Zollfrieden zwischen den USA und China beflügelt DAX – Rheinmetall bremst Gewinnerwartungen
Der deutsche Leitindex DAX setzte am Montag seinen eindrucksvollen Höhenflug fort, gestützt durch eine unerwartete Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Der Index näherte sich dabei der 24.000-Punkte-Marke, bevor Verluste der Rheinmetall-Aktie für einen Dämpfer sorgten.
Die beiden Wirtschaftsgiganten haben sich in einer Vereinbarung darauf verständigt, ihre Zölle für eine Dauer von 90 Tagen zu reduzieren. Diese Entwicklung überraschte viele Experten, die im Vorfeld der Gespräche keine weitreichenden Ergebnisse erwartet hatten.
In den Morgenstunden stieg der DAX bis auf rund 23.912 Punkte an und lag zur Mittagszeit bei einem Plus von 1,2 Prozent bei 23.790 Zählern. Thomas Altmann, ein Portfoliomanager von QC Partners, betonte die positive Marktstimmung, die auch durch mögliche Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine befeuert wird. Der MDAX gewann zur Mittagszeit 0,7 Prozent.
Obgleich unklar bleibt, wie es nach den 90 Tagen weitergeht, scheint das derzeitige Abkommen ausreichend Vertrauen zu schaffen, um die Risiken eines Handelskrieges aus den Märkten zu tilgen. Rheinmetall verlor im DAX 4,3 Prozent, während Auto- und Technologieaktien von der Entspannung zwischen den USA und China profitierten.
Infineon führte mit einem Anstieg von 7,7 Prozent, gefolgt von Automobilwerten wie Porsche, BMW, Mercedes und Daimler Truck, deren Kurse zwischen 4,2 und 6,2 Prozent zulegten.

