Zweifel über den Erfolg der Friedensgespräche – Ukraine und Russland tauschen weiter Schläge aus
Während die Welt gespannt auf eine zweite Verhandlungsrunde zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine blickt, setzt sich die Gewalt unvermindert fort. In der Region Saporischschja erschütterte ein tragisches Ereignis die Gemüter: Berichten des regionalen Militärgouverneurs zufolge fiel ein neunjähriges Mädchen einem russischen Angriff zum Opfer, während ein weiterer Teenager verletzt wurde.
Die Lage in Cherson verschärft sich gleichermaßen, wo regionale Behörden nach einem Beschuss einen weiteren Todesfall meldeten. Derweil erschütterte ein russischer Angriff das grenznahe ukrainische Gebiet Sumy schwer. Raketen schlugen in ein Wohngebiet ein, beschädigten Lagerhäuser und verletzten mindestens eine Person.
Die regionalen Militärbehörden beschlossen daraufhin, elf weitere Orte evakuieren zu lassen, um die Sicherheit der Zivilbevölkerung gewährleisten zu können. Die Gegenseite bleibt nicht untätig: Im russischen Gebiet Kursk, so berichtete Gouverneur Alexander Chinschtejn, stieg die Zahl der Verletzten nach ukrainischen Drohnenangriffen auf insgesamt 14 Personen.
Zerstörungen in Wohngebieten sind hierbei keine Seltenheit, was die noch laufenden Spannungen zwischen Kiew und Moskau verdeutlicht. All diese Berichte können derzeit keiner unabhängigen Verifizierung unterzogen werden. Russland verfolgt seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine nun bereits seit über drei Jahren.
Beide Nationen werden am 2. Juni im Rahmen der in Istanbul angesetzten Gespräche erneut versuchen, einen Weg aus der Krise zu finden. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen ist auf eine russische Initiative zurückzuführen und symbolisiert zumindest die Hoffnung auf eine mögliche Wende im festgefahrenen Konflikt.

