Zollschranken und Branchenstrategien: Polestars Weg durch den Handelsdschungel
In einer sich dynamisch entwickelnden Automobilbranche äußert Michael Lohscheller, Chef des Elektroautobauers Polestar, Prognosen zu bevorstehenden Preiserhöhungen, sollte der Zoll die Kosten in die Höhe treiben. Trotz der Möglichkeit, kurzfristige Abmilderungen durch 'taktische Maßnahmen' zu erzielen, hält Lohscheller es für wahrscheinlich, dass der Kostenanstieg langfristig weitergegeben werden wird. Unterstützt durch die Expertise des Polestar-Chefs, untergeht die Branche einer Preisentwicklung, die durch zunehmende Zollregulierungen beeinflusst wird, und sucht gleichzeitig nach Wegen der Kostensenkung.
Polestar, unter der Schirmherrschaft des chinesischen Geely-Konzerns und in enger Verbindung mit Volvo, sieht sich durch die Produktion in Asien sowie im Volvo-Werk in South Carolina aufgestellt, anderweitige Produktionsstrategien in Erwägung zu ziehen. Insbesondere in den USA, wo für chinesische Elektroautos hohe Zölle greifen, steht die Lokalisierung im Fokus der Zukunftsplanung. Lohscheller hebt hervor, dass eine Produktion durch nahegelegene Lieferanten entscheidend ist, um wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle zu verfolgen. Auch in Europa verfolgt Polestar ambitionierte Projekte mit der Produktion des künftigen Kompakt-SUV Polestar 7.
In den vergangenen Monaten konnte Polestar seine Auslieferungen signifikant steigern, was insbesondere auf gezielte Marketingstrategien abzielt. Mit attraktiven Rabatten für Tesla-Fahrer in den USA präsentiert sich Polestar als konkurrenzfähiger Akteur auf dem Elektroauto-Markt, der durch die politischen Aktivitäten von Tesla-Chef Elon Musk mit Schwierigkeiten konfrontiert ist. Die Auslieferungszahlen sprechen für Polestar, mit einem beachtlichen Zuwachs von 74 Prozent in den USA und 35,5 Prozent in Deutschland. Das Wachstum resultiert nicht zuletzt aus einem vernetzten Verkaufsmodell, welches nicht nur auf exklusive Ausstellungsräume setzt, sondern den Vertrieb aktiv über Händler erweitert.

