Zunehmende Rechtsstreitigkeiten: Mieterhöhungen oft vor Gericht
Der Deutsche Mieterbund beobachtet eine wachsende Anzahl von Prozessen, die sich mit Mieterhöhungen beschäftigen. Diese Thematik war 2025 in 21,8 Prozent der gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Mietern und Vermietern präsent, verglichen mit 17,4 Prozent im Vorjahr. Die Situation auf dem angespannten Wohnungsmarkt wird als wesentlicher Druckfaktor identifiziert.
Basierend auf den ausgewerteten Statistiken ihrer Rechtsschutzversicherung, stellt der Mieterbund fest, dass "Vertragsverletzungen" – von der Tierhaltung über Wohnungsmängel bis hin zur Mietpreisbremse – am häufigsten Anlass für Klagen geben. Mieterhöhungen sind dabei auf dem zweiten Platz und gewinnen an Bedeutung.
Ähnlich sieht es bei Streitigkeiten über Betriebskosten aus: Diese machten 2025 noch 16,4 Prozent der Fälle aus, während sie 2024 bei 15,6 Prozent lagen. Konflikte um die Mietkaution folgen mit einem Anteil von 15,7 Prozent an vierter Stelle, gefolgt von Streitigkeiten über Eigenbedarf mit 6,8 Prozent.
Insgesamt ist die Zahl der Rechtsstreitigkeiten in diesem Bereich gestiegen. Die Amts- und Landgerichte bearbeiteten 2024 insgesamt 197.092 Fälle, was eine Zunahme um 7,8 Prozent bedeutet.

