Zwischen Bewunderung und Rechtsstreit: Die wechselvolle Beziehung zwischen Sam Altman und Elon Musk
Die Beziehung zwischen Sam Altman, dem CEO von OpenAI, und seinem ehemaligen Partner Elon Musk hat in den letzten Jahren erheblich an Komplexität gewonnen. In einem Interview mit Ex-Fox-News-Moderator Tucker Carlson, das auf YouTube ausgestrahlt wurde, äußerte Altman, dass seine Bewunderung für Musk im Laufe der Zeit nachgelassen habe. Altman und Musk hatten OpenAI im Jahr 2015 gemeinsam gegründet, doch nachdem Musk 2018 das Board verlassen hatte, kühlte sich das Verhältnis der beiden Unternehmer ab.
Altman beschrieb Musk einst als einen "unglaublichen Helden" und "großen Juwel für die Menschheit", zeigte sich nun jedoch differenzierter: „Es gibt Dinge an ihm, die bewundernswert sind, aber auch Charakterzüge, die ich nicht schätze.“
Die finanzielle Unterstützung von Musk für OpenAI bleibt unklar. Er behauptete im März 2023, rund 100 Millionen Dollar beigesteuert zu haben, während OpenAI den Beitrag im März des folgenden Jahres auf weniger als 45 Millionen Dollar bezifferte. Nach seinem Austritt begann Musk, Altmans Führungsstil öffentlich zu kritisieren und reichte im Jahr 2024 sogar eine Klage gegen Altman und OpenAI ein wegen des Vorwurfs, die gemeinnützige Mission im Zuge der Partnerschaft mit Microsoft verletzt zu haben. Nachdem Musk die Klage zunächst zurückzog, reichte er sie im August 2024 erneut ein. Seine Forderung: Eine Namensänderung von OpenAI zu "ClosedAI".
Musk zeigte sich jüngst auch mit Apple im Zwist und verklagte den Technologieriesen wegen angeblicher Wettbewerbsverzerrung zugunsten von OpenAI im App Store. Seine eigenen Geschäftsaktivitäten umfassten in den letzten Monaten auch den Aufbau eines neuen Unternehmens, xAI, das im Jahr 2023 gegründet wurde und in jüngsten Finanzierungsrunden über 12 Milliarden Dollar einsammeln konnte.
Altman reflektierte über Musks Entscheidung, OpenAI zu verlassen, mit den Worten, Musk habe den Erfolg des Unternehmens wohl nicht erwartet: "Dann haben wir uns gut entwickelt. Ich verstehe, dass ihn das verärgert hat."

