Zukunftspläne für den Gazastreifen: Kushners visionärer „Masterplan“
Jared Kushner, Berater und Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, verblüfft beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit einem ambitionierten Plan zur Neustrukturierung des Gazastreifens. Der entscheidende Punkt dieses Wiederaufbaus ist die bedingungslose Entwaffnung der Hamas, auch wenn diese zurzeit noch strikt ablehnt.
Der "Masterplan", so die Bezeichnung für Kushners Vision, sieht zunächst den Wiederaufbau der Stadt Rafah vor, die als Vorreiter einer größeren Transformation gelten soll. In „Neu-Rafah“ ist die Errichtung von rund 100.000 Wohneinheiten sowie mindestens 75 medizinischen Einrichtungen vorgesehen. Kushner hat einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren für diesen Abschnitt angesetzt, während die ersten Abrissarbeiten bereits in vollem Gang sind.
Die massiven Zerstörungen im Gazastreifen infolge der Konflikte mit Israel sind dafür der impulsgebende Hintergrund. Entlang der Küstenlinie des Gazastreifens plant Kushner, künftig den Tourismus zu fördern, während Wohn- und Industriegebiete sich ins Landesinnere verlagern sollen. Zudem steht ein Flughafen im Süden des Territoriums an der Grenze zu Ägypten auf dem Plan.
Ein ansprechendes Bild mit Wolkenkratzern und grünen Straßenzügen vermittelt erste Eindrücke dieser Zukunftsvision. Kushner sieht in diesen Maßnahmen die Chance für die Menschen in Gaza, ihre Träume zu verwirklichen. Nichtsdestotrotz gibt es bisher keine klaren Aussagen zu den anfallenden Kosten oder deren Finanzierung. Eine anstehende Investitionskonferenz in Washington soll hierzu jedoch Licht ins Dunkel bringen.

