Zuwanderung als Impulsgeber des deutschen Arbeitsmarktes: Ein Trend mit Folgen
Ausländische Arbeitskräfte tragen zunehmend zur Stärkung des deutschen Beschäftigungswachstums bei—eine Tatsache, die bei der jüngsten Konferenz zum Thema 'Migration und Arbeit' von der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgehoben wurde. Einem Bericht der Behörde zufolge, der auf der Veranstaltung präsentiert wurde, zeigt sich, dass das Wachstum am Arbeitsplatz in den letzten Jahren primär durch den Beitrag internationaler Staatsangehöriger erzielt wurde. Während die Beschäftigung von Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft zurückgeht, wächst kontinuierlich der Anteil von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit ausländischem Pass. Seit 2015 ist der Anteil ausländischer Arbeitskräfte von knapp zehn Prozent auf derzeit 17 Prozent angestiegen—ein bemerkenswerter Sprung.
Seit 2021 zeichnet sich ein positiver Trend bei der gesamten Beschäftigung in Deutschland ab. Obwohl bis 2025 eine leichte Abnahme von schätzungsweise 5.000 Erwerbstätigen erwartet wird, bestehen weiterhin positive Anzeichen, ähnlich wie vor den Einbußen des Corona-Jahres 2020. Ein wechselseitiges Bild ergibt sich aus der Betrachtung europäischer und nicht-europäischer Beschäftigter. Während die Zahl der Arbeitnehmenden aus EU-Staaten seit 2024 abnimmt, wächst der Anteil aus Drittstaaten signifikant an. Dieser Anstieg umfasst sowohl Erwerbsmigration als auch Flüchtlinge, die eine Beschäftigung in Deutschland aufzunehmen suchen. Bedeutend ist dabei, dass mittlerweile 1,2 Millionen Menschen aus den acht traditionellen Asylländern sowie der Ukraine berufstätig sind.
Die sinkende Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten deutschen Staatsangehörigen stellt eine Herausforderung dar und ist eng mit dem demografischen Wandel verbunden. Vor diesem Hintergrund ist die Integration von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt von zunehmender Bedeutung, wie auch auf der Konferenz debattiert wurde. Zu den diskutierten Initiativen zählen der ehemalige 'Job-Motor' und die 'Work-and-Stay-Agentur', die ausländischen Fachkräften als zentrale Anlaufstelle dienen soll. Vanessa Ahuja vom BA-Vorstand fordert verbesserte Rahmenbedingungen für Fachkräfte, sodass Deutschland als attraktives Arbeits- und Lebensumfeld wahrgenommen wird. Daniel Terzenbach, ebenfalls Vorstandsmitglied, betont die essenzielle Rolle der Zuwanderung für die wirtschaftliche und soziale Stabilität Deutschlands. Ohne sie, warnt er, droht ein Rückgang des Wohlstands.

