Zweite Gesprächsrunde in Abu Dhabi: Neue Hoffnungsschimmer im Ukraine-Konflikt
Inmitten anhaltender Spannungen und trotz schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine steht in Abu Dhabi ein zweites Treffen zwischen Unterhändlern aus Kiew und Moskau an. Die Vereinigten Staaten wirken in den Vereinigten Arabischen Emiraten als engagierte Mittler. Nachdem bereits Mitte Januar eine erste trilaterale Gesprächsrunde zur Erörterung möglicher Konfliktlösungen stattgefunden hatte, wurde ein ursprüngliches Treffen am vergangenen Sonntag verschoben und soll nun neue Impulse erhalten.
Unterdessen hält der Druck auf die Ukraine an: In der Nacht zu Dienstag wurde das Land erneut von massiven Luftangriffen heimgesucht, die Kiew, Charkiw und weitere Städte trafen. Aufgrund der Attacken verbrachten Millionen Menschen die Nacht bei eiskalten Temperaturen ohne Strom und Heizung, während die mühsamen Reparaturarbeiten an der seit Monaten angeschlagenen Infrastruktur erschwert wurden.
Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte scharf auf die Geschehnisse und beschuldigte Moskau, gegen eine von den USA ausgehandelte Waffenruhe verstoßen zu haben. Er forderte eine deutliche Reaktion aus Washington. Angesichts der benötigten, langfristigen Sicherheitsgarantien ist die Ukraine auf das Wohlwollen der USA angewiesen und sieht die Fortführung der Gespräche als unerlässlich an. Die ukrainische Delegation steht erneut unter der Leitung von Sicherheitsratssekretär Rustem Umjerow, während die russische Delegation unverändert mit dem Leiter des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, und weiteren Generälen vertreten ist. Die Verhandlungsgespräche sollen planmäßig bis Donnerstag durchgeführt werden.

