll eben auch ganz klar sagen, dass von jedem Los x Euro zu Y und Z wandern und gar nicht mit in die Ausspielung kommen. Dann ist es in Ordnung, weil es dann eine direkte Spende ist, die mit dem Los gekauft wird.

Und was ist wenn der Eigentümmer der Kapitalgesellschaft verstirbt? Richtig, die Kinder Erben die Firma und müssen darauf Steuern zahlen, sofern nicht... Also egal ob Kapitalgesellschaft oder nicht, das kommt im Grunde aufs gleiche hinaus.
Nein, so ist es nicht. Eine Kapitalgesellschaft ist erstmal eine juristische Person. Sie kann verklagt werden, haftet mit ihrem Kapital und gibt sich im Geschäftsleben wie eine natürliche Person. Sie muss natürlich nicht zum Arzt und wird auch nicht krank. Aber sie muss auch ihre Gewinne versteuern. Als juristische Person heißt es dann "Gewerbesteuer", "Körperschaftssteuer" und "Umsatzsteuer" nebst "Solidaritätszuschlag", aber im Grunde versteuert sie sich damit selbst. Die kann sogar einen Vormund bekommen, das wäre dann der Prokurist.

Geht die Firma bankrott, haften die Chefs nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern die Firma haftet mit ihrem Kapital. Deswegen ist es ja auch so schwer, als GmbH eien Bankkredit zu bekommen, der höher als 50.000 Euro ist. Aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls geht es bei der juristischen Person eigentlich erstmal nur um den Anteil, den der Geschäftsführer und jeder andere Teilhaber in die Firma eingebracht hat. Und dieser Teil kann eben auch nur vererbt werden, allerdings auch schon zu Lebzeiten übertragen werden, was eben faktisch gleich kommt, als hätte jemand Aktien geerbt. Wenn Sohnemann oder Tochterherz sich für die Firma interessiert, dann wird sie wohl schon vor dem Ableben des Teilhabers/Geschäftsführers ihren Anteil in der Firma haben. Dann geht es nur noch um die Anteile, die eben vererbt wurden. Hat man sich nicht zu doof angestellt, haben die Kinder bereits die Firma in ihrem Vollbesitz bevor der Tod eintritt. Aber auch das geht jetzt viel zu weit. Wichtig ist eigentlich nur: Wer Geschäftsanteile erbt, der erbt Vermögen, wie Aktien, gold oder auch Bargeld. Und darauf ist selbstverständlich auch Steuer zu zahlen...
 
Sie sind die Nachkommen der Leute, haben trotzdem ihr eigenes Leben, ihre eigene Arbeit, ihre eigene Sozialversicherungsnummer und sind selbst versichert. Sie sollen ja auch erben dürfen. Nur eben das Erbe als Schenkung versteuern, nicht mehr und nicht weniger. Wer viel erbt, versteuert viel und hat noch immer viel. Wer wenig erbt, versteuert wenig und hat wenig. Wie beim Gehalt auch.

Verstehe ich jetzt nicht. Jeder zahlt auf das Steuern, was er erbt. Wenn ein Haus mit Grundstück einen ermittelten Wert von 1 Million Euro hat und es 10 Erben gibt, die alle gleich viel von dieser Masse erben, dann zahlt jeder auf "seine" 100.000 Euro Erbe die Erbschaftssteuer, also rund 33.000 Euro. Man kann das Erbe verkaufen und sich von rund 66.000 Euro ein schönes Auto und einen tollen Urlaub gönnen. Man kann auch drin wohnen oden einem anderen Erben sein Erbteil für 100.000 verkaufen. Oder man kann das Erbe ausschlagen, sich einen Campingstuhl nehmen und zuschauen, wie die Trauergemeinde sich wegen des Hauses an die Kehle geht.

Wofür man sich auch immer entscheidet: Für das, was man erbt, sollte man Steuern bezahlen müssen.

Du findest es also gerecht, wenn jemand der 100 Euro Erbt davon 33€ Steuern abdrücken muss?
Ich nicht. Ich find es schon gerecht, wenn jemand 1 Mio Erbt, das er dann entsprechend was abdrücken muss. Hier muss es definitv unterschiede geben!

Man könnte auch sagen ok, der Staat soll sich daran bereichern, dann soll er aber dafür sorgen, das die Leute im Alter gepflegt werden, das der Staat sich darum kümmert. Das nicht die Erben auch hier für sorgen müssen und zum Teil Geld ausgeben müssen..



"Lotto ist die Steuer für die, die schlecht in Mathe waren"


Ich habe ja auch nie behauptet, dass ich damit einverstanden wäre, dass sich der Staat aus den Lottoeinnahmen bereichert. Vielleicht kann ich noch sowas wie "Aktion Mensch" verstehen, aber auch hier muss ich sagen, dass es in meiner Welt immer eine 90%-ige Ausschüttung gäbe. Wer sowas wie Aktion Mensch machen will, der soll eben auch ganz klar sagen, dass von jedem Los x Euro zu Y und Z wandern und gar nicht mit in die Ausspielung kommen. Dann ist es in Ordnung, weil es dann eine direkte Spende ist, die mit dem Los gekauft wird.

Das ist ein Spruch wie: Wer arbeitet ist selber Schuld. Wieso Arbeiten, zahlt doch der Staat...
Es hat nicht mal was mit Mathe zu tun, es wissen die meisten das die Wahrscheinlichkeit bei 6 aus 49 bei ~1:140 mio liegt. Aber dennoch versuchen Sie ihr Glück. Und das hat nichts mit Naiv zu tun.

Du bist wohl eher der naive. Du solltest dich mal erkundigen wie viele Projekte durch das Lotto gefördert werden:

Darüber hinaus dienen die erwirtschafteten Überschüsse ausschließlich der Förderung des Gemeinwohls. So profitieren in Bremen Umweltschutz, Sport, Kultur, Jugend und Soziales von der finanziellen Unterstützung aus LOTTO-Mitteln. Unsere Produkte bieten bei kleinen Einsätzen eine faire Chance auf einen Gewinn.
Ich finde das Sinnvoller als dein Vorschlag, hier landet es an den richtigen Stellen.


Nein, so ist es nicht. Eine Kapitalgesellschaft ist erstmal eine juristische Person. Sie kann verklagt werden, haftet mit ihrem Kapital und gibt sich im Geschäftsleben wie eine natürliche Person. Sie muss natürlich nicht zum Arzt und wird auch nicht krank. Aber sie muss auch ihre Gewinne versteuern. Als juristische Person heißt es dann "Gewerbesteuer", "Körperschaftssteuer" und "Umsatzsteuer" nebst "Solidaritätszuschlag", aber im Grunde versteuert sie sich damit selbst. Die kann sogar einen Vormund bekommen, das wäre dann der Prokurist.

Geht die Firma bankrott, haften die Chefs nicht mit ihrem Privatvermögen, sondern die Firma haftet mit ihrem Kapital. Deswegen ist es ja auch so schwer, als GmbH eien Bankkredit zu bekommen, der höher als 50.000 Euro ist. Aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls geht es bei der juristischen Person eigentlich erstmal nur um den Anteil, den der Geschäftsführer und jeder andere Teilhaber in die Firma eingebracht hat. Und dieser Teil kann eben auch nur vererbt werden, allerdings auch schon zu Lebzeiten übertragen werden, was eben faktisch gleich kommt, als hätte jemand Aktien geerbt. Wenn Sohnemann oder Tochterherz sich für die Firma interessiert, dann wird sie wohl schon vor dem Ableben des Teilhabers/Geschäftsführers ihren Anteil in der Firma haben. Dann geht es nur noch um die Anteile, die eben vererbt wurden. Hat man sich nicht zu doof angestellt, haben die Kinder bereits die Firma in ihrem Vollbesitz bevor der Tod eintritt. Aber auch das geht jetzt viel zu weit. Wichtig ist eigentlich nur: Wer Geschäftsanteile erbt, der erbt Vermögen, wie Aktien, gold oder auch Bargeld. Und darauf ist selbstverständlich auch Steuer zu zahlen...

Du musst mir nicht erklären wie eine Kapitalgesellschaft funktioniert, das weiß ich von der Gründung bis zur Steuer.
Prokurist = Vormund!?

Die Firma haftet mit ihrem Kapital Vermögen und es gibt auch Umstände wo der Geschäftsführer (Chefs) auch persönlich haftet.

ja und was passiert wenn der Anteil überschrieben wir? Richtig, es fällt keine Erbschaftssteuer an, aber womöglich eine Schenkungssteuer! Und somit sind wir wieder beim gleichen wie bei einer nicht Kapitalgesellschaft. Auch hier kann das Unternehmen Überschrieben werden oder nur ein Teil. Und dann fällt auch u.U. Schenkungssteuer an.

Also kommt es doch aufs gleiche hinaus ob Kapitalgesellschaft oder nicht. Obwohl nein, denn es gibt hier die 25% Regelung... Aber das kannst du ja einfach mal nachlesen!

Es heißt übrigens Gesellschafter und nicht Teilhaber. Der geschäftsführer muss nicht zwingend auch Gesellschafter sein, also keine Anteile haben.

Eine GmbH hat nicht nur Probleme bei Krediten ab 50.000€ denn die 50.000€ sagen nichts aus, außer es ist grad neu gegründet. Die 50.000€ müssen einmal eingebracht werden, dass heißt aber nicht, das davon noch etwas da ist wenn der Kreditantrag gestellt wird, daher verlangt die Bank auch eine Bilanz und G & V Rechnung. Das machen die übrigens auch bei nicht Kapitalgesellschaften ;)

Man hat als Selbständiger grundsätzlich eher Schwierigkeiten.
 
Du findest es also gerecht, wenn jemand der 100 Euro Erbt davon 33€ Steuern abdrücken muss?
Nee, nun lies doch nochmal wie das mit der Progression funktioniert. Es sei denn natürlich, dass Du in dem Monat ein Einkommen von 249.900 Euro hattest, dann trifft das zu, ja.

Man könnte auch sagen ok, der Staat soll sich daran bereichern, dann soll er aber dafür sorgen, das die Leute im Alter gepflegt werden, das der Staat sich darum kümmert. Das nicht die Erben auch hier für sorgen müssen und zum Teil Geld ausgeben müssen..
Das ist wieder ein anderes Thema. Da kommen wir da hin, dass der Leistungskatalog der GKV ständig schrumpft, die Pflegeversicherung hinten und vorne nicht reicht, aber trotzdem bezahlt werden muss und so weiter. Wir haben ja mehr als eine Baustelle in Deutschland.

Das ist ein Spruch wie: Wer arbeitet ist selber Schuld. Wieso Arbeiten, zahlt doch der Staat...
Nee, nicht mal im Ansatz.

Aber dennoch versuchen Sie ihr Glück. Und das hat nichts mit Naiv zu tun. Du bist wohl eher der naive. Du solltest dich mal erkundigen wie viele Projekte durch das Lotto gefördert werden:
Ja, und Du meinst also, die Leute spielen Lotto, weil sie die Projekte fürdern wollen, ja? Oder weil sie zu blöd sind, einen Überweisungsträger für eine Spende auszufüllen?

Du musst mir nicht erklären wie eine Kapitalgesellschaft funktioniert, das weiß ich von der Gründung bis zur Steuer.
Super!

Prokurist = Vormund!?
Nein, Bevöllmächtigter. Passte aber besser zum Vergleich von "Personen". Aber gut, ich will mich nicht streiten und sage, dass Prokura natürlich keine Vormundschaft ist.

[...] ja und was passiert wenn der Anteil überschrieben wir? Richtig, es fällt keine Erbschaftssteuer an, aber womöglich eine Schenkungssteuer! Und somit sind wir wieder beim gleichen wie bei einer nicht Kapitalgesellschaft. Auch hier kann das Unternehmen Überschrieben werden oder nur ein Teil. Und dann fällt auch u.U. Schenkungssteuer an.
Also bei einer Personengesellschaft haftet ja wenigstens 1 mit seinem gesamten Vermögen. Entsprechend ist auch diese Personengesellschaft sein privates Vermögen. Bei einer Kapitalgesellschaft sieht das anders aus, aber das weißt Du ja alles. Wenn sich jemand seine Einlage aus einer Kapitalgesellschaft heraus holt, sollte er dafür auch keine Einkommenssteuer zahlen müssen. Zahlt er ja auch nicht. Aber auf Gewinne, die die Gesellschaft erwirtschaftet, sehr wohl.

Nun zum Erbe. Jemand vererbt seine Anteile an dieser Kapitalgesellschaft. Dann ist das für mich exakt das Gleiche, als würde er Aktien, Bargeld oder Edelmetalle vererben. Denn die haben einen klar bezifferbaren Wert zum Zeitpunkt der Erbschaft. Bei Immobilien wird es vielleicht etwas komplizierter, aber man kann auch an jedes Haus und jeden Quadratmeter ein Preisetikett kleben. Und dann hat man auch hier einen Wert. Und das ist nach meiner Definition eine Art von Einkommen. Sicherlich aus keinem freudigen Anlass und der Betroffene hat sicherlich auch kaum Verständnis dafür in dem Augenblick. Aber gerecht ist es dennoch.
 
Ach sorry, du gehst von 250.000 Euro monat aus, ok, das ja was anderes ;) Dachte du meinst pro Jahr
;)

Du bist aber noch nicht drauf eingegangen das der Lottoschein dann auch absetzbar sein muss...

Nur weil dir das Lotto spielen nicht gefällt die Leute als naiv und dumm zu betiteln...
Außerdem ist dir schon klar wieso die Leute spielen und frag mal die Lottomillionäre ob die Dumm sind oder doch schlau waren den Schein abzugeben!?

Die Kapitalgesellschaft ist auch dein privates Vermögen, wenn es dir alleine gehört zu 100%. Denn Die Anteile daran gehören zum privat Vermögen.
Wenn es ne AG ist, dann ist es nicht nur wie, sondern es sind dann ja Aktien die Vererbt werden ;)

Wenn sich jemand seine Einlage aus einer Kapitalgesellschaft heraus holt, sollte er dafür auch keine Einkommenssteuer zahlen müssen. Zahlt er ja auch nicht. Aber auf Gewinne, die die Gesellschaft erwirtschaftet, sehr wohl.

Was willst du mir damit sagen? Was genau meinst du mit Einlage raus holen?

Also wenn die Aktien an der börse gehandelt werden, dann ist die Ermittlung vielleicht leicht, aber sonst nicht!!
 
Ach sorry, du gehst von 250.000 Euro monat aus, ok, das ja was anderes ;) Dachte du meinst pro Jahr
;)
Pro Jahr natürlich. Es war gestern schon zu spät :D

Du bist aber noch nicht drauf eingegangen das der Lottoschein dann auch absetzbar sein muss...
Vermutlich wäre er das, wie es auch heute Spenden sind. Vielleicht auch nicht, denn wenn Du im Casino oder am Spielautomaten sitzt, bekommst Du auch keine Quittung. Aber das ist ja wieder ein anderes Thema. Es ging mir hier nur um die Einkommenssteuer und damit verbunden die Frage, ob eine Erbschaft ein Einkommen ist. Ich hatte eigentlich nicht vor, hier das gesamte deutsche Steuerrecht zu diskutieren.

Nur weil dir das Lotto spielen nicht gefällt die Leute als naiv und dumm zu betiteln...
Naiv eben. Es tut mir wirklich leid, wenn Du Dich damit angesprochen fühlst. War auch gar nicht meine Absicht, Dir auf den Schlips zu treten.

Wenn es ne AG ist, dann ist es nicht nur wie, sondern es sind dann ja Aktien die Vererbt werden ;)
Ok, ich seh schon, ich muss mich absolut präzise ausdrücken, Du willst nach Formulierungslücken suchen. Jetzt weiß ich wieder, weswegen ich Anwälte so liebe. Ok, also dann nochmal:
Die Einlage in einer GmbH setze ich gleich mit dem Erwerb von Anteilsscheinen einer Aktiengesellschaft (Aktien). Sie haben zum Zeitpunkt des Vererbens einen definierbaren monetären Gegenwert und sollten also auch so besteuert werden.

Was willst du mir damit sagen? Was genau meinst du mit Einlage raus holen?
Wenn Du beispielsweise Aktien kaufst und sie ohne Gewinn wieder verkaufst, zahlst Du darauf keine Einkommenssteuer.

Also wenn die Aktien an der börse gehandelt werden, dann ist die Ermittlung vielleicht leicht, aber sonst nicht!!
Was heißt "leicht"? Wenn man eine Bilanz machen kann, dann ist es leicht. Wenn nicht, verdammt schwer.
 
Da gibt es ja verschiedene Möglichkeiten. Es könnte eine Art "Häuser-Schwackeliste" geben. Oder wie in Florida. Da kommt ein Taxator ins Haus und legt den Wert halt fest.
Ist ja alles verständlich. Aber die Durchführung würde nur noch zusätzliche Kosten bringen.

Ich stelle mir da das Häuschen auf dem Land in Vorpommern vor: das will keiner und doch hat es einen Wert. Ein Erbe, der sich die Steuer nicht leisten kann, wird auch keinen Kredit bekommen zu Konditionen, wo es sich lohnt, das Erbe anzunehmen. Ergo muss das Haus verkauft werden. Was aber, wenn sich kein Käufer findet. Wenn der Preis dann deutlich niedriger ist als der vorher festgelegte Wert?

Man sieht das täglich bei Zwangsversteigerungen, wie Häuser, die 300.000 im Wertgutachten stehen haben, am Ende für 100.000 weggehen oder noch weniger. Bei einem Zwangsverkauf zur Steuerbedienung wird das nicht anders sein.

Für mich ein soziales No-Go ohne entsprechende Freibeträge.

Gleiches gilt eigentlich für jegliches Substanzvermögen. Egal, ob Kapital- oder Personengesellschaft.
Wenn ich dich richtig verstehe, dann würde das Erbe einer Gmbh nur nach dem Stammkapital berechnet. Ich kenne GmbH's, die haben knapp 50.000 Euro Grundkapital und sind trotzdem viele Millionen wert. Und da kommt der Erbe dann mit 16.000 Euro davon? Dann werden Erben von Unternehmen deutlich bevorzugt.

Vergleich:
Ich habe ein Haus: Wert 1 Mio. Mietertrag 80.000 Euro pro Jahr. Mein Sohn müsste jetzt im Erbfall 330.000 Euro Steuern zahlen und jährlich auf die 80.000 Euro auch noch mal Steuern.

Beispiel 2: Ich bin Eigentümer einer GmbH. Wert 1 Mio., Grundkapital 25.000 Euro. Ausschüttung für den Eigentümer 80.000 Euro pro Jahr. Mein Sohn müsste nach Deiner Rechnung nur 8.333 Euro Steuern zahlen auf das Erbe. Ist das richtig?

Marty
 
Beispiel 2: Ich bin Eigentümer einer GmbH. Wert 1 Mio., Grundkapital 25.000 Euro. Ausschüttung für den Eigentümer 80.000 Euro pro Jahr. Mein Sohn müsste nach Deiner Rechnung nur 8.333 Euro Steuern zahlen auf das Erbe. Ist das richtig?

Marty

Ich versteh eigentlich nicht wie Du drauf kommst das man die Steuern nur auf das Stamm/Grundkapital bezahlen würde, wenn dann doch auf den Wert des Unternehmens. Und auf die 80.000 pro Jahr zahlt er selbstverständlich auch noch mal Steuern.
Das man überall ein Problem bei der Wertermittlung hat ist aber doch klar, aber mit viel Aufwand lässt sich das alles machen - und der hohe Aufwand ist ja scheinbar auch der Hauptgrund das die Vermögenssteuer ausgesetzt ist.
 
Ich stelle mir da das Häuschen auf dem Land in Vorpommern vor: das will keiner und doch hat es einen Wert. Ein Erbe, der sich die Steuer nicht leisten kann, wird auch keinen Kredit bekommen zu Konditionen, wo es sich lohnt, das Erbe anzunehmen. Ergo muss das Haus verkauft werden. Was aber, wenn sich kein Käufer findet. Wenn der Preis dann deutlich niedriger ist als der vorher festgelegte Wert?
Man ist ja nicht verpflichtet, ein Erbe anzunehmen. Dann spring der Staat ein. https://www.sueddeutsche.de/leben/staat-als-zwangserbe-was-vom-leben-uebrig-bleibt-1.1754612
 
Man soll dann auf das Erbe eines Hauses verzichten, weil man den Kredit zur Begleichung einer Steuerschuld nicht bekommt und ein Verkauf mangels Interessenten scheitert?

Das wäre vollkommen abstrus.

Marty
 
Nein, in so einem Fall müsste neu überlegt werden, ob der angesetzte Marktwert denn tasächlich richtig gewählt war. Und daraufhin entsprechend angepasst werden, denn der Marktwert ist der Wert, den ein Objekt am MArkt auch tatsächlich erbringt. Der kann - bei einer entsprechenden Immobilie - auch bei 0 liegen, warum nicht?.
 
Man soll dann auf das Erbe eines Hauses verzichten, weil man den Kredit zur Begleichung einer Steuerschuld nicht bekommt und ein Verkauf mangels Interessenten scheitert?

Das wäre vollkommen abstrus.

Marty

Nicht man soll aber es kann dann schnell dazu kommen das es vernünftiger ist, wenn der Staat den Verkehrswert relativ hoch ansetzt, wenn der Markt das aber weder hergibt noch die Banken diesen Betrag als Grundlage akzeptieren und man selbst nicht in der Lage ist sich rechtlich dagegen zu wehren dann ist aus der Steuer halt schnell eine komplette Enteignung geworden.
 
Ist ja alles verständlich. Aber die Durchführung würde nur noch zusätzliche Kosten bringen.
Durchaus denkbar. Aber das sind dann Details, über die man sich gern beraten kann. Vielleicht hilft ja in dem Falle wirklich eine Freigrenze, vielleicht auch was ganz anderes. Es ging mir nur darum, ob eine Erbschaft auch eine Form von Einkommen sein sollte oder nicht.

Ich stelle mir da das Häuschen auf dem Land in Vorpommern vor: [...] Was aber, wenn sich kein Käufer findet. Wenn der Preis dann deutlich niedriger ist als der vorher festgelegte Wert?

Man sieht das täglich bei Zwangsversteigerungen, wie Häuser, die 300.000 im Wertgutachten stehen haben, am Ende für 100.000 weggehen oder noch weniger. Bei einem Zwangsverkauf zur Steuerbedienung wird das nicht anders sein.
Also eine Sache hat immer den Wert, den ein Käufer bereit ist, dafür zu zahlen. Wenn dem nicht so wäre, dann würde auch ein van Gogh nur ein bunt bemaltes Stück Leinwand sein, das auf einen Holzrahmen genagelt wurde - im Gegenwert von vielleicht 9,50 Euro (abzüglich dem Zeitwert vielleicht noch 25 Cent).

Genauso sehe ich es bei Immobilien. Natürlich ist sowas immer eine Schätzung, einen centgenauen Betrag bekommt man dabei nicht heraus. So kann es leider immer passieren, dass das Haus des Einen zu hoch bewertet wird und das Haus des Anderen zu niedrig. Das wird man auch nicht verhindern können. Man kann vielleicht 3 unabhängige Gutachter beauftragen und das Ergebnis mitteln. Allerdings ist es auch dann nicht sicher.

Alles nicht optimal, aber ein Haus ist ein Gegenstand mit meist hohem Wert, der zwar nicht genau beziffert, aber durchaus zu Bargeld gemacht werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Haus so hoffnungslos überbewertet wird, dass es auf dem Papier viel Geld wert ist, aber es niemand kaufen will. Dann sind die Sachverständigen schlicht scheiße :D

Gleiches gilt eigentlich für jegliches Substanzvermögen. Egal, ob Kapital- oder Personengesellschaft. Wenn ich dich richtig verstehe, dann würde das Erbe einer Gmbh nur nach dem Stammkapital berechnet.
Nein, nach Bilanz. Und zwar muss genau dann eine durchgeführt werden, wenn es zum Erbfall kommt.

Ich kenne GmbH's, die haben knapp 50.000 Euro Grundkapital und sind trotzdem viele Millionen wert. Und da kommt der Erbe dann mit 16.000 Euro davon? Dann werden Erben von Unternehmen deutlich bevorzugt.
Also es gibt so Unternehmen, wie etwa Internet-Startups, die besitzen eigentlich nichts. Server sind gemietet, ebenso Büroräume. Der Firma gehört nicht viel mehr als ein paar (hundert) Rechner, Monitore und Schreibtische. Und auch diese Firmen sind zum Teil einen 3-stelligen Millionenbetrag wert, weil man den Firmen ein riesiges Wachstum prophezeit, sie viel Umsatz generieren (zum Beispiel mit so genannten "virtuellen Gütern", wie etwa Browsergames) und so weiter. Wer eine solche Firma erbt, zahlt vielleicht wirklich nur die Steuern auf vielleicht 100.000, die die Firma laut Bilanz wert hat und freut sich im nächsten Jahr darüber, dass die Firma ihm Millionen eingespielt hat. Aber solche Sachen halte ich für die Ausnahme und dann sage ich auch: "Glück gehabt". Wenn man eine Airline vererbt, kommt man sicher deutlich teurer. Aber auch hier: So ist das nunmal.
 
Pro Jahr natürlich. Es war gestern schon zu spät :D
:mrgreen:

Vermutlich wäre er das, wie es auch heute Spenden sind. Vielleicht auch nicht, denn wenn Du im Casino oder am Spielautomaten sitzt, bekommst Du auch keine Quittung. Aber das ist ja wieder ein anderes Thema. Es ging mir hier nur um die Einkommenssteuer und damit verbunden die Frage, ob eine Erbschaft ein Einkommen ist. Ich hatte eigentlich nicht vor, hier das gesamte deutsche Steuerrecht zu diskutieren.
Naja nach aktuellem Steuerrecht ist es keine der Einkunftsarten, genau wie das Lotto auch nicht.

Naiv eben. Es tut mir wirklich leid, wenn Du Dich damit angesprochen fühlst. War auch gar nicht meine Absicht, Dir auf den Schlips zu treten.
Ich füle mich nicht angesprochen, denn ich bin sicherlich nicht naiv, ich spiele nur ab und an mal wenn der Pot hoch ist und ich einfach mal mein Glück versuchen will, nicht mehr nicht weniger. Und da ich mit Sicherheit in Mathe aufgepasst habe (hatte Mathe leistung im Abitur) fühle ich mich nciht angesprochen. Nur du verstehst es halt nicht...


Wenn Du beispielsweise Aktien kaufst und sie ohne Gewinn wieder verkaufst, zahlst Du darauf keine Einkommenssteuer.
Selbst wenn du einen gewinn hast, zahlst du unter Umständen nichts...

Ok, ich seh schon, ich muss mich absolut präzise ausdrücken, Du willst nach Formulierungslücken suchen. Jetzt weiß ich wieder, weswegen ich Anwälte so liebe. Ok, also dann nochmal:
Die Einlage in einer GmbH setze ich gleich mit dem Erwerb von Anteilsscheinen einer Aktiengesellschaft (Aktien). Sie haben zum Zeitpunkt des Vererbens einen definierbaren monetären Gegenwert und sollten also auch so besteuert werden.

Wie definierst du denn den Wert? Das wollte ich wissen. Denn du kannst den nur relativ gut definieren wenn die Aktien an der Börse gehandelt werden.

Was heißt "leicht"? Wenn man eine Bilanz machen kann, dann ist es leicht. Wenn nicht, verdammt schwer.

Dann sag mir mal wo genau in der Bilanz der Wert der Firma steht. Der steht da leider oder auch zum Glück nicht drin!
 
Naja nach aktuellem Steuerrecht ist es keine der Einkunftsarten, genau wie das Lotto auch nicht.
Ja, aber genau darum geht es doch die ganze Zeit! Ich rede doch davon, dass ich sämtliche Einkünfte als Einkommen besteuern würde, erstmal egal, woher sie kommen. Immer natürlich abzüglich dessen, was eingesetzt wurde, also der reine Gewinn. So könnte beispielsweise der Lottogewinner (nur um zu zeigen, dass ich mit Lottospielern nicht auf Kriegsfuß stehe), der sich über die 30 Millionen freut, gern die 12,50 für den Lottoschein abziehen und den Rest versteuern.

Ich füle mich nicht angesprochen, [...] Nur du verstehst es halt nicht...
Na was verstehe ich denn nicht? Ich denke, dass jeder Lottospieler nur deswegen Lotto spielt, weil er hofft, zu gewinnen. Wenn es ihm um die eventuelle Gemeinnützigkeit ginge, könnte er auch spenden. Und wenn jemand Lotto spielt, weil er auf einen (großen) Gewinn hofft, dann kann ich darüber nunmal nur müde lächeln. Nicht, dass es unmöglich ist, das sicher nicht. Aber ich denke, dass die meisten Menschen überhaupt keine Vorstellung haben, wieviel 140 Millionen sind. Natürlich kann jeder die Zahl auf ein Blatt Papier schreiben, aber man hat in dieser Größenordnung absolut kein "Gefühl" mehr für die Menge oder eben Größe. Dass man viel eher Fünflinge bekommt bevor man einmal im Lotto gewinnt, realisiert doch kaum jemand. Aber sie auch immer. Wer bin ich denn, dass ich jemanden vom Spielen abhalten wollte? Soll jeder machen, wie er denkt, kein Problem. Außerdem kommen wir mit diesem Lotto-Geblubber hier total vom Thema ab...

Wie definierst du denn den Wert? Das wollte ich wissen. Denn du kannst den nur relativ gut definieren wenn die Aktien an der Börse gehandelt werden.
Dann sag mir mal wo genau in der Bilanz der Wert der Firma steht. Der steht da leider oder auch zum Glück nicht drin!
Passiva -> Eigenkapital?
 
Dann willst du auch Weihnachtsgeschenke und Geschenke zu Ostern, Valentinstag, Geburtstag.... auch versteuern ja? Wäre die Konsequenz aus dem was du willst. Wenn Jemand einen Cent auf der Straße findet, Taschengeld...

Wäre nach deiner Definition alles Einkünfte. Oder wo willst du da die Grenzen ziehen?

Und was ist mit denen die keine gewinne erzielen, dürfen die die Lottoscheine dennoch absetzen?

naja, du gehst ja nun auch nur vom jackpot aus, aber es gibt viele denen würde halt ein Sechser, ein Fünfer oder gar ein Vierer langen. Und dann musst du ja auch bedenken es gibt ja noch mehr kleinere gewinne.
Ok, lassen wir das mit dem Lotto, gehen wir auf das andere ein...

Eigenkapital? Hmm schon was von stillen Reserven gehört?
Ist nicht ganz so leicht.
 
Dann willst du auch Weihnachtsgeschenke und Geschenke zu Ostern, Valentinstag, Geburtstag.... auch versteuern ja? Wäre die Konsequenz aus dem was du willst. Wenn Jemand einen Cent auf der Straße findet, Taschengeld...
Wäre nach deiner Definition alles Einkünfte. Oder wo willst du da die Grenzen ziehen?
Ja, dann wäre wohl eine gewisse Freigrenze sicherlich wichtig, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren. Aber es gilt ja zu vermeiden, dass der 98-jährige Mann, der reicher als der liebe Gott ist, seinem Enkel zu Weihnachten ein Taschengeld von 100 Millionen Euro zukommen lässt. Und dass er seiner 75 Jahre jüngeren Freundin, die sich zwar offiziell nicht zur Prostitution bekennt, aber im Wesentlichen genau das macht, seine Diamantcolliersammlung nebst dem bereits gebrauchten Aston Martin schenkt.

Also wenn Du mich fragst, ob auch sowas zu besteuern ist, dann sage ich "ja". Du gehst immer von Deinen Verhältnissen aus, die vermutlich ähnlich zu meinen sind. Wenn ich meiner Frau zu Weihnachten eine Jacke für 250 Euro schenke, dann würde ich auch blöd gucken, wenn ich (oder sie, was bei uns egal ist) darauf Schenkungssteuer bezahlen müsste, nachdem ich schon Mehrwertsteuer gezahlt habe von einem Geld, auf das ich schon Einkommenssteuer entrichtet habe. Schon deswegen wäre hier eine Freigrenze sicherlich sinnvoll und nötig. Aber es gibt eben auch andere "Geschenke"...

Und was ist mit denen die keine gewinne erzielen, dürfen die die Lottoscheine dennoch absetzen?
Nee, wieso denn? Das ist ihre Einlage in ein äußerst riskantes Unternehmen mit einer Erfolgsaussicht jenseits von Gut und Böse. Wenn sie damit Gewinne erzielen, ist das toll. Wenn nicht, ist das Geld weg. Ansonsten könnte ich ja auch all meine Verluste an der Börse absetzen können und brauchte dann bis zum Lebensende keinen Cent Steuern mehr zu bezahlen :D

naja, du gehst ja nun auch nur vom jackpot aus, aber es gibt viele denen würde halt ein Sechser, ein Fünfer oder gar ein Vierer langen.
Ach ohne Scheiß, ja? Das heißt, der durchschnittliche Lottospieler, den ich so an der Zeitungstheke meines örtlichen Zeitschriftenhändlers sehe, der jede Woche seinen Schen zu 12,50 Euro oder so abgibt, der gibt sich mit einem 5er oder gar 4er zufrieden? Also so mit Gewinnen um die 50 bis 100 Euro? Den zeigste mir aber mal :D Und ein 5er ist zwar rechnerisch viel seltener als ein 4er, aber auch da bekommste womöglich nur so um die 3.500 Euro. Für die meisten wohl ein Bruchteil dessen, was sie bereits verspielt haben. Ich sage, dass jeder Lottospieler über die Zeit mehr Erfolg hat, wenn er jede Woche 12,50 Euro in irgendwelche Aktien einer wahllos herausgesuchten Aktie aus dem Pennystock investiert (oder adäquat dazu ein Mal pro Monat 60 Euro, der Gebühren wegen). Aber ich sage auch: Lassen wir das. Ich will niemandem die Laune verderben oder den Spaß am Spiel.

Eigenkapital? Hmm schon was von stillen Reserven gehört? Ist nicht ganz so leicht.
Und Du hast schonmal was von "Bilanzfälschungen" gehört?

Du redest jetzt schon über buchhalterische Möglichkeiten des HGB. Also in dem Sinne von legalen Möglichkeiten, die ein Buchhalter hat, die Bilanzen im Interesse der Firma zu "schönen". Darüber hinaus sind sogar noch illegale Bilanzfälschungen möglich, wie wohl jeder Inhaber von Telekom-Aktien nur zu genau weiß.

Ich habe doch nie behauptet, dass ich den Stein der Weisen gefunden habe. Natürlich kann auch eine Bilanz so hingedreht werden, dass am Ende die Firma immer viel "leichter" ausgewiesen wird, als sie wirklich ist. Jeder, der mal selbstständig war und seine Bücher selbst gemacht hat, weiß das. Das ist doch auch gar nicht das Problem. Soll jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten die Firma ausdünnen und den Rest versteuern. So als wenn Opa eben jedes Jahr zu Weihnachten seinen Kindern und Enkeln jeweils 1000 Euro schenkt, statt mit einem Schlag 300.000 Euro. Alles im Rahmen des Möglichen, von mir aus. Aber wenn Opa jeden Monat 3000 Euro verschenkt, dann ist es vielleicht doch mal einen genauen Blick wert, meinste nicht?
 
Durchaus denkbar. Aber das sind dann Details, über die man sich gern beraten kann. Vielleicht hilft ja in dem Falle wirklich eine Freigrenze, vielleicht auch was ganz anderes. Es ging mir nur darum, ob eine Erbschaft auch eine Form von Einkommen sein sollte oder nicht.
OK, ein Erbe muss ja über einer derzeit schon bestehenden Freigrenze versteuert werden. Also müsste man die Freigrenze etwas nach unten schieben und schon passt es. Könnte ich mit leben.

Also eine Sache hat immer den Wert, den ein Käufer bereit ist, dafür zu zahlen. Genauso sehe ich es bei Immobilien.
Ich auch. Und den Wert stellt man erst fest, wenn man tatsächlich auch verkauft. Gerade bei Immobilien. Wenn man den Wert auch so feststellen könnte, dann würden sich die Kommunen nicht solche Einheitswert-Konstrukte zur Bemessung der Grundsteuern ausdenken müssen.

Natürlich ist sowas immer eine Schätzung, einen centgenauen Betrag bekommt man dabei nicht heraus. So kann es leider immer passieren, dass das Haus des Einen zu hoch bewertet wird und das Haus des Anderen zu niedrig. Das wird man auch nicht verhindern können.
Eben. Und weil Schätzungen eben nicht zur Steuergerechtigkeit beitragen, bin ich dagegen, Schätzungen zu nehmen, wenn es um solche Beträge geht.

Alles nicht optimal, aber ein Haus ist ein Gegenstand mit meist hohem Wert, der zwar nicht genau beziffert, aber durchaus zu Bargeld gemacht werden kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Haus so hoffnungslos überbewertet wird, dass es auf dem Papier viel Geld wert ist, aber es niemand kaufen will.
Dann schau Dir mal die Ergebnisse von Zwangsversteigerungen an und vergleiche die Verkehrswerte mit den Auktionsergebnissen. Du wirst Dich wundern, wie weit das auseinandergeht.

Da wird eine Villa in der Eifel mit Verkehrswert 2,5 Mio. plötzlich für 320.000 Euro versteigert.

Und für Deinen Fall: Wäre diese Villa vererbt worden, hätte man vom Erbe 830.000 Steuern verlangt. Der hätte die nicht gehabt, die Villa würde verkauft für 320.000 Euro, die Erbschaftssteuer beträgt nur noch 106.000 Euro. Die hätte der Erbe ja vielleicht vorher schon gehabt. Nun hat ein Schnäppchenjäger die Villa und der Erbe statt einer hochwertigen Villa 214.000 Euro.

Nein, nach Bilanz. Und zwar muss genau dann eine durchgeführt werden, wenn es zum Erbfall kommt.
Welchen Wert der Bilanz würdest Du nehmen wollen? Eigenkapital? Das spiegelt nicht ansatzweise den Wert eines Unternehmens wieder.

Ja, dann wäre wohl eine gewisse Freigrenze sicherlich wichtig, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren. Aber es gilt ja zu vermeiden, dass der 98-jährige Mann, der reicher als der liebe Gott ist, seinem Enkel zu Weihnachten ein Taschengeld von 100 Millionen Euro zukommen lässt.
Das nennt sich Schenkungssteuer, hat derzeit eine Freigrenze von bis zu 500.000 (für Ehegatten) pro 10 Jahre, der Rest muss versteuert werden. Das ist also genau das, was schon derzeit rechtslage ist.

Na, weil sie die Einnahmen auch versteuern müssen.

Und Du hast schonmal was von "Bilanzfälschungen" gehört?
Nochmal, es gibt Unternehmen, die finanzieren sich quasi komplett aus Fremdkapital, machen aber trotzdem zig Millionen Gewinn und sind deshalb auch ein Vielfaches davon wert.

Aber wenn Opa jeden Monat 3000 Euro verschenkt, dann ist es vielleicht doch mal einen genauen Blick wert, meinste nicht?
Ich finde, wenn Opa das Geld vorher schon richtig versteuert hat, dann sollte man da eher wegschauen als hinschauen.

Marty
 
Und Du hast schonmal was von "Bilanzfälschungen" gehört?

Du redest jetzt schon über buchhalterische Möglichkeiten des HGB. Also in dem Sinne von legalen Möglichkeiten, die ein Buchhalter hat, die Bilanzen im Interesse der Firma zu "schönen". Darüber hinaus sind sogar noch illegale Bilanzfälschungen möglich, wie wohl jeder Inhaber von Telekom-Aktien nur zu genau weiß.

Ich habe doch nie behauptet, dass ich den Stein der Weisen gefunden habe. Natürlich kann auch eine Bilanz so hingedreht werden, dass am Ende die Firma immer viel "leichter" ausgewiesen wird, als sie wirklich ist. Jeder, der mal selbstständig war und seine Bücher selbst gemacht hat, weiß das. Das ist doch auch gar nicht das Problem. Soll jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten die Firma ausdünnen und den Rest versteuern. So als wenn Opa eben jedes Jahr zu Weihnachten seinen Kindern und Enkeln jeweils 1000 Euro schenkt, statt mit einem Schlag 300.000 Euro. Alles im Rahmen des Möglichen, von mir aus. Aber wenn Opa jeden Monat 3000 Euro verschenkt, dann ist es vielleicht doch mal einen genauen Blick wert, meinste nicht?

Das hat nichts mit Bilanzfälschung oder mit hindrehen zu tun. Das ist was ganz normales, das die Bilanz nicht den tatsächlichen Wert eines Unternehmens zeigt und zeigen kann.

Es gibt Wahlmöglichkeiten, es gibt aber auch Sachen die nicht zur Wahl stehen und dazu führen, dass die Bilanz nicht den Wert hergibt.

Es gibt Sachen die musst und darfst du nur mit dem Kaufpreis bewerten. Auch wenn der Wert dann steigt.

Ich habe einige Domains, die sind schon einiges Wert, dafür würde ich was kaufen. Wenn ich bilanzieren würde dürfte ich wenn ich mich jetzt nicht täusche auch nicht mit einfließen lassen, das geht nur wenn man die Domain gekauft hat, dann muss man den Wert ansetzen.

Aber da ich die registriert habe und nur die Jährliche Gebühr zahle...

Und es gibt halt eine Liste von Sachen bei denen das so ist.

@marty
eben, es ist ja dann eine Doppelbesteuerung wenn dann auf mal nochmal gezahlt werden muss, nur weils verschenkt wird...