Zurück in die Beta: Splitgate 2 wird komplett umgebaut und startet 2026 neu durch
In einer ebenso überraschenden wie drastischen Wendung hat Entwickler 1047 Games angekündigt, den erst kürzlich gestarteten kompetitiven Multiplayer-Shooter Splitgate 2 einer kompletten Generalüberholung zu unterziehen. Nur einen Tag nach der Bekanntgabe von Entlassungen im Studio folgt nun die Bestätigung: Das Spiel wird quasi „zurück in die Beta“ geschickt. Während der Umbauphase bleibt der Shooter zwar spielbar und erhält sogar die bereits geplanten Inhalte wie das kommende „Chapter 3“-Update, doch danach wird es still um den Arena-Shooter – bis zu seinem großen Relaunch im Jahr 2026.
„Es fühlt sich an wie eine Beta“: Die gnadenlose Selbstanalyse
In einem bemerkenswert offenen Interview mit IGN gestand CEO Ian Proulx, dass das Team das Feedback der Community, insbesondere aus einem Reddit-Thread, sehr ernst genommen habe. Die Frage war simpel: Warum haben Spieler aufgehört, Splitgate 2 zu spielen? Die Antworten waren offenbar ein Weckruf. „Es fühlt sich nicht wie ein fertiges Produkt an, so sehr wir auch vorgeben wollten, dass es so ist“, so Proulx. „Es fühlt sich an wie eine Beta. Es gibt immer noch Bugs. Es fehlen Features, die – und natürlich muss nicht jedes Spiel jedes Feature haben – aber bestimmte Dinge sollten in einem fertigen Produkt einfach vorhanden sein. Es gibt zu viele Fehler, und wir drücken jetzt den Reset-Knopf.“ Diese brutale Ehrlichkeit ist der Grundstein für einen Neuanfang, der das Spiel von Grund auf verändern soll.
Die Blaupause für den Neuanfang: Mehr Portale, bessere Modi
Doch wie soll dieser Neustart aussehen? Proulx skizziert einen Drei-Punkte-Plan, der direkt auf die Wünsche der Community eingeht. An erster Stelle stehen grundlegende Features wie Leaderboards und ein motivierenderes Fortschrittssystem. Zweitens, und das ist ein zentraler Eingriff ins Gameplay, sollen die Karten überarbeitet werden, um mehr Wände zu bieten, an denen Portale platziert werden können. Dies soll den Kern der Spielmechanik stärken und flüssigere, kreativere Gefechte ermöglichen. Der dritte Punkt betrifft die Anpassung der Spielmodi. Man wolle sich stärker dem Erlebnis eines „klassischen Arena-Shooters“ annähern. „Ich denke, wir haben viele rundenbasierte Modi gemacht“, erklärt Proulx, „aber die Spieler wollen einfach spielen, auf Dinge schießen, eine gute Zeit haben und vielleicht das Ziel verfolgen.“ Das deutet auf eine Abkehr von taktischen Pausen und eine Hinwendung zu pausenloser Action hin.
Was bleibt, was geht? Die Zukunft für Spieler und das Original
Für bestehende Spieler gibt es gute und schlechte Nachrichten. Die gute: Splitgate 2 wird ein Free-to-Play-Titel bleiben, und alle bisher getätigten Käufe im In-Game-Shop behalten ihre Gültigkeit. Eine Rückerstattung wird es jedoch nicht geben, auch wenn die Monetarisierung vereinfacht werden soll. Die schlechte Nachricht betrifft das Original: Im Zuge der Neuausrichtung werden die Server für das erste Splitgate abgeschaltet. Allerdings prüft das Studio die Möglichkeit, Offline- oder Peer-to-Peer-Matches für den Klassiker zu unterstützen, um ihn für die Nachwelt zu erhalten.


